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Praktikum in der Architektur

Praktikum in der Architektur
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Für das Entwerfen, Gestalten und Konstruieren eines Bauwerkes ist der Architekt verantwortlich. Kein Wunder, dass so viele Studenten an diesem spannenden Prozess teilhaben wollen. Immer mehr aufregende und einzigartige Bauprojekte wie zum Beispiel das Sony Center in Berlin, begeistern nicht nur Architekturfans.

Wer selbst einmal an so großartigen Projekten arbeiten möchte, muss viel üben. Der beste Weg, um bereits während des Studiums so viel Praxiserfahrungen wie möglich zu sammeln, ist durch verschiedene Praktika.

Die Berufe, in denen ein Architekturstudent einmal arbeiten kann, umfassen vom Baubiologen/-biologin bis zum technischen Modellbauer/-in weit mehr als den meisten bekannt ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, erste Eindrücke der verschiedenen Einsatzbereiche zu sammeln. Weitere gute Gründe für Praktika werden im Folgenden genannt.

Warum ein Praktikum in der Architektur?

Der Alltag an einer Universität ist für viele Studenten sehr theoretisch und eintönig. Mit einem Praktikum sorgt man für die nötige Abwechslung. Nebenbei sammelt man wichtige Praxiserfahrungen. Im besten Fall kann man auch noch sein theoretisches Wissen aus der Uni im Berufsalltag anwenden.

Ein Praktikum in der Architektur dient ebenfalls für viele Studenten als berufliche Orientierungshilfe. Architekten können als Bauzeichner, aber auch als Raumplaner arbeiten. Welcher Bereich der Richtige ist, findet man nur heraus, wenn man diverse Berufe in einem Praktikum getestet hat. Ohne den Berufsalltag kennengelernt zu haben ist es schwer, sich für einen Beruf zu entscheiden. Diese Entscheidung kann nämlich sehr enttäuschend ausfallen, wenn man merkt, dass ein bestimmter Beruf nicht den Erwartungen entspricht.

Architekturstudenten finden Praktikumsplätze nicht nur in Architekturbüros. Auch in der Industrie, der Wirtschaft, und bei verschiedenen Behörden gibt es Stellen.

Wenn ein Praktikum eine positive Erfahrung war, kennt man seine Stärken, und weiß, was einem in der Praxis Spaß macht. Bei einer negativen Erfahrung hat man gelernt, wo Schwächen sind, und kann eventuell diesen Berufszweig für sich abhaken. Aus diesem Grund: Egal wie ein Praktikum verläuft, man kann nur davon profitieren.

Berufserfahrung, die man während eines Praktikums gesammelt hat, sind auf dem Lebenslauf Gold wert. Die beigelegte Praktikumsbescheinigung dient außerdem als Referenz darüber, was bereits in der Praxis gelernt, und wie im Studium erlangtes Wissen angewendet wurde.

Wichtige Referenzen über bisher geleistete Praxiserfahrungen können bei einer Bewerbung ausschlaggebend sein. Dem zukünftigen Arbeitgeber zeigen Praktika, dass der Student ein hohes Maß an Motivation und Eigeninitiative besitzt.

Das Kennenlernen des Berufsalltags stellt eine weitere wichtige Zusatzqualifikation dar. Diese „Soft-Skills“ erleichtern den späteren Berufseinstieg. Dazu gehören technisches Geschick, der Umgang mit Kollegen sowie das Arbeiten im Team, aber auch der Kontakt mit Kunden, welcher nicht in der Uni gelernt werden kann.

Die Arbeit in einem Betrieb kann sich auch auf das Studium positiv auswirken. Der Erwerb von neuem Wissen lässt sich häufig in Seminarinhalte integrieren, und sorgt für mehr Motivation und Durchhaltevermögen im Studium.

Die Planung eines Praktikums:

In der Architekturbranche sind gute Stellen sehr begehrt. Viele Studenten möchten praktisch arbeiten, und nutzen ein Praktikum in der Architektur um in einem Unternehmen Fuß zu fassen. Aus diesem Grund sollte man sich so früh wie möglich bewerben. Große Unternehmen planen ihre Praktikanten bis zu einem Jahr im voraus ein.

