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Selbstbewusstes Auftreten: Diese Gesten und Sätze solltest du vermeiden

Selbstbewusstes Auftreten: Diese Gesten und Sätze solltest du vermeiden
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Inhalt:
  1. Wodurch wirken wir selbstbewusst oder unsicher?
  2. Körpersprache-Fehler: Diese 5 Gesten lassen dich unsicher wirken
    1. Körpersprache-Fehler 1: Schlechte Körperhaltung
    2. Körpersprache-Fehler 2: Hände in Gesicht und Haaren
    3. Körpersprache-Fehler 3: Nervöser Gesichtsausdruck
    4. Körpersprache-Fehler 4: Unsicherer Blickkontakt
    5. Körpersprache-Fehler 5: Instabiler Stand
  3. Selbstbewusster Auftritt: Diese 5 Sätze und Phrasen solltest du vermeiden
    1. Satz 1: „Ich könnte….“
    2. Satz 2: „Könntest du vielleicht….?“
    3. Satz 3: „Es tut mir leid“
    4. Satz 4: „Ich dachte nur...“
    5. Satz 5: Füllwörter wie „eigentlich“ und „vielleicht“

Ob in der Uni, im Job, in der Ausbildung oder im Praktikum – wer Erfolg haben möchte, sollte selbstbewusst auftreten. Dabei stehen dir in erster Linie Angst und Unsicherheit im Weg und verhindern, dass du dein volles Leistungspotenzial ausschöpfen kannst. Um gute Noten zu schreiben oder einen begehrten Job zu ergattern, solltest du auf deine Körpersprache achten und deine Unsicherheit unbedingt verbergen oder im besten Fall ganz überwinden. Wir erklären dir im Folgenden, welche Phrasen und Verhaltensweisen du unbedingt vermeiden solltest, um selbstsicherer aufzutreten.  

Wodurch wirken wir selbstbewusst oder unsicher?

Wie wir auf andere Menschen wirken, entscheidet meist darüber, welche Chancen und Möglichkeiten sich sowohl beruflich als auch privat ergeben. Unsicherheit ist dabei das wohl größte Hindernis für ein erfolgreiches Studium, Praktikum oder eine steile Karriere. Wenn du dich im Job und Alltag serbischer und selbstbewusst präsentieren und deine Schüchternheit langfristig ablegen möchtest, sind diese drei Bereiche entscheidend:

  • Körpersprache: Gestik, Mimik, Körperhaltung, Habitus
  • Stimme: Tonhöhe, Lautstärke, Klangfarbe
  • Inhalt des Gesagten: Sätze, Phrasen

Die Körpersprache im Beruf, das heißt Gestik, Mimik und Körperhaltung sind in erster Linie entscheidend, ob du von deinem Gegenüber als unsicher oder selbstsicher wahrgenommen wirst. Zudem ist die Stimme ein weiterer wichtiger Indikator für dein inneres befinden. Die Tonhöhe, Lautstärke und Klangfarbe verraten sehr viel darüber, wie du dich fühlst und was du eigentlich denkst. Der Inhalt des Gesagten ist im Vergleich zur Körpersprache und Stimme etwas unwichtiger, wenn es darum geht, selbstbewusst zu wirken. Wenn du etwa ein Vorstellungsgespräch trotz Schüchternheit meistern oder selbstbewusster im Job auftreten möchtest, solltest du die folgenden Fehler und Sätze unbedingt vermeiden.

Körpersprache-Fehler: Diese 5 Gesten lassen dich unsicher wirken

Die Körpersprache ist der entscheidendste Faktor eines selbstsicheren, souveränen und sympathischen Auftritts. Wenn du deine Unsicherheit in Job, Studium oder Ausbildung ablegen möchtest und dich von nun an selbstbewusst präsentieren willst, solltest du die folgenden Körpersprache-Fehler unbedingt vermeiden.

