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Die Frage nach den Stärken und Schwächen: So findest du die passende Antwort im Vorstellungsgespräch!

Die Frage nach den Stärken und Schwächen: So findest du die passende Antwort im Vorstellungsgespräch!
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Inhalt:
  1. Kennst du deine Stärken und Schwächen? Die richtige Antwort vorbereiten
    1. Stärken finden:
    2. Schwächen finden:
  2. Achtung vor Floskeln
  3. Manchmal ist die Frage nach den Stärken und Schwächen versteckt...
  4. So formulierst du eine Antwort auf klassische Frage nach den Stärken und Schwächen
    1. Hier ein Beispiel für eine Stärke:
    2. Hier ein Beispiel für eine Schwäche:

Was sind deine größten Stärken und Schwächen? Ein Klassiker unter den Fragen, mit denen ein Bewerber in einem Vorstellungsgespräch rechnen sollte. Doch eine passende Antwort darauf zu finden ist meist gar nicht so einfach! Wir zeigen dir hier, wie du dich am besten auf diese Frage vorbereiten kannst! Mit dieser Frage müssen die meisten angehenden Praktikanten rechnen, egal ob sie ein Praktikum in einer Bank oder in einem Produktionsunternehmen absolvieren möchten. Hier findest du nützliche Tipps und Infos, die dir bei der Beantwortung dieser Frage im Vorstellungsgespräch bestimmt weiterhelfen können!

Hast du dich auch schonmal gefragt, was dein Gesprächspartner mit dieser schwierigen und persönlichen Frage eigentlich bezwecken möchte? Hier kommt die Antwort: Aus deinen Bewerbungsunterlagen kann ein Arbeitgeber lediglich deine fachlichen Kompetenzen entnehmen. Welche Schulen du besucht hast, welche Wahlpflichtfächer du belegt hast oder in welchen Bereichen deines Studiums du deinen Schwerpunkt gelegt hast. Auch Angaben über zuvor absolvierte Praktika sind in deinem Lebenslauf zu finden. Somit hat ein Personaler alle fachlichen Informationen über dich, mit dem er oder sie entscheiden kann, ob du für die Praktikumsstelle geeignet bist oder nicht. 

Doch es gibt etwas, dass gibt deine Bewerbung nicht her. Angaben über deinen Charakter. Bei der Einstellung neuer Praktikanten ist es für die Unternehmen sehr wichtig, dass diese gute Arbeit leisten können. Das geht aber nur, wenn die Praktikanten auch in die entsprechende Abteilung passen und eine gute Ergänzung für das bestehende Team darstellen. Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, möchte der Personaler mit der Frage nach deinen Stärken und Schwächen herausfinden, wie du tickst.

Kennst du deine Stärken und Schwächen? Die richtige Antwort vorbereiten

Bevor du so eine persönliche Frage in diesem beruflichen Kontext souverän beantworten kannst, musst du dir diese zunächst einmal selbst beantworten können. Eine Selbstanalyse ist dafür ideal. Wir empfehlen jedem auf der Suche nach Praktikumsstellen diese mit einer Selbstanalyse zu beginnen, denn auf diese Weise weißt du auch viel besser, in welches berufliche Umfeld du gut passen könntest. Diese Fragen können dir dabei helfen, mehr über deine Stärken und Schwächen zu erfahren:

Stärken finden:

  • In welchen Schulfächern bist du besonders gut?
  • Was sind deine Hobbys? 
  • Wofür wurdest du schonmal sehr gelobt?
  • Worin liegen deine größten Talente?
  • Was fällt dir besonders leicht?
  • Worin fragen dich deine Eltern/Freunde nach Hilfe?

Schwächen finden:

  • Welche Schulfächer machen dir überhaupt keinen Spaß?
  • Gibt es bestimmte Tätigkeiten, die du immer versuchst zu vermeiden?
  • Was fällt dir immer schwer, obwohl du es schon öfter probiert hast?

Es ist ganz wichtig, dass du ein paar Schwächen findest, die du im Vorstellungsgespräch nennen kannst. Wer sagt, er habe keine, wirkt schnell überheblich. Nobody is Perfect! Sei ehrlich zu dir selbst und zum Praktikumsbetrieb, denn nur wer authentisch und ehrlich ist, wird auch im späteren Praktikum überzeugen können! Hier noch ein kleiner Tipp für das Nennen von Schwächen: Versuche Schwächen zu finden, die sich leicht ausbessern lassen, oder welche, die nur sehr wenig oder gar nichts mit deinem angestrebten Praktikumsplatz zu tun haben!

Achtung vor Floskeln

Du bist ehrgeizig, perfektionistisch, motiviert und ein echter Teamplayer? Genau das gleiche werden vermutlich auch all deine Mitbewerber um diesen Praktikumsplatz sagen. Um nicht mit Floskeln beim Personaler auf taube Ohren zu stoßen, solltest du dir bei der Beantwortung dieser Fragen ein wenig mehr Mühe geben! 

