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Woran erkennst du einen guten Arbeitgeber?

Woran erkennst du einen guten Arbeitgeber?
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Inhalt:
  1. Arbeitgeber: Mehr Schein als Sein
  2. Arbeitgeber: Top oder Flop?
    1. Top Arbeitgeber
    2. Vor der Bewerbung: Kriterien & Quellen
  3. 7 Anzeichen für einen guten Arbeitgeber
    1. 1.Gute Leistungen werden gewürdigt
    2. 2. Aufstiegschancen und Weiterbildung
    3. 3. Gutes Gehalt und flexible Arbeitszeiten
    4. 4. Möglichkeit zur Mitgestaltung
    5. 5. Ein guter Ruf & ein passendes Image
    6. 6. Unternehmenswerte & Firmenphilosophie in Öffentlichkeit tragen
    7. 7. Geringe Fluktuation der Angestellten

Diese Frage stellst du dir nicht nur vor einem Praktikum, sondern auch beim Start ins Berufsleben. Immerhin möchtest du einen Arbeitgeber haben, der zu dir passt und bestimmte Erwartungen erfüllt oder nicht? Aber woran erkennst du einen guten Arbeitgeber und was macht diesen aus? Denn oft verstecken sich Unternehmen hinter der Fassade aus teuren Marketingkampagnen und schönen Worten und Darstellungen; die Realität als Arbeitnehmer sieht dann tatsächlich ganz anders aus.

Arbeitgeber: Mehr Schein als Sein

Ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer ist laut Statistiken im Job unzufrieden. Ausschlaggebend für die Zufriedenheit der Mitarbeiter sind die internen Strukturen, das Arbeitsklima und die Motivation. Doch viele Firmen werben mit falschen Versprechen, um Absolventen, Fachkräfte und Angestellte für sich zu gewinnen. Versprochen werden Karrierechancen, flexible Arbeitszeiten und eine tolle Unternehmenskultur.

Häufig stimmt diese Selbstdarstellung des Unternehmens nicht mit der Wirklichkeit überein, sodass sich Unzufriedenheit bei den Angestellten breit macht. Aber wie kannst du erkennen, ob es sich um mehr Schein als Sein handelt? Kannst du die schlechten Arbeitgeber von den guten unterscheiden?

Arbeitgeber: Top oder Flop?

Natürlich wünscht sich jeder einen Arbeitgeber, der als wahrer Jackpot entpuppt und quasi der Mr. Right unter den faulen Äpfeln ist. Aber was sich jeder wünscht, können nicht alle haben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du einige Aspekte beachtest und dir genügend Zeit nimmst. Umso mehr Zeit du in die Recherche steckst, desto mehr Informationen erhältst du.

Top Arbeitgeber

  • Ein guter Arbeitgeber sollte seinen Mitarbeitern echte Wertschätzung entgegenbringen.
  • Top Arbeitgeber erkennen, dass das Team der Motor für Erfolg und Arbeit ist.
  • Motivierte und zufriedene Arbeitgeber sind einem top Arbeitgeber wichtig.
  • Ein Top Arbeitgeber nimmt sich nicht nur Zeit für die Angestellten, sondern setzt auch Anregungen und Wünsche, wenn möglich, um.
  • Ein Top Arbeitgeber ist offen für konstruktive Kritik.
  • Ein Top Arbeitgeber ist ehrlich und macht keine falschen Versprechen.

Vor der Bewerbung: Kriterien & Quellen

Leider machen viele Arbeitssuchende, insbesondere junge Berufseinsteiger, den Fehler, den erst besten Arbeitsplatz zu nehmen. Gib dich nicht mit jedem Arbeitgeber zufrieden und sei kritisch. Verlass dich nicht auf eine Quelle, sondern verlass dich auf verschiedene Quellen und erhalte dadurch ein Gesamtbild des Unternehmens.

