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Der 2-Wochen-Blues: Wie du aus dem Praktikumstief ein echtes Level Up machst

Praktikumslust verloren? So nutzt du die zweite Woche für echten Fortschritt
© Sergii Kozii | shutterstock.com
Inhalt:
  1. Warum die Motivation nach kurzer Zeit abfällt
  2. Wie du deine Lernkurve wieder sichtbar machst
  3. Nicht vergessen: Ein Praktikum kein 100 Prozent-Job
  4. Warum Pausen im Praktikum über Motivation entscheiden
  5. Warum Routine (und ein bisschen Langeweile) deine größte Chance ist

Die ersten Tage im Praktikum fühlen sich meistens wie ein Rausch an. Alles ist neu und du bist ständig unter Strom, weil du nichts verpassen willst. Du hörst zu, schaust den Kollegen über die Schulter und versuchst die Abläufe im Team zu checken. Selbst die kleinsten Aufgaben fühlen sich sinnvoll an, weil sie dir beim Ankommen helfen. Motivation ist in dieser Phase kein Thema, weil die Zeit durch die vielen neuen Eindrücke wie im Flug vergeht.

Nach ein oder zwei Wochen kippt diese Stimmung oft ins Gegenteil um. Die Abläufe sind dir inzwischen vertraut und die großen Überraschungen bleiben aus. Was sich am Anfang noch wie echter Fortschritt angefühlt hat, wirkt plötzlich wie eine Endlosschleife. Das Praktikum ist deshalb nicht schlechter geworden, aber der erste Reiz ist einfach weg. Viele Praktikanten irritiert dieses Gefühl, weil sie den plötzlichen Umschwung von Begeisterung zu Langeweile nicht einordnen können. Tatsächlich geht es aber genau jetzt nicht mehr um oberflächliche Begeisterung, sondern um echte Skills. Wenn du verstehst, was hinter diesem Motivationstief steckt, kannst du die Routine für deinen eigenen Erfolg nutzen. In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Fortschritt wieder erkennst und warum du ausgerechnet jetzt mehr bewegen kannst als in der ersten Woche.

Warum die Motivation nach kurzer Zeit abfällt

Motivation braucht Nahrung durch Erlebnisse. Am Anfang saugt dein Gehirn alles auf, weil jeder Handgriff eine Premiere ist. Das kostet zwar Kraft, gibt dir aber das gute Gefühl von ständigem Wachstum. Sobald du die ersten Abläufe jedoch sicher beherrschst, fällt dieser natürliche Kick weg. Die Aufgaben gehen dir schneller von der Hand und die Wiederholungen rücken in den Vordergrund. Du hast das Gefühl, dass du nicht mehr sichtbar dazulernst, obwohl du eigentlich nur effizienter wirst. Oft entsteht genau hier ein Missverständnis über die eigene Leistung. Du verwechselst die gewonnene Sicherheit mit Stillstand. Weil du nicht mehr bei jedem Schritt nachdenken musst, fühlt sich die Arbeit weniger intensiv an. In Wahrheit hast du lediglich die Phase des reinen Beobachtens verlassen und bist im Arbeitsalltag angekommen. Wenn du in diesem Moment nur darauf wartest, dass wieder etwas völlig Neues passiert, verpasst du deine eigene Entwicklung. Die Motivation sinkt meistens nur deshalb, weil du den Fokus auf die falschen Dinge legst.

Wie du deine Lernkurve wieder sichtbar machst

Aufgaben mittlerweile so routiniert, dass dir dein eigener Fortschritt gar nicht mehr auffällt. Um aus diesem Tief herauszukommen, musst du deinen Blickwinkel verändern. Es geht nicht mehr darum, ob eine Aufgabe jedes Mal neu oder spannend ist. Viel wichtiger ist die Frage, wie souverän du sie inzwischen im Vergleich zum ersten Tag bewältigst. Oft bemerkst du gar nicht, dass du weniger Hilfe brauchst oder Entscheidungen viel schneller triffst. Diese kleinen Siege gehen im Stress unter, dabei sind sie der eigentliche Beweis für dein Wachstum. Du kannst dir deinen Erfolg durch ein paar gezielte Fragen an dich selbst wieder bewusst machen.

  • Vergleiche deine aktuelle Arbeitsweise mit deinen ersten Versuchen vor zwei Wochen
  • Achte auf die Momente in denen du eine Aufgabe ohne Rückfragen abschließt
  • Zähle die Situationen in denen Kollegen dich bereits als festen Teil des Teams behandeln
  • Analysiere ob deine eigenen Fragen an die Kollegen fachlich tiefer gehen als am Anfang
  • Beobachte wie viel sicherer du dich in den Räumlichkeiten und im Umgang mit der Technik fühlst

Lernen zeigt sich im Praktikum selten durch einen großen Knall. Es zeigt sich vor allem darin, dass Unsicherheiten verschwinden und du dich weniger erklären musst. Wenn du diese Veränderung aktiv wahrnimmst, bekommt deine Arbeit wieder einen Sinn. Du arbeitest dann nicht mehr nur etwas ab, sondern du erkennst deine eigene Professionalisierung. Das gibt dir die nötige Energie zurück, um auch die eher eintönigen Phasen mit einer anderen Einstellung durchzuziehen.