Manchmal ist die Frage nach den Stärken und Schwächen versteckt...

… in diesem Fall musst du sehr aufmerksam sein! Du bereitest die Antwort auf die Stärken-Schwächen-Frage so gut vor, da wäre es schade, wenn du in einem Moment der Unaufmerksamkeit nicht mitbekommst, dass es jetzt an der Zeit wäre, deine vorbereitete Antwort auszupacken. Hinter diesen Formulierungen steckt die Frage nach deinen Stärken oder Schwächen:

  • Welche Eigenschaften würden Sie gerne an sich ändern? (Frage nach den Schwächen)
  • Welche Hobbys haben Sie? (Frage nach den Stärken)
  • Welche Eigenschaften schätzen Sie an Ihren Freunden oder Bekannten besonders? (Frage nach den Schwächen)
  • Worauf sind Sie besonders stolz? (Frage nach den Stärken)
  • Was waren Ihre bisher größten Erfolge? (Frage nach den Stärken)
  • Was regt Sie schnell auf? (Frage nach den Schwächen)

So formulierst du eine Antwort auf klassische Frage nach den Stärken und Schwächen

Wenn du auf diese gefürchtete Frage in einem Vorstellungsgespräch antwortest, dann reicht es nicht aus, einfach drei Stichpunkte in den Raum zu werfen. „Ich bin kommunikativ, leistungsbereit und teamfähig“. Das ist lediglich ein Satz, den dein Gegenüber bestimmt schon hunderte Male gehört hat. Im Prinzip sagt dieser Satz also auch gar nichts über dich aus. Viel besser: belege alles was du sagst mit ganz konkreten Beispielen aus deinem Leben. 

Hier ein Beispiel für eine Stärke:

„Ich bin seit drei Jahren bei der Uni-Zeitung beschäftigt, wo ich gemeinsam mit meinen Kollegen versuche, interessante und informative Beiträge für die Studierenden meiner Uni zu finden. In den regelmäßigen Redaktionssitzungen war mir meine offene und kommunikative Art immer ein großer Vorteil, weil ich mich gerne auch mit den Ideen der Anderen auseinandergesetzt habe. Auch bei Meinungsverschiedenheiten gelang es uns immer sehr schnell, eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Gegenseitige Unterstützung innerhalb des Redaktions-Teams begeistert mich immer wieder aufs Neue. Es ist schön, wenn alle an einem Strang ziehen und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Weil ich in dieser Nebentätigkeit gemerkt habe, wie gerne ich mit anderen Menschen in einem Team zusammenarbeite, denke ich, dass in diesem Bereich eine ganz entscheidende persönliche Stärke von mir liegt.“ Mit dieser Antwort sagst du soviel mehr über dich aus, als wenn du nur gesagt hättest, dass Teamfähigkeit zu deinen Stärken gehört. Du hast dem Personaler, der dich ja kennenlernen möchte, einen Einblick in deine Persönlichkeit gewährt. 

Hier ein Beispiel für eine Schwäche:

„Weil ich bislang nur sehr wenig Berufserfahrung sammeln konnte, bin ich bei vielen Dingen noch sehr nervös. Wenn ich beispielsweise Kunden anrufen soll, dann wird mich das schon ein wenig Überwindung kosten, und bestimmt werde ich mir auch viele Notizen vor dem Anruf anfertigen. Auch wenn ich eine Aufgabe bearbeiten soll, die relativ viel Verantwortung mit sich bringt, dann kann es schon sein, dass ich diese besonders langsam ausführen werde, einfach weil ich keine Fehler machen möchte. Ich denke aber, dass mich diese Unsicherheit lediglich in den ersten Tagen vielleicht ein wenig ausbremsen könnte, und ich danach mehr und mehr an Sicherheit in Ihrem Betrieb gewinnen werde. Um diese Schwäche in den Griff zu bekommen möchte ich vor meinem Berufsstart noch möglichst viele Praktika absolvieren, sodass ich mich besser auf den Eintritt in die Arbeitswelt vorbereitet fühle.“ In diesem Beispiel siehst du, wie eine authentische Darstellung deiner Schwächen aussehen kann. Du nennst nicht nur eine Schwäche, sondern zeigst auch deinen Plan auf, mit dem du diese in Zukunft in den Griff bekommen möchtest. Ein ganz wichtiger Punkt!   

Du solltest immer mehr Stärken als Schwächen nennen können. Generell ist es in einem Vorstellungsgespräch eher üblich nur eine Schwäche zu nennen. Für alle Fälle solltest du aber mehrere Schwächen vorbereiten, über die zusätzlich noch berichten könntest. 

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