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Praktikum im kaufmännischen Bereich

Praktikum im kaufmännischen Bereich
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Betriebswirtschaftslehre ist einer der beliebtesten Studiengänge in Deutschland. Viele Studenten träumen von einer Karriere in einem führenden Wirtschaftsunternehmen wie der Volkswagen AG, der E.ON SE oder der Siemens AG.

Zahlen, Daten, Fakten: So stellen sich viele den Alltag eines Kaufmanns vor. Dazu gehört aber noch viel mehr. Wer in der Welt der Wirtschaft beschäftigt ist, muss zudem Verhandlungsgeschick beweisen, und stets um einen finanziellen Gewinn bemüht sein.

Im Wirtschaftssektor zu arbeiten bedeutet, dass man aus einer Vielzahl von Berufen wählen kann. Einen idealen Einblick in einen Beruf bietet ein Praktikum. Auf diese Weise kann man sein theoretisches Wissen direkt in einem Betrieb anwenden, und kann nebenbei entscheiden, ob der Beruf in der Zukunft ausgeübt werden soll oder nicht. Ein Praktikum bietet aber noch mehr Vorzüge.

Warum ein Praktikum im kaufmännischen Bereich?

Nicht nur das Studium der Betriebswirtschaftslehre, auch Studien der Wirtschaftswissenschaften und des Managements qualifizieren für die Arbeit im kaufmännischen Bereich.

Da viele Vorlesungen und Seminare oft sehr trocken sind, sollte man praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben sammeln. Praktische Berufserfahrung ist eine der wichtigsten Zusatzqualifikationen auf dem Lebenslauf.

Die meisten Betriebe stellen nach Beendigung eines Praktikums eine Praktikumsbescheinigung aus. Diese ist eine Art „Arbeitszeugnis“ und bescheinigt die Dinge, die man während der Zeit in dem Betrieb gelernt und angewendet hat.

Studenten, die bereits mehrere Praktika absolviert haben, wissen, was sie in der Praxis erwartet. Im Idealfall hat man Einblicke in unterschiedlichen Branchen gesammelt und weiß somit, wo es einem persönlich am meisten Spaß gemacht hat zu arbeiten.

Für zukünftige Bewerbungen bedeuten Praktika, dass man sich schon während des Studiums engagiert hat, und bereits erste Berufserfahrungen gesammelt hat. Dem zukünftigen Arbeitgeber signalisiert dies ein hohes Maß an Motivation und Eigeninitiative. Auf diese Weise kann man sich im Bewerbungsprozess von der Konkurrenz abheben. Deshalb: Ein Praktikum ist ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter.

Nicht nur der zukünftige Arbeitgeber, auch persönlich kann man von einem Praktikum nur profitieren: Wenn alles gut klappt, weiß man, wo seine Stärken liegen. Wenn es nicht so gut läuft, erfährt man etwas über seine Schwächen und kann diese entweder versuchen zu beheben, oder diesen Berufszweig für sich abhaken.

Steckt man noch mitten im Studium, kann das Praktikum den Anreiz geben, bestimmte Seminare aus anderen Studienfächern zu belegen, um sich besser zu qualifizieren. Wenn einem zum Ende des Studiums die Puste ausgeht, kann ein Praktikumsplatz in einem Wunschunternehmen für den nötigen Motivationsschub sorgen.

Ein weiterer unterschätzter Faktor ist das Erwerben der sogenannten „Soft Skills“. Der Unialltag unterscheidet sich stark von dem Alltag in einem Betrieb. In einem Praktikum lernt man Abläufen zu folgen, sowie den Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten. Diese „Soft Skills“ sind für das zukünftige Berufsleben von großer Bedeutung. Zudem übt man den Umgang mit einer Betriebssoftware und anderen Programmen.

Die Planung eines Praktikums:

Da viele Studenten ein Praktikum als Karrieresprungbrett nutzen, empfiehlt es sich, so früh wie möglich nach einem Praktikumsplatz im kaufmännischem Bereich zu suchen. Auch große Unternehmen suchen bis zu einem Jahr im Voraus nach geeigneten Praktikanten.

