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Mobbing beim Praktikum: Das sind die Hinweise

Mobbing beim Praktikum: Das sind die Hinweise
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Inhalt:
  1. Mobbing am Arbeitsplatz - gerade bei Praktikanten ein Problem
  2. Ist es Mobbing oder einfach nur ein schlechter Umgangston?
  3. Ein toxisches Arbeitsklima - auf die Vorzeichen achten
  4. Wie wehrst Du dich richtig beim Mobbing im Praktikum?

Das Verhältnis zwischen Angestellten und ihren Vorgesetzten ist ein guter Indikator für das allgemeine Klima in einem Unternehmen. Ob eine vertrauensvolle Arbeit möglich ist, basiert auch immer auf der Frage, wie gut die Angestellten mit ihrem Chef können. Nicht selten kann ein etwas rauerer Umgangston dazu führen, dass die Mitarbeiter einen Teil ihrer Produktivität einbüßen. Noch schlimmer wird es, wenn es keine falsch verstandenen Motivationen sind, sondern es gezielt gegen eine Person geht. Mobbing am Arbeitsplatz ist ein reales Problem. Es wird selten darüber gesprochen, aber viele Menschen fühlen sich, gerade von ihren Vorgesetzten, persönlich beleidigt und gegängelt. Der richtige Umgang mit dem Thema ist wichtig - nicht nur für die eigene Zufriedenheit.

Mobbing am Arbeitsplatz - gerade bei Praktikanten ein Problem

Der Praktikant ist in der Hierarchie von Unternehmen auf der untersten Position zu finden. Da man in der Regel kein Teil der wirklichen Belegschaft und zudem nur wenige Monaten im Unternehmen ist, werden die am wenigsten interessanten Aufgaben an die Personen vergeben und nur wenige Mitarbeiter nehmen sich die Zeit, um den Praktikanten wirklich kennenzulernen. Zudem ist es für die Vorgesetzten meistens so, dass sie sich mit möglichen Folgen einer schlechten Beziehung zu ihren Praktikanten nicht beschäftigen müssen. Diese verschwinden spätestens nach einem halben Jahr wieder und werden daher, zu Unrecht, von vielen Vorgesetzten als zu vernachlässigende Personen im täglichen Umgang des Büros angesehen.

Nicht jede harsche Anweisung, nicht jede ärgerliche kleine Aufgabe und nicht jede Kritik ist aber Mobbing. Gerade bei Einsteigern in den Beruf ist es wichtig, dass sie sich an das Klima in einem Büro gewöhnen und erkennen, wann es sich einfach nur um einen rauen Umgangston im Sinne der Effizienz handelt und wann es tatsächlich in Mobbing übergeht. Wer keine Erfahrung im Umgang mit einem solchen Büro hat, kann die verschiedenen Zeichen durchaus missverstehen. Zudem muss man mit der Andeutung, dass man vom eigenen Chef gemobbt wird, durchaus vorsichtig sein. Die Folgen für die eigene Karriere können empfindlich sein, wenn sich am Ende beweist, dass man zum Beispiel für den Umgangston in einer Küche einfach nicht geeignet ist. Daher gibt es für Dich einige Hinweise, wie Du mit dieser Frage umgehen kannst.

Ist es Mobbing oder einfach nur ein schlechter Umgangston?

Manche Vorgesetzte sind sich nicht einmal darüber bewusst, dass der Ton, den sie ihren Mitarbeitern gegenüber anschlagen, unangebracht ist. Das liegt daran, dass natürlich auch Menschen in Führungspositionen kommen, die in Hinblick auf ihre Social Skills entweder nicht geschult sind oder einfach ungeeignet. Es ist daher wichtig, dass man einen kleinen Leitfaden zur Hand nimmt, wann man mit einem nicht befähigten Boss arbeitet und wann es sich wirklich gegen die eigene Person richtet. Hier sind einige Hinweise, die dabei helfen können, diese wichtigen Unterscheidungen am eigenen Arbeitsplatz zu machen:

  • Schlechte Arbeitsaufgaben: In einem normalen Arbeitsverhältnis kann es durchaus ein Anzeichen für Mobbing sein, wenn ein Mitarbeiter immer die Aufgaben bekommt, die eigentlich keiner erledigen möchte. In einem Praktikum ist das jedoch anders. Hier ist es beinahe normal, dass Aufgaben mit einer hohen Intensivität bei der Zeit und ohne großen Effekt an die günstigen Arbeitskräfte vergeben werden.
  • Nichtkommunikation: Die "stille Bestrafung" ist ein beliebter Weg, um Mitarbeiter aus einem Unternehmen zu mobben. Wenn der Vorgesetzte nicht mit einer Person kommuniziert und sich weigert auf Fragen zu reagieren, ist dies ein deutliches erstes Anzeichen für Mobbing. Zur Klärung sollte ein Gespräch gesucht werden. Zeigt sich auch hier kein Erfolg, könnte es Teil von Mobbing sein.
  • Persönliche Beleidigungen: In der direkten Kommunikation mit dem Chef kommt es zu persönlichen Beleidigungen? Das ist nicht nur unhaltbar, sondern natürlich ein deutliches Anzeichen für Mobbing. Gerade in Verbindung mit einem der anderen Punkte ist so eine Situation meldepflichtig.
  • Mangelnde Zuarbeit: Die Vergabe von Aufgaben ohne dafür die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen ist ein großes Problem. Sollte dies regelmäßig vorkommen, so ist es ein deutliches Zeichen für Mobbing.

