praktikumsstellen.de Ratgeber Die wichtigsten Soft Skills für den Berufsstart

Die wichtigsten Soft Skills für den Berufsstart

Die wichtigsten Soft Skills für den Berufsstart
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Inhalt:
  1. Was sind Soft Skills? Eine Definition 
  2. Die wichtigsten Soft Skills 
  3. Soft Skills in der Bewerbung 
  4. Soft Skills erwerben im Praktikum – So geht’s 
    1. Eigeninitiative
    2. Kommunikationsfähigkeit
    3. Zielorientierte Arbeitsweise

Soft Skills werden häufig als Schlüssel zum Erfolg betrachtet. Ohne sie wird es schwierig, einen Job zu ergattern. Warum? Weil sich dadurch Bewerber voneinander unterscheiden. Zeugnisse, Studiengänge und Abschlussnoten sehen bei vielen Berufsanfängern gleich aus. Was dann wirklich zählt sind Dinge wie Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit, Engagement, etc. - Soft Skills eben. Welches die wichtigsten Soft Skills sind und wie du ein Praktikum dafür nutzen kannst, diese zu erwerben, liest du im Folgenden!

Was sind Soft Skills? Eine Definition 

Unter diesem Begriff versteht man im Grunde genommen die soziale Kompetenz eines Menschen. Verwendet wird dieses Wort aber fast ausschließlich im beruflichen Kontext. Soft Skills umfassen aber nicht nur Fähigkeiten, sondern auch die persönliche Einstellung eines Individuums. Wer über Soft Skills verfügt, kann im Joballtag besser mit Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen umgehen. Auch auf die Arbeit an sich haben Soft Skills positive Auswirkungen. Aus diesem Grund stellen sie für Arbeitgeber eine wichtige Schlüsselqualifikation dar, ohne die ein Bewerber in der Regel schlechte Karten hat. 

Im Berufsleben gibt es aber auch Hard Skills. Das sind die fachlichen Fähigkeiten, die sich objektiv anhand von Noten oder Testergebnissen messen lassen können. Auch diese dürfen nicht fehlen, da Bewerber für die Ausübung eines Jobs über bestimmte fachliche Qualifikationen verfügen müssen, um diesen auch kompetent ausführen zu können. Für deinen Einstieg ins Berufsleben benötigst du also beides: Soft Skills und Hard Skills. 

Die wichtigsten Soft Skills 

Soft Skills können sowohl persönliche, methodische, als auch soziale Kompetenzen umfassen. Zu den zehn wichtigsten Soft Skills für ein erfolgreiches Berufsleben gehören unter Anderem:

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Stressresistenz
  • Eigeninitiative
  • Motivation
  • Ehrgeiz
  • Belastbarkeit
  • Zielorientierte Arbeitsweise
  • Kritikfähigkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Selbstreflexion

Viele weitere Eigenschaften können den Jobeinstieg erleichtern. Dazu gehört beispielsweise eine gute Menschenkenntnis oder auch Überzeugungskraft. In großen Firmen, die einen weltweiten Kundenstamm haben, zählen neben Hard Skills wie guten Fremdsprachenkenntnissen auch Soft Skills wie interkulturelle Kompetenz. Welche sozialen Fähigkeiten beim jeweiligen Arbeitgeber besonders gefragt sind, hängt sicherlich auch von der Branche ab. Informiere dich gut über die Unternehmen, bei denen du dich bewerben möchtest, und finde auf diese Weise heraus, mit welchen Soft Skills du dort besonders punkten kannst. In den Stellenausschreibungen findest du häufig auch schon Hinweise darauf, auf welche nicht-fachlichen Kompetenzen ein Arbeitgeber besonders viel Wert legt.

Soft Skills in der Bewerbung 

Das Gute an diesen sozialen Fähigkeiten ist, dass man nicht erst auf ein Vorstellungsgespräch hoffen muss, um diese unter Beweis zu stellen. Du kannst nämlich schon in der Bewerbung zeigen, dass du bereits über gute Soft Skills verfügst. Und zwar so: Hast du einen Nebenjob? Bist du während des Studiums ehrenamtlich tätig? Oder bist du vielleicht in einem Sportverein? All diese Dinge deuten darauf hin, dass du bereits über eine „fortgeschrittene“ Sozialkompetenz verfügst. Denn: Wer Sport macht, ist diszipliniert. Mannschaftssport steht für Teamgeist und Kollegialität. Ein Nebenjob bedeutet, dass du Fleißig und Belastbar bist, und eine ehrenamtliche Tätigkeit zeugt von Motivation und Eigeninitiative. Alles Eigenschaften, auf die Personaler viel Wert legen. 

