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Warum du unbedingt einen Praktikumsvertrag aufsetzen solltest

Warum du unbedingt einen Praktikumsvertrag aufsetzen solltest
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Inhalt:
  1. Vorteile eines Praktikumsvertrages für Unternehmen
  2. Vorteile eines Praktikumsvertrages für Praktikanten
  3. Der Inhalt eines Praktikumsvertrages:
    1. Kontaktinformationen
    2. Praktikumsdauer und Arbeitszeiten
    3. Der Zweck des Praktikums
    4. Das Ziel des Praktikums
    5. Der Einsatzbereich
    6. Den zuständigen Betreuer/Ansprechpartner
    7. Die Praktikumsvergütung
    8. Allgemeine Regelungen
    9. Kündigungsfrist
    10. Rechte und Pflichten

Du bist auf der Suche nach einer Praktikumsstelle und weißt nicht, worauf du beim Vorstellungsgespräch achten sollst? Wie schon im Artikel „Kriterien für ein gutes Praktikum“ festgehalten, ist ein Praktikumsvertrag von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, einen ausgezeichneten Ausbildungsbetrieb zu finden.

Fällt die Entscheidung bei der Praktikantenauswahl auf dich, ist es sinnvoll, mit deinem Vorgesetzten über einen Praktikumsvertrag zu sprechen. Dieser bietet nämlich Vorteile für beide Seiten. Hier wird alles schriftlich zusammengetragen, was für die einzelnen Parteien wichtig ist.

Ein Praktikumsvertrag ist nicht immer zwingend erforderlich. Bringt jedoch jede Menge Vorteile. Wenn es zu Unstimmigkeiten kommt, hat man immer eine Grundlage, an die man sich richten kann. Mündliche Zusagen für einen Praktikumsplatz sind zwar rechtskräftig, nur Überprüfen kann man sie im Zweifel nicht.

Vorteile eines Praktikumsvertrages für Unternehmen

In einem Praktikumsvertrag können zum Beispiel so banale Dinge wie das Datum und die Uhrzeit des Arbeitsbeginnes festgehalten werden. So gibt es darüber keine Unklarheiten. Erscheint der Praktikant dann erst einen Tag später, fruchtet die Aussage, man habe sich doch auf einen anderen Tag geeinigt, nicht mehr. Gibt es nämlich Zweifel an einer Aussage, kann immer der Vertrag zu Rate gezogen werden.

Ein Unternehmen ist darin in der Lage, den Praktikanten über seine Rechte und Pflichten zu informieren. Auf allgemeine Regeln des Betriebes, Verhaltensregeln im Büro oder auch spezifische Sicherheitsbestimmungen kann hingewiesen werden.

Vorteile eines Praktikumsvertrages für Praktikanten

Natürlich entstehen durch das Aufsetzen eines Vertrages auch für die Gegenseite viele Vorteile. Es kann beispielsweise eine Kündigungsfrist festgesetzt werden. Auf diese Art und Weise kommt es nicht zu bösen Überraschungen. Auch die Art des Praktikums sollte festgehalten werden, also ob es sich um ein freiwilliges oder ein Pflichtpraktikum handelt. Denn je nachdem, was zutrifft, stehen dir auch unterschiedliche Rechte zu.

Der Praktikumsvertrag dient aber nicht nur als rechtliche Absicherung, sondern auch als Orientierungshilfe. Denn darin sind die gesamten Rahmenbedingungen des Praktikums schriftlich festgehalten. Dadurch entsteht nicht nur Transparenz, sondern auch ein Vertrauensverhältnis: Wenn beide Seiten unterschreiben heißt das nämlich, dass diese mit den Anforderungen, Regeln und Bedingungen einverstanden sind.

Der Inhalt eines Praktikumsvertrages:

Kontaktinformationen

Beginnen sollte der Vertag, wie auch jeder andere, mit den Kontaktdaten der beiden Vertragsparteien. Dazu gehören der volle Name und die Anschrift des Unternehmens sowie selbstverständlich auch des Praktikanten.