Ein einseitiger Blick kann dich in die Falle der Marketingabteilung tappen lassen - natürlich lobt sich jedes Unternehmen und stellt die vermeintlichen Vorzüge zur Schau. Damit du weißt, was überhaupt dein Traumarbeitgeber mit sich bringen muss, solltest du dir vorab Gedanken machen:

  • Welche Kriterien soll ein guter Arbeitgeber für dich erfüllen?
  • Was für Vorteile sind ein Muss?
  • Wie wichtig sind dir bestimmte Aspekte, z.B. flexible Arbeitszeiten, Boni?
  • Möchtest du in einem kleineren Unternehmen oder einem großen Konzern arbeiten?

Dir sollte bewusst sein, dass für jeden andere Kriterien ausschlaggebend sind. Vielleicht hat dein Kumpel ganz andere Vorstellung von einem guten Arbeitgeber, als du. Konzentriere dich auf deine Wünsche und Vorstellungen, immerhin musst du zufrieden sein und nicht deine Freunde oder Familie.

7 Anzeichen für einen guten Arbeitgeber

Hast du bereits einen Job oder ein Praktikum kannst du dort an einigen Anzeichen erkennen, ob du einen Top oder Flop-Arbeitgeber erwischt hast. Hast du dich bereits vor deiner Bewerbung schlau gemacht, kann dir diese Arbeit im Voraus in die Karten spielen. Besonders Meinungen und Bewertungen aktueller oder ehemaliger Mitarbeiter, Praktikanten oder Azubis sind Gold wert.

1.Gute Leistungen werden gewürdigt

Erbringst du herausragende und überdurchschnittliche Leistungen, möchtest du dafür sicherlich entsprechen belohnt werden, oder? Immerhin hält das die Motivation und Freude an der Arbeit auf hohem Level. Natürlich kannst du nicht für jede erledigte Arbeit ein Schulterklopfen erwarten, immerhin ist es dein Job. Kannst du jedoch mit besonderen Leistungen punkten, sollte diese entsprechend gewürdigt werden.

2. Aufstiegschancen und Weiterbildung

Ein guter Arbeitgeber sollte seine Mitarbeiter motivieren und in der Karriere unterstützen. Hast du die Möglichkeit auf einen beruflichen Aufstieg oder besteht die Möglichkeit an Weiterbildungsangeboten teilzunehmen? Super! Du hast einen Arbeitgeber, der dich nicht ausbremst und dir die Chance gibt Karriere zu machen.

3. Gutes Gehalt und flexible Arbeitszeiten

Was genau ein gutes Gehalt ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Immerhin hängt das von der Branche, Unternehmensgröße, Berufserfahrung und dem Bildungsniveau ab. Fakt jedoch ist, dass die Basis für einen guten Job, eine faire Bezahlung ist. Also was landet am Monatsende auf deinem Konto?

  • Du kannst dich im Internet schlaumachen, was für dein durchschnittlicher Lohn in einer bestimmten Branche ausgezahlt wird.
  • Hierbei spielt auch die Region des Unternehmens eine Rolle.
  • Bewegt sich der Lohn im Rahmen dieser Werte, kannst du zufrieden zustimmen.
  • Ansonsten darfst du auch deine Lohnvorstellung benennen, bedenke hierbei, dass Berufserfahrung eine wesentliche Rolle spielen.

Flexible Arbeitszeiten sind nicht für jeden Arbeitnehmer ein Muss. Hast du bereits eine Familie und Kinder sind dir flexible Arbeitszeiten oder Home Office vielleicht wichtiger, als Arbeitnehmern ohne Familie.

  • Erkundige dich vorab, welche Möglichkeiten du hast und wie es in dem Unternehmen mit den Arbeitszeiten aussieht.
  • Ein guter Arbeitgeber sollte dem Mitarbeiter so gut wie möglich entgegen kommen.
  • Flexible Arbeitszeiten sind in vielen Branchen mittlerweile Standard, aber ebenso Schichtarbeit.

Gute Arbeitgeber gehen auf die Mitarbeiter ein und ermöglichen verschiedene Arbeitszeitkonzepte wie z.B. Home-Office, Gleitzeit.

