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Fairness am Arbeitsplatz: Faire Mitarbeiter-Behandlung steigert Produktivität!

Fairness am Arbeitsplatz: Faire Mitarbeiter-Behandlung steigert Produktivität!
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Inhalt:
  1. Warum ist Fairness am Arbeitsplatz so wichtig für die Produktivität?
  2. Unfaire Mitarbeiter-Behandlung: 6 typische Fehler von Führungskräften!
    1. 1. Fehler: Die falschen Regeln aufstellen
    2. 2. Fehler: Alle Mitarbeiter gleich behandeln
    3. 3. Fehler: Keine Gehaltserhöhungen bieten
    4. 4. Fehler: Fehlende Wertschätzung der Arbeitsleistung
    5. 5. Fehler: Leidenschaften ungeachtet lassen
    6. 6. Fehler: Spaß bei der Arbeit vermeiden
  3. Der Unterschied zwischen Fairness und Gleichberechtigung!
  4. 10 Tipps für mehr Produktivität durch faire Behandlung der Mitarbeiter!
    1. 1. Tipp: Flexible Arbeitszeiten gewähren!
    2. 2. Tipp: Respektvollen Umgang wählen!
    3. 3. Tipp: Vorbildfunktion übernehmen!
    4. 4. Tipp: Positionen fair besetzen!
    5. 5. Tipp: Aufstiegsmöglichkeiten bieten!
    6. 6. Tipp: Feedback geben!
    7. 7. Tipp: Kommunikation fördern! 
    8. 8. Tipp: Ängste nehmen!
    9. 9. Tipp: Transparenz erhöhen!
    10. 10. Tipp: Teamstärkung garantieren!

Du fühlst dich von deinem Vorgesetzten unfair behandelt? Dein Chef schätzt deine Arbeit nicht, bevorzugt deine Kollegen oder kritisiert dich unaufhörlich? Damit bist du nicht allein, denn viele Mitarbeiter fühlen sich am Arbeitsplatz ungerecht behandelt. Das kann unterschiedliche Gründe haben, jedoch ist Fairness einer der wichtigsten Faktoren, damit Praktikanten, Auszubildende und Angestellte Spaß bei der Arbeit haben und die Produktivität des Unternehmens gesteigert wird. Wir erklären dir im Folgenden, warum faire Mitarbeiter-Behandlung so wichtig ist und wie sie sich am Arbeitsplatz herstellen lässt.  

Warum ist Fairness am Arbeitsplatz so wichtig für die Produktivität?

Der Erfolg und die Produktivität eines Unternehmens hängen maßgeblich von den Mitarbeitern ab. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass sich Angestellte am Arbeitsplatz wohlfühlen. Das kann nur gelingen, wenn Vorgesetzte ihre Mitarbeiter fair behandeln und so für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen. Es gibt eine Reihe typischer Fehler, die Führungskräfte vermeiden sollten, wenn sie die Produktivität ihres Unternehmens steigern möchten.

Die folgenden Punkte sind grundsätzlich notwendig, um ein produktives Arbeitsumfeld zu schaffen:

  • Fairness  
  • starkes Vertrauen   
  • kompetente Führung  
  • Konfliktmanagement
  • gleiche Rechte
  • Mitsprache der Arbeitnehmer
  • gute Arbeitsleistungen

Unfaire Mitarbeiter-Behandlung: 6 typische Fehler von Führungskräften!

Wie du gesehen hast, ist faire Mitarbeiter-Behandlung unerlässlich, damit ein Unternehmen wirklich erfolgreich ist und alle produktiv zusammenarbeiten. Die häufigsten Fehler durch Führungskräfte wirken sich in erster Linie dadurch aus, dass die besten Angestellten zuerst kündigen, denn sie haben die größte Chance auf einen neuen, besseren Job. Damit das nicht passiert, sollten die folgenden sechs Fehler unbedingt vermieden werden.

1. Fehler: Die falschen Regeln aufstellen

Regeln am Arbeitsplatz sind unerlässlich, damit alle Teilnehmer des Arbeitsteams gut zusammenarbeiten und es nicht zu Ungereimtheiten oder Streitigkeiten kommt. Allerdings wirken sich zu viele oder unnötige Regeln, wie etwa fanatische Kontrollen der Arbeitszeiten, kontraproduktiv auf die Arbeitsleistung sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus und haben somit einen gegensätzlichen Effekt als eigentlich vorgesehen.

