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Praktikum an der Börse: Einblicke in die Welt der Wirtschaft & Finanzen

Praktikum an der Börse: Einblicke in die Welt der Wirtschaft & Finanzen
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Inhalt:
  1. Was für Börsen gibt es und was versteht sich darunter?
  2. Welche Voraussetzungen gibt es für ein Praktikum an der Börse?
  3. Berufsfelder: Welche Möglichkeiten hast Du an der Börse?
    1. Mögliche Tätigkeitsbereiche an der Börse
  4. Berufsleben: Welche Berufe gibt es an den Börsen?
    1. Börsenmakler: Verhandlungspartner
    2. Broker: Analysen und Berichte
    3. Portfoliomanager: Verantwortung für die Wertpapiere der Kunden
    4. Fondsmanager: Geldanlagen betreuen
    5. Financial Consultant: Analyse & Schätzung
    6. Risikocontroller: Die Lage einschätzen
  5. Wo hast Du die Möglichkeit ein Praktikum an der Börse zu machen?

Wertpapiere, Aktien, Fakten und den Kapitalmarkt am Laufen halten: die Arbeit an der Börse verlangt eine Leidenschaft für Wirtschaft, Finanzen und Management. In dieser Kombination aus mehreren Berufsbranche wird dir einiges abverlangt und Du steht immer unter Strom: So zum Beispiel im Bereich der Aktiengesellschaft etwa an der Wallstreet in New York oder der Deutsche Börse in Frankfurt. Aber was genau für Berufe gibt es in dieser großen und weltbekannten Branche? Welche Bereiche kannst Du als Praktikant kennenlernen und welche gibt es überhaupt?

Was für Börsen gibt es und was versteht sich darunter?

Es gibt unterschiedliche Börsenarten, in Abhängigkeit zu den jeweiligen Handelsobjekten, im groben wird zwischen der Aktienbörse und Rohstoffbörse entschieden. Eine genauere Differenzierung ist beispielsweise die Unterteilung in Effektenbörsen für Wertpapieren, Devisenbörse für Währungen und Warenbörse für Waren wie Rohstoffe.

Wenn Du mit Börse DAX und Co verbindest dann ist ein Praktikum an der Aktienbörse genau richtig. Jedes entwickelte Land verfügt über solch eine Institution in der mit Wertpapieren der Handel kontrolliert wird. Vermutlich ist die bekannteste Aktienbörse die Stock Echange in New York, jedenfalls ist sie die größte Wertpapierbörse der Welt. Die Wall Street ist die Straße in New York, genauer gesagt in Manhattan, in der sich zahlreiche Kreditinstitute und eben die weltgrößte Aktienbörse befinden. Es ist quasi eine Straße mit einer großen Macht. In Deutschland heißt die Aktienbörse „Deutsche Börse Group“ und besetzt in der Weltrangliste der größten Börsen der Welt, gemessen am Handelsvolumen, den achten Platz.

An den Aktienbörsen dreht sich alles um den Handel von Aktien, also Anteilscheinen an bestimmten Aktiengesellschaften (AG). Es handelt sich um einen organisierten Markt, auf dem Angebot und Nachfrage aufeinander treffen und ein festgesetzter Preis für die bestimmte Ware bestimmt wird. Bei Aktien bzw. Wertpapieren handelt es sich um Urkunden, welche dem Besitzer bestimmte Rechte an Unternehmen garantieren, das ist wie eine Miteigentümerschaft zu verstehen. Im Vergleich dazu geschieht das selbe auf dem Rohstoffmarkt, jedoch nicht mit Papieren, sondern Rohstoffen, wie zum Beispiel Öl oder Diamanten.

Welche Voraussetzungen gibt es für ein Praktikum an der Börse?

Du solltest in jedem Fall kommunikativ, neugierig und aufgeschlossen sein, denn während deiner Praktikumszeit wirst Du sicherlich viel Kontakt zu anderen Mitarbeitern und Menschen haben. Kommunikation und Verständigung sind das A & O in diesem Praktikumsbereich. Es ist sicherlich vorteilhaft, wenn Du bereits Erfahrung mit Finanzen oder/und Wirtschaft gesammelt hast, so vielleicht durch eine Ausbildung im kaufmännischen Bankwesen oder durch betriebswirtschaftliche Studiengänge.

Grundvoraussetzung ist dein Interesse an Kapitalmärkten und ein gewisser Wissenstand über den Ablauf und Aufgaben einer Börse, welche Bedeutung der Marktindex DAX für die deutsche Aktiengesellschaft spielt und welche anderen Aktienindizes es weltweit gibt, bzw. welche die stärkste und bedeutsamsten Indizes für den Aktien-Weltmarkt sind.

Berufsfelder: Welche Möglichkeiten hast Du an der Börse?

