praktikumsstellen.de Ratgeber Fremdsprache im Job: So klappt es mit dem Business Englisch!

Fremdsprache im Job: So klappt es mit dem Business Englisch!

Fremdsprache im Job: So klappt es mit dem Business Englisch!
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Inhalt:
  1. Warum braucht man Fremdsprachenkenntnisse im Job?
    1. Vorteile von guten Fremdsprachkenntnissen im Beruf
  2. Was ist Business Englisch?
  3. Warum muss man Wirtschaftsenglisch können?
  4. Englisch sprechen im Job – Typische Fehler
    1. Fehler Nummer 1: Du sprichst Denglisch
    2. Fehler Nummer 2: False Friends schleichen sich ein
    3. Fehler Nummer 3: Grammatik ist zu deutsch
    4. Fehler Nummer 4: Du übersetzt Sprichwörter wörtlich
  5. Tipps zum Fremdsprachen lernen
    1. 1. Nutze Online-Lernportale und Apps zum Sprachen lernen.
    2. 2. Schaue Serien auf anderen Sprachen.
    3. 3. Konsumiere ausländische Medien.
    4. 4. Such dir einen digitalen Brieffreund im Ausland.
    5. 5. Sprachen lernst du durch Sprechen.

„Hello! Nice to meet you. How are you?“ Früher oder später wirst du in deinem Berufsleben in die Situation kommen, dass du dich auf Englisch oder einer anderen Sprache verständigen musst. In immer mehr Stellenausschreibungen werden gute Fremdsprachenkenntnisse sogar zur Voraussetzung für eine Einstellung. Vor allem Bewerber, die gute Englisch-Skills haben, sind klar im Vorteil. Doch warum ist es überhaupt so wichtig, im Job andere Sprachen sprechen zu können? Was genau ist Business Englisch eigentlich? Was sind typische Fehler? Und wie kann man seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern?

Warum braucht man Fremdsprachenkenntnisse im Job?

Dank des Internets können wir innerhalb von Sekunden Bilder, Videos oder Nachrichten um die ganze Welt schicken. Das ist praktisch, wenn wir im Urlaub sind und unsere Familie und Freunde daran teilhaben lassen wollen. Natürlich nutzen auch Unternehmen diese modernen Kommunikationsmöglichkeiten. So expandieren viele und eröffnen weitere Standorte im Ausland. Außerdem entstehen immer mehr Handelsbeziehungen in die ganze Welt. Die Amerikaner kaufen deutsche Autos und die Deutschen bestellen Teile in China.

Diese weltweite Vernetzung bringt es mit sich, dass man nicht nur in seiner Muttersprache, sondern auch in einer Fremdsprache kommuniziert. Schließlich muss man sich mit den Kollegen oder Unternehmen im Ausland austauschen. Es gibt rund 7000 Sprachen auf der Welt – unmöglich auch nur ein Prozent davon fließend zu sprechen. Deswegen wird meist Englisch gewählt. Sie zählt neben Chinesisch, Hindi und Spanisch zu den am meisten gesprochenen Sprachen der Welt. In vielen Ländern wird Englisch bereits in der Schule als erste Fremdsprache unterrichtet.

Vorteile von guten Fremdsprachkenntnissen im Beruf

  • Mehr Jobangebote
  • Bessere Aufstiegschancen
  • Vorteile gegenüber Bewerbern, vor allem, wenn du neben Englisch noch weitere Sprachen sprichst
  • Möglichkeit, im Ausland zu Arbeiten und sich dort leichter zurecht zu finden

Was ist Business Englisch?

Du denkst, du kannst gut Englisch, weil du es ja in der Schule gelernt hast? Das stimmt leider nicht immer. Denn oft lernt man Englisch in der Schule so, dass man sich im Alltag in der Sprache gut verständigen kann. Für den beruflichen Kontext ist das nicht unbedingt ausreichend.

Es gibt ein bestimmtes Fachvokabular für Begriffe aus der Wirtschaft und manchmal sogar andere Bedeutungen für Wörter (Zum Beispiel: Group bedeutet übersetzt eigentlich Gruppe. Im Wirtschaftskontext kann es auch Konzern heißen). Außerdem existieren einige Regeln zum Schreiben einer Bewerbung oder zum Führen eines Telefonats. Diese besondere Form des Englischen wird Business Englisch oder auch Wirtschaftsenglisch genannt.

