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Warum hat mich keiner gewarnt? - Das erste Praktikum und seine Tücken

Warum hat mich keiner gewarnt? - Das erste Praktikum und seine Tücken
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Inhalt:
  1. Hätte ich das mal vorher gewusst
  2. So klappt’s gleich beim ersten Mal – Was du tun und lassen solltest
  3. Geschafft – Fazit:

Du bist jung. Du bist engagiert und die Arbeitswelt liegt dir zu Füßen, denn du bist jetzt Praktikant. Vielleicht erwartest du aber gleich ein bisschen viel für den Anfang. Besonders bei deinem ersten Praktikum werden sich wohl einige deiner Wünsche nicht erfüllen. Und möglicherweise wirst du von der knallharten Realität sogar überrollt. Denn oft liegen Meilen zwischen den Erwartungen und dem tatsächlichen Arbeitsalltag im Betrieb – egal ob du gerade frisch von der Schule kommst oder schon ein Studium abgeschlossen hast. Doch woran liegt das? Viele wissen einfach nicht, was auf sie zukommt, weil es ihnen keiner vorher gesagt hat. Hier also einige Fakten, die dir den Einstieg ins Praktikum erleichtern und den Fall aus allen Wolken bremsen sollen.

Hätte ich das mal vorher gewusst

Du bist der oder die Neue in der Abteilung. Du musst dich und dein Können erst einmal unter Beweis stellen. Doch das Klischee, das der Praktikant für alle unsichtbar ist oder von allen nur herumgeschubst wird, ist – zum Glück – längst überholt.

  • Dennoch darfst du nicht erwarten, dass jeder in der Abteilung deinen Namen bereits kennt und dich freudig in Empfang nimmt. Für deine Kollegen bist du dieses Jahr vielleicht schon der zehnte Prakti, der kommt und wieder gehen wird.
  • Ebenso kannst du nicht erwarten, sofort Teil des Teams zu sein. Das zu werden musst du dir erarbeiten, vor allem auf zwischenmenschlicher Ebene.
  • Merke: Ein gutes Verhältnis zu den anderen Mitarbeitern kann oft wichtiger sein, als im Job selbst zu brillieren. Denn die geknüpften Kontakte können sich später auszahlen. Ein Vorgesetzter sieht es immer gerne, wenn sich jemand problemlos in das gute Betriebsklima einfügt.
  • Nichtsdestotrotz kannst du nicht davon ausgehen das dir nach deinem Praktikum gleich eine Festanstellung angeboten wird. Neben dem, was du selbst dazu beitragen kannst, um deinen Chef von dir und deiner Leistung zu überzeugen, gehört nämlich auch ein gewisses glückliches Timing dazu, sprich eine freie Stelle.
  • Keine Angst vor Fehlern. Fehler zu machen ist absolut in Ordnung, denn aus nichts lernt man mehr als aus den eigenen Fehlern und zum Lernen bis du schließlich da.
  • Sei darum nicht niedergeschlagen, wenn du nicht auf Anhieb alle Aufgaben problemlos erledigt bekommst. Du kannst und musst noch nicht alles wissen.
  • Viele Fehler passieren übrigens weil die Leute beim ersten Praktikum dazu tendieren alles möglichst schnell erledigen zu wollen, um Eindruck zu schinden. Es kommt aber nicht auf Schnelligkeit und Masse an, sondern auf die Qualität deiner abgelieferten Arbeit.
  • Darum solltest du bei allen deinen „Aufträgen“ mit vollem Engagement zu Werke gehen, selbst wenn du nur die Post verteilst. Jeder Job bringt tendenziell nervige Routineaufgaben mit sich.
  • Außerdem ist es ein wenig vermessen, gleich von Anfang an hochkomplexe und verantwortungsvolle Projekte zu erwarten. Dein Chef muss sehen, dass er sich in allen Bereichen auf dich verlassen kann, bevor er dir anspruchsvollere Dienste zuteilt.
  • Allerdings flattern dir die nicht unbedingt von selbst auf den Schreibtisch. Ergreife die Initiative und frage danach. In einem Unternehmen wird selbstständiges Denken und Handeln erwartet. Du bist nicht mehr in der Schule.
  • Nachfragen lautet auch die Devise, wenn du dir unsicher bist oder etwas nicht richtig verstanden hast. Fragen zu stellen bedeutet nämlich nicht, dass du dumm bist, sondern das du interessiert bist und versuchst etwas zu lernen. Du tust dir selbst keinen Gefallen, wenn du still und leise vor dich hin werkelst und dabei nichts Brauchbares rauskommt.
  • Im Gegenzug darfst du deine Ideen zu einem bestimmten Projekt einbringen. Die meisten Chefs schätzen die Perspektive eines Praktikanten, denn sie unterscheidet sich von der der anderen Kollegen. Nur Vorsicht! Nicht in die Besserwisserschiene abrutschen!
  • Sei bloß bitte nicht enttäuscht falls nicht alle deine Vorschläge auf offene Ohren und Applaus stoßen.
  • Mach dich darauf gefasst, dass eine 40-Stunden-Arbeitswoche eine neue Herausforderung für dich wird. Natürlich bist du Stress und Anstrengung gewohnt mit Prüfungen, Hausarbeiten schreiben und nebenher arbeiten, aber ein Vollzeitjob ist eine andere Dimension.
  • Mit Freunden feiern gehen ist da vielleicht erst mal nicht mehr drin, weil du ja am nächsten Morgen wieder fit und ausgeruht auf der Matte stehen musst.
  • Der erste Tag mag dir einen anderen Eindruck vermitteln und relativ unspektakulär verlaufen aber das wird nicht so bleiben.
  • Obwohl es durchaus vorkommen kann, dass du dich mal langweilst. Dann ist es allerdings wieder an dir Eigeninitiative an den Tag zu legen und dir eine Aufgabe zu organisieren.

