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Facts and Fiction: 8 Praktikum Klischees und was wirklich stimmt

Facts and Fiction: 8 Praktikum Klischees und was wirklich stimmt
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Inhalt:
  1. 1. Ein Praktikant weiß nicht wie man richtig arbeitet
  2. 2. Ein Praktikant hat keine Chance auf eine Festanstellung
  3. 3. Praktikanten braucht niemand
  4. 4. Die meiste Zeit des Praktikums stehen Praktikanten am Kopierer
  5. 5. Praktika sind nur was für Schüler oder Studenten
  6. 6. Im Praktikum wird nur Kaffee gekocht
  7. 7. Praktikanten beantworten nur Mails
  8. 8. Praktikanten sind billige Arbeitskräfte
  9. Fazit:

Immer wieder taucht der Mythos des Kaffee kochenden Praktikanten auf, der neben der Zubereitung von Heißgetränken nichts Besseres zu tun hat als zwischen dem Kopierer hin und herzulaufen. Das Bild der billigen Arbeitskraft steckt noch immer tief verwurzelt in den Köpfen fest. Doch das auch ein Praktikum durchaus viele Vorteile bietet und mit der Einführung des Mindestlohns zudem finanziell eine Aufwertung erfuhr, wird schnell vergessen. Neben dem Klischee der billigen Arbeitskraft gibt es jedoch weitere, die längst nicht mehr der Realität entsprechen.
Von Mandy Paul

1. Ein Praktikant weiß nicht wie man richtig arbeitet

Schwarze Schafe gibt es natürlich immer. Doch mit diesem Klischee wird einer ganzen Gruppe von oft jungen Leuten pauschal unterstellt zu faul zum arbeiten zu sein. Das dieses Klischee Blödsinn ist, ist eigentlich offensichtlich. Für viele zählt sogar nur die gemachte Erfahrung im Praktikum und eine Vergütung währenddessen ist zweitrangig.

2. Ein Praktikant hat keine Chance auf eine Festanstellung

Durchaus ist Flexibilität auf dem heutigen Arbeitsmarkt ein Muss und als Absolvent sofort eine Anstellung zu finden ist nicht einfacher geworden. Nicht selten wird daher ein Praktikum ergriffen. Doch bleibt oft der unbefristete Arbeitsvertrag nach dem Praktikum aus. Dennoch: Ein Ding der Unmöglichkeit ist eine Festanstellung auf diese Weise nicht. Mit einem Praktikum lassen sich wunderbar Kontakte knüpfen. Zudem steht man mit einem Fuß bereits im Unternehmen. Das Klischee ein Praktikum bringe keine Festanstellung ist somit nicht ganz richtig. Zudem finden nicht wenige über das Praktikum zumindest den Weg zu einem befristeten Vertrag.

3. Praktikanten braucht niemand

Jeder, der bereits selbst Praktikant war und den stressigen Arbeitsalltag im Unternehmen miterlebt hat, kann darüber wohl nur herzlich lachen. Praktikanten übernehmen häufig gleichwertige Arbeit wie die Festangestellten. Oder sie übernehmen sogar eigene Projekte und damit ein hohes Maß an Verantwortung. Für Unternehmen stellen Praktikanten enorm wichtige Arbeitskräfte dar, da sie mit ihrer Arbeit auch schnell Personallücken füllen.

4. Die meiste Zeit des Praktikums stehen Praktikanten am Kopierer

Durchaus gibt es Praktikumsplätze, die dem Praktikanten keine verantwortungsvollere Aufgaben als das Kopieren von Dokumenten aufgeben. Doch ist hier auch der Praktikant gefragt, der durchaus um anspruchsvollere Aufgaben bitten kann. Ein Praktikum bietet die Möglichkeiten Fragen über Fragen zu stellen. Und um nicht in die Verlegenheit der Übernahme weniger sinnvoller Aufgaben zu kommen, sollte der Praktikant die Fragen auch gezielt stellen. Gern darf auch der Wunsch geäußert werden, dass man bei bestimmten Terminen dabei wäre. Eigeninitiative wird gern gesehen. Und außerdem: In welchem Job muss denn nicht auch mal kopiert werden?

