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Young Professionals: So gewinnen Sie junge Arbeitnehmer für Ihr Unternehmen

Young Professionals
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Inhalt:
  1. Was sind Young Professionals?
  2. 6 Tipps für mehr Attraktivität
    1. 1. Tipp: Angemessene Bezahlung
    2. 2. Tipp: Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten
    3. 3. Tipp: Interessante Projekte
    4. 4. Tipp: Flexible Arbeitszeitmodelle
    5. 5. Tipp: Unternehmenskultur und Führungsverantwortung
    6. 6. Tipp: Kurze Entscheidungswege
  3. Wie lassen sich Young Professionals langfristig im Unternehmen halten?
    1. Tipp 1: Arbeitsatmosphäre
    2. Tipp 2: Flexibilität
    3. Tipp 3: Verantwortung
    4. Tipp 4: Flache Hierarchien
    5. Tipp 5: Fördern und Fordern
  4. Wie rekrutieren Arbeitgeber Young Professionals?
  5. So profitieren Arbeitgeber von Young Professionals
    1. Erste Stärke: Ausbildung
    2. Zweite Stärke: Auslandserfahrungen
    3. Dritte Stärke: Hohe Motivation
    4. Vierte Stärke: Praktische Erfahrung

Sie sind anders als alle andere Generationen vorher, sie haben eine ganz bestimmte Vorstellung von ihrer beruflichen Karriere und sie sind heiß begehrt: Young Professionals. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels buhlen viele Unternehmen um die Gunst von Millennials. Doch wie tickt der Nachwuchs und welche Werte sind ihm wichtig? Wie können Unternehmen sich als attraktive Marke präsentieren, bei High Potentials Aufmerksamkeit erregen, diese gewinnen und langfristig an sich binden?  

Was sind Young Professionals?

Als Young Professionals werden junge Menschen unter 30 Jahre bezeichnet, die ein Studium erfolgreich absolviert haben und bereits etwa ein oder zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen. Diese jungen Nachwuchskräfte gelten gemeinhin als ehrgeizig, hoch motiviert und leistungsbereit. Ihre Flexibilität wird geschätzt. Kein Wunder also, dass Young Professionals auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.

Was Young Professionals von ihrem Arbeitgeber erwarten  

Junge Nachwuchskräfte wissen um ihre Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt und deshalb sind sie bei der Suche ihres Arbeitgebers wählerisch. Die aktuelle Fachkräftesituation und die demografische Entwicklung spielen ihnen jedoch in die Hände. Sie sind also in der sehr guten Position, sich ihr Unternehmen aussuchen zu können. Stellen sie nach kurzer Zeit fest, dass ihre Vorstellungen nicht umsetzbar sind oder sie auf der Karriereleiter nicht vorankommen, zögern sie nicht lange und kehren ihrem Arbeitgeber schnell wieder den Rücken. Sie kennen ihren Marktwert und wissen, dass sie keine Schwierigkeiten haben werden, einen anderen Job zu finden.   

6 Tipps für mehr Attraktivität

So können Sie bei Young Professionals punkten 

1. Tipp: Angemessene Bezahlung

Ein gutes Gehalt ist zwar nicht alles, aber eine wesentliche Voraussetzung und ein Zeichen für Wertschätzung, die jungen Nachwuchskräften besonders wichtig ist. Beliebt sind zusätzliche Benefits, mit denen Arbeitgeber ihre Attraktivität steigern können.  

2. Tipp: Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten

Young Professionals haben das Bestreben, beruflich schnell voranzukommen. Deshalb schätzen sie Angebote, die ihnen auf der Karriereleiter hilfreich sind.

3. Tipp: Interessante Projekte

Die Übernahme anspruchsvoller Aufgaben ist vielen Nachwuchskräften ein wichtiges Anliegen. Besondere Herausforderungen fördern ihre Motivation und Leistungsbereitschaft.  

4. Tipp: Flexible Arbeitszeitmodelle

Das Festhalten an starren Arbeitszeiten ist mit der Flexibilität vieler Young Professionals unvereinbar. Berufs- und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen, ist eine besondere Forderung junger Fachkräfte.