Wundere dich nicht wenn der Praktikant am Nachbartisch komplett andere Projekte bearbeitet als du. Jede Stelle ist anders konzipiert. Und auch zwischen bezahlten und unbezahlten Praktika kann es Unterschiede geben. Wer eine Vergütung erhält von dem erwartet man gemeinhin mehr Arbeitsleistung. Aber egal ob mit Geld oder ohne – ein Praktikum anzutreten heißt nicht, dass du es auch zu Ende bringen musst. Geht es wirklich gar nicht mehr, kannst du jederzeit die Reißleine ziehen und abbrechen.

So klappt’s gleich beim ersten Mal – Was du tun und lassen solltest

Neben den oben genannten „mentalen Stolpersteinen“, den falschen Erwartungen, gibt es zusätzlich ganz banale Regeln und Gepflogenheiten, die du im Arbeitsalltag beachten musst.

  • Kleide dich passend. Selbst wenn dir beim Vorstellungsgespräch gesagt wird, es gäbe keinen Dresscode, so orientiere dich doch an der Kleidung deiner Gegenüber und lass die zerrissene Jeans lieber zu Hause. Und: Verdreckte Klamotten gehören in die Waschmaschine nicht ins Büro.
  • Egal was kommt: Sei pünktlich! Am ersten Tag, nach der Mittagspause, beim Meeting – mit Unpünktlichkeit kannst du deinen Arbeitgeber bares Geld kosten.
  • Ebenfalls bares Geld kostet es, wenn du wichtige Punkte bei deiner Arbeit schlicht und einfach vergisst. Darum: Notiere dir das Wesentliche und lese es im Bedarfsfall nach.
  • Damit du deine Notizen griffbereit hast, empfiehlt es sich auf einen aufgeräumten und sauberen Schreibtisch zu achten, an dem du auch nur auf Nachfrage Essen oder Musik hören solltest.
  • Die Nutzung des Internets zu privaten Zwecken ist in den meisten Firmen verboten. Ebenso tabu sollten private Telefonate am Arbeitsplatz sein.
  • Bist du krank oder kannst aus einem anderen gewichtigen Grund nicht zur Arbeit erscheinen gib sofort Bescheid. Unentschuldigtes Fehlen wird nirgends toleriert.
  • Ein respektvoller und höflicher Umgang mit deinen Kollegen ist ja hoffentlich selbstverständlich.

Geschafft – Fazit:

Aller Anfang ist schwer. Doch auch wenn du trotz bester Vorbereitung ins ein oder andere Fettnäpfchen stolperst, mach dir nichts draus. Jeder Mensch muss auch mal Fehlschläge hinnehmen. Ohne Versuch, Rückschlag und den erneuten Versuch ist keine große Karriere begründet worden. Außerdem ist es ja dein erstes Praktikum, und somit nur ein Schritt auf deinem Weg ins Berufsleben.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (32 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von praktikumstellen.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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