2. Fehler: Alle Mitarbeiter gleich behandeln

Der zweite typische Fehler, den Führungskräfte mehrerer Mitarbeiter häufig machen, ist die gleiche Behandlung aller Teammitglieder. Gleichberechtigung funktioniert in Schulen gut, jedoch führt sie in Unternehmen nicht zum Erfolg. Das liegt primär daran, dass den besonders engagierten und guten Mitarbeiter so das Gefühl vermittelt wird, dass sie unabhängig von ihrer Arbeitsleistung stets gleich behandelt werden. Damit Motivation und Produktivität entstehen können, muss herausragende Arbeit natürlich besonders gelobt werden.

3. Fehler: Keine Gehaltserhöhungen bieten

Ein wichtiger Faktor, um die Produktivität am Arbeitsplatz zu steigern, ist das Interesse der Mitarbeiter an ihrer Tätigkeit. Die Erhöhung des Gehalts spielt hier eine wichtige Rolle, denn so fühlen sie sich wertgeschätzt und haben den Anspruch, ihre Arbeitsleistung weiterhin zu verbessern und an den Aufgaben zu wachsen.

4. Fehler: Fehlende Wertschätzung der Arbeitsleistung

Die fehlende Wertschätzung ist der vierte Fehler, den Vorgesetzte häufig machen. Mangelt es an Lob und Anerkennung fühlen sich Mitarbeiter in einem ihrer Grundbedürfnisse gekränkt, was sich automatisch auf die Stimmung, Zufriedenheit und letztendlich auch auf die Arbeitsleistung auswirkt. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Führungskräfte ihren Angestellten die nötige Aufmerksamkeit schenken und einfach mal sagen: „Gut gemacht!“ – das kostet schließlich nicht viel Zeit, wirkt sich jedoch sehr positiv auf die Produktivität aus.

5. Fehler: Leidenschaften ungeachtet lassen

Viele Führungskräfte denken, dass sich, wenn sie ihre Mitarbeiter an der kurzen Leine lassen und ihnen wenig Freiraum gegen, die Leistungen verbessern und schneller sowie effektiver gearbeitet wird. In dieser Annahme liegt jedoch ein großer Fehler, denn es ist wichtig, Angestellten die Möglichkeit zu geben, freier und mit Leidenschaft an etwas zu arbeiten. So erhöhen sich automatisch die Arbeitseffizienz und die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Job.

6. Fehler: Spaß bei der Arbeit vermeiden

Genau an dieser Stelle knüpft auch der sechste Fehler an, den Vorgesetzte oft begehen. Viele denken, dass zu viel Spaß bei der Arbeit von den wichtigen Dingen ablenkt und Angestellte nicht produktiv arbeiten. Auch das ist ein Trugschluss, denn nur mit Spaß bei der Arbeit kann ein Unternehmen wirklich zum Erfolg kommen. Ein gemütlicher Raum zur Erholung oder vielleicht ein Kicker für eine Runde Tischfußball in der Pause – Spaß sollte am Arbeitsplatz ganz selbstverständlich dazugehören.

Der Unterschied zwischen Fairness und Gleichberechtigung!

Damit faire Mitarbeiter-Behandlung wirklich funktioniert, muss sie zunächst von Gleichberechtigung abgegrenzt werden. Viele Führungskräfte denken, dass die gleiche Behandlung aller Angestellten zu Fairness und damit zu Zufriedenheit und unternehmerischem Erfolg führt. So zahlen einige Unternehmen verschiedenen Mitarbeitern in der gleichen Position auch dasselbe Gehalt. Allerdings fühlen sich Arbeitnehmer dadurch nicht in ihrer Individualität geschätzt und geachtet.

