- Formatierungsregeln für deinen Praktikumsbericht
- Das Deckblatt
- Der Aufbau des Praktikumsberichts
- Die Einleitung
- Das Unternehmen
- Beschreibung deiner Tätigkeit
- Reflexion
Letzte Tipps für deinen PraktikumsberichtIm Gegensatz zu einer Gedichtanalyse oder einer Hausarbeit überlässt dir deine Schule oder Uni beim Verfassen eines Praktikumsberichts sehr viele inhaltliche Freiheiten. Es gibt ein paar Kernelemente, die du in deinem Bericht „abarbeiten“ musst, doch ansonsten bist du dabei relativ frei. Du kannst unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Wenn dir deine Aufgaben während des Praktikums besonders gut gefallen haben, solltest du darüber auch am meisten schreiben. Freu dich also darauf, diese Zeit noch einmal zu reflektieren und deine Erfahrungen festzuhalten.
Den Praktikumsbericht solltest du in erster Linie für dich selbst schreiben, und nicht für deinen Lehrer oder Professor. Denn: Daraus kannst du für dich persönlich wichtige Erkenntnisse ziehen. Das Schreiben erfordert nämlich eine intensive Auseinandersetzung mit dieser Zeit. Ob dich die Aufgaben erfüllt haben und du dir eine Zukunft in diesem Beruf oder in diesem Unternehmen vorstellen kannst, erfährst du nur so. Mal ehrlich, wer macht sich schon die Mühe, sich mit solchen Gedanken auseinanderzusetzen, wenn doch die Schule oder die Uni kaum Zeit zum Durchatmen lassen. Du wirst zwar mehr oder weniger dazu gezwungen, diesen Bericht zu verfassen, doch sehe darin auch den Mehrwert, den du persönlich dadurch hast.
Formatierungsregeln für deinen Praktikumsbericht
Sofern du keine weiteren Angaben zu den Formalitäten zu deinem Praktikumsbericht erhalten hast, sind diese Angaben ein gutes Maßstab. Die gängigsten Formatierungsregeln lauten:
- Schriftart: Arial oder Times New Roman
- Schriftgröße: 12
- Text: Blocksatz
- Zeilenabstand: 1,5 cm
- Überschriften: Fett, Schriftgröße 14
- Seitenzahlen
- Deckblatt
- Inhaltsangabe
Was die Anzahl der Seiten angeht, so hängt dies häufig mit deinem Bildungsgrad zusammen. Besuchst du noch die Mittelstufe, dann reichen meist 5-10 Seiten. Ab der Oberstufe sollte ein Praktikumsbericht etwa 10-15 Seiten lang sein, und in der Uni sind bis zu 25 Seiten durchaus üblich.
Das Deckblatt
In der Regel enthält das Deckblatt den Titel „Praktikumsbericht“. Dieser kann sowohl in der Mitte der Seite stehen, aber auch ganz oben. Wie du das Deckblatt gestaltest ist dir überlassen. Lass deiner Kreativität freien Lauf, solange du diese Daten angibst:
- Persönliche Daten wie Name, Adresse und Telefonnummer
- Daten der Schule oder Universität
- Name des Lehrers oder des Dozenten, an den der Bericht abgegeben wird
- Der Praktikumszeitraum
- Das Unternehmen, in dem du dein Praktikum absolviert hast
Der Aufbau des Praktikumsberichts
Unterschiedliche Schulen und Universitäten haben auch unterschiedliche Vorgaben darüber, wie ein Praktikumsbericht aussehen soll. Diese Punkte haben Sie alle gemeinsam, sodass du dich gut daran orientieren kannst: Die Einleitung, die Vorstellung des Unternehmens, eine Beschreibung deiner Tätigkeit, sowie eine Reflexion des Praktikums. Beim Verfassen deines Berichtes ist darauf zu achten, dass du diesen immer aus der Ich-Perspektive schreibst.
Die Einleitung
In diesem Teil dreht sich alles um die wichtigsten Eckdaten deines Praktikums. Also um die Praktikumsdauer/-zeitraum, den Beruf den du kennenlernst, deine Motivation und Gründe, warum du dich ausgerechnet für dieses Unternehmen entscheiden hast. Hier ist auch Platz für die Äußerung deiner persönlichen Erwartungen an dein Praktikum. In der späteren Reflexion gehst du wieder darauf ein und schreibst, ob sich deine Erwartungen erfüllt haben.
Das Unternehmen
Ein obligatorischer Bestandteil des Praktikumsberichts ist die Beschreibung des Unternehmens, in dem du tätig warst. Dieser Teil sollte zwischen einer halben und einer DIN A4 Seite betragen, nicht mehr. Stelle auch die Abteilung vor, in der du gearbeitet hast. Wie sieht es mit der Organisation im Betrieb aus, welche Ebenen gibt es da? An dieser Stelle hast du ebenfalls die Option, deinen Arbeitsplatz vorzustellen und zu beschreiben.
Beschreibung deiner Tätigkeit
Hier geht es um deine subjektiven Eindrücke. Du sollst sogar deine eigene Meinung schreiben, habe also keine Scheu vor Subjektivität, denn letzen Endes geht es ja um deine Erfahrungen. Wie sah ein typischer Tag aus? Welche Aufgaben hast du erledigt? Ein Teil dieses Punktes kann eine ausführliche Dokumentation eines Tages sein. Darin schreibst du, mit welcher Tätigkeit du um 8 Uhr begonnen hast, was du bis zur Mittagspause gemacht hast, und wie du den Nachmittag verbracht hast. Wie bist du bei der Erledigung deiner Aufgaben vorgegangen? Welche Aufgaben konntest du alleine bearbeiten, und wobei haben dir Kollegen geholfen?
Reflexion
Im Praktikumsbericht geht es darum, die Zeit in einem Unternehmen zu reflektieren. Welche Wünsche und Erwartungen hattest du an dein Praktikum? Sind diese erfüllt worden? Hast du den Eindruck, den Beruf kennengelernt zu haben? Konntest du dir berufsspezifische Kompetenzen aneignen? Wenn nicht, versuche aufzuschreiben, woran dies gescheitert sein könnte. Nicht nur positive, sondern auch negative Erfahrungen können in der Reflexion festgehalten werden.
Letzte Tipps für deinen Praktikumsbericht
Beim Verfassen deines Berichtes solltest du auf Datenschutz achten. Geh auf Nummer sicher und verwende keine Namen. Stattdessen kannst du, wenn du dich auf eine Person beziehst, dessen Position angeben. Also anstatt zu schreiben: Frau Müller hat mir alle erforderlichen Grundkenntnisse zum Umgang mit der Firmensoftware erklärt, ersetzt du Frau Müller durch die Personalleitung.
Bereits wenige Tage und Wochen nach Ablauf des Praktikums vergisst du bereits einige Einzelheiten. Unser Tipp für deinen Praktikumsbericht: Mache täglich Notizen. Wenn du erst einen Monat nach Ende des Praktikums mit dem Verfassen des Berichts beginnst, wird die Dokumentation nicht so detailreich und ausführlich. Eventuell kommst du dann auch nicht auf die geforderte Seitenzahl. Halte jeden Tag ein paar Notizen fest: Was ist heute ungewöhnliches passiert? Wie konnte dieses Problem gelöst werden? Was hast du heute neues gelernt? Bei welcher Tätigkeit durftest du zuschauen oder was wurde dir heute beigebracht? Indem du dir täglich nur fünf Minuten Zeit nimmst, um diese Fragen zu beantworten, erleichterst du dir den zukünftigen Schreibprozess!