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Mehr als nur Käse, Pralinen und Taschenmesser: Dein Auslandspraktikum in der Schweiz

Mehr als nur Käse, Pralinen und Taschenmesser: Dein Auslandspraktikum in der Schweiz
© Gaspar Janos / shutterstock.com
Inhalt:
  1. Praktikumsplätze finden in der Schweiz 
    1. Weitere Anlaufstellen sind:
  2. Die Bewerbung für dein Praktikum in der Schweiz 
  3. Organisatorisches: Einreisebestimmungen für Praktikanten aus Deutschland 
  4. Praktikum in der Schweiz: Die Krankenversicherung 
  5. Die Unterkunft und finanzielle Unterstützung
  6. Business Knigge für dein Praktikum in der Schweiz 

Praktische Berufserfahrung im Ausland sammeln. Der Traum vieler Studentinnen und Studenten. Wer keine allzu weite Reise auf sich nehmen möchte, der kann für ein Auslandspraktikum einfach mal zu unseren Nachbarn in die Schweiz! Dort sind nämlich einige der erfolgreichsten Firmen der Welt vertreten, wie zum Beispiel der Lebensmittelriese Nestlé. Als Praktikant in die Schweiz? Deine Karrierechancen werden sich danach garantiert um ein Vielfaches verbessern! In deinem Auslandspraktikum in der Schweiz kannst du, je nach Wohn- und Arbeitsort, auch noch deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern! Denn neben Deutsch, gelten auch Französisch und Italienisch als Amtssprachen dieses Landes. 

Praktikumsplätze finden in der Schweiz 

Zu den größten und beliebtesten Städten in der Schweiz gehören unter anderem Basel, Zürich, Bern und Genf. Hier sind große internationale Firmen tätig. Egal ob IT-Unternehmen, Marketing-Agentur, oder ein Betrieb aus der Tourismusbranche: Hier ist sicherlich für Jeden etwas dabei! 

Fleiß und Ehrgeiz stehen in der Schweiz hoch im Kurs. Daher musst du in deinem Praktikum mit höheren Arbeitszeiten rechnen als in deiner deutschen Heimat. In der Schweiz ist eine 42-Stunden-Woche gang und gäbe. Dafür gibt es dann aber auch ein gutes Gehalt. 

Interessante Angebote in der Schweiz kannst du entweder über deine Uni, oder aber auch selbst organisieren. Sollte es an deiner Hochschule keine Partnerschaften in deinem Zielland geben, kannst du auch ganz einfach selbst aktiv werden. Eine Möglichkeit, nach Praktikumsstellen in der Schweiz zu suchen, ist über die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit

Weitere Anlaufstellen sind:

Möchtest du dein Auslandspraktikum in der Schweiz bei einem ganz bestimmten Unternehmen absolvieren, dann kannst du auch eine Initiativbewerbung verschicken. Zu den bekanntesten und größten Arbeitgebern in der Schweiz gehört der Lebensmittelkonzern Nestlé, das Pharmaunternehmen Roche, sowie das weltweit größte Rohstoffhandelsunternehmen Glencore. Wer eine Karriere im Bereich Elektrotechnik anstrebt, kommt bei der Firma ABB auf seine kosten. Interessierst du dich eher für eine Karriere im Personalwesen, kannst du dein Glück bei Adecco versuchen, einem der größten Personaldienstleistungsunternehmen. Mit ein wenig Recherche findest du vielleicht genau das Unternehmen, das perfekt zu dir passt. 

Die Bewerbung für dein Praktikum in der Schweiz 

Bei vier offiziellen Amtssprachen stellt sich jeder angehende Praktikant zunächst einmal die Frage: In welcher Sprache soll ich meine Bewerbung verfassen? Dies hängt ganz davon ab, in welcher Sprache die Stellenanzeige formuliert ist und ob darin eine bestimmte Sprache gefordert wird. Eine gute Orientierung über die Sprache gibt dir auch der Standort des Unternehmens. Je nach Stadt oder Kanton ist eine der vier Amtssprachen dort üblich, und sollte entsprechend in der Bewerbung verwendet werden. 

Ansonsten unterscheiden sich die Bewerbungsunterlagen für Arbeitgeber in Deutschland kaum von denen für schweizer Arbeitgeber. Das Anschreiben darf hier allerdings ruhig nur drei bis vier Absätze betragen, denn Übersichtlichkeit ist den Schweizer Personalern besonders wichtig. Ein weiterer wichtiger Unterschied, den du beachten solltest: In den Lebenslauf für die Schweiz kommt weder ein Datum, noch eine Unterschrift. Der Lebenslauf sollte anti-chronologisch aufgebaut sein und auch ein Bewerbungsfoto enthalten. Zeugnisse und Referenzen können, wie bei uns auch, angefügt werden. 