5. Tipp: Unternehmenskultur und Führungsverantwortung

Gute Führungskräfte, die eine faire Unternehmenskultur leben, die auf die Förderung der Mitarbeiter wert legen und die soziale Verantwortung zeigen, stehen ganz oben in der Gunst vieler Young Professionals.   

6. Tipp: Kurze Entscheidungswege

Schnell und umgehend Entscheidungen zu treffen und umzusetzen, das passt ins Konzept vieler junger Nachwuchskräfte. Gerade mittelständische Unternehmen können mit dieser Praxis punkten. Das zeichnet sie insbesondere gegenüber Großkonzernen aus, mit denen sie bei der Rekrutierung junger Fachkräfte im Wettbewerb stehen. Mittelständler sollten diese Pluspunkte im Personalmarketing unbedingt kommunizieren.  

Wie lassen sich Young Professionals langfristig im Unternehmen halten?

Haben Sie Young Professionals für Ihr Unternehmen gewonnen, heißt das noch lange nicht, dass Sie sich nun entspannt zurücklehnen können. Wie verschiedene Studien zeigen, spielen für junge Nachwuchskräfte neben ihrer interessanten Tätigkeit auch noch andere Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle.

5 Tipps, wie Sie junge Nachwuchskräfte binden:

Tipp 1: Arbeitsatmosphäre

Ein kollegiales Miteinander und ein angenehmes Arbeitsumfeld werden bei Befragungen unter jungen Nachwuchskräften häufig als wünschenswert genannt. Für sie ist der Job keine lästige Pflichterfüllung, die tägliche Arbeit soll Spaß machen.  

Tipp 2: Flexibilität

Im Gegensatz zu früheren Generationen sehen Young Professionals starre Arbeitszeitmodelle und Strukturen nicht als erstrebenswert an, es widerspricht ihrer Vorstellung von Mobilität und Work-Life-Balance. Auch die klassische 40-Stunden-Arbeitswoche passt nicht unbedingt in ihr Denkmuster. Beliebt sind hingegen mobiles Arbeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice.    

Tipp 3: Verantwortung

Young Professionals wollen herausfordernde Projekte übernehmen. Arbeitgeber, die ihnen das Lösen komplexer Aufgaben zutrauen, senden positive Signale und können so beim Nachwuchs punkten.  

Tipp 4: Flache Hierarchien

In Unternehmen mit flachen Hierarchien verläuft die Kommunikation überwiegend horizontal und auf Augenhöhe. Das bedeutet, Entscheidungsspielräume werden größer, die Eigeninitiative und Eigenverantwortung jedes Einzelnen wächst. Mehr Freiheit und selbstbestimmtes Arbeiten kommen gerade jungen Nachwuchskräften sehr entgegen. Sie passen sehr gut zu ihren Wünschen an ihre Arbeitgeber.

Tipp 5: Fördern und Fordern

Verantwortungsbewussten Führungskräften liegt viel daran, den jungen Nachwuchs zu entwickeln, seine persönlichen Fähigkeiten zu fördern und so sein Profil zu schärfen. Regelmäßige Feedback-Gespräche und das Angebot darauf aufbauender entsprechender Fortbildungsmöglichkeiten sind ein motivierendes und positives Signal.

Wie rekrutieren Arbeitgeber Young Professionals?

Der Kontakt zu jungen motivierten Nachwuchskräften kann nicht früh genug beginnen. Als Arbeitgeber stehen Ihnen verschiedene Wege und Möglichkeiten offen, um sich interessant bei potenziellen Mitarbeitern zu machen. Dazu ist es wichtig zu wissen, wo man junge Bewerber „trifft“: Es gibt zwar noch immer die Möglichkeit der persönlichen Kontaktaufnahme, an der digitalen Ansprache kommt heute jedoch kein Personaler mehr vorbei, da diese Zielgruppe auf den sozialen Kanälen zu Hause ist. Dazu gehören:

  • Soziale Medien
  • Jobbörsen
  • Unternehmenswebseiten
  • Karriereportale
  • Apps

