praktikumsstellen.de Ratgeber Karrieresprungbrett Praktikum – So startest du voll durch!

Karrieresprungbrett Praktikum – So startest du voll durch!

Karrieresprungbrett Praktikum – So startest du voll durch!
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Inhalt:
  1. Das richtige Praktikum finden und bekommen
  2. Reine Überzeugungsarbeit
  3. Praktikum – Und dann?
  4. Fazit

Egal, in welcher Branche du gerne Fuß fassen möchtest, ohne ein entsprechendes Praktikum und erste praktische Erfahrungen geht heute kaum etwas. Bei vielen Unternehmen ist es sogar Einstellungsvoraussetzung, dass du zuvor ein Praktikum im eigenen Hause gemacht hast. Denn während dieser Zeit können die Verantwortlichen dich, deine Arbeitsmoral und deine Fähigkeiten schon einmal unverbindlich „testen“. Im Gegenzug bekommst du Einblicke in Betriebsklima, Abläufe und Aufgabenstellungen, die dir später den Einstieg ins „normale“ Berufsleben erleichtern werden. Außerdem kannst du erste Kontakte knüpfen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Traumjob und Karriere.

Statistiken zeigen, dass jeder fünfte Student seinen ersten Job bei einem Arbeitgeber bekommt, bei dem er schon als Praktikant, mitunter mitten im Studium, tätig war. Das beweist: Auch wenn du noch in der Ausbildung steckst und nicht direkt nach dem Praktikum als Mitarbeiter bleiben kannst – wenn du mit deiner Leistung überzeugen konntest, behält man dich im Gedächtnis. Kannst und willst du hingegen gleich voll durchstarten solltest du dir darin sicher sein, in welche Richtung es gehen soll – erst mal nur schnuppern ist dann nicht mehr.

Das richtige Praktikum finden und bekommen

Soviel vorweg: Dein erstes Praktikum muss nicht gleich das sein, das dich in Lohn und Brot bringt. Oftmals ist es besser, mehrere Praktika in unterschiedlichen Betrieben der Branche zu machen. Du gewinnst Sicherheit, dein Berufswunsch verfestigt sich, du kannst Arbeitsumfeld und Arbeitgeber vergleichen und du lernst von Mal zu Mal dazu. Gut im Lebenslauf machen sich vielfältige Erfahrungen allemal. Doch was, wenn einfach keine Stelle ausgeschrieben ist, die dir zusagt? Oder wenn dein Wunscharbeitgeber keinen passenden Platz hat? Dann trau dich und schreibe eine Initiativbewerbung. Du hast nichts zu verlieren, aber zu gewinnen.

Wie bei jeder Bewerbung solltest du klar zum Ausdruck bringen, warum du gerade bei diesem Arbeitgeber arbeiten willst und was dich an der Aufgabe reizt. Lass dich nicht von geforderten Kenntnissen abschrecken, die du (noch) nicht alle bedienen kannst. Nachfragen kostet nichts. Vielleicht versuchst du es zuerst bei kleineren Unternehmen. Dort ist der Andrang an Bewerbern meist nicht so groß wie bei den Branchenriesen. Mit dieser ersten Erfahrung und einem guten Zeugnis im Gepäck kannst du dann bei deinem Traumarbeitgeber anklopfen.

Deine Unterlagen haben überzeugt und du wirst zum Vorstellungsgespräch eingeladen? Dann heißt es jetzt noch einmal alles in die Waagschale werfen. Sei kommunikativ und lass die Personalverantwortlichen deine Begeisterung und Leidenschaft spüren. Und: Sei authentisch. Arroganz oder übertriebene Schüchternheit kommen nicht gut. Was du auf deinem Weg nach oben auf der Karriereleiter nicht vergessen darfst: Lass deinen Gegenüber schon beim Interview wissen, das du an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert bist. Frag beispielsweise nach Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung über einen Nebenjob, als Werkstudent oder in Form der direkten Übernahme in ein Angestelltenverhältnis. Nur einen Fehler darfst du nicht machen: Du darfst dich nicht in einer Aneinanderreihung unzähliger Praktika verlieren.

Reine Überzeugungsarbeit

Das Praktikum hat begonnen das heißt es ans Eingemachte. Du musst die Verantwortlichen von dir und deinen Qualitäten überzeugen. Eigentlich ist es gar nicht schwer. Sei einfach so gut das sie dich nicht ignorieren können. Doch das ist leider leichter gesagt als getan. Verabschiede dich als erstes vom Gedanken „Es ist ja nur ein Praktikum“ und sieh es stattdessen als deinen „ersten richtigen Job“ an.

