praktikumsstellen.de Ratgeber Provokationen: So reagierst Du richtig!

Provokationen: So reagierst Du richtig!

Provokationen: So reagierst Du richtig!
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Inhalt:
  1. Wieso provozieren Menschen?
    1. Mögliche Gründe für eine Provokation:
    2. Beispiele für Provokationen in Berufsfeldern
  2. Was für ein Mensch steckt hinter einem Provokateur?
  3. Umgang mit Provokationen: Den Gegenüber ins Leere laufen lassen
  4. Richtiger Umgang mit Provokationen
    1. Schritt 1: Überlass deinen Gefühle nicht die Oberhand
    2. Schritt 2: Rechtfertige dich nicht
    3. Schritt 3: Gelassen auf die Provokation reagieren
    4. Schritt 4: Ignoriere die Provokation
    5. Schritt 5: Ziehe Konsequenzen aus der Provokation
  5. Wichtig: Der Kontext von Provokationen

Provokationen lauern nicht nur im Privatleben, auch im Job oder während eines Praktikums können dir Provokationen begegnen. Sei es ein Kollege, ein Kunde oder Außenstehende: Der Provozierende möchte dich herausfordern, testen und aus der Reserve locken. Gar nicht so einfach, dabei ruhig zu bleiben. Spring nicht auf diesen Zug auf, lass dich nicht aus der Ruhe bringen und reagiere wie ein Profi. Erfahre hier alles über den richtigen Umgang mit einer Provokation. 

Wieso provozieren Menschen?

Sicherlich können hinter einer Provokation unterschiedliche Ursachen stecken, doch fast immer spielt ein negatives Selbstwertgefühl eine Rolle. Durch die Provokation versuchen diejenigen Menschen sich mächtig zu fühlen, seinen Gegenüber zu verunsichern. Und das klappt besonders gut, wenn Du neu bist. So zum Beispiel als Praktikant oder Neuer im Job.

Durch die Provokation und das Brechen der grundsätzlichen Gesellschaftsregeln, möchte der Provokateur hinter deine Fassade blicken. Dieser Mensch strebt nach einem Machtgefühl, indem er andere Menschen klein aussehen lässt. Jetzt zählt die richtige Reaktion! Bist Du leicht aus der Fassung zu bringen oder reagierst Du ganz gelassen und entspannt? 

Mögliche Gründe für eine Provokation:

Machtgefühl: Abhängig von deiner Reaktion können Provokationen ein Machtgefühl verleihen. Der Provokateur erhofft sich Ausfälligkeiten deinerseits und möchte dich dadurch in Schwierigkeiten bringen. Es gibt ihm das Gefühl Herr über deine Emotionen und Reaktionen zu sein. 

Bloßstellen: Provokationen können auch dazu führen, dass Du dich bloßstellst und von anderen ausgelacht wirst. Indem dich der Provokateur durch Äußerungen herabsetzt, fühlt er sich besser.

In einigen Berufsgruppen gehört die Provokation zum Tagesgeschäft. Oft sind es nicht die Kollegen, die provozieren. Vielmehr sind es Außenstehende, etwa Kunden, Patienten oder Partner des Unternehmens. Ganz nach dem Motto: Der Neue muss erstmal auf die Probe gestellt werden.

Beispiele für Provokationen in Berufsfeldern

Einige Provokationen spielen sich in der Öffentlichkeit vor unzähligen Augen ab, doch einschreiten tut zunächst niemand. Besonders Polizisten haben es oft mit Provokation zu tun, sie werden verbal herausgefordert, provoziert oder sogar attackiert. Vor allem während einer Demonstration oder anderen öffentlichen Veranstaltungen sind Polizisten für Deeskalation vor Ort. Deswegen wird vorzugsweise versucht die Provokationen zu ignorieren oder beruhigend auf Störenfriede einzuwirken. Erst nach Verwarnungen und wenn die Ausschreitung überhand nimmt, greifen Polizisten in einigen Situationen zu Tränengas, Abwehrreaktionen oder sogar Gummigeschossen.

