praktikumsstellen.de Ratgeber Praktikumssuche: Der Weg zum Traumpraktikum

Praktikumssuche: Der Weg zum Traumpraktikum

Praktikumssuche: Der Weg zum Traumpraktikum
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Inhalt:
  1. 1. Das Schülerpraktikum
    1. Worauf du achten solltest:
  2. 2. Das Studienpraktikum
    1. Worauf du achten solltest:
  3. 3. Das Praktikum nach dem Studium
    1. Worauf du achten solltest:
  4. Zusätzliche Tipps

Ein Praktikum ist der optimale Weg, um herauszufinden, welcher Beruf am besten zu dir passt. Praktika kannst du in verschiedenen Rahmen absolvieren. Bereits während deiner Schulzeit, im Studium sowie nach der Absolvierung deines Studiums. Wir zeigen dir, worauf du bei der Praktikumssuche achten solltest und welche Kriterien du zu welchem Zeitpunkt deiner akademischen Ausbildung beachten solltest.

1. Das Schülerpraktikum

In der Regel haben SchülerInnen die Möglichkeit, bereits während ihrer Schulzeit ein Praktikum von circa 2-4 Wochen zu absolvieren. Das Schülerpraktikum dient zur frühen Orientierung und zeigt dir, was das Berufsleben mit sich bringt. Das Praktikum kann dir zudem in Bezug auf die Frage helfen, ob der von dir angestrebte Job ein Studium voraussetzt, oder eine Ausbildung passender für dich und deine beruflichen Vorstellungen ist.

Worauf du achten solltest:

In Bezug auf den Betrieb, eignet sich für ein Schülerpraktikum ein kleineres Unternehmen, in dem du die Möglichkeit hast, Aufgaben zu übernehmen. Schülerpraktika werden teilweise ausgeschrieben und von der Schule vermittelt. Du kannst dich jedoch auch initiativ bei einem Unternehmen deiner Wahl bewerben.
 
Hinsichtlich des Standortes, ist es einfacher, wenn du dir einen Betrieb in der Nähe deines Wohnortes suchst. Während der Schulzeit in eine andere Stadt zu ziehen, kann schwierig sein, wenn du noch keine 18 Jahre alt bist. Zudem ist es in der Heimat leichter über Kontakte an einen Praktikumsplatz zu kommen.

Während eines Schülerpraktikums wird dir als Praktikumsbetreuung normalerweise ein/e LehrerIn zugeteilt, der/die dich in der Regel auch an deinem Praktikumsplatz besucht. Zudem solltest du in dem Unternehmen, bei dem du dein Praktikum absolvierst, ebenfalls eine/n Ansprechpartner/in haben, der/die für dich verantwortlich ist und dir bei Fragen zur Seite steht.

Vergütet wird ein Schülerpraktikum in der Regel nicht, jedoch ist es in den meisten Betrieben üblich, dass du am Ende deines Praktikums ein Geschenk bekommst. Garantiert ist diese Aufmerksamkeit jedoch leider nicht.

2. Das Studienpraktikum

Für die meisten Studierenden ist ein Praktikum während ihres Studiums Pflicht. Das Pflichtpraktikum dauert in der Regel zwischen 6 Wochen und 6 Monaten, je nach Studiengang und Universität. Viele StudentInnen nutzen ihr Studienpraktikum, um ins Ausland zu gehen oder bereits Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen, die nach Absolvierung des Studiums als Arbeitgeber in Betracht kommen.

Worauf du achten solltest:

Bei der Größe des Betriebes solltest du dir überlegen, welche Erfahrungen du bereits mitbringst und welche Art von Unternehmen dich weiterbringt. Große Unternehmen setzen häufig mehr Erfahrungen voraus als kleine, familiäre Betriebe.

In Bezug auf den Standort, lohnt es sich für ein Studienpraktikum, das einen längeren Zeitraum umfasst, die Fühler auszustrecken und gegebenenfalls sogar weiter weg zu gehen. Meistens sitzen die interessanten Unternehmen in großen Städten oder sogar im Ausland. Wer es sich finanziell nicht leisten kann, wegzuziehen, für den rentiert sich teilweise auch ein Praktikum in der Nähe.  Aus vielen Praktika ergeben sich feste Anstellungen als WerkpraktikantIn oder lukrative Nebenjobs für die kommenden Semester.

