- Business-Etikette für dein Auslandspraktikum in Großbritannien
- Der Dress-Code
- Die Kommunikation
Im Unternehmen: Tipps für dein Praktikum in GroßbritannienDein Praktikum in Großbritannien: Vermeide diese FettnäpfchenWer seine sieben Sachen packt um Berufserfahrung im Ausland zu sammeln hat jede Menge Mut. Damit auch wirklich alles glatt läuft und einem nicht doch peinliche Missgeschicke geschehen, findest du hier ein paar sehr nützliche Tipps und Verhaltensregeln für dein Praktikum in Großbritannien. Denn auch wenn man meint, man kenne eine andere Kultur, sei es durchs Fernsehen oder vom Hörensagen, so gibt es doch immer wieder erstaunliche Unterschiede. Besonders was das Berufsleben betrifft. Als Praktikant solltest du dich gut auf deinen Auslandsaufenthalt vorbereiten und dich über die Business-Etikette in deinem Zielland informieren.
Es gibt keinen besseren Weg ein Land, seine Leute und deren Kultur besser kennenzulernen, als durch ein Praktikum. Denn als Praktikantin oder Praktikant in Großbritannien erlebst du den ganz normalen Berufsalltag unmittelbar mit und bist auf diese Art und Weise in direktem Kontakt mit den „Einheimischen“. Das bringt nicht nur jede Menge Pluspunkte auf dem Lebenslauf, sondern auch die allseits so gefragte interkulturelle Kompetenz.
Business-Etikette für dein Auslandspraktikum in Großbritannien
Ein Praktikum in London, Dublin oder doch lieber in Glasgow? Die britischen Inseln bieten eine große Auswahl an Möglichkeiten. Wie wäre es mit einem Praktikum in einer Whisky-Brennerei in Schottland, in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Irland, oder in einem großen Konzern in Englands Hauptstadt? Egal, wofür du dich entscheidest, eine gute Vorbereitung ist unerlässlich. Schließlich willst du ja auch einen guten Eindruck hinterlassen. Was du über die Business-Etikette wissen solltest:
Der Dress-Code
Wie in den meisten anderen Ländern auch gilt hier: Konservativ ist Trumpf! Das bedeutet für den Praktikanten: Ein dunkler Anzug, eine Krawatte und schwarze Schuhe. Für die Praktikantin gilt ebenfalls: Mit einem dunklen Hosenanzug oder Kostüm macht man nichts verkehrt. Aufgepasst bei dem Make up. Frauen sollten sich nicht zu stark schminken, und auch zu viel Schmuck kommt nicht so gut an. Für dein Praktikum gilt daher, lieber einen eher klassischen Stil verfolgen. Wer sein Auslandspraktikum in Großbritannien im Sommer antritt, darf nie barfuß in Sandalen oder offenen Schuhen zur Arbeit kommen- Strümpfe oder Strumpfhosen sind im Business Pflicht. Wer ohne Socken zum Praktikum erscheint leistet sich damit einen peinlichen Fauxpas.
Die Kommunikation
Zur allerersten Begrüßung reicht man sich im Vereinigten Königreich die Hände. Zum Abschied aber nicht! Siehst du diese Person dann am nächsten Tag wieder, ist ein erneutes Händeschütteln nicht mehr notwenig. Ein Handschlag ist erst wieder üblich, wenn man sich längere Zeit nicht gesehen hat. Bedenke dies, wenn du dein Praktikum in Großbritannien antrittst. Unser Tipp: um Fettnäpfchen zu vermeiden solltest du nicht mit ausgestreckter Hand auf jemanden zulaufen sondern beobachten, wie dein Gegenüber die Begrüßung handhabt, also mit oder ohne Händeschütteln.
Wie auch in den USA wird zur Begrüßung die Frage gestellt „How do you do“ oder „How are you“. Hier reicht ein knappes „Fine, thank you“ sowie die Gegenfrage. Bei dieser Frage handelt es sich um eine reine Begrüßungsfloskel, deshalb brauchst du hier auch nicht über dein Wohlbefinden zu berichten.