5. Praktika sind nur was für Schüler oder Studenten

Ein weiteres Klischee, dass mit einem Praktikanten nichts zu tun hat. Neben dem Schülerpraktikum, dass als erste Orientierung dient sind Praktika auch für Absolventen oder Leute gut, die sich beruflich neu orientieren wollen. Ein Praktikum ist sozusagen ein Schnupperkurs, der jedoch gleichzeitig vertiefende Einblicke in die für diesen Job alltäglichen Arbeitsabläufe gewährt. Ein Praktikum bietet dabei die Chance sich zu erproben und herauszufinden, ob der angebliche Traumjob wirklich so ein Traum für einen selbst ist.

6. Im Praktikum wird nur Kaffee gekocht

Das Klischee, dass der Praktikant nur zum Kaffee kochen da ist, sind längst vorbei. Zudem kommen viele Praktikanten aus dem akademischen Bereich. Aber auch in anderen Branchen werden Praktikanten direkt mit in das alltägliche Arbeitsgeschehen mit eingebunden. Routinetätigkeiten wie einen Kaffee zu kochen gehört natürlich zum Alltag dazu, doch gehört dies nicht zu den Hauptaufgaben eines Praktikanten. Zudem sollen Praktikanten einen Einblick in das Unternehmen gewinnen und sich ein Bild von den tatsächlichen anfallenden Tätigkeiten machen. Allein an der Kaffeemaschine wird dies kaum gelingen, was den Unternehmen selbst bewusst ist.

7. Praktikanten beantworten nur Mails

Aber auch E-Mail müssen in einem Unternehmen beantwortet werden. Statt eines Klischees handelt es sich beim Beantworten geschäftlicher E-Mails um eine alltägliche Aufgabe, die jedoch nicht zu unterschätzen ist. Hier muss der richtige Ton getroffen und die richtige Form gewählt werden. Um weitere Aufgaben im Praktikum übernehmen zu können, muss zudem ein vernünftiges Zeitmanagement her. So kann man letztlich auch dem Beantworten von Mails etwas Nützliches abgewinnen.

8. Praktikanten sind billige Arbeitskräfte

Ein Klischee, dass sich noch immer hartnäckig hält, ist, dass Praktikanten billige Arbeitskräfte seien. Doch billig sind Praktikanten schon lange nicht mehr. Auch sie haben Anspruch auf Mindestlohn und bleiben zudem lediglich nur zwei bis sechs Monate im Unternehmen. Womit einrecht hoher verwaltungstechnischer AUfwand verbunden ist. Zudem leisten sie dabei wichtige Arbeit, die wieder ersetzt werden muss, sobald sie das Unternehmen verlassen. Daher werden Praktikumsstellen mit Bedacht und nicht mit irgendwem besetzt.

Fazit:

Natürlich gibt es noch immer unbezahlte oder schlecht bezahlte Praktika. Und womöglich wird man das ein oder andere Klischee in seinem Praktikum wie kopieren oder Kaffee kochen oder tausende Mails schreiben erfüllt sehen. Dennoch. Praktika sind Chancen und viele Aufgaben haben trotz allem ihren Wert. Doch liegt es auch am Praktikanten selbst, was er draus macht. Wenn du also merkst, dass deine Aufgaben recht eintönig sind, habe den Mut dies anzusprechen und nach neuen Aufgaben zu fragen. Mit einem Praktikum eröffnen sich die Möglichkeiten, die du mit einem bezahlten Einstiegsjob so vielleicht nicht hättest, da das Aufgabengebiet hier bereits fest definiert ist. Auf diese Weise lernt du ebenso, auf niemanden zu warten, der dir sagt was zu tun ist, sondern auch eigene Wege zu finden. Praktika sind also deutlich besser als ihre Klischees.

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