praktikumsstellen.de Ratgeber Die 10 größten Stolperfallen im Praktikum - So vermeidest...

Die 10 größten Stolperfallen im Praktikum - So vermeidest du fiese Fettnäpfchen

Die 10 größten Stolperfallen im Praktikum - So vermeidest du fiese Fettnäpfchen
© pathdoc | shutterstock.com
Inhalt:
  1. 1. Du stellst dich nicht richtig vor
  2. 2. Bloß keine Langeweile zeigen
  3. 3. Ein stiller Beobachter sein
  4. 4. Duzen und Siezen
  5. 5. Vertrauliche Infos weitergeben 
  6. 6. Keine, oder die falschen Fragen stellen
  7. 7. Tätigkeiten nicht ernst nehmen
  8. 8. Unausgeruht zur Arbeit erscheinen
  9. 9. Klatsch und Tratsch sind tabu 
  10. 10. Fehler verheimlichen

Stolperfallen lauern überall dort, wo sich Anfänger bewegen. Ob in einem Verein, beim Sport oder eben auch im Berufsleben. Gerade letzteres ist dafür bekannt, viele Möglichkeiten, einen Fauxpas zu begehen, bereit zu halten. Damit du bei deinem nächsten Praktikum nicht gleich in eine dieser Stolperfallen tappst, haben wir hier 10 Anfängerfehler aufgelistet und geben dir Tipps, wie du diese erfolgreich vermeiden kannst!

1. Du stellst dich nicht richtig vor

In vielen Praktikumsbetrieben wirst du am ersten Tag in deiner Abteilung vorgestellt. Vermutlich wird dich dein Betreuer dann auch darum bitten, kurz etwas von dir zu erzählen. Vermeide den Anfängerfehler, hier nur wieder deinen Namen zu wiederholen und zu sagen, dass du für die nächsten Wochen oder Monate der neue Praktikant bist. Denn dass können sich deine neuen Kollegen bereits selbst denken. Bereite dich daher unbedingt im Vorfeld darauf vor, etwas zu erzählen. Hier ein kleiner Tipp: Du kannst sagen, welche Universität du besuchst, welchen Schwerpunkt du gewählt hast und worauf du dich bei deinem Praktikum am meisten freust oder auch was du unbedingt während dieser Zeit lernen möchtest. Wenn du dir die Antworten zu diesen Fragen zurechtgelegt hast, wirst du ein typisches Fettnäpfchen, in das schon viele Praktikanten vor dir getreten sind, vermeiden können!

Übrigens: Solltest du nicht offiziell vorgestellt werden, dann ergreife selbst die Initiative! Gehe kurz in der Abteilung rum und begrüße jeden deiner neuen Kollegen und sage kurz, wer du bist und was du machst. Damit zeigst du gleich, dass du zum Team dazugehörst. Wer sich nämlich nicht vorstellt und direkt mit der Arbeit beginnt, ohne auch nur eine einzige Person in der Abteilung zu kennen, könnte im weiteren Verlauf des Praktikums Schwierigkeiten damit bekommen, Anschluss zu finden. Wer sich dagegen freundlich vorstellt wirkt gleich viel sympathischer und wird von seinen neuen Kollegen eher akzeptiert. 

2. Bloß keine Langeweile zeigen

Du weißt nicht, was du tun sollst? Bist du immer so schnell fertig mit deinen Aufgaben? Dann überprüfe doch einfach nochmal, was du gerade bearbeitet hast. Vermeide den Fauxpas, gelangweilt  auszusehen. Auch wenn es langweilig ist, wenn man nichts zu tun hat und auf eine neue Aufgabe wartet, so solltest du um jeden Preis vermeiden, einen gelangweilten Eindruck zu vermitteln. Sonst könnte dein Chef schnell denken, dass du dich nicht für deine Aufgaben interessierst und auch nichts im Praktikum lernen möchtest. Also: Suche immer nach einer neuen Beschäftigung! Und damit ist nicht gemeint, hol dein Smartphone raus und beginne damit, deine privaten Emails zu checken! Bestimmt gibt es irgendwelches Infomaterial und Broschüren zu deinem Unternehmen, oder einen Leitfaden für neue Mitarbeiter. Frage danach und beschäftige dich wenigstens damit, etwas über deinen Praktikumsbetrieb zu lesen. Zumindest so lange, bis ein Kollege wieder eine Aufgabe für dich hat.

