- Ein Praktikum im Gesundheitswesen
- Big Data in der Gesundheitsbranche
- 3 Technologien, die Jobs in der Gesundheitsbranche verändern werden
- 1. Medikamente entwickeln mit Supercomputern
- 2. Diagnosen in Echtzeit
- 3. Gesundheitsüberwachung
Tipps für dein Praktikum in der modernen GesundheitsbrancheKannst du dir vorstellen, eines Tages wie ein Cyborg rumzulaufen? Mit einer Armprothese, die viele unterschiedliche Eigenschaften besitzt? Oder dass du mal einen Sensor, der in einer kleinen Pille eingearbeitet ist, runterschluckst, damit dein Arzt sehen kann, wie es um deine Gesundheit bestellt ist? Nein? Solltest du aber! Denn schon heute wird an all diesen und vielen weiteren Ideen gefeilt. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird bereits erprobt. Jobs in der Medizin- und Gesundheitsbranche werden damit zunehmend Geek-freundlich. Hier erfährst du, was du für deine persönliche Karriere im Gesundheitssektor über dessen Entwicklung wissen solltest.
Ein Praktikum im Gesundheitswesen
Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten für eine Karriere im Gesundheitswesen. Egal ob du dich für eine berufliche Laufbahn als Chirurg/-in, Arzt/Ärztin, Krankenpfleger oder Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in entscheidest: der technologische Fortschritt wird jeden Bereich betreffen und die Arbeit, wie wir sie kennen, verändern. Dabei geht es nicht darum, Arbeitnehmer durch Robotern zu ersetzen. Der Kerngedanke ist in erster Linie die Diagnose und Therapie von Patienten zu verbessern und Ärzten oder Pflegefachkräften die Arbeit ein wenig zu erleichtern.
Dein Praktikum in Gesundheitswesen wirst du wahrscheinlich nicht erst in 5 bis 10 Jahren beginnen, sondern vermutlich innerhalb der nächsten Monate. Doch wer Interesse an einer Karriere in dieser Branche hat, sollte wissen, was in naher Zukunft auf ihn oder sie zukommen wird. Denn der Einzug von Supercomputern und der künstlichen Intelligenz in unser Leben wird auch vor der Medizin keinen Halt machen. Hier einige Beispiele, wie neue medizinische Technologien das Berufsleben im Medizinsektor revolutionieren werden:
Big Data in der Gesundheitsbranche
Bereits jetzt müssen Kliniken und Arztpraxen immer größere Datenmengen bewältigen. Um diese auch in Zukunft verwalten und auch analysieren zu können, wird künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. IBM hat Watson herausgebracht, einen intelligenten Computer, der Patienten-Daten sammelt, speichert, ordnet, Muster erkennt und intelligente Schlussfolgerungen ziehen kann. Neben Patienten-Daten liegen Watson so gut wie das ganze Wissen der Medizin vor. Diese beiden Datenquellen vergleicht der Supercomputer miteinander.
Hier ein Praxis-Beispiel: Eine Frau in Japan litt an Krebs. Trotz zahlreicher Chemotherapien, Bestrahlungen und einiger Operationen schien sich nichts an ihrem Zustand zu verbessern. Dann wurde Watson mit ihren individuellen Patienten-Daten gefüttert. Die Maschine durchforstete Unmengen an Daten und konnte eine Schlussfolgerung ziehen: Die Patientin litt an einer sehr seltenen Art der Leukämie. Dies hätten ihre behandelnden Ärzte vermutlich selbst nie entdeckt. Die Maschine spuckt übrigens nicht nur Informationen aus, sondern stellt gleichzeitig auch eine Art Therapieplan auf. Watson trifft individuelle Entscheidungen darüber, wie ein Patient behandelt werden sollte. Diese Empfehlung hilft Ärzten dabei, bessere (weil fundiertere) Entscheidungen treffen zu können.