In der Behandlung von Mitarbeitern geht es selbstverständlich um Gerechtigkeit, jedoch beinhaltet das nicht eine gleiche Behandlung, sondern die individuelle Wertschätzung jedes einzelnen Angestellten. Führen zwei Mitarbeiter die gleich Tätigkeit aus, liegt der Unterschied vor allem in der geleisteten Arbeit. So sollte derjenige, der motivierter ist, mehr Energie in seine Arbeit steckt und so auch eine besser Leistung erzielt, höher entlohnt und stärker gelobt werden.

10 Tipps für mehr Produktivität durch faire Behandlung der Mitarbeiter!

Nachdem du nun erfahren hast, warum Fairness am Arbeitsplatz so wichtig ist und welche typischen Fehler Führungskräfte machen, erklären wir dir nun, wie faire Mitarbeiter-Behandlung genau funktioniert. Dafür ist es wichtig, zu verstehen, dass Fairness nur dann erreicht werden kann, wenn Vorgesetzte ihre Mitarbeiter der individuellen Arbeitsleistung entsprechend angemessen behandeln und dabei auf die jeweiligen Bedingungen und Umstände achten.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollten Arbeitgeber genau formulieren, was sie sich von ihren Mitarbeitern wünschen und welche Erwartungen sie in Bezug auf die ausgeführte Tätigkeit haben. Dadurch wird gewährleistet, dass Angestellte die Möglichkeit haben, die persönlichen und unternehmerischen Ziele unter den individuellen Bedingungen zu erfüllen. In der Praxis ist faire Mitarbeiter-Behandlung nur dann möglich, wenn die folgenden zehn Tipps beherzigt werden.

1. Tipp: Flexible Arbeitszeiten gewähren!

Flexible Arbeitszeiten sind aus verschiedenen Gründen wichtig, aber vor allem, damit Mitarbeiter eine bessere Work-Life-Balance leben können. Außerdem haben Menschen grundsätzlich einen sehr unterschiedlichen Rhythmus in Bezug auf ihre Produktivität und Leistung. Aus diesem Grund, sollte möglichst frei gewählt werden können, ob der Arbeitstag bereits um 7 Uhr oder 9 Uhr begonnen wird. Diese Notwendigkeit flexibler Arbeitszeiten haben bereits mehrere wissenschaftliche Studien nachgewiesen. Demnach ist die Flexibilität den meisten Angestellten sogar wichtiger als die Bezahlung! 

2. Tipp: Respektvollen Umgang wählen!

In jeder Beziehung ist Respekt wichtig, damit sie lange hält und gute Ergebnisse erzielt werden – so auch in der zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Wenn Führungskräfte respektvoll mit ihren Angestellten umgehen, werden diese sich ebenso respektvoll verhalten und die verlangten Aufgaben und Tätigkeiten gewissenhaft ausführen. Mit respektvollem Umgang erhöht sich folglich auch die Produktivität des Unternehmens.

3. Tipp: Vorbildfunktion übernehmen!

Hier geht es nicht nur darum, als Chef ein gutes Vorbild zu sein, sondern Mitarbeitern insbesondere in unternehmerischen Dingen Verantwortung zu übertragen, und sie in relevante Entscheidungen mit einzubeziehen. Dazu gehört es auch, Angestellten die Relevanz der Qualität von Produkten und Dienstleistungen für die Zufriedenheit der Kunden aufzuzeigen. Wenn Führungskräfte mit einem guten Beispiel vorangehen, geben sie ihren Mitarbeitern die Möglichkeit über sich hinaus zu wachsen.

4. Tipp: Positionen fair besetzen!

Bei der Besetzung von Positionen gehen Führungskräfte unterschiedlich vor. Allerdings ist es bei einer fairen Mitarbeiter-Behandlung besonders wichtig, dass Arbeitnehmer auf der Basis ihrer Arbeitseinstellung und nicht aufgrund ihrer Fähigkeiten eingesetzt werden. Das wird deutlich, wenn man bedenkt, wie einfach sich die Kompetenzen und Leistungen verändern und verbessern lassen und wie schwierig es ist, etwas an der Einstellung und Arbeitsmoral eines Mitarbeiters zu ändern. Chefs sollten daher darauf achten, nur Mitarbeiter einzustellen, die auch die richtige innere Haltung mitbringen.

