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Praktikum Tagesbericht verfassen: Vorlagen und Tipps für Praktikanten

Praktikum Tagesbericht verfassen: Vorlagen und Tipps für Praktikanten
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Inhalt:
  1. Der Tagesbericht im Praktikum
  2. Tabellarischer Tagesbericht fürs Praktikum – Vorlage
  3. Ausführlicher Tagesbericht fürs Praktikum – Vorlage
  4. 7 Tipps für den Tagesbericht im Praktikum

Bei den meisten Schülerpraktika ist er obligatorisch: Der Tagesbericht. Dieser ist Bestandteil des Praktikumsberichtes und wird zusammen mit anderen Unterlagen, wie dem Praktikumszeugnis, etc. in eine Praktikumsmappe geheftet. Was zunächst nach lästiger Arbeit klingt, bringt dir im Nachhinein viele Vorteile. Denn: Auch Jahre nach deinem Praktikum, wenn du dich auf die Suche nach einem Job begibst, wird man dich im Vorstellungsgespräch womöglich danach fragen, welche Tätigkeiten du im Einzelnen in deinen vorangegangenen Praktika ausgeübt hast und was du dort gelernt hast. Glaub uns, so etwas vergisst man schneller, als einem lieb ist! Daher ist es sinnvoll, bei jedem Praktikum einen Tagesbericht zu schreiben. Dies gilt übrigens nicht nur das Schülerpraktikum, sondern auch für freiwillige Praktika oder das Pflichtpraktikum für die Uni! 

Der Tagesbericht im Praktikum

Bei einem Tagesbericht handelt es sich um die Dokumentation des Tagesablaufes eines Praktikanten. Du schreibst darin auf, was du für Aufgaben übernommen hast, was dir gezeigt wurde, und was du an diesem Tag alles gelernt hast. Eine kleine Bewertung deinerseits kann dort ebenfalls Platz finden. Schreibe also ruhig dazu, welche Tätigkeiten dir besonders viel Spaß gemacht haben, und welche eher weniger. Es gibt übrigens zwei Möglichkeiten, einen Tagesbericht zu gestalten: 

  1. der tabellarische Tagesbericht
  2. der ausführliche Tagesbericht

In der Schule wird man dir wahrscheinlich eine konkrete Vorgabe machen, ob der tabellarische oder der ausführliche Tagesbericht gewünscht wird. Wer studiert und seinen Praktikumsbericht relativ frei gestalten darf, kann sich selbst für eine Variante entscheiden.

Tabellarischer Tagesbericht fürs Praktikum – Vorlage

Der tabellarische Tagesbericht besteht in der Regel aus einer Tabelle, die du selbst anlegst. Diese kann mit zwei oder mehr Spalten aufgebaut werden. Die erste Spalte ist für die Uhrzeit gedacht, die zweite Spalte für eine kurze Beschreibung deiner Tätigkeiten. Im Grunde genommen war es das schon. Wer mag, kann zusätzliche Spalten einbauen, und zum Beispiel die Abteilung darin eintragen, in der die Aufgabe durchgeführt wurde. Dies würde aber nur dann sinn machen, wenn du während deines Praktikums viele unterschiedliche Abteilungen durchläufst. Denke daran, dass Sinn und Zweck des tabellarischen Tagesberichtes eine übersichtliche Darstellung deiner Aufgaben ist. Vergiss nicht, für jeden Tag im Praktikum eine neue Tabelle anzufertigen. Deine Tabellen sollten das jeweilige Datum in der Überschrift beinhalten. Das Ganze könnte dann am Ende so aussehen:

1. Praktikumstag: Montag, der 10. April 2017

08.00 Uhr:    Beginn des Arbeitstages, Rundgang im Betrieb, Zeigen des Arbeitsplatzes

08:30 Uhr:    Einführung in das Betriebssystem, Schulung im Umgang mit der Software