3 Schritte, um sich bei Young Professionals ins Spiel zu bringen

  1. Suchen Sie die Nähe zu Hochschulen, um mit Absolventen ins Gespräch zu kommen. Manche Universitäten und Fachhochschulen führen regelmäßig Veranstaltungen und Karriereevents durch. Nutzen Sie diese Möglichkeit und präsentieren Sie sich als interessanter Arbeitgeber, um bei den Absolventen für spätere Bewerbungen in Erinnerung zu bleiben. Denken Sie daran, dass Unternehmen sich bei den künftigen Fachkräften bewerben müssen. Es kommt also darauf an, mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen und Benefits zu punkten.
  2. Junge Menschen sind digital-affin. Sie bewegen sich in den sozialen Netzwerken. Stellen Sie sicher, dass Sie dort gefunden werden, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält. Young Professionals nutzen digitale Jobbörsen, um sich über Arbeitgeber zu informieren. Auch Unternehmenswebseiten sind für sie eine weitere Quelle. Stellen Sie sicher, dass hier aktuelle Informationen und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme bereitstehen. Wichtig ist, dass Sie sich als Unternehmen authentisch und glaubwürdig präsentieren, um potenzielle Mitarbeiter anzusprechen und sie für eine Bewerbung zu begeistern.
    Von Vorteil können auch eigene Karrierewebseiten sein: Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre besonderen Benefits für Young Professionals zu kommunizieren. Machen Sie deutlich, was Sie Nachwuchskräften bieten, in dem Sie zum Beispiel die individuelle Förderung und Weiterbildung in den Fokus stellen.
  3. Die Vergabe von Stipendien, Abschlussarbeiten oder Praktika ist ein gutes Instrument, um Nähe zu potenziellen Nachwuchskräften aufzubauen.

So profitieren Arbeitgeber von Young Professionals

Young Professionals können für Ihr Unternehmen besonders wertvoll sein, da sie aufgrund ihrer Ausbildung über verschiedene nutzbringende Kompetenzen verfügen.

Erste Stärke: Ausbildung

Die meisten Young Professionals haben ein Hochschulstudium absolviert und mit einem guten Abschluss in den Bereichen Informatik, Ingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften beendet.

Zweite Stärke: Auslandserfahrungen

Viele von ihnen verfügen bereits über Auslandserfahrungen, die sie im Rahmen von Praktika oder beruflicher Tätigkeit während des Studiums gesammelt haben. Deshalb bringen sie in der Regel nicht nur gute Fremdsprachenkenntnisse mit, sie konnten sich auch kulturelle Kompetenzen aneignen. Gerade international tätige Unternehmen können von diesen Fähigkeiten profitieren.

Dritte Stärke: Hohe Motivation

Viele Young Professionals möchten ihr theoretisches Wissen im beruflichen Alltag anwenden, entsprechend hoch ist daher ihre Leistungs- und Einsatzbereitschaft.

Vierte Stärke: Praktische Erfahrung

Die meisten jungen Nachwuchskräfte haben bereits berufliche Erfahrungen gesammelt. Durch verschiedene Praktika oder Jobs während des Studiums sind sie mit dem beruflichen Alltag  vertraut.     

Young Professionals sind begehrt auf dem Arbeitsmarkt. Dementsprechend hoch sind ihre Erwartungen an den potenziellen Arbeitgeber. Wie Sie gesehen haben, müssen Unternehmen einiges beachten, um die Gunst junger Nachwuchskräfte zu erlangen. Erfolgreich wird derjenige sein, dem es gelingt, sich als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Die besonderen Stärken des Unternehmens sind im Rahmen des Personalmarketings zu kommunizieren und in den Fokus zu stellen.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (19 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik, Soziologie und Interdisziplinäre Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld studiert. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete neben dem Studium als Social Media Managerin. Die Kenntnisse in verschiedenen Bereichen machen es ihr leicht, Texte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu erstellen. Sie unterstützt das Team von praktikumsstellen.de, indem sie Artikel mit hilfreichen Tipps und Informationen erstellt.

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