Im Unternehmen: Tipps für dein Praktikum in Großbritannien
Das weitverbreitete Klischee, die Briten seien sehr höflich und legen extrem viel Wert auf Höflichkeit ist wahr. Unser Tipp für dein Praktikum in Großbritannien lautet daher, sei so höflich und zuvorkommend, wie du nur kannst. Die Briten entschuldigen sich zum Beispiel für jede Kleinigkeit, dies solltest du während des Praktikums auch tun. Bedanken solltest du dich ebenfalls zu jeder passenden Gelegenheit, denn so tun es auch die Briten. Das Widersprechen gehört sich hier nicht. Bist du mit einer Sache nicht einverstanden, kannst du Dinge sagen wie „Are you sure this is the best way?“. Direkte Ablehnung ist ein No-Go.
Pünktlichkeit ist ähnlich wie in Frankreich ein absolutes Muss im Berufsleben und gehört zur Business-Etikette in Großbritannien dazu. Anders ist es bei privaten Verabredungen. Eine kleine Verspätung von rund 15 Minuten ist üblich und wird von den Gastgebern erwartet. Ein Geschäftsessen sollte aber immer pünktlich angetreten werden.
Für das Geschäftsessen gilt, derjenige der Eingeladen hat, zahlt. Gibt es keinen eindeutigen Zahler, dann wird die Rechnung im Restaurant durch die Anzahl der Gäste geteilt. Eine einzelne Auflistung wer was gegessen und getrunken hat macht man nicht, dies wird auf der Insel nämlich verpönt. Nach dem Essen ist ein Trinkgeld von 15% üblich. Dieser wird in manchen Restaurants auf der Rechnung gleich mit eingerechnet. Tipp: Achte darauf, ob auf der Rechnung „Service included“ oder „Service not included“ steht, da du sonst eventuell zwei Mal Trinkgeld zahlst.
Was den Smalltalk beim Geschäftsessen anbelangt, so sind das Wetter und Sport gute Themen. Vermeiden sollte man Themen wie Politik, das Königshaus oder Tratsch über Prominente. Auch persönliches solltest du während deines Praktikums in Großbritannien eher nicht ausplaudern, denn dafür wird berufliches und privates zu sehr getrennt.
Dein Praktikum in Großbritannien: Vermeide diese Fettnäpfchen
Auf der Insel gilt es als Fettnäpfchen, wenn während einer Besprechung, oder aber auch während eines gemeinsamen Mittagessens das Handy klingelt. Achte darauf, dass du dein Handy für die gesamte Zeit deines Arbeitstages auf lautlos stellst. Ansonsten könnte es peinlich werden.
Der Ausdruck „very interesting“ wird in Großbritannien eher als sarkastisch wahrgenommen. Wenn du also jemandem zuhörst und diesen Satz sagst, zeigst du damit leider nichts anderes als Missbilligung. Deshalb: Bloß nicht verwenden!
Das Königshaus ist heilig und darf auf gar keinen Fall in irgendeiner Form kritisiert werden. Wenn man dort auf die Queen einen Toast ausspricht, dann stehen beim Anstoßen alle auf. Bleibst du als einziger Sitzen, fällst du möglicherweise unangenehm auf.
Angeber, Besserwisser und aufdringliche Persönlichkeiten mag man gar nicht. Tipp: Um als Praktikantin oder Praktikant in Großbritannien gut anzukommen, solltest du zurückhaltend, aufmerksam und höflich sein.
Ein weiteres Fettnäpfchen, dass du ganz einfach vermeiden kannst ist das Schlange stehen. Nirgendwo sonst wird dies mit so viel Geduld und Disziplin getan. Denke also daran, dass vordrängeln oder gar nicht anstellen ein Fauxpas darstellt, der einem ziemlich übel genommen werden kann. Die Briten stellen sich sogar an der Bushaltestelle an, am Tresen in einer Bar, und auch überall sonst. Ist man sich nicht sicher, wer zuerst da war, lässt man natürlich höflich den anderen den Vortritt.
Hier findest du weitere Informationen zu deinem Auslandspraktikum in Großbritannien: https://www.daad.de/laenderinformationen/grossbritannien/de/