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Tipps für Praktikanten - So gehst Du richtig mit Kritik am Arbeitsplatz um

Tipps für Praktikanten - So gehst Du richtig mit Kritik am Arbeitsplatz um
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Inhalt:
  1. Die richtige Einstellung: Was bedeutet Kritik im Praktikum?
  2. Was ist konstruktive Kritik?
    1. 1. Konstruktive Kritik ist konkret
    2. 2. Konstruktive Kritik ist nie spontan
    3. 3. Konstruktive Kritik ist lösungsorientiert
  3. Was ist destruktive Kritik?
  4. Der falsche Umgang mit Kritik im Praktikum
  5. Tipps für den richtigen Umgang mit Kritik im Praktikum

Als Praktikant bist du ein Berufsanfänger. Dass du da noch nicht alles perfekt machen kannst, ist klar. Blöd nur, wenn es ständig Kritik hagelt. Niemand mag es, kritisiert zu werden. Dabei ist das gar nicht so schlimm. Im Gegenteil: Kritik gibt dir die Möglichkeit, dich zu verbessern. Und genau das willst du ja als Berufsanfänger im Praktikum. Hier erfährst du, was der Unterschied zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik ist, und mit welcher Einstellung du an die Sache rangehen solltest. Mit unseren Tipps für den richtigen Umgang mit Kritik lernst du ganz schnell, diese besser anzunehmen und daraus das bestmögliche zu machen!

Die richtige Einstellung: Was bedeutet Kritik im Praktikum?

Damit du besser mit Kritik umgehen kannst ist es wichtig zu verstehen, was Kritik überhaupt bedeutet. Unsere Einstellung gegenüber einer Sache entscheidet ganz oft, wie wir diese wahrnehmen. Und Kritik ist nicht gerade ein Begriff, der positive Assoziationen hervorruft. Allein bei dem Gedanken kritisiert zu werden bekommt der ein oder andere bereits schlechte Laune. Um besser mit Kritik umgehen zu können ist es daher wichtig, sich von dieser negativen Einstellung zu lösen. Kritisiert zu werden bedeutet nämlich nicht, dass man heillos versagt hat oder nichts auf dem Kasten hat. Und sie ist auch nicht dazu da, unschuldige Praktikanten zu schikanieren oder zu ärgern.

Kritik bedeutet, dass du noch etwas dazulernen kannst. Kritik bedeutet auch dass man möchte, dass du dich verbesserst. Und das ist doch eigentlich etwas Gutes, oder? In der Regel ist diese immer gut gemeint. Sie hilft dir dabei, deine eigenen Schwächen zu erkennen, so dass du die Chance hast, diese auch zu beheben. Wenn du kritisiert wirst, dann weil man dir mehr zutraut und möchte, dass du deine beruflichen Potenziale weiter ausbaust. Wirst du während eines Praktikums immer wieder kritisiert, dann ärgere dich nicht darüber. Denn am Ende bist du es, der davon profitiert. Kritik ist nichts negatives sondern ermöglicht es, dass du dich verbesserst und somit deinen beruflichen Zielen immer näher kommst.

Was ist konstruktive Kritik?

Konstruktive Kritik ist im Gegensatz zu herkömmlicher Kritik ein wenig angenehmer „verpackt“. Wenn jemand es schafft, dich zu kritisieren, ohne dass du merkst, dass du kritisiert worden bist, dann handelt es sich um konstruktive Kritik. Sie erfolgt auf Augenhöhe und im Anschluss daran fühlst du dich motiviert. Konstruktive Kritik ist immer gut gemeint und sollte von dir auch immer zu Herzen genommen werden. Konstruktive Kritik besitzt drei Eigenschaften.

1. Konstruktive Kritik ist konkret

Es wird also nicht gesagt „arbeite daran, wie du mit Kunden telefonierst“, sondern ganz präzise: „wenn du unseren Kunden ein Angebot am Telefon machst, dann erwähne bitte zusätzlich noch Alternativen, für die sie sich ebenfalls entscheiden könnten, so gibst du ihnen mehr Auswahl“. Merkst du was? Mit dem ersten Satz kannst du als Praktikant eigentlich gar nichts anfangen. Der zweite Satz dagegen zeigt dir ganz genau, wie du dich verbessern kannst.

2. Konstruktive Kritik ist nie spontan

Sondern immer gut überlegt und länger analysiert. Anstatt also sofort zum Praktikanten zu laufen, sobald man gesehen hat, dass dieser etwas nicht optimal gelöst hat, sollte man abwarten und beobachten. Man gibt dir also die Zeit und die Möglichkeit, dich selbst zu verbessern. Natürlich bist du am Anfang noch unsicher und unerfahren in deinen Aufgaben. Meistens findest du im Laufe des Praktikums aber selbst schnell heraus, wie du die Dinge angehen sollst. Konstruktive Kritik wird also nur dann geäußert, wenn du selbst nicht weiterweißt und eine Hilfestellung dir gut tun würde.