Auch bei einem studentischen Praktikum lohnt  sich die Praktikumsbetreuung durch eine Person, die dir bei Fragen und Problemen zur Seite steht. Bist du bereits für verantwortungsvollere Aufgaben zuständig, kannst du dich natürlich auch jederzeit an andere MitarbeiterInnen wenden. Wichtig ist vor allem, dass du am Ende deines Praktikums ein Feedback bekommst, sodass du deine Leistung während des Praktikums und deine allgemeinen Fähigkeiten einschätzen kannst.

Die Vergütung eines Praktikums während des Studiums kann stark variieren. Ein Pflichtpraktikum muss gesetzlich nicht vergütet werden. Daher gibt es sogar einige Unternehmen, die nur Pflichtpraktikanten annehmen. Ein freiwilliges Praktikum sollte hingegen vergütet werden. In einem Finanzunternehmen erhältst du in der Regel allerdings mehr Gehalt als im sozialen Bereich.

3. Das Praktikum nach dem Studium

Meist hast du während deines Studiums bereits Praktika absolviert und eine Idee, in welche berufliche Richtung du nach deinem Bachelor oder Master gehen möchtest. Sollte dies nicht der Fall sein und dir praktische Erfahrung fehlen, ist es empfehlenswert, sich nicht direkt auf irgendeinen Job zu stürzen, sondern erst einmal ein Praktikum abzuschließen. Dies erhöht zudem deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Worauf du achten solltest:

In Bezug auf die Wahl des Betriebes, solltest du dir vorher überlegen, in welcher Art von Unternehmen du gerne arbeiten möchtest. Nach deinem Studienabschluss ist die Wahl des Praktikumsplatzes besonders wichtig, da die Möglichkeit besteht, dass du später sogar direkt übernommen wirst. Es gibt jedoch auch Unternehmen, die PraktikantInnen mit einer Übernahme locken und dieses Versprechen nicht einhalten. Diese Betriebe erkennst du teilweise daran, dass sie sehr viele Praktikumsstellen gleichzeitig ausschreiben.

Der Standort spielt in der Hinsicht eine Rolle, dass du dir überlegen solltest, ob du dir die Stadt auch längerfristig als Wohnort vorstellen könntest. Natürlich nur, wenn du dir auch vorstellen kannst, bei dem Unternehmen zu bleiben.

Nach der Absolvierung deines Studiums wird in der Regel von dir verlangt, dass du über ein gewisses Verantwortungsbewusstsein verfügst. Eine konkrete Praktikumsbetreuung gibt es daher meistens nicht. AnsprechpartnerInnen für schwierige Situationen sollte es jedoch in jedem Unternehmen geben. Ebenso, wie ein Feedback nach der Praktikumszeit.

Die Vergütung des Praktikums sollte eigentlich an deine Qualifikation angepasst werden, allerdings ist das nicht der Regelfall. Meistens hängt die Höhe deiner Vergütung von der Dauer des Praktikums sowie von dem Unternehmen an sich ab.

Zusätzliche Tipps

  • Seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, steht dir seit 2017 bei einem freiwilligen Praktikum von mehr als drei Monaten ein Anspruch auf einen Stundenlohn von 8,84€ zu.
  • Bei einem freiwilligen Praktikum stehen dir zudem 20 tage Urlaub pro Jahr zu. Bei einem sechsmonatigen Praktikum also 10 freie Tage.
  • Kündigen kannst du dein Praktikumsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen.
  • Du hast am Ende des Praktikums den Anspruch auf ein einfaches Praktikumszeugnis.

Hinweis: Bei einem Pflichtpraktikum hast du die oben genannten Rechte leider nicht. Du hast weder einen Anspruch auf Vergütung noch auf Urlaubstage. Am Ende des Praktikums bekommst du eine Praktikumsbescheinigung, welche der Schule oder Uni vorgelegt werden muss.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (32 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von praktikumstellen.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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