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Praktikum im Bildungswesen

Praktikum im Bildungswesen
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Ob in einer Schule, einer Universität, oder einer gemeinnützigen Einrichtung, das Bildungswesen in Deutschland bietet Beschäftigungsmöglichkeiten in vielen unterschiedlichen Bereichen. Die Vermittlung von Wissen hat seit jeher großen Anklang gefunden, und Studienfächer auf Lehramt sind so begehrt wie lange nicht mehr.

Aber auch andere Studiengänge qualifizieren für einen Berufseinstieg im Bildungswesen. Pädagogik, Geistes- oder Sozialwissenschaften, sowie Erziehungswissenschaften ermöglichen ebenfalls die Ausübung eines Berufes im Bereich der Bildung. So zahlreich wie die Studienfächer sind auch die Beschäftigungsfelder.

Damit man aus all den möglichen Einsatzorten den Richtigen findet, sind Praktika unerlässlich. Generell kann man davon ausgehen, dass Praxiserfahrungen im Bildungswesen von besonders großer Bedeutung sind, da die Arbeit mit Menschen viel Geschick, Einfühlungsvermögen und Erfahrung verlangt. Weitere gute Gründe für Praktika werden im Folgenden genannt.

Warum ein Praktikum Bildungswesen?

Wie man Bildung am besten vermittelt, lässt sich nur schwer auf theoretischer Ebene lernen. Um ein guter Lehrer zu sein, braucht man Erfahrung. Auch das Erstellen von Lehrmaterialien oder die Unterstützung eines Betriebes im Bereich Bildung will geübt sein.

Einen idealen Einblick in den Berufsalltag im Bildungswesen ermöglicht ein Praktikum. Auf diese Weise kann man sein theoretisches Wissen aus Seminaren und Vorlesungen in der Praxis anwenden.

Für Studenten, die ein Praktikum im Bildungswesen absolvieren, kann dieses als berufliche Orientierungshilfe dienen. Ob Grundschule oder Universität, die anfallenden Aufgaben können sehr unterschiedlich ausfallen.

Welcher Arbeitsplatz später einmal der Richtige ist, findet man nur heraus, wenn man diverse Berufe in einem Praktikum getestet hat. Ohne den Berufsalltag kennengelernt zu haben ist es schwer, sich für einen Beruf zu entscheiden. Diese Entscheidung kann nämlich sehr enttäuschend ausfallen, wenn man merkt, dass ein bestimmter Beruf nicht den Erwartungen entspricht.

Bei positivem Verlauf eines Praktikums lernt man etwas über seine eigenen Stärken. So findet man heraus, was einem in der Praxis Spaß macht. Sollte ein Praktikum eine negative Erfahrung gewesen sein, weiß man, wo Schwächen liegen, und kann diese versuchen zu beheben. Im schlimmsten Fall hat man gelernt, welcher Beruf einem gar keine Freude bereitet und kann diesen für sich abhaken.

Aus diesem Grund: Egal wie ein Praktikum verläuft, man kann nur davon profitieren. Denn auch die Praktikumsbescheinigung ist ein wichtiger Nachweis darüber, was in der Praxis gelernt und geübt wurde. Auf dem Lebenslauf ist diese Art von Berufserfahrung Gold wert, denn sie entscheidet oft über das Weiterkommen eines Bewerbers.

In Praktika gesammelte Berufserfahrungen signalisieren dem späteren Arbeitgeber ein hohes Maß an Motivation und Eigeninitiative. Deshalb sollte man Praktika als nicht zu unterschätzenden Karrierefaktor betrachten.

Das Kennenlernen des Berufsalltags stellt eine weitere wichtige Zusatzqualifikation dar. Diese „Soft-Skills“ erleichtern den späteren Berufseinstieg. Dazu gehören der Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten, aber auch mit Schülern und deren Eltern.

Die Arbeit in einem Betrieb kann sich auch auf das Studium positiv auswirken. Der Erwerb von neuem Wissen lässt sich häufig in Seminarinhalte integrieren, und sorgt für mehr Motivation und Durchhaltevermögen im Studium.

Die Planung eines Praktikums:

Das Bildungswesen bietet Arbeitsplätze an, für die viele unterschiedliche Studiengänge qualifizieren. Praktikumsplätze sind aus diesem Grund sehr begehrt. Wir empfehlen deshalb, so früh wie möglich mit dem Bewerbungsprozess zu beginnen. Große Unternehmen planen ihre Praktikanten bis zu einem Jahr im voraus ein.

