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Praktikum im Gesundheitswesen

Praktikum im Gesundheitswesen
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Studenten, die sich für ein Praktikum im Gesundheitswesen entscheiden, haben ein Vielzahl an Möglichkeiten. Kaum ein anderes Feld ist so breit gefächert wie dieses. Praktika können in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Gesundheitsämtern oder in Forschungslaboren absolviert werden.

Je nachdem, wo das Interesse am größten ist, gibt es eine große Auswahl an Betrieben in denen man den Berufsalltag im Gesundheitswesen kennenlernen kann. Es empfiehlt sich ein Einblick in verschiedene Bereiche, um herauszufinden was einem besonders gut gefällt und was nicht. Ein Praktikum bietet allerdings noch weitere Vorzüge.

Warum ein Praktikum im Gesundheitswesen?

Egal ob Du Pfleger/-in, Sachbearbeiter/-in im Gesundheitsamt, Sportwissenschaftler/-in oder etwas anderes werden möchtest: Das theoretische Basiswissen, das Du in der Universität erwirbst, muss durch Anwendung in der Praxis gefestigt werden. In allgemein gehaltenen Vorlesungen und Seminaren im Gesundheitsbereich fehlt oft der Bezug zu einem Beruf. Aus diesem Grund sind Praktika, im Idealfall in unterschiedlichen Bereichen, ratsam.

Nur so erfährt man aus erster Hand, wo Stärken und Schwächen liegen. Ein Praktikum dient dem Studenten häufig als Orientierungshilfe. Wenn ein Praktikum in einem bestimmten Bereich keinen Spaß gemacht hat, kann man diesen für sich abhaken und seine Schwerpunkte anders verlegen. Praktische Erfahrungen sind auf dem Lebenslauf Gold wert. Sie zeugen von einer hoher Motivation und viel Eigeninitiative.

Die Praktikumsbescheinigung enthält Informationen darüber, was in einem Betrieb gelernt und angewendet wurde. So weiß der zukünftige Arbeitgeber bereits um die Praxiserfahrungen des Bewerbers Bescheid. Auch das Kennenlernen des Berufsalltags ist wichtig, um sich weitere Qualifikationen anzueignen. Dazu gehört der Umgang mit Patienten, Kollegen und Vorgesetzten, sowie in manchen Fällen mit gefährlichen Stoffen im Labor.

Der Erwerb dieser Erfahrungen ist im Studium nicht möglich. Daher sind Praktika dringend zu empfehlen. Sie erleichtern den Berufseinstieg und helfen dabei eigene Interessen eher zu erkennen. Auch wem am Ende des Studiums die Puste ausgeht findet in einem Praktikum wieder die nötige Motivation für einen erfolgreichen Studienabschluss.

Die Planung eines Praktikums:

Unsere Empfehlung: Beginne die Suche nach einem Praktikum immer so früh wie möglich. Viele Studenten nutzen ein Praktikum als Karrieresprungbrett um in einem Wunschunternehmen Fuß zu fassen. Auch große Krankenhäuser und Gesundheitsbehörden suchen bis zu einem Jahr im Voraus nach geeigneten Praktikanten.

Es schadet nicht, sich erstmal in der Umgebung umzuschauen. Erfahrungen in mittelständischen Unternehmen sind genauso viel Wert wie in großen Unternehmen. Oft werden Praktikanten in kleineren Betrieben stärker in den Berufsalltag integriert als in großen. Wer dies bereits erfolgreich getan hat, kann versuchen sich bei seinem Wunschunternehmen zu bewerben. Bevor das Praktikum losgeht, sollte man sich jedoch einige Fragen stellen:

Wie viel Zeit möchte man investieren? Wie lange kann man mit der Praktikumsvergütung über die Runden kommen? Je nachdem, in welchem Fachbereich man ein Praktikum absolvieren möchte, gilt es zu klären, ob die geforderten Qualifikationen vorhanden sind. Wenn nicht, sollten diese schnellstmöglich erworben werden. Wenn möglich, sollte man versuchen auf sein theoretisches Wissen aufzubauen.

Wer bisher nur Vorlesungen zum Thema Gesundheitspolitik belegt hat, sollte sich in einer dementsprechenden Behörde bewerben, damit das theoretische Wissen praktisch angewendet werden kann. Nicht zu empfehlen wäre es, ein Praktikum in einem Bereich zu absolvieren, in dem man noch kein Basiswissen erworben hat.

Wir raten vor der Bewerbung sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Am besten gelingt dies mit einer Eigenprofilanalyse:

  • Welche Seminare und Vorlesungen haben mir am meisten Spaß gemacht?
  • Wo liegen meine fachlichen und persönlichen Interessen?
  • Möchte ich an einem eigenen Projekt arbeiten oder lieber im Büroalltag integriert werden?
  • Was möchte ich während des Praktikums unbedingt lernen?
  • In welchen Unternehmen würde ich gerne arbeiten?

Auch über das Unternehmen gilt es, sich wichtige Fragen im Vorfeld zu beantworten. Dazu gehören: Welche Anforderungen stellt das Unternehmen an seine Praktikanten? Welche Abteilungen gibt es? Welche Arbeitsbereiche werde ich kennenlernen? Die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz ist mit etwas Arbeit verbunden. Aber es lohnt sich, denn der Karrierefaktor Praktikum hat schon viele Türen geöffnet.

Berufsfelder im Gesundheitswesen:

Wer etwas im Bereich Gesundheit studiert, hat eine Menge Möglichkeiten in der Praxis. Ob Krankenschwester, Arzneimitteltechniker/-in, Assistent/-in in klinischen Studien, Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r, oder Toxikologe/Toxikologin. Während diverser Praktika im Gesundheitswesen kann man herausfinden, welche Richtung einem am meisten gefällt. Auf diesem Weg kommt man seinem Ziel näher, und findet vielleicht seinen Traumberuf in einem ganz unerwarteten Bereich.

Absolvieren kann man sein Praktikum nicht nur in Kliniken und Apotheken, sondern auch in wissenschaftlichen Einrichtungen oder großen Unternehmen. Große Konzerne wie die Robert Bosch GmbH, die Bayer AG oder die AXA Deutschland suchen regelmäßig nach Unterstützung für den Bereich Gesundheitsmanagement. Krankenhäuser nehmen ebenfalls gerne Praktikanten auf. Ebenso vielseitig wie die Einsatzorte sind die Aufgabenbereiche.

Weil ein Praktikum ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter eines Studenten ist, werden an diesen hohe Erwartungen gestellt: Durchhaltevermögen und viel Engagement werden vorausgesetzt. Auch Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein spielen eine große Rolle. Während eines Praktikums lernen Medizinstudenten zum Beispiel den Arbeitsalltag eines Arztes kennen, dürfen bei Operationen zuschauen, und übernehmen leichte Untersuchungen und Pflegeaufgaben. Studenten des Gesundheitsmanagements unterstützen Gesundheitsberater und planen eigene Projekte.

Die besten Chancen auf ein Praktikum haben Studenten, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen. Diese werden bevorzugt ausgewählt. Wer bereits praktische Erfahrungen gesammelt hat, kann auf eine Zusage hoffen. Alles in allem lässt sich festhalten: Praktika in unterschiedlichen Bereichen erhöhen die Chance, die eigenen Interessen besser kennenzulernen, und somit an seinen Traumberuf zu gelangen.

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