Körpersprache-Fehler 1: Schlechte Körperhaltung

Es ist sicher nichts Neues für dich, dass deine Körperhaltung viel über dich, deine Gemütslage und Einstellung aussagt. Wenn du den Kopf ein wenig schief hältst, wirkst du schnell unsicher. Ebenso wirken sich ein krummer Rücken, verschränkte oder aufgestützte Arme negativ auf einen selbstsicheren Auftritt aus. Achte demnach darauf, deine Hände nicht in den Hosentaschen verschwinden zu lassen, sondern dich aufrecht und gerade mit locker hängenden Armen zu positionieren.

Körpersprache-Fehler 2: Hände in Gesicht und Haaren

Wie bereits erwähnt, sollten deine Hände keinesfalls in deinen Hosentaschen verschwinden oder anderweitig in einer stiefen Haltung verharren. Zudem wirkst du unsicher, wenn du deine Hände im Gesicht hast, etwa um dich an deinen Augenbrauen zu kratzen oder an deinen Haare zu drehen. Wenn du deine Arme nicht einfach nur locker herunterhängen lassen möchtest, kannst du deine Hände einsetzen, um das Gesagte gestisch zu untermalen. Allerdings solltest du dabei nicht übertreiben und wild mit den Armen herumfuchteln, sondern deine Hände in natürlicher Weise zur Unterstützung deiner Argumente einsetzen.

Körpersprache-Fehler 3: Nervöser Gesichtsausdruck

Neben einer krummen Körperhaltung und unsicheren Gesten trägt auch die falsche Mimik zu einer unsicheren Erscheinung bei. So wird vermehrtes Blinzeln häufig als Ausdruck von Verlegenheit interpretiert. Zudem machen sich Selbstzweifel und Nervosität sofort in deinem Gesicht bemerkbar, etwa durch ein unsicheres oder aufgesetztes Lächeln und hochgezogene Augenbrauen. Am besten übst du vor dem Spiegel einen lockeren und entspannten Gesichtsausdruck oder nimmst dich beim Sprechen mit einer Kamera auf.

Körpersprache-Fehler 4: Unsicherer Blickkontakt

Der wohl wichtigste Bereich im Gesicht sind deine Augen, denn darüber vermittelst du deinem Gegenüber bereits Gefühle und Einstellungen, ohne, dass du etwas sagst. Wenn du deinen Blick im Gespräch auf den Boden richtest oder in eine Ecke des Raums bzw. an die Decke schaust, wirkst du nicht selbstsicher. Halte den Blick deines Gesprächspartners, um souverän zu wirken. Achte allerdings darauf, nicht zu sehr zu starren, denn grundsätzlich wird konstanter Augenkontakt über fünf Sekunden als unangenehm empfunden. Achte auch darauf, bei Vorgesetzten den Blickkontakt regelrecht auf Augenhöhe zu halten.

Körpersprache-Fehler 5: Instabiler Stand

Wenn es um deine Füße und Beine geht, kannst du leider ebenso viel falsch machen wie mit dem Rest deines Körpers. Für einen selbstbewussten Auftritt solltest du überkreuzte Beine vermeiden und ebenso wenig die beliebte Standbein-Spielbein-Position einnehmen. Ausschließlich ein sicherer Stand, in dem du die Füße schulterbreit auseinandersetzt und eine lockere, gerade Körperhaltung einnimmst, vermittelst du auch ein entspanntes und sicheres Gefühl.

Selbstbewusster Auftritt: Diese 5 Sätze und Phrasen solltest du vermeiden

Selbstbewusstsein ist sowohl beruflich als auch privat der Schlüssel zum Erfolg, denn nur mit einem sicheren Auftritt kannst du deine Ziele im Leben wirklich erreichen. Du möchtest endlich in deinem Wunschberuf arbeiten oder das Praktikum deiner Träume ergattern? Dann solltest du an einem selbstsicheren Auftritt arbeiten und neben den oben genannten Körpersprache-Fehlern auch auf die folgenden Sätze und Phrasen verzichten.

