praktikumsstellen.de Ratgeber Verhaltenstipps | Verhaltensregeln für das Praktikum

Verhaltenstipps | Verhaltensregeln für das Praktikum

Verhaltenstipps | Verhaltensregeln für das Praktikum
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Ein Praktikum ist zwar noch kein fester Job, jedoch kann es durchaus den Weg in deine berufliche Zukunft ebnen. In einem Praktikum sammelst du Berufserfahrung, bekommst einen Einblick hinter die Kulissen eines Unternehmens und kannst Kontakte zu deinem potenziellen späteren Arbeitgeber knüpfen. Es kommt schließlich nicht selten vor, dass Praktikanten nach ihrem Abschluss übernommen werden. Allerdings nur, wenn sie ihre Zeit im Unternehmen auch positiv genutzt haben und nicht negativ aufgefallen sind. Es gibt Fettnäpfchen, in die Praktikanten immer wieder gerne treten. Wir haben die essentiellen Dos und Don´ts im Praktikum für dich zusammengefasst.

Vor dem ersten Praktikumstag aufgeregt zu sein, ist ganz normal. Man kennt weder die Abläufe des Büros noch seine neuen Kollegen. Die Nervosität verringert nur  leider nicht gerade das Risiko, in unangenehme Fettnäpfchen zu treten. Die Tipps aus dem folgenden Artikel wappnen dich für die möglichen Fauxpas im Büro und nehmen dir somit hoffentlich auch etwas die Angst vor deinem großen Tag.

Verhaltensregeln für das Praktikum: Die Don´ts

  • Um Fettnäpfchen aus dem Weg zu gehen, ist die erste Voraussetzung, dass du dich wirklich für das Unternehmen sowie den Tätigkeitsbereich interessiert, in dem du dein Praktikum antrittst. Es fällt sofort auf, wenn du dich nicht für das Unternehmen interessierst und das kann äußerst peinlich für beide Seiten  werden.
  • Versuche Unpünktlichkeit zu vermeiden oder das Büro zu früh zu verlassen. Selbst wenn du eigentlich bereits Feierabend hast, solltest du versuchen, deine Aufgaben fertigzustellen, wenn dein Chef dich darum bittet. Das zeigt, dass du engagiert bist und dein Praktikum ernst nimmst.
  • In der Regel hast du an deinem Arbeitsplatz Zugang zum Internet. Eine Tatsache, die schon vielen Praktikanten zum Verhängnis geworden ist. Vermeide es unbedingt, während der Arbeit auf privaten Seiten wie Facebook und Co. zu surfen. Wenn du kurz deine E-Mails und Nachrichten checkst, ist das meistens kein Problem, jedoch solltest du auch das mit deinem Chef abklären. Das gilt auch für dein Smartphone. Am besten nutzt du die Pausen, um mit deinen Freunden zu kommunizieren.
  • Sei dir nicht zu schade dafür, klassische “Praktikantenarbeit” zu leisten. Kaffeekochen und Kopieren sind zwar keine sonderlich anspruchsvollen Aufgaben, jedoch gehören sie zu den meisten Praktika dazu. Zudem kocht in den meisten Fällen jeder mal den Kaffee - selbst der Chef.
  • Besonders in größeren Unternehmen kann es vorkommen, dass mehrere Praktikanten gleichzeitig in einer Abteilung oder sogar an einem gezielten Projekt zusammenarbeiten. Auch wenn meist nicht alle Praktikanten übernommen werden können, solltest du versuchen, deine Teammitglieder nicht allzu sehr als Konkurrenz zu sehen, sondern mit ihnen an einem Strang zu ziehen. Wer gut im Team arbeiten kann, fällt positiv auf und zeigt wichtige Qualitäten für einen potenziellen festen Job im Unternehmen.
  • Wenn du über mehrere Monate in einem Unternehmen in Vollzeit als Praktikant angestellt bist, stehen dir in der Regel einige Urlaubstage zur Verfügung. Du solltest jedoch vermeiden, diese bei deinem Chef einzufordern. Wer bei einem dreimonatigen Praktikum bereits das Bedürfnis nach Urlaub zur Sprache bringt, stellt sich und seine Belastbarkeit nicht in das beste Licht. Es kann natürlich auch vorkommen, dass dein Chef selbst dich auf diese Tage aufmerksam macht.
  • Der Umgang mit dem Chef ist gerade zu Beginn des Praktikums eine schwierige Angelegenheit. Wenn du freundlich und respektvoll gegenüber deinem Chef und deinen Kollegen bist, kannst du eigentlich nicht viel falsch machen. Aufpassen solltest du allerdings mit dem “Duzen”! Warte unbedingt ab, ob dir deine Kollegen oder dein Chef das “Du” anbieten, bevor du selbst die Initiative ergreifst.
  • Der Dresscode spielt nicht in jedem Unternehmen eine Rolle, jedoch solltest du gerade am ersten Tag deines Praktikums darauf achten, angemessen gekleidet zu erscheinen. Es gibt Branchen in denen es auch heute noch angebracht ist, Tattoos zu überdecken. Auffällig viel nackte Haut oder dreckige Kleidung wird jedoch in den wenigsten Unternehmen gerne gesehen.
  • Hochmut kommt vor dem Fall. Versuche während deines Praktikums nicht den Besserwisser zu spielen. Es ist gut, engagiert zu sein, jedoch solltest du auch den Eindruck vermitteln, dass du etwas lernen möchtest und von dem Wissen deiner Kollegen und deines Vorgesetzten profitierst. Zudem solltest du aufpassen, dass du dich nicht mit Aufgaben überlädst, nur um einen guten Eindruck zu machen. Orientiere dich an dem, was dein Vorgesetzter dir sagt und nimm nicht endlos Aufgaben von anderen an.
  • Es kann immer vorkommen, dass du während deines Praktikums eine Erkältung bekommst und nicht zur Arbeit erscheinen kannst. Vergiss jedoch nicht, dich frühzeitig im Büro krank zu melden und am nächsten Arbeitstag ein Attest vorzulegen. Einfach vom Praktikum fernzubleiben ist ein No-Go.