3 Technologien, die Jobs in der Gesundheitsbranche verändern werden
1. Medikamente entwickeln mit Supercomputern
Strebst du eine Karriere in der Pharmaindustrie an? Die Art und Weise, wie neue Medikamente entdeckt werden, soll sich in den nächsten Jahren grundlegend ändern. Grund dafür ist der Supercomputer der Firma Atomwise. Dieser schafft es, eine Krankheit so detailliert und präzise zu untersuchen, dass er auf molekularer Ebene herausfindet, welche ihm bekannten Substanzen diesen Erreger unschädlich machen könnten. Bisher brauchen Pharmazeuten im Durchschnitt 15 Jahre, um ein Medikament zu entwickeln. Die intelligente Maschine von Atomwise benötigt etwa 24 Stunden. Der Arbeits-Schwerpunkt in dieser Branche wird sich damit vermutlich weg von der Detektiv-Arbeit bewegen, hin zu dem eigentlichen Testen eines Produktes.
2. Diagnosen in Echtzeit
Um herauszufinden, ob ein Patient bösartiges Gewebe enthält, muss eine Probe entnommen und anschließend analysiert werden. Dieser Prozess kann mehrere Tage dauern. Dank iKnife, dem intelligenten Skalpell von Zoltan Takats, erhält ein Arzt die Ergebnisse einer Probe bei bloßem berühren dieser. Ein ähnliches Gerät gibt es für Dermatologen. Diese können ohne Gewebeentnahme mit einem Scanner untersuchen, ob ein dunkler Fleck auf der Haut ein Indikator für Hautkrebs sein könnte oder nicht. Die präventiven Behandlungsmethoden werden dadurch für den Patienten wesentlich angenehmer, und der oder die Behandelnde kann sich dank enormer Zeitersparnis um mehr Patienten kümmern.
3. Gesundheitsüberwachung
Bald soll es sie tatsächlich geben: Kleine Sensoren, die heruntergeschluckt werden. Die „funken“ dann Informationen darüber, wie es im „Inneren“ des Patienten so aussieht. Anhand der Daten lässt sich zum Beispiel ablesen, ob im Magen-Darm-Trakt alles in Ordnung ist oder nicht. Dies kann regelmäßige Routine-Untersuchungen vermutlich nicht ersetzen, denn Erkenntnisse über das psychische Wohlbefinden eines Patienten lassen sich beispielsweise nicht machen. Doch so hat ein Arzt, ohne Patientenkontakt, der diesen Sensor gemütlich in den eigenen vier Wänden „einnehmen“ kann, eine Vielzahl aktueller Daten, die die Krankenakte eines Patienten ergänzen können.
Tipps für dein Praktikum in der modernen Gesundheitsbranche
Du möchtest bei den Besten lernen? Eine renommierte Klinik, die bereits heute die fortschrittlichsten Technologien einsetzt, bringt dir einen entscheidenden Pluspunkt auf deinem Lebenslauf. Hier die Top 5 Universitätskliniken, bei denen sich ein Praktikum besonders lohnt:
- Charité – Universitätsmedizin Berlin
- Universitätsklinikum Freiburg
- Universitätsklinikum Heidelberg
- Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
- Das Klinikum der Universität München
Auch wenn du es nicht an eine dieser Top-Adressen schaffst, so kannst du auch in einer Klinik in deiner Nähe wertvolle Berufserfahrung sammeln. Um dich bereits während deines Medizin-Studiums auf die immer schneller voranschreitenden technologischen Weiterentwicklungen besser vorbereiten zu können, empfehlen wir dir ein paar Seminare mit genau diesem Fokus zu besuchen. Mehr als 50 Hochschulen in ganz Deutschland bieten sogar eigene Studiengänge in der Medizintechnik an. Schau einfach mal bei ein paar dieser Vorlesungen vorbei und erweitere deinen technologischen Horizont.
Denn eines ist sicher: Der technologische Fortschritt und die Einführung intelligenter und lernender Maschinen wird die Arbeitsweise von Angestellten im Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen stellen. Daher ist es ungemein wichtig, sich bereits im frühen Stadium der eigenen Karriere mit diesen Dingen zu befassen und sich bestmöglich auf die Arbeit mit modernen Technologien einzustellen und vorzubereiten. Am besten gelingt dies natürlich direkt in der Praxis. Wir wünschen dir bei deinem Praktikum im Gesundheitswesen viel Erfolg!