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Leben im Studentenwohnheim: Was du über die Unterkunft wissen solltest!

Leben im Studentenwohnheim: Was du über die Unterkunft wissen solltest!
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Inhalt:
  1. Was ist ein Studentenwohnheim?
    1. Welche Wohnformen gibt es im Studentenwohnheim?
  2. Wie viel kostet ein Zimmer im Wohnheim?
    1. Wer darf in einem Studentenwohnheim wohnen?
    2. Wie erhält man einen Platz im Studentenwohnheim?
  3. Zimmer im Wohnheim: Wann du dich bewerben solltest
  4. Leben im Wohnheim: Die Vorteile
  5. Leben im Wohnheim: Die Nachteile
  6. Wer ist für das Leben im Studentenwohnheim geeignet?

Du hast dich dafür entschieden, nicht in deiner Heimat, sondern in einer fremden Stadt zu studieren? Dann steht für dich in der nächsten Zeit wahrscheinlich ein Umzug an! Denn jeden Tag zwischen Uni und Heimat zu pendeln ist nicht nur zeitaufwendig und anstrengend, sondern bei einer zu großen Entfernung auch gar nicht möglich. Neben einer Wohngemeinschaft und einer eigenen Wohnung ist das Studentenwohnheim eine beliebte Option bei Studenten. Was ist das eigentlich und wie bekommt man dort ein Zimmer? Was muss man vor dem Einzug beachten? Wir erklären es dir!

Was ist ein Studentenwohnheim?

In einem Studentenwohnheim leben – wie der Name es schon vermuten lässt – viele Studenten zusammen unter einem Dach. Sie befinden sich meistens in Uninähe oder sogar direkt auf dem Hochschul-Campus. In der Regel werden sie von den örtlichen Studentenwerken, manchmal auch von Privatpersonen, betrieben. Laut dem Deutschen Studentenwerk bieten alle Studentenwerke in Deutschland insgesamt rund 181.000 Plätze in Wohnheimen an.

Welche Wohnformen gibt es im Studentenwohnheim?

Studentenwohnheime sind ganz unterschiedlich aufgeteilt und ausgestattet. Es gibt aber einige gängige Wohnformen:

Einzelzimmer in der Flurgemeinschaft

Jeder Student besitzt sein eigenes Zimmer. Bad und Küche befinden sich auf dem Flur und werden gemeinsam genutzt.

Zimmer in einer Wohngemeinschaft

In einer abgeschlossenen Wohneinheit wohnen zwei oder mehrere Studenten zusammen. Jeder hat sein eigenes Zimmer, Bad und Küche werden gemeinsam genutzt.

Appartements

Es gibt Einzel- oder Doppelappartements. Sie bestehen in der Regel aus einem bzw. zwei Zimmern mit Kochzeile und einem separaten Bad. Doppelappartements werden meistens an studentische Paare vermietet.

Die Wohnheime sind meistens relativ gut ausgestattet. Oft stehen Fahrradkeller, Waschmaschinen und Internetanschlüsse zur Verfügung. Und es kommt sogar relativ häufig vor, dass die Zimmer bereits möbliert sind.

Wie viel kostet ein Zimmer im Wohnheim?

Ein Zimmer im Studentenwohnheim ist meist relativ preiswert. Meistens kann man nirgendwo günstiger wohnen während des Studiums. Das kommt den Studenten sehr entgegen, da diese ja meistens nicht so viel Geld im Monat zur Verfügung haben. Unter Umständen kann man bereits für 150 Euro ein Zimmer beziehen. Wie viel es kostet, hängt davon ab, wie groß das Zimmer ist, ob es bereits möbliert ist oder nicht und ob es sich um ein WG-Zimmer oder ein Einzelappartement handelt. Natürlich ist auch die Stadt entscheidend. In Köln und München sind die Preise höher als in Rostock und Jena.

Wer darf in einem Studentenwohnheim wohnen?

In erster Linie sind Studentenwohnheime für Studenten gedacht. Das heißt, dass die Zimmer in der Regel nur an diejenigen vergeben werden, die ihren Studentenstatus nachweisen können. Dies gilt für die Wohnheime, die von den Studentenwerken betrieben werden.

Gehört das Wohnheim einer Privatperson, kann diese natürlich selber entscheiden, wen sie einziehen lässt. Aber in der Regel sind auch hier Studenten oder manchmal auch Azubis die erste Wahl. Wer sein Studium oder seine Ausbildung schon beendet hat und sich in einem festen Job befindet, hat eher schlechte Karten, ein Zimmer zu ergattern und sollte sich lieber nach anderen Optionen umschauen.

Wie erhält man einen Platz im Studentenwohnheim?

Günstige Mieten und nah an der Uni gelegen: Es wundert nicht, dass die Zimmer in Wohnheimen bei Studenten sehr beliebt sind. Wer eins beziehen möchte, muss sich beim Studentenwerk darauf bewerben. Das geht entweder schriftlich oder ziemlich unkompliziert über ein Online-Formular. Das Auswahlverfahren kann aber von Stadt zu Stadt unterschiedlich ausfallen. Informiere dich am besten bei dem Studentenwerk deiner Hochschule. Oft landest du nach der Bewerbung erst mal auf einer Warteliste und bekommst erst den Zuschlag, wenn dein Name ganz oben steht. Die Plätze werden nämlich oft nach der Reihenfolge der eingehenden Bewerbungen vergeben.