  • Das heißt das du alle Aufgaben, und scheinen sie noch so banal, erst nehmen und mit vollem Einsatz ausführen musst – selbst wenn es nur darum geht, die Post zu verteilen.
  • Willst du nach dem Praktikum bleiben? Dann zeig das, indem du einen überdurchschnittlichen Arbeitseifer an den Tag legst. Das bedeutet allerdings nicht, dass du bis zum Umfallen schuften sollst. Brennst du schon im Praktikum aus, ist das kontraproduktiv.
  • Im Fokus steht deine Arbeitseinstellung. Biete deinen Kollegen deine Hilfe an, bringe eigene Ideen ein und scheue nicht davor zurück Verantwortung zu übernehmen. Kurz gesagt: Mach dich unverzichtbar.
  • Und sitze bloß niemals gelangweilt in der Ecke rum und warte, dass jemand dir eine Aufgabe zuweist – das Zauberwort heißt: Eigeninitiative.
  • Natürlich sollten auch deine Leistungen für sich sprechen.
  • Wenn du zudem zuverlässig, freundlich und ein rundum guter Kollege bist, bei dem man merkt, wie er sich weiterentwickelt, brauchst du dir keine Vorwürfe machen, falls es doch nicht klappen sollte.

Darüber hinaus können dir folgende Punkte dabei helfen deinem Ziel ein Stückchen näherzukommen.

  • Nutze die Zeit im Praktikum und sammle Informationen über das Unternehmen: Wie sind die anderen an ihre Jobs gekommen? Sind Stellen ausgeschrieben? Etc.
  • Augen und Ohren solltest du über die Abteilungsgrenzen hinweg offen halten. Möglicherweise hat ja ein anderer Bereich Vakanzen und du hast dort eine Einstiegsmöglichkeit.
  • Kontakte sind das A und O. Rede mit deinen Kollegen und anderen Mitarbeitern. Oft kennt einer jemanden, der wieder jemanden kennt und auf diese Weise ist es durchaus möglich, dass du auch von ausgeschriebenen Stellen bei der Konkurrenz erfährst.
  • Besonders mit den Personalverantwortlichen und denjenigen, die diesbezüglich etwas zu sagen haben, musst du dich gut stellen. Es kann viel nützen, wenn es jemanden gibt, der an höherer Stelle ein gutes Wort für dich einlegt oder der dir Bescheid gibt, sollte etwas frei werden.

Praktikum – Und dann?

Selbst wenn du es beim Bewerbungsgespräch schon hast durchklingen lassen, beim Abschlussgespräch am Ende deines Praktikums solltest du unbedingt ein weiteres Mal darauf hinweisen das du einen Job, eine Werkstudentenstelle oder deine Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben möchtest. Viele Firmen nutzen Praktika, um ihren Fachkräftenachwuchs zu rekrutieren. Schließlich weiß man was man bekommt, wenn man jemanden schon kennt und „in Aktion“ erlebt hat. Um die besten Kandidaten an sich zu binden, bieten sie oftmals spezielle Förderprogramme an. Schaffst du die Aufnahme in ein solches, hast du gute Chancen später fest übernommen zu werden. Gibt es so etwas nicht, ist es trotzdem hilfreich, mit dem ehemaligen Arbeitgeber und den Ex-Kollegen in Kontakt zu bleiben. Eine kurze Erkundigung von Zeit zu Zeit ist nicht verkehrt. Außerdem ist es immer gut als erster Bescheid zu wissen, falls sich etwas ergibt – und seien es „nur“ eine freie Mitarbeit oder ein Studentenjob. Bereits mehr als eine Karriere hat genau so begonnen.

Fazit

Erfahrungen durch alle Branchen zeigen: Es ist unheimlich nützlich und hilfreich jemanden in der Firma zu kennen, in der man sich bewirbt. Klappt das jedoch nicht, darfst du nicht enttäuscht sein. Ebenso wenig, wenn du nicht gleich nach deinem ersten Praktikum in eine Festanstellung übernommen wirst. Traure der scheinbar verpassten Chance nicht zu lange hinterher. Halte den Kontakt aufrecht, stürz dich in ein zweites Praktikum und wer weiß, vielleicht klappte es danach ja auch mit dem Traumjob in der ersten Firma.



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