praktikumsstellen.de Ratgeber Moodboard erstellen: So visualisierst du deine Ideen!

Moodboard erstellen: So visualisierst du deine Ideen!

Moodboard erstellen: So visualisierst du deine Ideen!
© LightField Studios | shutterstock.com
Inhalt:
  1. Was sind Moodboards?
  2. Wo werden Moodboards eingesetzt?
  3. Top 3 Gründe, ein Moodboard zu erstellen
    1. Grund 1: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
    2. Grund 2: Erfolgreiche Weiterentwicklung einer Idee
    3. Grund 3: Simple Kommunikation von Inhalten
  4. Moodboard erstellen: Analog vs. digital
    1. Analoge Moodboards für Bastler
    2. Digitale Moodboards für unbegrenzte Möglichkeiten
  5. So erstellst du dein Moodboard: Anleitung in 10 Schritten
    1. Schritt 1: Werde dir über Sinn und Zweck deines Moodboards klar!
    2. Schritt 2: Sammle kleine Textstücke, die dich inspirieren!
    3. Schritt 3: Füge einige geeignete Bilder und Darstellungen ein!
    4. Schritt 4: Wähle ein paar passende Fotografien aus!
    5. Schritt 5: Entscheide dich für ein bestimmtes Farbkonzept!
    6. Schritt 6: Füge bei Bedarf Animationen oder Videos ein!
    7. Schritt 7: Achte auf Komposition, Hierarchien und Skalierung!
    8. Schritt 8: Ergänze Bilder mit erklärenden Notizen!
    9. Schritt 9: Frage Teammitglieder nach Feedback!
    10. Schritt 10: Nun hast du es geschafft!

Egal ob im Praktikum oder Studium, in der Ausbildung oder im Beruf – Moodboards sind das perfekte Tool, um Ideen und kreative Projekte zu visualisieren. Wer nun denkt, dass Moodboards nur in Design-Projekten Einsatz finden, täuscht sich, denn grundsätzlich lassen sie sich überall verwenden, wo eine Idee präsentiert oder Projekte visuell dargestellt werden sollen. Wir erklären dir im Folgenden, was genau Moodboards sind, wo sie eingesetzt werden, warum sie so wirksam sind und geben dir eine genaue Anleitung, wie du dein eigenes Moodboard erstellst.

Was sind Moodboards?

Ein Moodboard ist ein Präsentationsmittel und findet ursprünglich in Design- oder Kommunikationsberufen Verwendung. Das Board lässt sich auch als analoge oder digitale Collage verschiedener Ideen beschreiben, die als erster Entwurf eines kreativen Prozesses sowie als umfangreiche Darstellung eines Projektes eingesetzt werden kann. Moodboards fungieren demnach als perfekte Überleitungsmethode von einem neuen kreativen Gedanken zum ersten Entwurf.

Wo werden Moodboards eingesetzt?

Grundsätzlich sind Moodboards ein sehr effektives Hilfsmittel, um Ideen zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. Sie können sowohl in größeren Projektteams als auch im Gründungsprozess eines Unternehmens oder lediglich im Zuge von einfachen Brainstorming-Prozessen genutzt werden. Durch den Einsatz von Moodboards im Alltag sparst du eine Menge Zeit und Energie in der Strukturierung und Organisation von kleinen sowie großen Projekten.

Hier sind einige Einsatzbereiche von Moodboards:

  • Produktdesign
  • Innenarchitektur
  • Webdesign
  • Grafikdesign
  • Modedesign
  • Film und Fernsehen
  • Marketing und Vetrieb
  • usw.

Top 3 Gründe, ein Moodboard zu erstellen

Jede Innovation beginnt mit einer ersten Idee, ganz gleich, ob es sich nur um ein kleines Projekt oder große Unternehmensziele handelt. Zunächst bedarf es eines guten Konzeptes, um ein derartiges Vorhaben weiter zu planen. Moodboards eignen sich besonders gut als erster Schritt zur Verwirklichung und zum Erreichen solcher Ziele.
Wir geben dir nun drei gute Gründe, selbst ein Moodboard zu entwickeln:

Grund 1: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Sobald eine Idee zum Projekt wird, hilft dir ein Moodboard dabei, die Grundlagen für das Endresultat zu schaffen. Dem Einsatz des Präsentationsmittels sind keine Grenzen gesetzt, denn ein Moodboard kann ebenso für Projekte wie auch zur Analyse des Wettbewerbs in Unternehmen genutzt werden. Gerade zu Beginn eines kreativen Prozesses können verschiedene Moodboards erstellt werden, um schließlich die überzeugendste Darstellung auszuwählen.

