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Dein Auslandspraktikum in Asien: Die wichtigsten Benimm-Regeln

Dein Auslandspraktikum in Asien: Die wichtigsten Benimm-Regeln
© Sean Pavone / shutterstock.com
Inhalt:
  1. Benimm-Regeln für dein Praktikum in Asien
    1. Farben und Symbole in Asien
    2. Die Begrüßung des Praktikanten in Asien
    3. Pünktlichkeit auf asiatisch
  2. Dein Praktikum in China
    1. Die Kommunikation in China
    2. Ein paar letzte Tipps für dein Praktikum in China
  3. Dein Praktikum in Japan
    1. Die Kommunikation in Japan
    2. Ein paar letzte Tipps für dein Praktikum in Japan

Es gibt viele gute Gründe für ein Auslandspraktikum. Neben der Selbstverwirklichung und dem Aneignen internationaler Berufserfahrung spielt auch interkulturelle Kompetenz eine große Rolle. Interkulturelle Kompetenz ist bei vielen großen Unternehmen, die weltweit arbeiten, besonders wichtig. Und mit kaum einem anderen Kontinent wird so viel zusammengearbeitet wie mit Asien. Damit du dich auf dein Auslandspraktikum in Asien bestmöglich vorbereiten kannst, hier einige interessante Benimm-Regeln!

Egal ob du ein Praktikum in China, in Korea, Shanghai, oder doch ein Praktikum in Japan machen möchtest. Sobald du diesen fremden Kontinent betrittst, wirst du merken, dass hier einiges anders läuft als Daheim. Dinge, die hier als höflich wahrgenommen werden, sind absolute No-Go's in einigen dieser Länder. Andersrum wirst du in Asien vielleicht Dinge sehen, die dir merkwürdig vorkommen, dort aber vollkommen normal sind. Alles, was du als Auslandspraktikant über die Etikette in einem asiatischen Land wissen solltest, ist im Folgenden zusammengefasst.

Benimm-Regeln für dein Praktikum in Asien

Unzählige internationale Firmen sind in den japanischen oder chinesischen Großstädten zu finden. Möchtest du dort ein Praktikum absolvieren, dann ist eine gründliche Vorbereitung das A und O. Im Land der untergehenden Sonne ticken die Menschen nämlich ein bisschen anders als hierzulande. Doch mit den wichtigsten Benimm-Regeln wirst du dein Praktikum in Asien schon meistern!

Farben und Symbole in Asien

Im Gegensatz zu Deutschland wird im asiatischen Raum viel Wert auf die Bedeutung von Farben und Symbolen gelegt. Was die Farben betreffen, so steht beispielsweise die Farbe Weiß für Trauer und Tod. Mit einem weißen Hosenanzug zum ersten Tag im Praktikum zu erscheinen wäre also keine gute Idee. Die Farbe Rot ist eine bessere Alternative, denn sie wird mit Glück assoziiert. Bei Gastgeschenken verhält es sich zum Beispiel so: Blumen, Uhren oder Halstücher sind absolute No-Go's, denn auch sie stehen für Tod. Auch die Zahl 4 sollte vermieden werden. Schenke also kein Set indem es irgendetwas 4 Mal gibt, denn dies ist eine Unglückszahl in China. Übrigens: Wird dein Geschenk nicht sofort ausgepackt, keine Bange. Ein Geschenk sofort nach Erhalt aufzumachen würde in Asien als habgierig gedeutet werden, weshalb man es dort erst beiseite stellt.

Die Begrüßung des Praktikanten in Asien

Pünktlich im Unternehmen angekommen, gilt es, die neuen Kollegen und den neuen Chef zu begrüßen. Hier ist es egal, ob du dein Praktikum in China oder in Japan absolvierst, in beiden Ländern verbeugt man sich zur Begrüßung. Da man dort aber auch um die westliche Form der Begrüßung weiß, könnte es auch zu einem Händedruck kommen. Hier lautet die Devise: Abwarten und Beobachten! Stürme auf keinen Fall auf deine neuen Kollegen zu und umarme diese oder strecke ihnen die Hand entgegen. Warte ab, zu welcher Begrüßungsform deine neuen Kollegen greifen und tue es ihnen gleich. Je nachdem, um was für ein Unternehmen es sich handelt und wie modern oder locker die Mitarbeiter und der Chef sind, kann es auch zu einem Händeschütteln kommen. Sei allerdings auch darauf vorbereitet, dich zu verbeugen.

Pünktlichkeit auf asiatisch

Rechtzeitig zu einem Meeting oder gar am Arbeitsplatz zu erscheinen bedeutet in Ländern wie Japan, China, oder Korea nicht wie bei uns, genau zur angegebenen Zeit da zu sein. Vielmehr wird hier erwartet, mindestens fünf bis zehn Minuten eher einzutreffen. Wenn dein Arbeitsbeginn also um 8 Uhr ist, dann sei ruhig gegen 07:45 Uhr in der Firma. Bis du dich an deinem Platz eingefunden hast und dich auf die Arbeit vorbereitet hast kann es dann schon fünf Minuten später sein, sodass du im asiatischen Sinne pünktlich zehn Minuten vor 8 Uhr anfangen kannst. Wie auch im Berufsleben in Deutschland ruft man seinen Arbeitgeber an, sollte man sich verspäten. Bei verspäteter Ankunft reicht eine kurze Entschuldigung. Ellenlange Ausreden und Begründungen sind im Geschäftsleben nicht angebracht.

