- Die Vorstellung im Betrieb
- Benimm-Regeln für die Begrüßung
- Die Kommunikation im Praktikum
- Benimm-Regeln am Arbeitsplatz
Ein Praktikant hat nicht selten Hintergedanken: Wenn alles gut läuft, wird mir vielleicht ein Job angeboten? Daher ist es ungemein wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Dieser Hintergedanke kommt nämlich nicht von ungefähr: Viele schaffen mit Hilfe eines Praktikums den Einstieg in das Berufsleben. Doch wer noch mitten im Studium steckt, oder gerade erst die Schule beendet hat, weiß noch nicht so richtig, wie man sich am besten im Joballtag benimmt. Für Berufsanfänger lauern da draußen viele Fettnäpfchen.
Dass ein Praktikum auch oftmals ein Karrieresprungbrett darstellt, dürfte den meisten bekannt sein. Aus diesem Grund legt man sich ja auch besonders ins Zeug. Aber nicht immer kommt das, was man während eines Praktikums so tut, auch gut an. Doch keine Sorge: Wir haben einen Praktikanten-Knigge für dich erstellt. So lernst du die wichtigsten Umgangsformen im Berufsalltag kennen, und kannst vom ersten Tag des Praktikums an mit deinem professionellen Verhalten alle Kollegen und Vorgesetzten von dir überzeugen. Hier dich wichtigsten Benimm-Regeln für dein nächstes Praktikum:
Die Vorstellung im Betrieb
An deinem ersten Tag im Praktikum ist es üblich, dass du jeden Mitarbeiter in deiner Abteilung begrüßt. Wenn es gleich am Morgen deines ersten Tages keine Begrüßungsrunde mit Vorstellung deiner Person gibt, dann kommt es gut an, wenn du dich bei allen Kollegen kurz vorstellst. Hier ein Beispiel dafür, wie so etwas aussehen könnte:
„Hallo, ich bin Clara und werde hier in den kommenden drei Monaten ein Praktikum machen. Ich studiere Mediendesign an der Universität und möchte mir in diesem Unternehmen mehr Praxiswissen über meinen Beruf aneignen.“
Wirst du dagegen in einer großen Runde von dem Abteilungsleiter vorgestellt, kann deine persönliche Vorstellung auch etwas länger ausfallen. Dann könntest du zusätzlich noch erzählen, auf welche Aufgabenbereiche du dich am meisten freust, und was du in diesem Betrieb lernen möchtest.
Benimm-Regeln für die Begrüßung
Wenn du Kollegen oder Vorgesetzte begrüßt, dann am besten mit einem freundlichen „Guten Tag“ oder „Guten Morgen“. Ein lockeres „Hi“ wie in der Uni oder auf dem Schulhof ist im Berufsleben eher unangebracht. Dass kommt aber zum Teil auch auf das Unternehmen an. Eine kleine Orientierungshilfe für dich: Beobachte andere Mitarbeiter im Betrieb. Was sagen sie zur Begrüßung? Bedenke allerdings auch, dass du noch neu bist und dich eher gewählter als zu salopp ausdrücken solltest.
Was viele Berufsanfänger und Praktikanten noch nicht wissen: Im Joballtag wird der- oder diejenige, die in der Hierarchie am höchsten steht, immer zuerst begrüßt. Auch, wenn dass bedeutet, dass du einem Mann zuerst die Hand gibst, und dann erst einer Frau. Grundsätzlich ist es aber auch so, dass man eher dir die Hand ausstreckt, und nicht andersrum. Derjenige, der in der Unternehmenshierarchie besonders weit oben steht, entscheidet, ob er per Händedruck begrüßt, oder nur verbal. Mit ausgestreckter Hand auf deinen Chef zuzulaufen ist also keine gute Idee.
Für den Handschlag empfehlen wir in diesem Praktikanten-Knigge: er sollte fest sein, sowie die gesamte Hand des Gegenübers umschließen. Ein guter Handschlag dauert ungefähr drei Sekunden.
Die Kommunikation im Praktikum
In jedem Unternehmen gibt es andere Kommunikationsregeln. In manchen Betrieben wird die gesamte Belegschaft inklusive der Vorgesetzten geduzt, in anderen wird sogar jeder Kollege im eigenen Team gesiezt. Damit du als Neuling in einer Firma nicht in ein Fettnäpfchen trittst, rät dieser Praktikanten-Knigge, alle Angestellten in deinem Praktikumsbetrieb zunächst einmal zu siezen. Auf diese Art und Weise kannst du nichts falsch machen.
Es kann dann gut sein, dass dir deine Kollegen von sich aus schnell ein „du“ anbieten. Dieses darfst du dann natürlich auch annehmen. Trotzdem solltest du diejenigen, die dir das Duzen nicht anbieten, weiterhin ausnahmslos siezen. Dies gilt selbstverständlich besonders für Vorgesetzte.
Die schriftliche Kommunikation per E-Mail ist der nächste Punkt im Praktikanten-Knigge. Hier ist das A und O, dass du diese fehlerfrei verfasst. Auch solltest du auf jeden Fall auf Smileys und Abkürzungen verzichten. Zudem ist es wichtig, dass du dich gewählt und professionell ausdrückst. Dass beinhaltet eine angemessene Anrede, aber auch eine angemessene Abschiedsformel. Bei der Anrede sind akademische Titel, sowie Doppelnamen stets zu berücksichtigen. Das könnte zum Beispiel so aussehen: „Sehr geehrter Herr Prof. Dr. apl. Meyer-Schuze“.
Benimm-Regeln am Arbeitsplatz
Es ist sehr wichtig, dass du während deines Praktikums deine Zeit nicht nur damit verbringst, auf dein Handy zu schauen. Denn damit verdirbst du dir schnell die Chance, als engagierter und motivierter Praktikant rüberzukommen. Wie es mit der Handy-Nutzung im Unternehmen aussieht, dass erfährst du am besten durch Beobachtung. Wie verhalten sich deine Kollegen? Haben Sie Ihr Handy am Arbeitsplatz oder in einer Schublade oder Tasche? Gehen die Mitarbeiter in dem Unternehmen ganz offen mit ihren Handys um, darfst du das natürlich auch. Trotzdem macht es einen besseren Eindruck, wenn du die Nutzung deines Mobiltelefons auf ein Minimum reduzierst.
Nur ein ordentlicher und sauberer Arbeitsplatz ist ein guter Arbeitsplatz. Bedenke, dass du während des Praktikums nur vorübergehend einen Arbeitsplatz zugewiesen bekommst. Sobald du wieder in der Uni oder an der Schule bist, wird jemand anderes an deinem ehemaligen Arbeitsplatz arbeiten. Daher ist es wichtig, dass du diesen gut behandelst. Gehe sorgsam mit allen Geräten und Arbeitsmaterialien um. Ein respektvoller Umgang mit deinem Arbeitsplatz signalisiert, dass du diesen und die Arbeit im Betrieb zu schätzen weißt. Sorgfältigkeit und Ordentlichkeit sind gern gesehene Eigenschaften im Berufsleben.