Verhaltensregeln für das Praktikum: Die Dos

  • In der Regel hast du dich bereits für deine Bewerbung über das Unternehmen informiert, bei dem du dein Praktikum machst. Sollte das nicht der Fall sein, solltest du deine Recherche vor deinem ersten Tag dringend nachholen. Wenn du Insider über das Unternehmen kennst, steigen die Chancen, dass sich das Team dir gegenüber aufgeschlossen zeigt.
  • Recherche ist auch in Bezug auf den Dresscode angesagt. Meistens bekommst du bereits bei deinem Vorstellungsgespräch einen Eindruck über den Dresscode im Büro, an dem du dich dann orientieren kannst. Notfalls bist du mit einem ordentlichen und schlichten Outfit am ersten Tag immer auf der sicheren Seite. Wenn du merkst, dass deine Kollegen eher leger gekleidet sind, kannst du am nächsten Tag beispielsweise auch auf den Anzug etc. verzichten. Ordentlich sollte es jedoch bleiben.
  • Halte deinen Arbeitsplatz stets sauber und ordentlich. Schließlich nutzt du den Platz nur temporär und musst ihn anschließend wieder einer anderen Person überlassen.
  • Zeige Eigeninitiative, wenn du mit deinen aktuellen Aufgaben fertig bist. Frage deinen Chef besser nach neuen Aufgaben oder suche dir selbst welche, anstatt dich einfach den Rest des Tages zu langweilen.
  • Wenn du bereits mit deinem Studium oder deiner Ausbildung fertig bist und das Praktikum als Sprungbrett in eine Festanstellung nutzt, kannst du dein Interesse bereits während deiner Praktikumszeit zum Ausdruck bringen und dich zum Beispiel nach den Anforderungen des Jobs informieren oder deine Bereitschaft für mehr Verantwortung äußern. Selbst wenn derzeit kein fester Job frei ist, solltest du den Kontakt mit dem Unternehmen aufrechterhalten, damit dein Vorgesetzter dich im Fall der Fälle auf dem Schirm hat.
  • Sei zuvorkommend. Wenn du beispielsweise zum Bäcker gehst, kannst du das Team fragen, ob noch jemand einen Wunsch hat. Kleine Aufmerksamkeiten wie diese verbessern den Kontakt zu Kollegen und zeigen, dass du dich als Teil des Teams siehst.
  • Fragen kostet nichts. Wenn du dir einmal unsicher bist, wie du bestimmte Aufgaben zu erfüllen hast oder dir gewisse Abläufe unklar sind, solltest du stets jemanden um Hilfe bitten. Das zeigt, dass du deine Aufgabe gewissenhaft machen möchtest und beugt Fehlern vor. Natürlich solltest du nicht jede Kleinigkeit mehrfach hinterfragen.

Viel Erfolg bei deinem Praktikum!

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