Und zu guter Letzt das Thema Visitenkarten: Diese spielen im asiatischen Berufsleben eine wichtige Rolle. Hier die wichtigsten Regeln zum Umgang mit Visitenkarten:

  • Sie werden mit beiden Händen überreicht
  • Visitenkarten werden mit beiden Händen angenommen
  • Lese dir die Karte gründlich durch und stecke sie nicht gleich weg
  • Auf keinen Fall darf die Visitenkarte in die Hosentasche gesteckt werden
  • Niemals auf eine Visitenkarte schreiben
  • Knicken ist ebenfalls verboten

Dein Praktikum in China

Für dein Praktikum in China solltest du wissen, dass Zurückhaltung dort groß geschrieben wird. Versuche dich dort möglichst diskret zu verhalten, vermeide wildes fuchteln mit den Händen und andere ausschweifende Gesten. Auch auf die Lautstärke deiner Äußerungen solltest du achten, denn laute Stimmen kommen nicht so gut an. Was du ebenfalls noch wissen solltest: Deute nie mit ausgestrecktem Zeigefinger auf eine Person, denn das ist eine Beleidigung in China. Möchtest du auf jemanden Zeigen, weil du diese Person beispielsweise vorstellen möchtest, dann benutze dafür die ganze (flach ausgestreckte) Hand.

Die Kommunikation in China

Wenn du dich bei deinen neuen Kollegen vorstellst, dann nenne zuerst deinen Nachnamen, dann erst deinen Vornamen. Wundere dich also nicht, wenn du nur mit deinem Nachnamen angesprochen wirst, so ist es im bevölkerungsreichsten Land nunmal üblich. Beim Gespräch mit Landsleuten ist es wichtig, ihnen nicht allzu direkt in die Augen zu schauen, denn das wird dort als unhöflich empfunden. Bevor es bei einem Meeting oder einem Geschäftsessen zum eigentlichen Thema kommt, steht erstmal Small Talk auf dem Programm. Beliebte Themen sind das Wetter, die Familie, oder auch Sport. Auf gar keinen Fall sollte man über Politik sprechen.

Ein paar letzte Tipps für dein Praktikum in China

Gut zu wissen ist, dass man in einem Restaurant niemals Trinkgeld geben sollte. Solltest du mit der Firma essen gehen, dann wird man dich höchstwahrscheinlich sowieso einladen. Kleiden solltest du dich eher konservativ. Hohe Schuhe und viel Make-up sind bei Praktikantinnen tabu, auch kurze Ärmel werden nicht gern gesehen. Männliche Praktikanten sollten sich in dunklen Farben kleiden.

Dein Praktikum in Japan

In Japan ist die Ehre einer Person besonders wichtig. Um diese nicht zu verletzen, darfst du andere niemals auf ihre Fehler hinweisen. Etwas nicht zu wissen verletzt übrigens ebenfalls die Ehre. Dass heißt, dass wenn du jemandem nach dem Weg fragst, diese Person den Weg aber nicht kennt, dann bekommst du vermutlich eine falsche Wegbeschreibung. Denn Unwissenheit zuzugeben wäre in Asien eine Verletzung der eigenen Ehre. Deshalb: Lieber verschiedene Personen fragen, um sicherzugehen, dass man dich richtig informiert hat.

Die Kommunikation in Japan

Hier gilt gleiches wie auch für China. Sei nicht laut, dafür aber zurückhaltend. Körperkontakt und wilde Gesten machen unbeliebt, und auch direkter Augenkontakt gilt als unangenehm. Für dein Praktikum in Japan solltest du wissen, dass du beim Sitzen nicht die Beine übereinander schlagen solltest. Wenn nämlich die Fußsohle oder die Fußspitze dann auf eine andere Person zeigt, gilt das als unhöflich. Ebenso unhöflich ist hier das Wort „Nein“. Wenn du also irgendwohin eingeladen wirst, dann solltest du diese Einladung nicht ausschlagen. Empfiehlt man dir ein Gericht auf der Karte, so solltest du auch dieses bestellen, da jede Form der Ablehnung die Ehre deines Gastgebers verletzen würde.

Ein paar letzte Tipps für dein Praktikum in Japan

Da man in Japan in Restaurants häufig die Schuhe auszieht und im Schneidersitz auf dem Boden sitzt, solltest du immer auf saubere und hochwertige Socken achten. Ein kleiner Hinweis für alle Praktikantinnen: Kurze Röcke sind gänzlich unpraktisch, bedenkt man, wie in Japan gegessen wird. Die Haare sollten zusammengebunden werden, ansonsten gilt für die Kleidung gleiches wie für ein Praktikum in China.

Weitere Informationen zu deinem Auslandspraktikum in Asien findest du beim Deutschen Akademischen Austauschdienst: https://www.daad.de/ausland/praktikum/de/



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