- Welche Auswirkungen haben Selbstzweifel im Praktikum?
- Was ist das Hochstapler-Syndrom?
- Gründe für Selbstzweifel
- 3 Tipps, wie du deine Selbstzweifel loswerden kannst
- 1. Tipp: Kenne deine Stärken
- 2. Tipp: Verabschiede dich vom Perfektionismus
- 3. Tipp: Die Eigenwahrnehmung prüfen
Bald beginnt dein Praktikum und du hast bereits jetzt Magenschmerzen, wenn du auch nur daran denken musst? Keine Panik! Hier erfährst du, wie du deine Selbstzweifel überwinden kannst und selbstbewusst und erfolgreich ins nächste Praktikum startest!
Die Unerfahrenheit ist häufig schuld daran, dass Praktikanten oder Berufsanfänger mit hoher Unsicherheit an ihre Aufgaben im Praktikum herangehen. In den Seminaren und Vorlesungen an der Uni erwirbt man eben nicht wirklich praktische Fähigkeiten. Und wer zwar 1A Literaturanalysen schreiben kann, aber noch nie ein Kundentelefonat geführt hat, ist eben zu Beginn so eines Praktikums erstmal von Selbstzweifeln geplagt.
Viele Berufsanfänger zweifeln an Ihren Fähigkeiten. Hier und da mal verunsichert zu sein ist völlig normal. Dieses Gefühl kennt jeder. Doch bei manchen ist es so ausgeprägt, dass sie sich damit selbst im Weg stehen. Zum Beispiel, wenn Sie sich nicht um ihren Traumjob bewerben aus Angst, es sowieso niemals zu schaffen.
Welche Auswirkungen haben Selbstzweifel im Praktikum?
Ständig an dir selbst zu zweifeln ist nicht nur tödlich für dein Selbstbewusstsein, sondern auch für deine berufliche Karriere. Indem du dir immer wieder einredest, du würdest eine Sache nicht können und dein Praktikumsbetrieb würde eh nicht an einer zukünftigen Zusammenarbeit mit dir interessiert sein, legst du dir selbst Steine in den Weg.
Du schaffst damit künstliche Blockaden, die dich davon abhalten, dein Bestes zu geben. Anstatt also konzentriert zu Arbeiten, bist du verunsichert und begehst somit vielleicht Fehler, die dir nicht passiert wären, wenn du entspannter an deine Aufgaben gegangen wärst. Selbstzweifel sind also demnach der Schlüssel zum Misserfolg.
Schnell können Selbstzweifel einen Praktikanten in eine Abwärtsspirale katapultieren. Aus Angst, etwas falsch zu machen, lässt man es womöglich ganz bleiben und erledigt somit wichtige Aufgaben nicht. Auch das Ignorieren des klingelnden Telefons aus Angst, den Anrufer nicht kompetent beraten zu können, wird in der Abteilung ein schlechtes Licht auf dich werfen. Schon hagelt es Kritik vom Chef, was dich natürlich nur noch mehr verunsichert. Ein wahrer Teufelskreis beginnt.
Manche Absolventen starten mit so einer Unsicherheit ins Berufsleben, dass sie ihre eigenen Leistungen nicht anerkennen. Sie denken sich: „Ja und, dann habe ich eben einen Masterabschluss in der Tasche. Meine Noten sind auch sehr gut, trotzdem qualifiziert mich das noch lange nicht für die Arbeit in einem erfolgreichen Unternehmen.“ Diese negative Einstellung gegenüber der eigenen Fähigkeiten führt häufig zu etwas, was man unter Psychologen als Hochstapler-Syndrom bezeichnet. Erfahre gleich, worum genau es sich dabei handelt.
Was ist das Hochstapler-Syndrom?