Auch andere Berufsgruppen müssen unter Provokationen leiden, besonders Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst. Auch Lehrer, Betreuer oder Pädagogen haben es tagtäglich mit provozierenden Kindern, Teenies oder jungen Erwachsenen zu tun.

Was für ein Mensch steckt hinter einem Provokateur?

Hast Du gerade in einem neuen Betrieb angefangen, bist nicht nur Du in einer noch unbekannten und fremden Arbeitsumgebung. Auch Du bist für die restliche Belegschaft neu und vielleicht nicht einfach zu durchschauen. In diesen Situation gibt es leider immer wieder Menschen, die den Neuen testen wollen. Ebenso erhoffen sich besonders jüngere Provokateure Anerkennung und Macht, indem Sie Schulkameraden oder gar Lehrer provozieren und bloß stellen. Der Wunsch nach Macht und Aufsässigkeit spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Was ginge da besser als eine Provokation? Betrachtest Du dieses Verhalten neutral, spricht es eigentlich nur dafür, dass der Provokateur Probleme mit sich selbst hat, etwa Minderheitskomplexe.

Umgang mit Provokationen: Den Gegenüber ins Leere laufen lassen

Sicherlich hängt die Reaktion auf eine Provokation von deiner Persönlichkeit ab, so fällt es manchen Menschen leichter, als anderen, entsprechend gelassen zu reagieren. Einige Menschen lassen sich eben schneller provozieren, als andere. 

Zusätzlich hängt die Reaktion auf eine Provokation vom individuellen Kontext ab. Handelt es sich um eine dir noch unbekannte Situation oder wirst Du regelmäßig von der gleichen Person provoziert? Wirst Du von einer Gruppe provoziert oder sind es unterschiedliche Menschen? Begegnest Du der Person erneut oder ist es ein einmaliges Zusammentreffen? 

Bist Du etwa in der Schule tätig oder hältst Vorträge vor großem Publikum, können sich Provokationen etwa in Zwischenrufe, unangebrachte Kommentare oder störendes Verhalten äußern. Ebenfalls spielt die Altersgruppe deines Gegenübers eine Rolle, so scheint eine Provokation bei Jugendlichen häufiger, als bei Erwachsenen vorzukommen.

Nichts desto trotz solltest Du versuchen, gekonnt auf dieses unangebrachte Verhalten zu reagieren. Handelst Du anders als von deinem Gegenüber erwartet, lässt Du ihn eiskalt ins Leere laufen. Denn mit einer gekonnten Reaktion rechnet dein Provokateur bestimmt nicht. 

Richtiger Umgang mit Provokationen

Schritt 1: Überlass deinen Gefühle nicht die Oberhand

Wenn dich jemand provozierst, verspürst Du vielleicht Wut, Ärger, Entsetzen oder Unsicherheit. Es ist sogar möglich, dass dich einige Provokationen verletzen. Aber, zeig diesen Gemütszustand nicht dem Provokatuer, denn das wird erwartet. Auch, wenn Du am liebsten ausflippen und deinem Gegenüber ebenfalls „Dinge“ an den Kopf werfen würdest- versuch deine Gefühle zu beherrschen. Denn wider Erwarten reagierst Du mit deinem Verstand und nicht durch deine Empfindungen.

Du solltest versuchen deine Emotionen zu unterdrücken und nicht danach zu handeln. Das ist der erste Schritt, um deinen Gegenüber zu zeigen, was wirklich in dir steckt. 

Schritt 2: Rechtfertige dich nicht

Es steckt in der menschlichen Natur sich selbst zu schützen und zu verteidigen. Aber versuch dich bloß nicht vor deinem Gegenüber zu rechtfertigen. Tust Du es, gibst Du deinem Provokateur indirekt recht. Hingegen könntest Du den Provokateur mit einer gekonnten Antwort oder einer Gegenfrage überraschen.