Organisatorisches: Einreisebestimmungen für Praktikanten aus Deutschland 

Die Schweiz ist bekanntermaßen ein neutrales Land, weshalb sie auch kein Mitgliedsstaat der EU ist. Trotzdem ist die Einreise aus Deutschland für ein Praktikum kein Problem. Wenn dein Praktikum kürzer als 3 Monate dauert, dann findest du hier alles rund ums Meldeverfahren:

Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit

Hast du dich für einen Praktikumsplatz in der Schweiz entschieden, dessen Praktikumsdauer 3 Monate übersteigt, dann benötigst du eine Kurzaufenthaltsbewilligung:

L EU/ EFTA (Kurzaufenthaltsbewilligung)

Praktikum in der Schweiz: Die Krankenversicherung 

Damit du während deines Auslandspraktikums auch gut abgesichert bist, benötigst du die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Damit bist du in allen EU-Staaten versichert, aber auch in der Schweiz und einigen anderen Nicht EU-Staaten. Mit dieser Karte stellst du sicher, dass du im medizinischen Notfall sowohl ambulant, als auch stationär behandelt wirst. Für einen umfangreicheren Schutz kannst du auch zusätzlich noch eine separate Auslandskrankenversicherung abschließen. Wenn du gerne in den Bergen kletterst und generell zu der Sorte gehörst, die das Abenteuer sucht und dabei schon den ein oder anderen Krankenhausaufenthalt in Kauf genommen hat, ist diese Option sicherlich sinnvoll für dich. 

Die Unterkunft und finanzielle Unterstützung

Das Leben in der Schweiz gilt hierzulande als teuer. Dank erfolgreicher Wirtschaft liegen die Löhne   höher als bei uns, weshalb man es sich dort eben auch leisten kann, mehr Geld für Shampoo, Lebensmittel und co. auszugeben. Deine Praktikumsvergütung sollte auch entsprechend hoch ausfallen, damit du die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz auch tragen kannst. Wenn es darum geht, eine Wohnung zu finanzieren, so kannst du mit ein wenig Glück auf die Mithilfe von deinem Praktikumsbetrieb hoffen. Es gibt Unternehmen, die übernehmen die Mietkosten ihrer internationalen Praktikanten. Es gibt aber auch Firmen, die stellen dir eine Unterkunft zur verfügung. Solltest du in beiden Fällen Pech haben, bleibt dir nichts anderes übrig, als selbst auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft zu gehen. 

Bei den hohen Lebenshaltungskosten ist es gar nicht so einfach, ein Auslandspraktikum in der Schweiz zu finanzieren. Wenn dich der Kostenfaktor abschreckt, dann solltest du einmal nachschauen, ob für dich nicht bestimmte finanzielle Förderungen in Frage kommen. Als Student/-in kannst du unter anderem die folgenden Anlaufstellen abklappern:

Stipendien und Förderprogramme werden nicht nur an Genies vergeben! Versuche dein Glück und bewirb dich doch einfach mal. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob du ein freiwilliges oder ein Pflichtpraktikum machst. Informiere dich auf den entsprechenden Seiten nach Voraussetzungen und den Möglichkeiten, die du hast. Damit wird dein Auslandspraktikum in der Schweiz auch finanziell zu einer rundum gelungenen Sache!

Business Knigge für dein Praktikum in der Schweiz 

Auch wenn es für das Auslandspraktikum „nur“ ins Nachbarland geht, so musst du dich dennoch auf kulturelle Unterschiede einstellen! Das erste, was du sicherlich im Arbeitsumfeld bemerken wirst ist, dass man sich im Unternehmen alle Duzen, auch hierarchieübergreifend. Wundere dich also nicht, wenn dich dein Chef darum bittet, sie oder ihn ruhig zu duzen. Nimm dieses Angebot an, alles andere ist in der Schweiz unüblich. Übrigens: die Schweizer können sich gut Namen merken, und du solltest dein Bestes geben, schnell all die Namen deiner Kollegen zu lernen, denn begrüßt wird hier immer mit Namen!

Unsere schweizer Nachbarn legen, genauso wie wir auch, sehr viel Wert auf Pünktlichkeit. Als Praktikant solltest du immer darum bemüht sein, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Ein guter Anfang dafür ist schonmal immer pünktlich zu sein. Außerdem: Höflichkeit wird hier groß geschrieben. Aus diesem Grund gibt es im Berufsleben auch keine strikten Anweisungen und Aufforderungen. Dafür wird man höflich darum gebeten etwas zu tun. Solchen Bitten musst du genauso ernst nehmen, als wären Sie eine deutliche Anweisung. So sind diese nämlich auch zu verstehen. Nach all den Infos heißt es jetzt aber: Spaß haben und das Auslandspraktikum in vollen Zügen genießen!

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