Wer am sogenannten Hochstapler-Syndrom leidet, fühlt sich wie ein Betrüger, ein Hochstapler. Diese Personen neigen dazu, das sprichwörtliche Haar in der Suppe zu finden, egal um welche ihrer Leistungen es geht. Nach einer mit „sehr gut“ benoteten Klausur sind sie nicht stolz auf ihren Erfolg sondern finden Ausreden wie: „Die Aufgaben waren sehr leicht und ich hatte riesengroßes Glück dass genau die Aufgabenbereiche abgefragt wurden, für die ich besonders viel gelernt habe.“
Ein anderes Beispiel: Nach einem Vorstellungsgespräch folgt eine Einstellung. Anstatt sich zu freuen, dass man einen Job ergattern konnte, wird nach Ausreden gesucht. „Der Personaler hat sich meine Bewerbungsunterlagen gar nicht richtig angeschaut. Dass ich den Job bekommen habe war purer Zufall.“ Jemand der am Hochstapler-Syndrom leidet fühlt sich permanent so, als würde er andere blenden. Und dass völlig zu Unrecht. Hier sind die Selbstzweifel so stark, dass man in permanenter Angst lebt, jemandem würde diese „Täuschung“ bemerken und man würde früher oder später auffliegen. Dabei ist dieser hohe Grad an Unsicherheit keineswegs begründet. Im Gegenteil: Vorgesetzte sind sogar meist sehr zufrieden mit den Leistungen einer Person, die am Hochstapler-Syndrom leidet.
Gründe für Selbstzweifel
Betroffene sind häufig diejenigen, die zu Perfektionismus neigen und es sich damit selbst sehr schwer machen, mit den eigenen Leistungen zufrieden zu sein. Die genauen Ursachen können aber auch ganz anderer Natur sein. Wer beispielsweise von Haus aus eher ängstlich ist oder zu depressiven Verstimmungen neigt, leidet häufiger unter Selbstzweifeln.
Eine andere Ursache für Selbstzweifel ist eine viel zu hohe und komplexe Meinung über Kompetenz und Erfolg. Dass was andere Menschen als „Erfolg“ definieren, ist für Personen mit starken Selbstzweifeln gar nichts. Ähnlich sieht es mit der Definition für Kompetenz aus. Du bist vielleicht als Praktikant nicht die kompetenteste Person im Unternehmen, doch hast du bereits genug auf dem Kasten, dass die Firma mit dir zusammenarbeiten möchte! Überdenke also unbedingt deine Einstellung gegenüber dem, was diese Schlüsselbegriffe für dich eigentlich bedeuten.
Doch nicht immer liegen die Gründe in einem selbst. Genauso gut kann es sein, dass der Druck von Außen kommt. Wenn man beispielsweise in die Fußstapfen besonders erfolgreicher Eltern treten möchte. Manche haben aber auch einfach Angst davor, Erwartungen nicht erfüllen zu können. Egal welche Ursachen deine Selbstzweifel haben: Mit ein wenig Übung kannst du diese überwinden. Befolge dafür einfach die drei folgenden Tipps.
3 Tipps, wie du deine Selbstzweifel loswerden kannst
1. Tipp: Kenne deine Stärken
Erstelle eine Liste mit all deinen Stärken. Rufe dir deine bisherigen Erfolge ins Gedächtnis und halte diese auf Papier fest. Diese wird dir hoffentlich aufzeigen, was du alles auf dem Kasten hast und sollte deine Selbstzweifel zumindest minimieren.
2. Tipp: Verabschiede dich vom Perfektionismus
Niemand ist perfekt. Jeder macht mal Fehler, oder hat Schwierigkeiten dabei etwas Neues zu lernen. Als Praktikant bist du eben noch nicht vertraut mit deinen neuen Aufgaben. Niemand erwartet von dir, dass du in deinem Praktikumsbetrieb auftauchst und bereits ein Profi bist. Akzeptiere die Tatsache, dass es viel zu lernen gibt und du Schritt für Schritt immer mehr an Kompetenz erlangen wirst. Perfekt wirst du deine Aufgaben nie machen können. Andere aber zum Glück auch nicht.
3. Tipp: Die Eigenwahrnehmung prüfen
Gibt es überhaupt einen Grund dafür, dass du so sehr an dir zweifelst? Sehen andere das genauso? Oder hörst du von deinem Umfeld immer wieder, dass deine Unsicherheit nicht berechtigt ist? Wer große Selbstzweifel im Praktikum hat, sollte ein Gespräch mit dem Vorgesetzten vereinbaren und sich Feedback einholen. Möglicherweise hilft es dir, wenn dein Chef dir sagt, dass man im Betrieb sehr zufrieden mit deiner Leistung ist? Arbeite an deiner zu pessimistischen Eigenwahrnehmung und du wirst merken, so schlecht oder inkompetent wie du denkst, bist du überhaupt nicht!