3. Ein stiller Beobachter sein

Wenn du als Praktikant an einem Meeting teilnimmst, wirst du beim ersten Mal vermutlich eher die Rolle eines stillen Beobachters einnehmen. Das ist auch in Ordnung, schließlich weißt du nicht, was auf dich zukommt und wie so etwas in deinem Betrieb abläuft. Doch wenn du an weiteren Meetings teilnimmst, solltest du diese Rolle ablegen. Stelle ruhig Fragen oder bringe deine Ideen zu einem bestimmten Thema ein. Immer nur in der letzten Reihe zu sitzen und nichts zu sagen kommt, wie du dir sicherlich denken kannst, nicht so gut an. Also: Zeige Engagement und bring dich in die Diskussion ein. Aber Achtung: Zu viel Einsatz kann auch nach hinten losgehen. Eine häufige Stolperfalle, in die Praktikanten tappen ist, dass sie gerade in so einer Besprechung große Töne spucken, ohne wirklich viel Hintergrundwissen zu haben. Mache die Ideen deiner Kollegen nicht schlecht und versuche auch nicht, fest etablierte Strukturen zu ändern. Halte dich, was das Äußern von allgemeinen Verbesserungsvorschlägen betrifft, zurück. Nichtsdestotrotz kannst und solltest du bei Besprechungen auch mal zu Wort kommen.

4. Duzen und Siezen

Berufsanfänger sind häufig mit der „Duzen oder Siezen“-Frage ein wenig überfordert. Welche Regeln hier gelten, ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Am Anfang gilt jedoch die Faustregel: Siezen! Du solltest, weil du ja der- oder diejenige bist, der neu ist, das Duzen nicht von dir aus anbieten. Dadurch könnten sich manche Kollegen auf den Schlips getreten fühlen, weil du damit indirekt verlangst, dass diese dir auch das „Du“ anbieten. Manche wollen das aber vielleicht gar nicht. Daher: Vermeide den Anfängerfehler mit dem Duzen und sprich deine Kollegen so lange mit „Sie“ an, bis diese dir ein „Du“ anbieten. Dann kannst du dieser bitte natürlich auch nachkommen.

5. Vertrauliche Infos weitergeben 

Das Weitererzählen vertraulicher Informationen ist nicht nur ein kleines Fettnäpfchen, sondern ein grober Verstoß gegen deinen Arbeitsvertrag oder die Betriebsregeln. Dafür könnte man dich abmahnen oder sogar kündigen. Nimm diese Regel ernst und behalte vertrauliche Informationen für dich. Du könntest mit der Weitergabe dieser großen Schaden anrichten und deine Chancen, jemals bei diesem Arbeitgeber angestellt zu werden, für immer verspielen. 

6. Keine, oder die falschen Fragen stellen

Weißt du, was einen guten Praktikanten auszeichnet? Ein guter Praktikant ist wissbegierig, zeigt Lernbereitschaft und Eigeninitiative. Fragst du dich jetzt, wie auch du vermitteln kannst, dass du ein guter Praktikant ist? Ganz einfach: Stelle Fragen! Wer wochen- oder monatelang in einem Betrieb ist und dort seine Aufgaben verrichtet, ohne auch nur eine einzige Frage zu stellen, wird nicht sehr viel für seine weitere berufliche Zukunft lernen. Ganz anders sieht es aus mit Praktikanten, die jede Menge Fragen stellen. Bloß nicht schüchtern sein und immer, wenn dir etwas unklar ist oder du eine Tätigkeit besser verstehen möchtest, solltest du nachfragen! Du kannst auch Fragen zum allgemeinen Berufsleben stellen, zur Branche, in der du tätig bist, usw. Aber Vorsicht: Auch hier lauern Stolperfallen: Man kann auch die falschen Fragen stellen. Fragen zum Gehalt deiner Kollegen zum Beispiel solltest du dir verkneifen. 

7. Tätigkeiten nicht ernst nehmen

Ein Anfängerfehler, der relativ häufig vorkommt ist, dass Praktikanten einige ihrer Tätigkeiten nicht   ernst nehmen. Du kennst das bestimmt auch: Du bekommst eine sehr leichte Aufgabe, deren Sinn du dir nicht erklären kannst und die du lieblos und ohne viel darüber nachzudenken abarbeitest in der Hoffnung, schnell fertig zu werden und danach eine „richtige Aufgabe“ zu bekommen. Doch hier ist Vorsicht geboten. Auch vermeintlich leichte Aufgaben, die du für eine Beschäftigungstherapie hältst, können von Bedeutung sein. Frage einfach nach, welchen Nutzen diese Tätigkeit für das Unternehmensziel hat und worauf du besonders achten solltest. Je besser du weißt, warum du etwas machst, desto eher wirst du dich auch voll reinhängen. Es wäre ein Fauxpas, bestimmte Arbeiten nicht ernst zu nehmen. Wenn du dir hier schon keine Mühe gibst, wird man sich in deinem Praktikumsbetrieb auch schwer damit tun, dir wirklich wichtige Aufgaben anzuvertrauen. Daher lautet die Devise: Gib immer dein Bestes und nimm jede Aufgabe ernst!