Häufig ist es ganz klug sich erstmal in der Umgebung umzuschauen. Erfahrungen in mittelständischen Unternehmen sind genauso viel Wert wie in großen Unternehmen. Oft werden Praktikanten in kleineren Betrieben stärker in den Berufsalltag integriert als in großen. Wer dies bereits erfolgreich getan hat, kann versuchen sich bei seinem Wunschunternehmen zu bewerben.

Bevor das Praktikum beginnt, sollte man sich einige Fragen stellen: Wie viel Zeit möchte man investieren? Wie lange kann man mit der Praktikumsvergütung über die Runden kommen? Je nachdem, in welchem Bereich man ein Praktikum absolvieren möchte, gilt es zu klären, ob die geforderten Qualifikationen vorhanden sind. Wenn nicht, sollten diese schnellstmöglich erworben werden.

Wenn möglich, sollte man versuchen auf sein theoretisches Wissen aufzubauen. Wer bisher nur Vorlesungen zum Thema Rechnungswesen belegt hat, sollte sich für eine dementsprechende Stelle bewerben, damit das theoretische Wissen praktisch angewendet werden kann. Nicht zu empfehlen wäre es, ein Praktikum in einem Bereich zu absolvieren, in dem man noch kein Basiswissen erworben hat.

Wir raten vor der Bewerbung sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Am besten gelingt dies mit einer Eigenprofilanalyse:

  • Welche Seminare und Vorlesungen haben mir am meisten Spaß gemacht?
  • Wo liegen meine fachlichen und persönlichen Interessen?
  • Möchte ich an einem eigenen Projekt arbeiten oder lieber im Büroalltag integriert werden?
  • Was möchte ich während des Praktikums unbedingt lernen?
  • In welchen Unternehmen würde ich gerne arbeiten?

Auch über das Unternehmen gilt es, sich wichtige Fragen im Vorfeld zu beantworten. Dazu gehören: Welche Anforderungen stellt das Unternehmen an seine Praktikanten? Welche Abteilungen gibt es? Welche Arbeitsbereiche werde ich kennenlernen? Die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz ist mit etwas Arbeit verbunden. Aber es lohnt sich, denn der Karrierefaktor Praktikum hat schon viele Türen geöffnet.

Berufe im kaufmännischen Bereich:

Nirgends sind die Beschäftigungsmöglichkeiten so zahlreich wie im kaufmännischen Bereich. Berufe reichen vom Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Großhandel bis zum Betriebswirt. Klassische Berufe wie Industriekaufmann/-frau, Bürokaufmann/-frau und Versicherungskaufmann/-frau sind immer noch sehr vielversprechend und beliebt. Weitere Möglichkeiten auf Beschäftigung gibt es als Informatikkaufmann/-frau, Handelsfachwirt/-in, Notarfachangestellte/-r und viele mehr.

Nur durch das Ausprobieren diverser Richtungen findet man den Beruf, der einem am meisten gefällt. In großen Unternehmen wie bei Lanxess, der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, oder der E.ON SE wird regelmäßig nach Unterstützung gesucht.

Die Aufgabenbereiche eines Praktikanten im kaufmännischen Bereich können die Mitarbeit im laufenden Tagesgeschäft, aber auch bei laufenden Projekten sein. Ebenfalls möglich, die Unterstützung bei der Verwaltung der Betriebsdatenbank, die Planung von Revisions- und Instandhaltungsmaßnahmen, sowie die Bearbeitung von allgemeinen kaufmännischen Aufgaben wie Versicherungen und Rechnungen.

Weil ein Praktikum ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter ist, wird viel von dem Studenten erwartet: Bei einem Praktikum im kaufmännischen Bereich ist es wichtig, genau zu arbeiten. Ein hohes Maß an Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, und selbstständiges Arbeiten werden vorausgesetzt. Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind ebenfalls wünschenswert.

Die besten Chancen auf ein Praktikum haben Studenten, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen. Diese werden bevorzugt ausgewählt. Wer bereits praktische Erfahrungen gesammelt hat, kann auf eine Zusage hoffen. Alles in allem lässt sich festhalten: Praktika in unterschiedlichen Bereichen erhöhen die Chance, die eigenen Interessen besser kennenzulernen, und somit an seinen Traumberuf zu gelangen.

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