Warum muss man Wirtschaftsenglisch können?

Wenn du die Regeln von Business Englisch nicht kennst, können dir schnell Fehler passieren. Das ist natürlich kein Beinbruch, gerade wenn du noch am Anfang deines Berufslebens stehst. Schließlich sind auch viele deiner Gesprächspartner keine Englisch-Muttersprachler – auch sie machen mal Fehler.
Aber je weiter du bei deiner Karriereleiter aufsteigst, desto wichtiger wird auch gutes Business Englisch. Stell dir vor, du wirst Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit vielen Auslandskontakten. Wenn du diese stets fehlerhaft ansprichst, dann wirkt das auf sie unprofessionell oder sogar ungewollt unhöflich. Fehlerhafte Kommunikation kann also Geschäftsbeziehungen belasten.

Englisch sprechen im Job – Typische Fehler

Die deutsche und die englische Sprache sind sich recht ähnlich. Das erkennt man an Worten wie accept (akzeptieren) oder dynamic (dynamisch) oder an der ähnlichen Satzstruktur: I am too late (Ich bin zu spät). Deswegen fühlen sich viele Deutsche sicher, wenn sie Englisch sprechen. Doch Vorsicht! Fehler passieren sehr schnell. Aber wenn du auf folgende Dinge achtest, dann wirst du zum Profi!

Fehler Nummer 1: Du sprichst Denglisch

Denglisch ist Englisch „mady in Germany“ quasi. Also Wörter, die zwar Englisch klingen, die es aber voranging im deutschen Sprachgebrauch gibt.

  • Hotline: Du möchtest in England nach dem Kundenservice fragen? Dann ist Helpline der richtige Ausdruck. Die Hotline gibt es nur in Deutschland.
  • Mobbing: Wenn du im Englischen vom Mobbing sprichst, dann benutze lieber den Begriff bullying. Mobbing ist nur in Deutschland gebräuchlich.
  • Beamer: Wenn du nach einem Beamer für deine Präsentation fragen möchtest, dann sprich von einem projector. Das Wort Beamer gibt es im Englischen eigentlich nicht, wird nur als Spitzname für Motorräder von BMW verwendet.

Fehler Nummer 2: False Friends schleichen sich ein

False Friends sind Wörter, die es sowohl im Englischen, als auch im Deutschen gibt. Sie haben aber unterschiedliche Bedeutungen. Wer sie falsch verwendet, tritt schnell in Fettnäpfchen.

  • Handy: Im Englischen bedeutet dieses Wort nicht etwa Mobiltelefon, sondern lediglich praktisch oder griffbereit. Mobile phone (UK) oder cell phone (USA) ist richtig.
  • Chef: Wenn du auf Englisch nach deinem Vorgesetzten oder Geschäftsführer fragen möchtest, verwende lieber boss oder CEO (Chief Executive Officer). Mit "chef" würdest du ihn als Koch bezeichnen.
  • Unternehmer: Wenn du jemandem das Kompliment machen möchtest, dass er ein guter Unternehmer ist, dann verwende auf keinen Fall das Wort undertaker. Denn dies bedeutet Bestatter auf Englisch. Besser sind entrepreneur oder employer.

Fehler Nummer 3: Grammatik ist zu deutsch

Trotz ähnlicher Satzstruktur gibt es auch bei der Grammatik Unterschiede zwischen Englisch und Deutsch.

  • Keine Zukunftsform: Im Deutschen verwenden wir oft die nur eine Zeitform, sie kann sich auf Gegenwart oder Zukunft beziehen (Ich organisiere die Weihnachtsfeier). Im Englischen muss dagegen die Zukunftsform genommen werden, wenn man über die Zukunft spricht (I will organize the Christmas party).
  • Falsche Pronomen: Die Deutschen verwechseln schon einmal schnell die englischen Pronomen. Kein Wunder, denn sie klingen manchmal ganz schön ähnlich. Ein Beispiel ist das Pronomen uns, was mit us übersetzt wird. Oft ist das aber falsch: We see us tomorrow. Richtig heißt es: We'll see each other tomorrow.
  • Falsche Fragewörter: Auch Fragewörter sind im Deutschen und Englischen nicht immer gleich. Wenn man im Deutschen wie sagt, kann im Englischen auch what richtig sein. Zum Beispiel: Wie sieht das aus? Auf Englisch korrekt wäre: What does it look like?