Grund 2: Erfolgreiche Weiterentwicklung einer Idee

Vielleicht hattest du zu Beginn des Projektes eine klare Vorstellung und merkst beim Gestalten des Moodboards, an welchen Punkten noch Veränderungen oder ein weiteres Brainstorming im Team notwendig sind. Ebenso kann das Moodboard dir dabei helfen, deine ursprüngliche Intention nicht aus den Augen zu verlieren und es dient dazu, weitere Entscheidungen immer mit Blick auf das eigentliche Ziel treffen zu können.

Grund 3: Simple Kommunikation von Inhalten

Der wohl wichtigste Grund, ein Moodboard anzufertigen, ist die einfache Kommunikation. Durch den hauptsächlichen Einsatz von Bildern können Ideen und Inhalte leicht erklärt und einem größeren Publikum, wie etwa in einem Meeting, schnell zugänglich gemacht werden. Die Herausforderungen, komplexe visuelle Vorstellungen zu erklären und Konzepte zu illustrieren, können mit einem Moodboard effizient gemeistert werden.

Moodboard erstellen: Analog vs. digital

Bevor du dein eigenes Moodboard erstellst, musst du dich entscheiden, ob du es mit der Hand gestalten möchtest oder lieber am Smartphone oder Computer, denn es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten: analog und digital.

Analoge Moodboards für Bastler

Ein Moodboard zu basteln ist die traditionelle analoge Variante. Als stabile Grundlage kannst du eine Leichtschaumplatte, eine Pinnwand aus Kork oder einfache Pappe benutzen. Dann fängst du an, Bilder aus Zeitschriften auszuschneiden und eigene oder frei verfügbare Fotos auszudrucken, die du mit etwas Kleber auf deinem Moodboard anbringst. Du kannst sie entweder dicht nebeneinander kleben oder sogar überlappen, bis die ganze Oberfläche bedeckt ist.

Tipp: Falls du eher einen minimalistischen und schlichten Look bevorzugst, bei dem zwischen den Fotos und Bildern Lücken bleiben sollen, bietet es sich an, das Board erst einmal in einer passenden Farbe anzumalen.

Digitale Moodboards für unbegrenzte Möglichkeiten

Das besondere an digitalen Moodboards ist, dass sie einfach zu verändern sind. So hast du die Möglichkeit, Bilder hin und her zu schieben oder digitale Elemente und Fotos mit einem Klick einzufügen. Es gibt einige Plattformen im Internet, mit denen du kostenlos online ein Moodboard erstellen kannst.

Hier sind einige der beliebtesten Webseiten:

  1. Canva: Das Design-Tool ist aufgrund seiner einfachen Anwendung und der kostenlosen Nutzung besonders beliebt. Einige simple Funktionen erleichtern das Erstellen eines Moodboards. Durch das schlichte Layout wirkt die Plattform sehr professionell.
  2. Pinterest: Die bekannte Social Media Plattform kann ebenso als App genutzt werden, in der sich aus verschiedenen Bildern und Fotos im Handumdrehen Moodboards zu unterschiedlichen Themen gestalten lassen.  
  3. Adobe Spark: Das Programm ist sehr einfach zu bedienen und bietet eine große Auswahl an Bildern, Layouts, Farbmustern und Schriftarten, die es dir ermöglichen, dein individuelles Moodboard zu entwerfen.

So erstellst du dein Moodboard: Anleitung in 10 Schritten

Analoge Moodboards sind zwar die traditionelle Variante, Ideen zu visualisieren, allerdings bringen digitale Alternativen weitreichende Vorteile mit sich. Moderne Moodboards sind die wohl beste Möglichkeit, Projekte ansprechend darzustellen und sie jederzeit verändern zu können. Auf den Einsatz von PDF-Dokumenten wird dabei meist nicht mehr zurückgegriffen, da neuste Tools es ermöglichen, Moodboards mit Videos, Animationen oder sogar Musik auszustatten. Wir erklären dir nun in 10 Schritten, wie du dein eigenes digitales Moodboard anfertigst.

Schritt 1: Werde dir über Sinn und Zweck deines Moodboards klar!

Grundsätzlich solltest du dich erst einmal entscheiden, ob dein Moodboard bereits eine realistische Darstellung deines Endprodukts wird oder eher einem Entwurf gleichen soll, der Spielraum für die Schriftart, Farb- und Bilderauswahl lässt. Selbstverständlich kannst du auch zwei oder mehrere Moodboards zur Auswahl entwerfen.

Schritt 2: Sammle kleine Textstücke, die dich inspirieren!

Nachdem du dich nun für eine erste Variante des Moodboards entschieden hast, kannst du damit beginnen, einige Textstücke zu sammeln, die dich inspirieren oder deine Idee verdeutlichen. Das kann beispielsweise ein Zitat sein, die Beschreibung einer Marke oder ein klare Statement zu einem bestimmten Thema. Im Falle eines beruflichen Auftrages kannst du so die Vorstellungen des Kunden hervorheben. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Schritt 3: Füge einige geeignete Bilder und Darstellungen ein!