Genau wie die Aktienbörse selbst sind auch die Berufsfelder komplex und vielseitig. Das ganze System der Aktiengesellschaften baut sich auf acht wesentlichen Berufsbranchen auf, die zusammengeführt die Kontrolle über den Handel ermöglichen.

Mögliche Tätigkeitsbereiche an der Börse

  • Information Technology (IT)
  • Sales, Client Services & Product Development (technische Kundenbetreuung & Produktentwicklung)
  • Finance, Accounting & Controlling (Finanzen & Rechnungswesen)
  • Human Resources, Communication & Marketing (Personalwesen, Kommunikation & Marketing)
  • Kontrollfunktionen
  • Administrative Support
  • Business Analytics, Data & Strategy
  • Business Operations (Produktionsmanagement)

Du solltest für dich wissen, welchen Bereich Du genau kennen lernen möchtest, oder ob Du während deines Praktikums mehrere Abteilung durchlaufen möchtest, wenn das möglich ist. So kannst Du für die Zukunft wissen, welche Bereiche an der Börse genau deine Leidenschaft für diese Berufsbranche spiegeln. Eine facettenreiche Auswahl der Berufsfelder an der Börse ermöglicht dir ein Praktikum der besonderen Art, und danach wirst Du sicherlich wissen, ob ein Beruf an der Börse das Richtige für dich ist.

Berufsleben: Welche Berufe gibt es an den Börsen?

Börsenmakler: Verhandlungspartner

Bei Maklern handelt es sich um Vermittler, die Wertpapiere kaufen und verkaufen, beziehungsweise die Wertpapiergeschäfte zwischen Anbieter und möglichen Kunden/Käufer an der Börse verhandeln. Es wird zwischen zwei Arten unterschieden: Zum einen gibt es den amtlichen Makler, der bei der Börsenaufsichtsbehörde angestellt ist und Börsengeschäfte vermittelt sowie die amtlichen Börsenpreise (Kurse) von ihm zugewiesenen Waren feststellt. Dann gibt es noch den freien Makler, der Wertpapiere zwischen Kreditinstituten an der Börse vermittelt und Geschäfte mit den Papieren macht. Er darf, im Gegensatz zum amtlichen Makler, keine Kurse feststellen.

Zusatzinfo: Bei Börsenmakler handelt es sich um die Personen, die oft wild gestikulierend auf Fotos in den Zeitungen oder im Fernsehen auf Videos zu sehen sind. Eben die, die einem sofort in den Sinn kommen, wenn man an die Börse denkt. Mittlerweile läuft der Job aber ruhiger und hauptsächlich mit Blick auf den Computermonitor und am Telefon ab.

Broker: Analysen und Berichte

Broker sind ebenfalls Makler, die mit Wertpapieren für Strom, Devisen, Waren und Rohstoffen an der Börse handeln. Sie erstellen Analysen oder Berichte zu Märkten, Branchen und Unternehmen. Der Unterschied zu den Börsenmaklern ist, dass sie neben den Kreditinstituten auch Privatkunden betreuen dürfen.

Portfoliomanager: Verantwortung für die Wertpapiere der Kunden

Portfoliomanager tragen die Verantwortung für die Anlagepakete, die sogenannten Portfolios, ihrer Kunden. Ein Portfolio umfasst die Gesamtheit der Wertpapieranlagen, die ein Kunde oder ein Unternehmen hält, es handelt sich somit um einen Bestand an artverwandten Rechtsobjekten, z.B. von Wertpapieren. Für diese Anlagen erstellen Portfoliomanager Strategien, die für eine optimale Entwicklung des Portfolios sorgen. Zu diesem Zweck analysieren sie die nationalen und internationalen Finanz- und Börsenmärkte, um anhand der Schlussfolgerungen mit den Wertpapieren und Immobilien zu handeln.

Aber nicht nur die Verantwortung von Wertpapieranlagen liegt in den Händen des Portfoliomanagers, sondern auch Wertanlagen in Form von Immobilien. Dafür beurteilen sie Immobilieninvestments und Bauprojekte auf ihre Rentabilität. Grundsätzlich ist für den Beruf des Portfoliomanagers ein wirtschaftswissenschaftlicher Masterabschluss oder wenigstens eine kaufmännische Ausbildung notwendig. Um Immobilienpakete zu betreuen, eignet sich ein Architekturmaster oder sonstige ingenieurwissenschaftliche Abschlüsse. Banken und Versicherungen, die als Hauptarbeitgeber eines Portfoliomanagers gelten, erwarten zumeist zusätzliche Qualifikationen im Gebiet Vermögensverwaltung sowie Finanz- und Anlagekenntnisse.