Fehler Nummer 4: Du übersetzt Sprichwörter wörtlich

Finger weg von der wörtlichen Übersetzung deutscher Sprichwörter ins Englische. Diese existieren dort meist nicht oder lauten anders. Zum Beispiel: Ich wurde über den Tisch gezogen. Dies bedeutet auf Englisch nicht etwa I've been bumped across the table sondern: I got ripped off.

Tipps zum Fremdsprachen lernen

Um Englisch und andere Fremdsprachen zu lernen, kannst du natürlich ganz klassisch einen Sprachkurs oder eine Sprachreise machen. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten dir eine Fremdsprache anzueignen, die sich auch gut nach der Arbeit im Feierabend noch umsetzen lassen.

1. Nutze Online-Lernportale und Apps zum Sprachen lernen.

Gerade wenn es beim Wortschatz oder bei der Grammatik hakt, kannst du mit digitalen Lerntools optimal üben. Es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote. In der Regel sind sie aber deutlich kostengünstiger als Sprachreisen.

2. Schaue Serien auf anderen Sprachen.

Wenn Muttersprachler ihre Sprachen sprechen, dann wird das Verstehen schon einmal schwierig. Dies kann man hervorragend mit Serien schauen trainieren. Wenn du Britisches Englisch lernen willst, such dir eine britische Serie wie Sherlock. Bist du eher an Amerika interessiert, ist House of Cards etwas für dich. Du möchtest besser Spanisch sprechen? Dann ist Haus des Geldes passend für dich. So macht Sprachen lernen Spaß! Und wenn du am Anfang doch noch nicht alles verstehst: Deutsche Untertitel machen es leichter.

3. Konsumiere ausländische Medien.

Dank des Internets sind ausländische Medien überall. Du kannst online Tageszeitungen aus aller Welt lesen oder dir bei YouTube Nachrichten von TV-Sendern angucken. Nutze dieses kostenlose Angebot! Am besten jeden Tag für 15 Minuten. Das ist effektiver als einmal die Woche zwei Stunden.

4. Such dir einen digitalen Brieffreund im Ausland.

Verstehen und lesen ist das eine, selber formulieren das andere. Früher hat man sich Briefe zugeschickt – heute geht es erheblich schneller. Soziale Netzwerke machen es möglich. Begib dich auf die Suche nach einem digitalen Brieffreund aus einem anderen Land. Du findest mit Sicherheit jemanden, der mit dir schreiben möchte. So lernst du neue Leute kennen – und trainierst nebenbei eine Fremdsprache.

5. Sprachen lernst du durch Sprechen.

Eine andere Sprache zu sprechen ist wahrscheinlich die größte Herausforderung, denn du hast viel weniger Zeit zu überlegen als beim Schreiben. Du wirst nur besser, wenn du fleißig übst. Such dir dafür einen Gesprächspartner, der auf dem gleichen Level ist wie du. Du kannst zum Beispiel deine Familie oder Freunde fragen. So fühlst du dich nicht so schnell überfordert. Hab keine Angst davor, Fehler zu machen. Trau dich und spreche einfach drauf los. Mit der Zeit wirst du merken, dass es dir immer leichter fällt. Und dann klappt auch die Konversation mit Muttersprachlern.

Bild: Theresa Müller
Theresa Müller (9 Artikel)

Theresa Müller hat Journalismus im Bachelor und Kommunikationsmanagement im Master in Bielefeld studiert. Bereits während des Studiums war sie für Tageszeitungen, Zeitschriften und in verschiedenen Online-Redaktionen als freie Mitarbeiterin tätig. Auch sammelte sie bereits Erfahrungen im Marketing- und PR-Bereich. Nun arbeitet sie als Online-Redakteurin und verfasst für praktikumsstellen.de Artikel rund um die Themen Praktikumsalltag, Studium und Berufseinstieg. Schreibt sie mal gerade nicht, dann ist sie oft im Reitstall anzutreffen - hoch oben im Sattel.

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