10.00 Uhr:    Zusehen beim Bearbeiten von Bestellungen und Kundenanfragen

10.45 Uhr:    Eigenständige Bearbeitung von einfachen Bestellungen

12.00 Uhr:    Mittagspause

13.00 Uhr:    Infomaterial gelesen über das Angebot der Firma

13.45 Uhr:    Teilnahme an einem Meeting

14.45 Uhr:    Eigenständige Bearbeitung von einfachen Bestellungen

16.00 Uhr:    Feedbackgespräch mit meinem Betreuer, Ziele für die nächsten Wochen besprochen

17.00 Uhr:    Ende des Arbeitstages

Ausführlicher Tagesbericht fürs Praktikum – Vorlage

Wie der Name schon ganz richtig vermuten lässt, ist dieser Tagesbericht ausführlicher und in ganzen Sätzen geschrieben. Dies gibt dir die Möglichkeit, nicht nur auf deine Aufgaben einzugehen, sondern auch auf die Art und Weise, wie du diese Tätigkeit ausgeführt hast. Gleichzeitig kannst du die Hilfsmittel, die du dabei verwendet hast, beschreiben. Der ausführliche Tagesbericht fürs Praktikum gibt dir die Möglichkeit, deinen Lernprozess und die einzelnen Lernschritte festzuhalten. Das ist sehr gut, weil du damit gleichzeitig eine Art Anleitung für dich erstellst, auf die du beim nächsten Mal, wenn du die gleiche Tätigkeit nochmal ausübst, schauen kannst. Außerdem kannst du dir die Arbeitsschritte viel besser merken, wenn du sie einzeln aufschreibst. Die genaue Uhrzeit, wann du welche Aufgabe erledigt hast, ist beim ausführlichen Bericht nicht ganz so wichtig. Es reicht, wenn du den groben zeitlichen Ablauf aufzeigst. Es ist nur wichtig, dass du beim Schreiben chronologisch vorgehst, also wie auch beim tabellarischen Tagesbericht morgens anfängst, und zum Feierabend aufhörst. Das Ganze könnte dann so aussehen:

1. Praktikumstag: Montag, der 10. April 2017

Mein erster Praktikumstag begann um 8 Uhr.  Ich wurde von meinem Betreuer freundlich begrüßt, und er hat mir erstmal das ganze Unternehmen in einem kleinen Rundgang gezeigt. Dabei habe ich erfahren, dass hier 6 verschiedene Abteilungen sind, die alle unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte erfüllen. Mein Betreuer hat mir erklärt, wofür jede einzelne Abteilung zuständig ist. Nach diesem Rundgang wurde ich zu meinem Arbeitsplatz geführt. Dieser besteht aus einem Tisch, einem Stuhl, einem Computer, sowie einem Schrank, indem ich Büromaterialien wie Papier, Stifte, Locher, Tacker, usw. finde. Am frühen Vormittag wurde mir dann das Computersystem vorgestellt, mit dem hier gearbeitet wird. Mein Betreuer hat mir die unterschiedlichen Funktionen gezeigt und mir erklärt, wie ich mit diesem Programm arbeite. Damit ich mir das alles merken kann, habe ich mir dazu sehr viele Notizen gemacht. Mir wurde genauestens erklärt, wie ich leichtere Kundenbestellungen bearbeite. Dies habe ich dann bis zur Mittagspause auch selbstständig gemacht.

Nach der Mittagspause ging es darum, die Firma und ihr Angebot besser kennenzulernen, damit ich eventuelle Kundenfragen zu diesem Thema selbst beantworten kann. Dazu habe ich eine Menge Infomaterial bekommen, welches ich mir anschaute. An diesem Tag war auch ein Meeting geplant, was mich sehr freute, denn ich wollte schon immer mal sehen, wie so etwas abläuft. Das Meeting war sehr interessant, denn es wurde eine Oster-Aktion für die Kunden geplant. Nach dem Meeting ging es zurück an meinen Arbeitsplatz, wo ich mit meiner Aufgabe vom Vormittag weitermachte. Bis etwa 16 Uhr habe ich Kundenbestellungen sortiert, weitergeleitet, ausgedruckt, und ein paar unkomplizierte Bestellungen sogar selbst bearbeitet. Mein Betreuer kam auf mich zu und bat mich, mit in den Besprechungsraum zu kommen. Dort haben wir dann über meinen ersten Tag hier gesprochen. Er wollte wissen, ob ich zufrieden bin, was ich selbstverständlich bejahen konnte. Wir sprachen über meine Erwartungen und die Ziele, die ich erreichen möchte. Das Feedbackgespräch hat mich sehr motiviert, und ich fand es wirklich toll, dass man die Praktikanten in dieser Firma so gut betreut. Dann wurde mir noch gesagt, welche Tätigkeiten in den nächsten Tagen auf mich zukommen werden, und so endete der erste Arbeitstag auch schon.

7 Tipps für den Tagesbericht im Praktikum

  1. Mache dir Notizen zu deinen Tätigkeiten. Auf diese Weise weißt du am Abend noch genau, was du am Morgen alles gemacht hast. Das macht das Verfassen des Tagesberichtes viel einfacher.
     
  2. Halte die richtige Reihenfolge ein. Gehe beim Verfassen des Berichtes immer chronologisch vor.
     
  3. Wiederhole dich nicht allzu oft! Auch wenn sich deine Aufgaben wiederholen, solltest du versuchen, die Besonderheiten des Tages herauszustellen. Schreibe auf keinen Fall jeden Tag das gleiche.
     
  4. Unwichtige Informationen, zum Beispiel, dass du mal eine halbe Stunde nichts zu tun hattest und dich gelangweilt hast, gehören nicht in den Tagesbericht und können weggelassen werden.
     
  5. Der Tagesbericht für das Praktikum wird immer in Ich-Form und im Präteritum verfasst.
     
  6. Benutze ruhig Fachbegriffe, die du gelernt hast. Eine kurze Definition dieser ist für den Leser deines Tagesberichtes sehr hilfreich und macht einen guten Eindruck.
     
  7. Schreibe den Tagesbericht immer am selben Tag, ansonsten kommst du schnell durcheinander und wirst am Ende Probleme dabei haben, dich an alles zu erinnern.
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