Fondsmanager: Geldanlagen betreuen

Der Fondsmanager ist eine Spezialisierung des Berufs Portfoliomanagers, bei seiner Arbeit liegt die Konzentrationa auf Geldanlagen. Fondsmanager legen das Geld ihrer Kunden am Aktien- oder Rentenmarkt an. Das Ziel ist es, möglichst viel Gewinn für die Kunden zu erwirtschaften. Die Höhe des Gewinns wird vom Risikograd bestimmt, den der Kunde wählt. Je höher die Risikobereitschaft ist, desto größer kann der Gewinn ausfallen. Jedoch kann auch das Gegenteil eintreffen und es besteht ebenfalls das Risiko, Geld zu verlieren.

Um das Eintreten von Verlusten zu vermeiden, müssen die Manager über sichere Kenntnisse der Kapitalmärkte verfügen und gegebenenfalls spezielle Branchenkenntnisse vorweisen können. Sie beobachten die Kursentwicklung von Aktien, die Entwicklung von internationalen Märkten und Branchen sowie die Zinsenentwicklung. Dabei behalten Sie Unternehmensfusionen und politische Ereignisse im Auge. Fondsmanager tragen eine hohe Verantwortung gegenüber den Kunden, da sie teilweise Fonds verwalten, die einen Wert von mehrere Milliarden Euro haben.

Financial Consultant: Analyse & Schätzung

Financial Consultants übernehmen die Analyse der Gesamtvermögens- und Steuersituation ihrer Kunden. Anhand der Ergebnisse entwickeln sie Finanzpläne und Vermögensstrukturanalysen. Außerdem schätzen sie vorhandene Anlagen ein. So sollen sich die Vermögens- und/oder Steuersituation des Kunden verbessern. Besonders reizvoll ist der Job des Financial Consultants, weil für jeden einzelnen Kunden spezifische und individuelle Konzepte ausgearbeitet werden müssen. Es existieren keine Standardlösungen, die für alle Kunden angewandt werden kann.

Financial Consultants haben in der Regel ein BWL-Studium absolviert und sich mit finanziellen Themen und dem Immobilien- und Versicherungswesen beschäftigt. Ein ausgeprägtes Verständnis von finanzmathematischen und statistischen Grundlagen ist unerlässlich.

Risikocontroller: Die Lage einschätzen

Beim Beruf des Risikocontrollers geht es um die Quantifizierung, Analyse, Überwachung und Steuerung der Risiken aus den Kapitalanlagen eines Investors. Hauptaufgabe ist es, Risiken zu erkennen und Methoden zu entwickeln, um diese zu überwachen und abzuschätzen. Die Überwachung orientiert sich an den Vorgaben (Limits) des jeweiligen Investors. Dieser Beruf kann von Betriebs- und Volkswirten ausgeübt werden, die sich auf das Controlling mit Risikobewertung und Risikomanagement spezialisiert haben. Ein weiteres Einstellungskriterium von Banken und Finanzdienstleistern sind SAP-Kenntnisse sowie verhandlungssicheres Englisch.

Solltest Du dich für ein Beruf bei der Börse interessieren, ist ein erster Einblick in Tätigkeiten, Aufgaben und Verantwortung mit Hilfe eines Praktikums möglich. So kannst Du abschätzen, ob Du der Verantwortung und dem Druck dieser Berufe gewachsen bist und dir das arbeiten in diesen Positionen und Berufsfeldern Spaß bereitet.

Wo hast Du die Möglichkeit ein Praktikum an der Börse zu machen?

Eine optimale Wahl ist vermutlich die Deutsche Börsen Gruppe, da Du dort die Möglichkeit hast alle Berufsfelder kennenzulernen. Zudem ist es ein internationale agierendes Unternehmen, weshalb Du die Möglichkeit hättest, dein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Dies musst Du natürlich mit dem jeweiligen Ansprechpartner besprechen oder am besten bereits in deinem Bewerbungsschreiben für ein Praktikum erwähnen. Die Standorte der Deutschen Börse Gruppe befinden sich in Frankfurt am Main, Luxemburg, Prag, Chicago, Singapur und Cork. Machst Du ein längeres Praktikum, eventuell ein Jahrespraktikum, und möchtest Du auch Erfahrungen im internationalen Arbeiten sammeln, ist ein Standortwechsel sicherlich sinnvoll.

Wie ein Praktikum an der Börse genau abläuft, hängt von deiner Eigeninitiative ab: hast Du bestimmte Interessen oder möchtest einen genaueren Einblick in bestimmte Arbeitsschritte oder Bereiche bekommen, solltest Du die Chance nutzen und diese Dinge ansprechen. Allgemein wirst Du durch das Praktikum sicherlich einen aussagekräftigen Eindruck von der Arbeit an und rund um die Börse bekommen.



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