Satz 1: „Ich könnte….“

Vage Formulierungen, in denen du etwas anbietest wie „Ich könnte die Aufgabe übernehmen“ zeugen von einem geringeren Selbstbewusstsein. Wenn du souverän auftreten möchtest, verzichte auf vage Formulierungen und drücke dich verbindlich aus, etwa so: „Ich übernehme die Aufgabe sehr gerne.“ Damit machst du klar, dass du dich sicher fühlst, die Tätigkeit auszuüben und deine Hilfe entschlossen anbietest.

Satz 2: „Könntest du vielleicht….?“

Das Gleiche gilt auch für Fragen oder Bitten an Arbeitskollegen oder Vorgesetzte, denn Formulierungen wie „Könntest du vielleicht morgen etwas pünktlicher kommen?“ zeigen, dass du Angst vor der Reaktion hast. Wenn du selbstsicher und souverän wirken möchtest, trau dich deine Bedürfnisse klar zu äußern. Das kannst du am besten mit folgendem Satz: „Ich würde mich freuen, wenn du morgen pünktlich erscheinst.“ So vermittelst du deinem Gegenüber ganz deutlich deine Bedürfnisse und bleibst dennoch höflich.

Satz 3: „Es tut mir leid“

Natürlich ist es grundsätzlich eine sehr gute Eigenschaft, wenn du dich entschuldigen kannst und merkst, wenn du einen Fehler gemacht oder eine Grenze überschritten hast. Allerdings solltest du die Phrase „Es tut mir leid“ nicht zu häufig verwenden. Es gibt nahezu nichts, was eine Person unsicherer und ängstlicher wirken lässt als andauernde Entschuldigungen. Ähnlich verhält es sich mit Ja-Sagern, die aus Angst vor Zurückweisung zu jeder Bitte und Frage Ja sagen, ohne auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten.

Satz 4: „Ich dachte nur...“

Diese Beispiel-Phrase „Ich dachte nur, dass es so vielleicht schneller geht“ vermittelt deinem Gegenüber das Gefühl, dass du dir selbst gar nicht wirklich sicher bist, was du nun eigentlich denkst. Wenn du erst eine Aussage tätigst, dann auf Unverständnis stößt und dich im Anschluss zu erklären beginnst, wirkst du alles andere als selbstbewusst. Wenn dein Kollege oder Vorgesetzter deinen Ansatz kritisiert oder nicht versteht, erklär es ihm ganz ruhig und deutlich, etwa so: „Meine Erfahrung zeigt, dass diese Methode den Prozess grundsätzlich beschleunigt.“

Satz 5: Füllwörter wie „eigentlich“ und „vielleicht“

Der letzte, jedoch besondere wichtige verbale Fehler ist die Verwendung von Füllwörtern wie „vielleicht“ oder „eigentlich“. Beide stehen eindeutig für Unsicherheit und haben damit bei einem selbstsicheren Auftritt absolut nichts zu suchen. Ein Satz wie „Eigentlich wollte ich das dann morgen machen“ wirkt deutlich selbstbewusster, wenn du ihn so formuliers: „Da ich heute noch einiges zu tun habe, werde ich das morgen machen.“

Wir haben dir die wichtigsten fünf Körpersprache-Fehler sowie fünf Sätze bzw. Phrasen vorgestellt, die dich unsicher wirken lassen. Für einen selbstsicheren und selbstbewussten Auftritt im Job, Praktikum oder in der Ausbildung solltest du diese unbedingt vermeiden und dich mit Blick auf deine Mimik, Gestik und Sprache vor allem locker, klar und respektvoll ausdrücken und geben.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (31 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik, Soziologie und Interdisziplinäre Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld studiert. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete neben dem Studium als Social Media Managerin. Die Kenntnisse in verschiedenen Bereichen machen es ihr leicht, Texte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu erstellen. Sie unterstützt das Team von praktikumsstellen.de, indem sie Artikel mit hilfreichen Tipps und Informationen erstellt.

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