Anstatt diese Soft Skills als allgemeine Stärken zu deklarieren, die du im Anschreiben auflistest, solltest du jede Stärke / also alle Soft Skills mit einem konkreten Beispiel belegen. Dadurch lässt sich ein viel besseres Bild von deinen Fähigkeiten und somit auch von deiner Eignung auf den ausgeschriebenen Arbeits- oder Praktikumsplatz schließen. 

Soft Skills erwerben im Praktikum – So geht’s 

Wenn du bisher eher wenig Berufserfahrung sammeln konntest, dann ist es umso wichtiger, dass du ein anstehendes Praktikum dafür nutzt, um deine Soft Skills auf Vordermann zu bringen! Der erste Schritt zum Erwerb von Soft Skills beginnt im Kopf. Da es sich um soziale Kompetenzen handelt, solltest du zunächst an deiner Einstellung arbeiten. Nach welchen Grundsätzen handelst du? Wenn Kunden für dich nervig und lästig sind, wirst du nie gut im Umgang mit diesen sein. Denkst du bei jedem Geschäftspartner, dass er dich übers Ohr hauen will? Hältst du dich für ungeeignet, im Meeting zu sprechen, weil du noch so wenig Berufserfahrung hast? 

All diese Abneigungen oder Unsicherheiten machen dir das Leben nur unnötig schwer. Arbeite daher an deiner Grundeinstellung. Positives Denken kann man nämlich lernen! Immer, wenn dich zum Beispiel Unsicherheiten überkommen, dann denke laut „Stop“ und verdränge diesen Gedanken mit einem positiven Gedanken, wie „ich schaffe das!“. Im nächsten Schritt zur Verbesserung der Soft Skills geht es dann nur noch um das Trainieren ganz konkreter Eigenschaften:

Eigeninitiative

Diese Fähigkeit ist nicht angeboren. Man kann üben, Eigeninitiative zu zeigen. Erinnere dich nur immer wieder daran, dass wenn du im Praktikum mit einer Aufgabe fertig geworden bist, du nicht erst private Emails checkst, sondern sofort im Betrieb nachfragst, ob es noch etwas für dich zu tun gibt. Oder: Beschwert sich ein Kollege darüber, dass er schon wieder Überstunden machen muss und noch so viel zu tun hat, dann zögere nicht, sondern biete deine Hilfe an! Je öfter du dies tust, desto schneller verlierst du in dieser Frage die Hemmschwelle und kannst beim Berufseinstieg direkt damit loslegen, deine Eigeninitiative unter Beweis zu stellen!

Kommunikationsfähigkeit

Die eigene Kommunikationsfähigkeit lässt sich am besten durch Übung trainieren. Eigne dir zunächst über das Internet oder über Bücher Grundwissen zu den gängigsten Regeln der Kommunikation an. Dazu zählt zum Beispiel, dass man seinem Gegenüber stets in die Augen schaut, aufmerksam und aktiv zuhört, und Gesprächspartner immer ausreden lässt. Übe diese Dinge, indem du während deines Praktikums auf möglichst viele Kollegen zugehst um dich mit ihnen zu unterhalten. Wenn du regelmäßig mit Arbeitnehmern oder Kunden interagierst (und nicht nur mit Studenten), dann wird sich deine Kommunikationsfähigkeit mit jedem Mal verbessern!

Zielorientierte Arbeitsweise

Nicht nur persönliche, sondern auch methodische Kompetenzen fallen unter den Begriff Soft Skills. Einer dieser methodischen Fähigkeiten ist die zielorientierte Arbeitsweise. Hier hilft es, sich Grundlagen in diesen Bereichen anzueignen. Dies gelingt wieder am Besten über Bücher und auch über Informationen aus dem Internet. Hier kannst du, gerade zum Thema zielorientiertes Arbeiten, jede Menge Techniken erlernen, die vom Zeitmanagement, dem Setzen von Prioritäten bis hin zu Ratschlägen über die Abschaffung von Ablenkungsquellen am Arbeitsplatz zielen. Hast du das nötige theoretische Know-How, musst du dieses Wissen nur noch in die Praxis bringen. Ein Praktikum ist dafür die beste Möglichkeit, all diese Dinge auszutesten und zu üben. So kannst du dich für den kommenden Berufsstart fit machen für die Arbeitswelt!

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