4. Möglichkeit zur Mitgestaltung

Insbesondere in kleineren Unternehmen hast du häufig die Möglichkeit, das Unternehmen nach vorne zu treiben und an der Entwicklung aktiv mitzugestalten. Das funktioniert vor allem bei kleineren oder unbekannteren Unternehmen oder Start-Ups. In großen Konzernen ist es eher selten, dass du als normaler Angestellter aktiv mitgestalten kannst. Ein guter Arbeitgeber sollte dennoch seine Mitarbeiter einbeziehen, so können Umfragen oder Wahlmöglichkeiten das Gemeinschaftsgefühl stärken und eine Mitgestaltung aller Mitarbeiter ermöglichen.

Arbeitest du in einem Start-Up hast du sehr hohe Chancen etwas zu beeinflussen und zu bewirken. Immerhin ist das Unternehmen noch in seinen Anfängen und dankbar für frische Ideen und Umsetzungen. Also trau dich und sprich deine Vorschläge an!

5. Ein guter Ruf & ein passendes Image

Der Ruf ist allem voraus: Über ein gutes Unternehmen hörst du einiges, ebenfalls über ein schlechtes. Images von Firmen verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Auf den Ruf eines Unternehmens solltest du jedoch nicht alles geben, jedoch kann dieser auch hilfreich sein. Bedenke jedoch, dass hinter den Gerüchten, Meinungen und Bewertungen immer eine bestimmte Motivation steckt. Du darfst nicht vergessen, dass ehemalige Mitarbeiter auch für schlechtes Blut sorgen könnten und dem Unternehmen nichts Gutes wünschen.

Ein gutes Image bedeutet nicht, dass es sich um einen perfekten Arbeitgeber handelt, genauso bedeutet ein schlechtes Image nicht, dass der Arbeitgeber ein Flop ist. Grundsätzlich kannst du auf den Ruf eines Unternehmens vertrauen, beziehungsweise kann es dir bei der Einordnung des Arbeitgebers helfen.

6. Unternehmenswerte & Firmenphilosophie in Öffentlichkeit tragen

Trägt ein Arbeitgeber die Unternehmenswerte und Firmenphilosophie in die Öffentlichkeit, kannst du davon ausgehen, dass der Firma diese Werte auch wichtig sind. Es ist eine Frage der Seriosität, dass die Aussagen dieser Werte und Philosophie auch der Wahrheit entsprechen. Es ist ein Anzeichen für eine gute Unternehmenskultur, wenn Arbeitgeber etwa auf ihrer Homepage diese Werte hervorgeben.

7. Geringe Fluktuation der Angestellten

Verändert sich andauernd die Belegschaft und der Mitarbeiterstamm spricht dies eher für einen schlechten Arbeitgeber. Geringe Fluktuation der Angestellten hingen, spricht für einen guten Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter hält und zufrieden stellt. Wieso sollten zufriedene Angestellte mit Freude an der Arbeit auch kündigen?

Mittlerweile gibt es Portale auf denen du dich über verschiedene Arbeitgeber informieren kannst, sodass du erkennen kannst, ob es Mitarbeiter mit langer Betriebszugehörigkeit gibt. Auch im Bewerbungsgespräch darfst du nach der durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit fragen.
Auf praktikumsstellen.de kannst du ebenfalls Praktikumsbewertungen bezüglich Arbeitgeber & Praktikum einsehen.

Gute Arbeitgeber punkten mit fairer Bezahlung und Aufstiegschancen sowie einem angenehmen Arbeitsklima und vielseitigen Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten. Was dein Top Arbeitgeber ausmacht, kannst nur du wissen. Aktuelle oder frühere Mitarbeiter gelten als nützliche Informationsquelle, um Top oder Flop Arbeitgeber auszumachen. Spätestens im Bewerbungsgespräch erhältst du einen ersten Eindruck vom Unternehmen und kannst offene Frage direkt ansprechen.

Bild: Anastasia Johlen
Anastasia Johlen (33 Artikel)

Anastasia Johlen hat Germanistische Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften in Paderborn studiert. Während ihres Studiums hat sie bereits in journalistischen Redaktionen als freie Mitarbeiterin gearbeitet. Moderationen, Nachrichten und Artikel: alles kein Problem. Texten war schon immer ihre Leidenschaft. Auf praktikumsstellen.de ist sie für den Bereich rund um Berufseinstieg, Büroalltag und Work-Life-Balance zuständig.

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