Schritt 3: Gelassen auf die Provokation reagieren

Bring den Provokateur aus seinem Konzept, indem Du vollkommen gelassen reagierst. In einigen Momente ist das einfacher gesagt als getan; ein Versuch ist es jedoch wert. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen.

4 Arten Gelassenheit auszustrahlen:

Pausen machen: Bewahre Ruhe und lass dich durch Zwischenrufe oder Äußerungen nicht aus der Verfassung bringen. Lege eine kurze Pause ein und setze dann deine Handlung, deinen Vortrag, deine Präsentation etc. fort.

Lösungen anbieten: Hin und wieder gehören gemeinsame Projekte zum Alltag in Job, Studium oder Schule. Besonders in Teamphasen kann es untereinander zu Provokationen kommen. Handelst Du gelassen und bietest diplomatisch eine Lösung an, wirst Du den Provokateur in den Schatten stellen. Erläutere deine Ideen und Vorschläge und stich mit Professionalität hervor.

Fragen stellen: Provoziert dich dein Gegenüber mit Einwänden oder einer ungeklärten Meinung kannst Du diesen Versuch, dich aus der Reserve zu locken, mit einer Frage über Bord werfen. Gegen die Erwartungen zeigst Du Interesse an den Ideen deines Gegenübers. Das wird den Provokateur vermutlich überraschen.

Akzeptanz zeigen: Hinter vielen Provokationen stecken Angst, Hilflosigkeit und Unsicherheit. Nimm diese versteckten Gefühle auf und gehe somit einen Schritt auf den Provokateur zu. Nimm seine provozierenden Äußerungen an und greif die Bedenken auf.

Schritt 4: Ignoriere die Provokation

Die beste Lösung ist, der Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Versucht dich jemand mit einer Provokation aus der Reserve zu locken, dann schenk diesem Verhalten keine Aufmerksamkeit. Ganz im Gegenteil: Ignorier die Provokation deines Gegenübers.

Schritt 5: Ziehe Konsequenzen aus der Provokation

Natürlich ist es in einigen beruflichen Situationen schwieriger die Konsequenzen aus Provokationen zu ziehen. Sollte dich jedoch immer wieder dieselbe Person provozieren und das über einen längeren Zeitraum, solltest Du deine Meinung kund geben. 

Auch bei einmaliger Provokation kannst Du deinen Gegenüber verwarnen und die Konsequenzen aus dem unangebrachten Verhalten ziehen. Du kannst das Gespräch abbrechen, den Raum verlassen oder einen späteren Zeitpunkt für ein Zusammentreffen vereinbaren.

Wichtig: Der Kontext von Provokationen

Je nach dem wer dein Gegenüber ist, solltest Du reagieren. Provoziert dich ein Vorgesetzter oder wichtiger Kunde, solltest du dennoch höflich und respektvoll sprechen. So gehst Du als gutes Vorbild voran, denn Du lässt dich nicht auf eine Provokation ein. Vermittle deinem Gegenüber, dass es nicht deine Absicht ist ein schlechtes Arbeitsklima zu schaffen und Du keinen Grund für Provokationen und hochgeschaukelte Gespräche sieht. Falls dein Gegenüber deine guten Absichten nicht erkennt, solltest Du im Zweifelsfall immer die Notbremse ziehen. Dennoch sollten dir die genannten Schritte dabei helfen, wie ein Profi auf Provokateure zu reagieren.

Lass dich nicht provozieren und überrasch deinen Gegenüber mit einer unerwarteten Gelassenheit und Kontrolle über deine Gefühle. 

Bild: Anastasia Klingsiek
Anastasia Klingsiek (24 Artikel)

Anastasia Klingsiek hat Germanistische Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften in Paderborn studiert. Während ihres Studiums hat sie bereits in journalistischen Redaktionen als freie Mitarbeiterin gearbeitet. Moderationen, Nachrichten und Artikel: alles kein Problem. Texten war schon immer ihre Leidenschaft. Auf praktikumsstellen.de ist sie für den Bereich rund um Berufseinstieg, Büroalltag und Work-Life-Balance zuständig.

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