Nun ist es an der Zeit, im Internet zu recherchieren und ein paar visuelle Elemente in dein Moodboard einzufügen. Fang am besten mit einfachen Bildern an wie dem Logo einer Marke oder vorgegebenen Designelementen. Dabei kommt es natürlich ganz auf deinen individuellen Zweck des Moodboards an. Sorge dich an dieser Stelle jedoch noch nicht um die Sortierung der Bilder auf deinem Board.

Schritt 4: Wähle ein paar passende Fotografien aus!

Webseiten wie Pixabay oder Pexels bieten eine Vielzahl hochwertiger lizenz- und kostenfreier Fotografien. Wähle die Fotos entsprechend deines Projektes oder Themas aus und achte hier bereits darauf, dass sie farblich ein harmonisches Bild abgeben. Nun entwickelst du langsam, aber sicher ein Gesamtbild, in dem Farben, Formen und Helligkeiten zusammenkommen. Falls die Fotografien Menschen zeigen, achte auf Handlungen, Emotionen und Gesichtsausdrücke.

Schritt 5: Entscheide dich für ein bestimmtes Farbkonzept!

Im nächsten Schritt wählst du eine bestimmte Farbpalette und die Schriftarten, die am besten zu der gesamten Erscheinung deines Moodboards passen. Falls du bereits sehr bunte Bilder und Fotografien ausgewählt hast, solltest du den Hintergrund beispielsweise eher schlicht halten. Damit alles ein ausgewogenes Gesamtbild ergibt, kannst du auch die verschiedenen Farben direkt aus deinen Bildelementen wählen.

Schritt 6: Füge bei Bedarf Animationen oder Videos ein!

Um dein Moodboard interessanter und anschaulicher zu gestalten, füge eventuell einige animierte Bilder (GIFs) oder kleine Videos ein. Bewegung verleiht deinem kreativen Projekt zusätzlichen Charme und kann helfen, Sachverhalte deutlicher darzustellen.

Schritt 7: Achte auf Komposition, Hierarchien und Skalierung!

Da du die Inhalte deines Moodboards nun fast komplett hast, kannst du damit anfangen, die einzelnen Elemente hin und her zu schieben und sie auf der Oberfläche zu positionieren. Die Komposition ist eines der wichtigsten Bestandteile eines wirklich guten Moodboards und sollte auch in Bezug auf Hierarchien genau gewählt werden. Besonders wichtige Elemente kannst du größer abbilden oder weiter oben und links ansetzen, da das menschliche Auge dort beim Betrachten zuerst hinschaut. Dieser Prozess kann eine Weile dauern – sei geduldig und hab Spaß!

Schritt 8: Ergänze Bilder mit erklärenden Notizen!

Obwohl dein Moodboard der Visualisierung von Ideen und Inhalten dient, kann es hilfreich sein, einige kurze Erklärungen unter bestimmte Bilder oder Fotografien zu setzen. Insbesondere für große Projekte mit verschiedenen Unterkategorien eignen sich kleine Notizen unter den Bildelementen, um deinem Team oder Publikum ein möglichst genaues Abbild deiner Idee zu geben.

Schritt 9: Frage Teammitglieder nach Feedback!

Nachdem dein Moodboard nun endlich fertig ist, solltest du in einem vorletzten Schritt deine Kollegen, Teammitglieder oder Freunde um Feedback bitten. Mithilfe deines Moodboards bietest du dem Publikum einen ersten Anstoß für weitere Ideen. Sei daher offen für konstruktives Feedback und eventuelle Veränderungen an deinem Projekt.

Schritt 10: Nun hast du es geschafft!

Herzlichen Glückwunsch! Sobald du das Feedback umgesetzt hast, ist dein Moodboard fertig. Nun weißt du vermutlich, warum die Design Methode in verschiedenen Berufen so beliebt ist. Sei stolz auf dich und deinen kreativen Arbeitsprozess und freu dich auf dein nächstes Moodboard.

Mithilfe eines Moodboards lassen sich kreative Prozesse, neue Ideen und Konzepte einfach aber effizient visualisieren. Aus diesem Grund findet das Präsentations- und Kommunikationsmittel in vielen Branchen Einsatz. Mit unserer 10 Schritte Anleitung zum Erstellen eines Moodboards kannst du ganz einfach selbst kreativ werden und deinen Ideen Form, Farbe und Aussagekraft verleihen.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (26 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik, Soziologie und Interdisziplinäre Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld studiert. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete neben dem Studium als Social Media Managerin. Die Kenntnisse in verschiedenen Bereichen machen es ihr leicht, Texte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu erstellen. Sie unterstützt das Team von praktikumsstellen.de, indem sie Artikel mit hilfreichen Tipps und Informationen erstellt.

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