Zimmer im Wohnheim: Wann du dich bewerben solltest

Je früher du dich bewirbst, desto besser! Wie lange du warten musst, ist unterschiedlich: Vielleicht hast du Glück und erhältst bereits nach einigen Wochen einen Platz. Mit etwas Pech musst du sogar mehrere Semester warten. Deswegen ist es clever, wenn du dich so früh wie möglich bewirbst. Es ist unterschiedlich, ob du bereits eingeschrieben sein musst oder eine Bewerbung bereits vorher möglich ist. Das Studentenwerk deiner Hochschule hilft dir da weiter.

Die Bewerbung wird noch nicht als verbindlich angesehen. Falls du den Zuschlag für ein Zimmer kriegst und du dich doch dagegen entscheidest, wird es einfach an einen anderen Studenten vergeben. Verbindlich wird es erst, wenn du den Mietvertrag unterschreibst.

Falls du jemanden kennst, der bereits in dem Studentenwohnheim wohnt, kann das ein Vorteil sein. Denn vor allem bei der Wohnform Wohngemeinschaft haben die anderen Mitbewohner nämlich oft ein Mitspracherecht, wer neu in die WG einzieht.

Leben im Wohnheim: Die Vorteile

Für viele Studenten ist das Wohnheim die erste Wahl. Warum eigentlich? Diese Vorteile überzeugen viele Studenten:

  • Wenn du in einer fremden Stadt studierst, kennst du dort wahrscheinlich erst einmal wenige. Durch ein Wohnheim findest du schnell Anschluss, denn deine Kommilitonen wohnen direkt nebenan.
  • Wie bereits erwähnt, sind die Mieten im Wohnheim sehr günstig. Außerdem zahlst du meistens einen fixen Betrag – zusätzliche Kosten für Strom, Wasser oder Internet bleiben dir erspart.
  • Der Aufwand beim Einzug ist gering, weil Möbel oft bereits vorhanden sind. Auch musst du dich nicht um die Anmeldung von Strom oder Heizung kümmern. Koffer packen und fertig!
  • Genauso unproblematisch wie der Einzug ist auch der Auszug. Du musst dich nicht um einen Nachmieter kümmern.
  • Die meisten Studentenwohnheime liegen wie bereits erwähnt nahe der Universität. Du sparst also Kosten und Zeit ein, da du nicht erst durch die halbe Stadt zur Uni fahren musst.
  • Dich erwartet viel Gesellschaft im Wohnheim. Und dadurch bestimmt auch eine Menge Spaß: Partys, Spieleabende oder gemeinsame Kochsessions – es ist immer etwas los! Langeweile hast du hier also nie.

Leben im Wohnheim: Die Nachteile

Natürlich bringt ein Leben im Wohnheim nicht nur Vorteile mit sich. Folgendes spricht gegen das Studentenwohnheim:

  • Da viele Studenten zusammen wohnen, herrscht immer viel Trubel und ein hoher Geräuschpegel. So kann es vorkommen, dass nebenan eine fette Party gefeiert wird, obwohl du gerade lernen möchtest.
  • Die Zimmer in Studentenwohnheimen sind eher klein, meist unter 20 Quadratmeter. Sie sind zwar oft möbliert, allerdings sehr einfach ausgestattet.
  • Viele Studenten nutzen die Küche und das Bad gemeinsam. Das bringt es mit sich, dass es nicht immer so sauber ist, wie man selbst es gerne hätte.
  • Im Wohnheim hast du nur wenig Privatsphäre.
  • Oft gibt es eine begrenzte maximale Wohndauer, meist die Regelstudienzeit.
  • Mitbewohner und Nachbarn kann man sich oft nicht aussuchen. Außerdem wechseln diese sehr oft.
  • Zimmer in Studentenwohnheime dürfen oft nicht untervermietet werden. Wenn du also während eines Studiums einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum in einer anderen Stadt planst, musst du für die Zeit ein Zimmer bezahlen, das du gar nicht nutzt.

Wer ist für das Leben im Studentenwohnheim geeignet?

Du startest mit deinem Studium? Gerade dann ist ein Wohnheim empfehlenswert für dich. Du lernst schnell neue Leute kennen – entweder Kommilitonen, mit denen du die Vorlesungen besuchen kannst oder Studenten aus späteren Semestern, die dir helfen können, dich in der Uni zurechtzufinden. Bei den vielen Partys hast du viel Spaß und genießt dein Studentenleben in vollen Zügen. Am Anfang ist es vielleicht auch nicht so schlimm, wenn es mal etwas lauter wird. Wenn du allerdings später deine Bachelor- oder sogar Masterarbeit schreibst, sieht das schon ganz anders aus.

Außerdem ist es eine Frage der Persönlichkeit, ob man für ein Wohnheim geeignet ist oder nicht. Du musst auf jeden Fall tolerant und kompromissbereit sein. Auch solltest du den Kontakt mit vielen anderen Menschen mögen und auch mit wenig Privatsphäre klarkommen. Ebenfalls solltest du nicht zu pingelig sein und damit klarkommen, wenn es mal nicht so sauber ist.

Du bist dir noch nicht sicher, ob das Leben im Wohnheim das Richtige für dich ist? Dann probiere es einfach aus! Ein Versuch schadet nicht und wenn es dir wirklich nicht gefällt, dann ist ein Auszug ja zum Glück nicht umständlich.



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