Es ist ratsam, sich erstmal in der Umgebung umzuschauen. Erfahrungen in mittelständischen Unternehmen sind genauso viel Wert wie in großen Unternehmen. Häufig werden Praktikanten in kleineren Betrieben stärker in den Berufsalltag integriert als in großen. Wer dies bereits erfolgreich getan hat, kann versuchen sich bei seinem Wunschunternehmen zu bewerben.

Bevor das Praktikum beginnt, sollte man sich jedoch einige Fragen stellen: Wie viel Zeit möchte man investieren? Wie lange kann man mit der Praktikumsvergütung über die Runden kommen? Je nachdem, in welchem Bereich man ein Praktikum absolvieren möchte, gilt es zu klären, ob die geforderten Qualifikationen vorhanden sind. Wenn nicht, sollten diese schnellstmöglich erworben werden.

Wenn möglich, sollte man versuchen auf sein theoretisches Wissen aufzubauen. Wer zum Beispiel bisher vor allem Vorlesungen zum Thema Erwachsenenbildung belegt hat, sollte sich um eine Praktikumsstelle in diesem Bereich bemühen, zum Beispiel an einer Volkshochschule. Schwierig kann es sein, ein Praktikum in einem Bereich zu absolvieren, in dem man noch kein Basiswissen erworben hat.

Wir raten vor der Bewerbung sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Am besten gelingt dies mit einer Eigenprofilanalyse:

  • Welche Seminare und Vorlesungen haben mir am meisten Spaß gemacht?
  • Wo liegen meine fachlichen und persönlichen Interessen?
  • Möchte ich an einem eigenen Projekt arbeiten oder lieber im Büroalltag integriert werden?
  • Was möchte ich während des Praktikums unbedingt lernen?
  • In welchen Unternehmen würde ich gerne arbeiten?

Auch über das Unternehmen gilt es, sich wichtige Fragen im Vorfeld zu beantworten. Dazu gehören: Welche Anforderungen stellt das Unternehmen an seine Praktikanten? Welche Abteilungen gibt es? Welche Arbeitsbereiche werde ich kennenlernen? Die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz ist mit etwas Arbeit verbunden. Aber es lohnt sich, denn der Karrierefaktor Praktikum hat schon viele Türen geöffnet.

Berufsfelder im Bildungswesen:

Strebt man eine Karriere im Bildungswesen an, muss man nicht zwingend einen klassischen Lehrerberuf ausüben. Berufe wie Bildungspädagoge/-pädagogin, Bildungsmanager/-in oder Bildungsreferent/-in sind denkbar. Auch im Coaching oder in der Beratung gibt es Stellen. Weitere Möglichkeiten hat man als Autor von Bildungsunterlagen oder E-Learning Autor.

Nur durch das Ausprobieren verschiedener Berufe findet man den, der einem am meisten gefällt. Bekannte Unternehmen wie die Bertelsmann SE & Co. KGaA suchen für den Bereich ihrer Education Group suchen regelmäßig nach Unterstützung. Aber auch lokale Schulen oder Einrichtungen wie die Kindernothilfe e.V. bieten Beschäftigungsmöglichkeiten.

Als Praktikant im Bildungswesen übernimmt man leichte Lehrtätigkeiten, hilft bei der Erstellung von Arbeitsmaterialien, oder hilft bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Bildungsmanagement. Je nachdem, in welchen Betrieb man das Praktikum absolviert, können auch Aufgaben im Bildungsmarketing anfallen.

Ein Praktikum ist häufig ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter. Aus diesem Grund wird viel von dem Studenten erwartet: ein hohes Maß an Teamfähigkeit, ein souveränes und sympathisches Auftreten, und Zuverlässigkeit sind sehr wichtig.

Die besten Chancen auf ein Praktikum haben Studenten, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen. Diese werden bevorzugt ausgewählt. Wer bereits praktische Erfahrungen gesammelt hat, kann auf eine Zusage hoffen. Alles in allem lässt sich festhalten: Praktika in unterschiedlichen Bereichen erhöhen die Chance, die eigenen Interessen besser kennenzulernen, und somit an seinen Traumberuf zu gelangen.

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