Nicht vergessen: Ein Praktikum kein 100 Prozent-Job

Ein Praktikum ist eine Testphase und kein fertiger Arbeitsvertrag. Viele machen den Fehler und erwarten von sich selbst oder vom Betrieb eine komplette Integration in alle Prozesse. Die Realität sieht oft anders aus. In manchen Firmen wirst du direkt ins kalte Wasser geworfen und fühlst dich vielleicht sogar überfordert. In anderen Betrieben schaust du erst einmal nur über die Schulter und bekommst einen Blick hinter die Kulissen. Beides ist völlig in Ordnung. Ein Praktikum dient zum Kennenlernen eines Berufsfeldes und nicht dazu direkt eine volle Stelle zu ersetzen.

Du solltest deshalb nicht den Anspruch an dich haben sofort alles perfekt zu beherrschen. Auch dein Vorgesetzter erwartet kein fertiges Expertenwissen von dir. Jeder Job braucht eine gewisse Einarbeitungszeit und diese Zeit darfst du dir auch nehmen. Falls du allerdings merkst dass die Langeweile überhandnimmt und du nur rumsitzt kannst du selbst aktiv werden. Du könntest zum Beispiel gezielt nach kleinen Projekten fragen die du eigenständig bearbeiten darfst oder um Erlaubnis bitten bei Terminen in anderen Abteilungen zuzuschauen. Ruhige Phasen lassen sich auch super nutzen um dir Fachwissen über die Branche anzulesen oder dir selbst Übungsaufgaben mit der Firmensoftware zu erstellen. Oft hilft es auch schon das Gespräch zu suchen und deine Hilfe bei Routineaufgaben anzubieten um das Team zu entlasten. Es ist wichtig dass du deine Erwartungen an die Realität anpasst. Ein Praktikum ist eine Chance zum Ausprobieren und kein Wettbewerb um die meiste Arbeit. Wenn du das akzeptierst nimmst du dir selbst den Stress und kannst die Zeit viel entspannter für deine Orientierung nutzen.

Warum Pausen im Praktikum über Motivation entscheiden

Oft sinkt die Laune im Praktikum gar nicht wegen der Aufgaben selbst sondern wegen fehlender Erholung. Wer neu in einem Team ist möchte meistens alles richtig machen und beobachtet sich ständig selbst. Diese dauernde Selbstkontrolle kostet extrem viel Energie und macht dich auf Dauer mürbe. Viele machen dann zwar eine formale Pause aber sie schalten gedanklich niemals ab. Wenn du am Pausentisch sitzt und trotzdem über die nächste E-Mail nachgrübelst gewinnt dein Akku keine neue Kraft. Echte Pausen erfüllen im Praktikum eine wichtige Funktion für deinen Lernerfolg. Erst wenn dein Kopf nicht mehr aktiv arbeitet kann sich das Erlebte vom Vormittag richtig setzen. In diesen Momenten ohne Leistungsdruck verstehst du oft erst die Zusammenhänge die vorher noch unklar waren. Du solltest die Unterbrechungen deshalb als festen Teil deines Lernprozesses sehen und nicht als verlorene Zeit.

  • Verlasse für die Pause deinen Arbeitsplatz und such dir eine andere Umgebung
  • Verzichte in der Mittagspause mal auf das Handy um Reizüberflutung zu vermeiden
  • Nutze die Zeit für Smalltalk über Themen die absolut nichts mit dem Job zu tun haben
  • Atme zwischendurch mal tief durch ohne direkt auf den Bildschirm zu schauen

Warum Routine (und ein bisschen Langeweile) deine größte Chance ist

Der Moment in dem sich Langeweile breitmacht ist eigentlich ein Qualitätsmerkmal für deine Arbeit. Er zeigt dass du die Grundlagen beherrschst und nicht mehr nur mit Überleben beschäftigt bist. Wer diese Phase einfach nur absitzt verpasst die Gelegenheit sich als verlässlicher Teil des Teams zu beweisen. Wirkliche Verantwortung bekommst du nämlich erst dann wenn die Kollegen merken dass du deine Standardaufgaben blind im Griff hast. Nutze diese Sicherheit um über den Tellerrand zu schauen und deine Arbeitsweise selbst zu steuern. Dein Praktikum wird dadurch vielleicht nicht spektakulärer aber du hinterlässt einen bleibenden Eindruck als Profi. Am Ende erinnert man sich nicht an den Praktikanten der nur bei spannenden Aufgaben motiviert war. Man erinnert sich an die Person auf die man sich verlassen konnte als der Alltag einknickte. Mit dieser Einstellung machst du aus einem einfachen Praktikum den ersten echten Meilenstein für deine Karriere.



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