Praktikumsdauer und Arbeitszeiten

Der Beginn und das Ende des Praktikums sollten mit Datum festgehalten werden. Auch Informationen zu Arbeitszeiten und Pausen können im Vertrag geregelt sein. Je mehr Details darin schriftlich festgehalten werden, desto klarer sind die Rahmenbedingungen, und desto besser kann man sich daran halten.

Der Zweck des Praktikums

Welchem Zweck dient das Praktikum? Ist es von einer Schule oder einer Universität vorgeschrieben? Dann handelt es sich um ein Pflichtpraktikum. Macht es ein Student freiwillig während der Semesterferien oder nach dem Studium, dann spricht man von einem freiwilligen Praktikum. Je nachdem, worum es sich handelt, gibt es für den Praktikanten aber auch für den Praktikumsbetrieb unterschiedliche Rechte und Pflichten. Mehr Informationen zu den Unterschieden zwischen einem freiwilligen und einem Pflichtpraktikum findet ihr im gleichnamigen Artikel.

Das Ziel des Praktikums

Was ist dein persönliches Lernziel? Sprich mit deinem Vorgesetzten darüber, warum du das Praktikum genau in diesem Betrieb machen möchtest, und was du dabei lernen willst. Möglicherweise willst du auch einfach nur dein theoretisches Wissen aus der Uni mal in der Praxis testen? Welche Ziele auch immer du verfolgst, sprich mit deinem Vorgesetzten darüber. Dieser kann dann eine passende Aufgabe für dich finden.

Der Einsatzbereich

In welcher Abteilung möchtest du dein Praktikum absolvieren? Hilfst du beim Tagesgeschäft mit oder wirst du ein eigenes Projekt durchführen? Dein Einsatzbereich sollte, genauso wie deine Aufgaben, schriftlich festgehalten werden. Sollte es dann dazu kommen, dass dein Praktikum dem Unternehmen lediglich dafür dient, dass du alte Ablagen sortierst, dann kannst du immer auf die von beiden Seiten getroffenen Vereinbarungen bezüglich des Einsatzbereiches aufzeigen. Was im Praktikumsvertrag beschlossen wurde, muss eingehalten werden.

Den zuständigen Betreuer/Ansprechpartner

Wer ist dein Ansprechpartner während des Praktikums? An wen kannst du dich wenden, wenn du Fragen oder Probleme hast? Gibt es einen Betriebs- oder Personalrat? Dies wären nützliche Informationen, die im Praktikumsvertrag angeführt werden können.

Die Praktikumsvergütung

Gibt es eine Vergütung? Wenn ja, wie hoch fällt diese aus? Bis wann muss diese überwiesen werden? Erfolgt die Vergütung monatlich oder wöchentlich? All diese Fragen können im Vertrag beantwortet werden.

Allgemeine Regelungen

Wie muss sich der Praktikant in Krankheitsfällen verhalten? Benötigt der Praktikumsbetrieb eine Krankmeldung bereits am ersten Fehltag oder reicht das Einreichen bei Wiedererscheinen im Unternehmen? Gibt es Urlaubstage? Wie viele stehen dir zu?

Kündigungsfrist

Wann endet das Beschäftigungsverhältnis nach einer Kündigung? Bereits am nächsten Werktag oder gibt es eine Kündigungsfrist von mehreren Tagen oder Wochen?

Rechte und Pflichten

Neben all diesen Punkten, können ebenfalls wichtige Rahmenbedingungen im Praktikumsvertrag festgehalten werden. So zum Beispiel, welche Vorschriften im Unternehmen eingehalten werden müssen. Auch über eine eventuelle Schweigepflicht ist ein Praktikant zu unterrichten.

Ein Praktikumsvertrag ist zwar keine Pflicht, jedoch für beide Parteien äußerst sinnvoll. Wer lieber auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte auf jeden Fall darauf bestehen.

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