Dies sind nur vier der typischen Punkte, die bereits am Anfang darauf hinweisen können, dass das Verhalten des Vorgesetzten kein Zufall ist und nicht einfach nur auf einer schlechten Menschenführung basiert. Gerade bei dem Punkt der persönlichen Beleidigungen wird eine Grenze überschritten, bei der es in Ordnung ist, sich an die Personalabteilung oder den nächsten Vorgesetzten zu wenden, um eine Lösung zu erzielen.

Ein toxisches Arbeitsklima - auf die Vorzeichen achten

Mobbing passiert in der Regel nicht nur beim direkten Austausch mit anderen Personen, sondern in vielen Fällen durch indirekte Handlungen. Während es bei normalen Angestellten meistens darum geht, diese zu bewegen das Unternehmen zu verlassen, ist es gerade bei einem Praktikanten nur eine Form von schlechtem Stil und der Ausnutzung eines Machtgefälles. Es ist bei solchen Personen besonders beliebt, dass sie sich hierbei der Möglichkeit bedienen, ein Umfeld zu schaffen, in dem eine Arbeit zwar noch möglich aber hochgradig unangenehm ist. Ein toxisches Arbeitsumfeld sorgt dafür, dass Personen ihre Lust an der Arbeit verlieren und entsprechend kündigen. Hier sind einige Hinweise, auf die Du genau achten solltest:

  • Gerüchte: Wenn plötzlich vermehrt Gerüchte über die eigene Person aufkommen, ist dies in der Regel ein Zeichen dafür, dass sie gezielt von einer Person gestreut werden.
  • Meetings: Gerade bei Arbeiten in einem Team wird gezielt Kritik an einer Person geübt, anstatt auf das Arbeitsergebnis aller Beteiligten einzugehen? Passiert so etwas regelmäßig, so ist es ein deutliches Zeichen für Mobbing.
  • Bewertungen: Wenn die Bewertungen durch den Vorgesetzten erheblich von der tatsächlichen Leistung abweichen, kann dies ebenfalls zu einem gefährlichen Arbeitsumfeld führen.

Auch hier handelt es sich natürlich wieder um einige Beispiele. Es gibt viele Hinweise darauf, dass bestimmte Vorkommnisse in einem Unternehmen kein Zufall sind, sondern auf dem reinen Missfallen einzelner Personen basieren. Wer das Gefühl hat, dass innerhalb einer Abteilung oder eines Unternehmens gezielt Stimmung gegen eine Person oder gar gegen die eigenen Leistungen betrieben wird, sollte aktiv werden. Auch die Bekämpfung von Mobbing ist ein sensibler Bereich, der mit den richtigen Schritten angegangen werden sollte.

Wie wehrst Du dich richtig beim Mobbing im Praktikum?

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du beim Praktikum das Ziel von Mobbing durch einen Vorgesetzten bist, solltest Du Dir erst einmal die Zeit nehmen, um sicher zu sein, dass es sich wirklich darum handelt. Der Vorwurf von Mobbing gegen eine Person wiegt schwer und kann Deine Karriere in einer Firma nachhaltig beschädigen oder eben beenden. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, dass Du Dich einer Person anvertraust, von der Du sicher bist, dass sie die Situation neutral beurteilen kann. Ein ruhiges Gespräch kann Dir dabei helfen, die verschiedenen Hinweise in Deinem Kopf zu ordnen und Dir die Sicherheit zu geben, dass es sich nicht einfach nur um ein einseitiges Gefühl handelt.

Nun musst Du Dich entscheiden, ob Dir das Praktikum und das Unternehmen so wichtig sind, dass Du dort bleiben möchtest. Eine direkte Konfrontation mit der Person sollte dabei natürlich der erste Schritt sein. Tritt danach noch immer keine Besserung ein, wird es Zeit, dass Du Dich an eine andere Stelle wendest. In einem Gespräch mit dem Chef auf der nächsten Ebene der Hierarchie oder der Personalabteilung sollten Deine Probleme ernst genommen werden. Die gemeinsame Erarbeitung einer Lösung ist ein gutes Zeichen dafür, dass Du am Ende auch bei Mobbing am Arbeitsplatz noch eine Zukunft in dem Unternehmen haben kannst.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (32 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von praktikumstellen.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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