3. Konstruktive Kritik ist lösungsorientiert

Ein guter Mitarbeiter sagt nicht einfach nur, was falsch läuft, sondern auch, wie du es als Praktikant besser machen könntest. Man gibt konkrete Handlungsempfehlungen und zeigt dir im Idealfall auch, wie du diese umsetzen kannst. Wenn etwas gar nicht funktioniert, werden dir Alternativen gezeigt. Es geht nie darum, zu nörgeln, sondern darum, dass das bestmögliche Ergebnis erreicht werden kann.  

Was ist destruktive Kritik?

Der Gegenspieler dazu ist die destruktive Kritik. Diese wird sehr autoritär und von oben herab geäußert. Häufig auch in Befehlsform („du musst“) und ohne Hilfestellung. Hier wird einfach nur gesagt, was schlecht läuft, anstatt konkrete Verbesserungsvorschläge zu machen. Im Anschluss daran fühlst du dich demotiviert und als ob du versagt hättest. Dabei liegt hier das Problem bei dem Kritisierenden. Dieser ist einfach nur nicht in der Lage, konstruktive Kritik zu äußern, aus welchen Gründen auch immer. Nimm es nicht so schwer. Schließlich bist du noch ein Berufsanfänger und aller Anfang ist nunmal schwer. Lass dir dadurch auf keinen Fall dein Praktikum verderben und frage andere Kollegen, mit mehr Sozialkompetenz, was du besser machen könntest.

Der falsche Umgang mit Kritik im Praktikum

Wenn du in deinem Praktikumsbetrieb kritisiert wirst, dann darfst du das nie persönlich nehmen. Es handelt sich dabei ja um etwas, dass du während der Arbeit dort verbessern könntest. Und das hat rein gar nichts mit deiner Person zu tun. Sei aus diesem Grund auf keinen Fall niedergeschlagen oder bekomme Selbstzweifel. Als Berufsanfänger muss man eben noch eine Menge lernen, und da bist du nicht allein. Viele Praktikanten müssen sich auf regelmäßige Kritik einstellen. Fasse Kritik immer als eine Art Verbesserungsvorschlag auf und reagiere bitte nie wütend oder aggressiv darauf. Auf keinen Fall solltest du beleidigt sein und diese aus Trotz ignorieren. Höre dir Kritik immer an, bleibe sachlich und nimm dir die darin gemachten Verbesserungsvorschläge zu Herzen.

Tipps für den richtigen Umgang mit Kritik im Praktikum

Zu allererst solltest du an deiner Einstellung gegenüber Kritik arbeiten. Wenn du diese als nicht mehr so schlimm ansiehst, kannst du auch viel besser damit umgehen. Höre dir alles an, was man dir zu sagen hat und lass die Person ausreden, ohne sie mit einem „ja, aber“ zu unterbrechen. Bleibe ruhig und gelassen und versuche dich in die Lage des Kritisierenden zu versetzen. Versuche die Angelegenheit objektiv zu betrachten. Auf keinen Fall solltest du erstmal eingeschnappt sein. Frage dich, was der Grund für die geäußerte Kritik ist. Möchte dein Kollege, dass du dich schlecht fühlst, oder möchte er, dass du dich verbesserst?

Wenn dir nicht ganz klar ist, was du verbessern könntest oder auch wie, dann frag gezielt nach. Gleiches gilt natürlich, wenn du nicht verstehst, worauf sich die Kritik genau bezieht. Niemandem ist geholfen, wenn du in diesem Fall nicht nachhakst. Unser Tipp: Denke während des Praktikums immer daran, dass jeder mal Fehler macht. Und gerade Praktikanten müssen noch viel im Berufsleben lernen. Irren ist menschlich und jeder macht mal Fehler. Daher ist Kritik im Praktikum überhaupt nichts schlimmes sondern eher gut gemeintes Feedback, damit man diese Anfängerfehler einfach nicht mehr macht.

Ein Praktikum ist dazu da, Berufserfahrungen zu sammeln. Weil noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, solltest du dir schnell angewöhnen, souverän mit Kritik umzugehen. Denn diese wird im Arbeitsalltag nunmal regelmäßig geäußert. Mit diesen Tipps konntest du hoffentlich deine Einstellung gegenüber Kritik ändern und nimmst diese auch nicht mehr so schwer. Denke immer daran, dass sie nur dazu dient, dass du immer besser wirst und deine Karriereziele irgendwann erreichen kannst!  

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