5. Tipp: Aufstiegsmöglichkeiten bieten!

Jede Unternehmensführung sollte seine Mitarbeiter genauso fördern und wachsen lassen, wie das Unternehmen selbst. Durch besondere Teamprojekte, die die Qualitäten der einzelnen Mitarbeiter fördern, eröffnen sich neue Möglichkeiten und Strategien. Kleinere Events, in denen die Angestellten die eigenen Produkte noch besser kennenlernen, tragen folglich zur Steigerung der Produktivität, Effizienz und Effektivität bei.

6. Tipp: Feedback geben!

Es ist natürlich nicht möglich, dass alle Mitarbeiter von Anfang an zu 100 % perfekt arbeiten. Faire Behandlung beinhaltet daher auch konstruktives Feedback, durch das Arbeitnehmer ihre Leistungen verbessern können und genauer angeleitet werden, sodass sie wissen, worauf es in bestimmten Aspekten ankommt. Gute Arbeit kann nur geleistet werden, wenn sowohl Vorgesetzte als auch Angestellte Feedback geben und annehmen können.

7. Tipp: Kommunikation fördern! 

Ähnlich wie konstruktives Feedback gehören auch offene Kommunikation unter Führungskräften und Mitarbeitern sowie zwischen Kollegen zum fairen und produktiven Arbeitsumfeld dazu. Durch die richtige Kommunikation erhöht sich das Vertrauen im Team und die Beteiligten lernen sich besser kennen. Somit können Angestellte entsprechend ihren Fähigkeiten und Präferenzen eingesetzt werden, wodurch die Produktivität des Unternehmens weiter gesteigert wird.

8. Tipp: Ängste nehmen!

Zur Rolle einer Führungskraft gehört es, dafür zu sorgen, dass sich die Angestellten wohlfühlen, nicht durch negative Dinge abgelenkt werden und allgemein frei von der Angst sind beispielsweise den Job zu verlieren. Sie müssen das Gefühl haben, dass ihr Chef sich für ihre Probleme interessiert, auf ihrer Seite ist und in schwierigen Situationen gerne hilft.

9. Tipp: Transparenz erhöhen!

Innerhalb eines Unternehmens ist eine offene und transparente Kommunikation unerlässlich, denn nur so kann Vertrauen entstehen. Aus diesem Grund sollten Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter fair behandeln wollen, stets alle relevante Aspekte kommunizieren und keine Angst davor haben, dass unschöne Details ans Licht kommen – das passiert sowieso, denn in Zeiten von Sozialen Netzwerken gibt es kaum noch Geheimnisse. Als Chef ist es daher unternehmerisch intelligenter, im Vorhinein Offenheit zu vermitteln und gegenüber den Angestellten transparent zu agieren.

10. Tipp: Teamstärkung garantieren!

Der letzte Tipp zur Steigerung der Produktivität durch faire Mitarbeiter-Behandlung ist der wohl wichtigste. Hier geht es darum, alle Angestellten miteinander zu verbinden, sodass sie als Team funktionieren, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam an der Verwirklichung von zielen arbeiten. Teamgeist ist unerlässlicher Bestandteil guter Unternehmensführung und wird am besten gefördert, indem alle Mitarbeiter das Gefühl haben, in gleicher Weise fair behandelt zu werden – so entsteht automatisch eine dynamische Gemeinschaft.

Wie du gesehen hast, ist faire Mitarbeiter-Behandlung für den Erfolg jedes Unternehmens notwendig. Sie führt dazu, dass Führungskräfte und Mitarbeiter in einem dynamischen Team zusammenarbeiten und letztendlich die gleichen unternehmerischen Ziele verfolgen. Fairness am Arbeitsplatz hängt mit vielen verschiedenen Aspekten zusammen, wie einem respektvollen Umgang, offener Kommunikation und Wertschätzung. So steigert die faire Behandlung von Angestellten durch Vorgesetzte die Produktivität des Unternehmens und verhilft zum Erfolg.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (11 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik, Soziologie und Interdisziplinäre Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld studiert. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete neben dem Studium als Social Media Managerin. Die Kenntnisse in verschiedenen Bereichen machen es ihr leicht, Texte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu erstellen. Sie unterstützt das Team von praktikumsstellen.de, indem sie Artikel mit hilfreichen Tipps und Informationen erstellt.

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