8. Unausgeruht zur Arbeit erscheinen

In der Uni fällt es nicht auf, wenn du in der Nacht zuvor gefeiert hast. Du setzt dich in der Vorlesung einfach in die letzte Reihe und hoffst, dass niemand deine Augenringe sieht. Doch im Berufsleben lässt sich so etwas nicht so einfach vertuschen. Hier musst du immer 100% geben, wenn du ein gutes Praktikumszeugnis erhalten möchtest oder dich sogar für eine Festanstellung nach dem Studium empfehlen möchtest. Arbeitnehmer sind dazu verpflichtet, selbst dafür zu sorgen, arbeitstauglich zu sein. Dazu gehört auch, dass man ausgeschlafen und ausgeruht zur Arbeit erscheint. Ansonsten leidet die Arbeitsleistung und dies kann zu Ärger mit dem Vorgesetzten führen. Ein absolutes No Go daher: Sich während des Praktikums die Nächte um die Ohren zu schlagen.

9. Klatsch und Tratsch sind tabu 

Gemeinsames Lästern soll ja angeblich die Bindung zwischen den zwei Lästernden stärken. Als Praktikant solltest du dich aber mit Jedem in deinem Betrieb gut stellen. Weil du als Praktikant noch neu im Unternehmen bist und die einzelnen Kollegen nicht gut kennst, solltest du dich auch deshalb nie an Lästereien beteiligen. Du weißt nie, wer recht hat und wer nicht, und dich bei so unfairen Aktionen zu beteiligen kann schnell deinen Ruf in der gesamten Abteilung ruinieren. Dieses Fettnäpfchen solltest du in deinem Praktikum unbedingt umgehen. Hier ein kleiner Tipp, wie es klappt: Wenn mehrere Kollegen gemeinsam über eine nicht anwesende Person zu lästern beginnen, sage einfach, dass du wieder an deinen Platz gehst um weiterzuarbeiten. Verlasse diese Situation also einfach und verabschiede dich ganz freundlich. Eine andere Möglichkeit: Stelle eine Frage und versuche damit das Gesprächsthema zu wechseln. Du möchtest in deinem Praktikum ja ganz viel lernen, und wo du deine Kollegen schonmal zusammen hast, kannst du dir auch gleich Tipps zum Berufsalltag holen!

10. Fehler verheimlichen

Als Neuling kommst du gar nicht drumherum, Fehler zu machen. Das ist dir vielleicht sehr unangenehm, doch vollkommen normal. Das schlimmste was du in so einer Situation machen kannst, ist zu versuchen, deinen Fehler zu vertuschen. Denn damit kannst du die Firma in Schwierigkeiten bringen! Sobald du bemerkst, dass du etwas falsch gemacht hast, solltest du zügig einem Kollegen bescheid geben und darum bitten, dir bei der Behebung des Fehlers zu helfen. Begehe auf keinen Fall den Anfängerfehler, selbst versuchen zu wollen, den Fehler zu beheben. Bitte gleich um Hilfe und stehe zu deinem Fehler. So beweist du deinem Praktikumsbetrieb, dass man dir vertrauen kann und du erwachsen genug bist, um Missgeschicke zuzugeben.

Ähnliche Artikel
Praktikum in Schweden: So findest du erfolgreich einen Praktikumsplatz in Schweden
© Bildagentur Zoonar GmbH / shutterstock.com
Praktikum in Schweden: So findest du erfolgreich einen...

Malerische Fischerdörfer, atemberaubende Natur und pulsierende Großstädte: Schweden hat alles zu bieten, was man sich für sein ganz...

Studium abbrechen: Diese 10 Anzeichen sprechen dafür
© 4 PM production | shutterstock.com
Studium abbrechen: Diese 10 Anzeichen sprechen dafür

Jeder Studierende denkt im Laufe seines Studiums irgendwann einmal daran, alles hinzuschmeißen und das Studium abzubrechen. Es ist ganz normal, sich zu fragen,...

Verhaltenstipps | Verhaltensregeln für das Praktikum
© Rawpixel.com | shutterstock.com
Verhaltenstipps | Verhaltensregeln für das Praktikum

Ein Praktikum ist zwar noch kein fester Job, jedoch kann es durchaus den Weg in deine berufliche Zukunft ebnen. In einem Praktikum sammelst du Berufserfahrung,...

Diese Bereiche könnten dich auch interessieren

Praktikumsplätze finden leicht gemacht!

Auf praktikumsstellen.de findest Du täglich aktuelle Praktikumsstellen aus Deiner Umgebung.