Es ist ratsam, sich erstmal in der Umgebung umzuschauen. Erfahrungen in mittelständischen Unternehmen sind genauso viel Wert wie in großen Unternehmen. Häufig werden Praktikanten in kleineren Betrieben stärker in den Berufsalltag integriert als in großen. Wer dies bereits erfolgreich getan hat, kann versuchen sich bei seinem Wunschunternehmen zu bewerben.

Bevor das Praktikum beginnt, sollte man sich jedoch einige Fragen stellen: Wie viel Zeit möchte man investieren? Wie lange kann man mit der Praktikumsvergütung über die Runden kommen? Je nachdem, in welchem Bereich man ein Praktikum absolvieren möchte, gilt es zu klären, ob die geforderten Qualifikationen vorhanden sind. Wenn nicht, sollten diese schnellstmöglich erworben werden.

Wenn möglich, sollte man versuchen auf sein theoretisches Wissen aufzubauen. Wer bisher nur Vorlesungen zum Thema Stadtplanung belegt hat, sollte sich in einer dementsprechenden Behörde bewerben, damit das theoretische Wissen praktisch angewendet werden kann. Nicht zu empfehlen wäre es, ein Praktikum in einem Bereich zu absolvieren, in dem man noch kein Basiswissen erworben hat.

Wir raten vor der Bewerbung sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Am besten gelingt dies mit einer Eigenprofilanalyse:

  • Welche Seminare und Vorlesungen haben mir am meisten Spaß gemacht?
  • Wo liegen meine fachlichen und persönlichen Interessen?
  • Möchte ich an einem eigenen Projekt arbeiten oder lieber im Büroalltag integriert werden?
  • Was möchte ich während des Praktikums unbedingt lernen?
  • In welchen Unternehmen würde ich gerne arbeiten?

Auch über das Unternehmen gilt es, sich wichtige Fragen im Vorfeld zu beantworten. Dazu gehören: Welche Anforderungen stellt das Unternehmen an seine Praktikanten? Welche Abteilungen gibt es? Welche Arbeitsbereiche werde ich kennenlernen? Die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz ist mit etwas Arbeit verbunden. Aber es lohnt sich, denn der Karrierefaktor Praktikum hat schon viele Türen geöffnet.

Berufsfelder im Bereich Architektur:

Ein Architekturstudium qualifiziert für verschiedene Berufe: der klassische Architekt/Architektin, Innenarchitekt/-architektin, Bauleiter/-in, Bausachverständige/r und Immobilienwirt/-in sind nur einige. Ein Studium der Architektur, im Bauingenieurwesen oder der Statik bilden eine theoretische Grundlage für die Arbeit in der Architekturbranche.

Nur durch das Ausprobieren diverser Richtungen findet man den Beruf, der einem am meisten gefällt. Bekannte Unternehmen wie die Fresenius Group oder die Continental AG suchen regelmäßig nach Unterstützung.

Die Aufgabenbereiche eines Praktikanten in der Architekturbranche können die Erstellung von Gebäudeplänen, Mitarbeit bei der Optimierung von Grundrissen, oder auch die Gestaltung von Wohnraum umfassen.

Weil ein Praktikum ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter ist, wird viel von dem Studenten erwartet: Bei einem Praktikum in der Architekturbranche wird der sichere Umgang in den gängigen Programmen wie AutoCAD vorausgesetzt, aber auch selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten. Wichtig sind Kreativität und der Spaß am Umgang mit Kunden.

Die besten Chancen auf ein Praktikum haben Studenten, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen. Diese werden bevorzugt ausgewählt. Wer bereits praktische Erfahrungen gesammelt hat, kann auf eine Zusage hoffen. Alles in allem lässt sich festhalten: Praktika in unterschiedlichen Bereichen erhöhen die Chance, die eigenen Interessen besser kennenzulernen, und somit an seinen Traumberuf zu gelangen.

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