praktikumsstellen.de Ratgeber Das Vorpraktikum: Probieren geht über studieren!

Das Vorpraktikum: Probieren geht über studieren!

Das Vorpraktikum: Probieren geht über studieren!
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Inhalt:
  1. Vorpraktikum - was ist das eigentlich? 
  2. Wann muss ich ein Vorpraktikum absolvieren?
  3. Wie lange sollte ein Vorpraktikum dauern?
  4. Wird ein Vorpraktikum bezahlt?
  5. Was tun, wenn man bereits ein Praktikum absolviert hat?
  6. Das Vorpraktikum bestmöglich nutzen: So geht's

Dein Schulabschluss rückt in greifbare Nähe. Was du studieren möchtest, weißt du auch schon. Da kann man doch eigentlich gleich loslegen, oder? Weit gefehlt! Denn um mit dem Studium zu starten, musst du in einigen Fällen zunächst einmal ein Vorpraktikum nachweisen! Was das ist, wann du dein Vorpraktikum machen musst, ob du dafür eine Praktikumsvergütung erhältst und vieles mehr klären wir für dich im folgenden Artikel. 

Vorpraktikum - was ist das eigentlich? 

Ein Vorpraktikum ist ein Praktikum, dass viele Universitäten und Fachhochschulen vor Studienbeginn voraussetzen. Damit soll vermieden werden, dass sich Schüler in Fächer einschreiben, die ihnen im Grunde genommen gar nicht liegen. Mit einem Vorpraktikum bekommst du die Möglichkeit, dein späteres Arbeitsgebiet schon vor dem Studium kennenzulernen. Auf diese Weise kannst du für dich selbst herausfinden, ob der angestrebte Studiengang auch wirklich etwas für dich ist. Ein Vorpraktikum ist für viele Fächer Voraussetzung, genauso wie ein bestimmter Notendurchschnitt oder die Allgemeine Hochschulreife. Typische Studienfächer, die ein Vorpraktikum verlangen, sind Maschinenbau, Elektrotechnik, aber auch Medienwissenschaften und soziale Arbeit. Also überall da, wo praktische Fähigkeiten besonders wichtig sind.

Es nützt nichts, wenn du zwar alle Klausuren mit Bravour meisterst, aber im späteren Berufsleben keine Ahnung hast, was du da eigentlich tust. Du hast zwei linke Hände? Egal wie sehr du dich für den Maschinenbau interessierst, in dem Fall ist das wohl leider nicht das Richtige für dich. Je früher du herausfindest, in welchen Bereichen deine praktischen Fähigkeiten liegen, desto besser kannst du dich auch für einen passenden Studiengang entscheiden. Dadurch bleiben dir Enttäuschungen im besten Fall erspart, und du wirst nicht mitten im Studium dein erstes Praktikum machen und daraufhin erst merken, dass der Studiengang zwar Spaß macht, der Job hingegen nichts für dich ist.

Wann muss ich ein Vorpraktikum absolvieren?

Bevor es an die Theorie geht heißt es erstmal die Praxis kennenlernen. Eine gute Idee, vor allem in den Branchen, wo das praktische Know-How eine besonders große Rolle spielt. Aber wann solltest du ein Vorpraktikum machen? Die Bewerbung für einen Studienplatz erfolgt meist sobald man seine Hochschulreife in den Händen hält. Zu diesem Zeitpunkt hattest du aber noch nie die Gelegenheit, ein Praktikum zu absolvieren, schließlich warst du als Schüler immer voll eingespannt, und deine Schulpraktika hast du unter Umständen auch in einem ganz anderen Bereich gemacht. Das ist alles kein Problem!

Die Praktikumsbescheinigung für das Vorpraktikum musst du nicht schon in deiner Bewerbung um einen Studienplatz einreichen, sondern erst zu Studienbeginn. In der Regel erhältst du im Frühjahr dein Abitur, und das Studium beginnen die meisten zum Wintersemester. Dir bleibt also noch genügend Zeit, um bis dahin ein Praktikum zu machen! Übrigens: Manchmal gibt dir deine Hochschule auch Zeit, zum Beispiel bis zum vierten Semester, bis wann du ein Vorpraktikum absolviert haben musst! In diesem Fall kannst du einfach deine ersten Semesterferien dafür nutzen.

Wie lange sollte ein Vorpraktikum dauern?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es leider nicht. Hier kann jede Hochschule selbst bestimmen, wie lange das Vorpraktikum für einen bestimmten Studiengang dauern soll. Dies kann alles von sechs Wochen bis sechs Monaten sein. Durchschnittlich werden aber drei Monate angesetzt. Für genauere Informationen zur Praktikumsdauer des Vorpraktikums solltest du dir die Zulassungsvoraussetzungen für dein Studienfach genau durchlesen. Dort findest du genauere Angaben. Manche Universitäten geben zusätzlich noch an, welche Fertigkeiten in einem Vorpraktikum erworben werden sollten. Hier ist es ganz wichtig, dies deiner zukünftigen Praktikumsstelle auch mitzuteilen, damit garantiert werden kann, dass du nach dem Praktikum auch alle Voraussetzungen für dein Wunsch-Studienfach erfüllst. 

Wird ein Vorpraktikum bezahlt?

Sobald das Vorpraktikum als verpflichtend für einen bestimmten Studiengang gilt, hast du bereits in dieser Zeit Anspruch auf BAföG – vorausgesetzt natürlich, dass du förderfähig bist und dir auch während des Studiums finanzielle Fördermittel zustehen. Wenn dem so ist, solltest du in deinem BAföG-Antrag bereits eintragen, dass du vor Studienbeginn ein verpflichtendes Vorpraktikum absolvierst. Dieses wird dann als Teil der Studienordnung angesehen und du erhältst bereits in dieser Zeit Fördermittel.

Solltest du keinen Anspruch auf BAföG haben, dann zählt das Vorpraktikum wie ein freiwilliges Praktikum. Bei einem freiwilligen Praktikum das länger als drei Monate dauert, steht dir der gesetzliche Mindestlohn zu. Du kannst also ab dieser Mindestpraktikumsdauer mit einer Praktikumsvergütung rechnen. Ist dein Vorpraktikum kürzer, dann kann dein Arbeitgeber selbst entscheiden, ob dieser dir freiwillig eine kleines Praktikantengehalt zahlt. 

Was tun, wenn man bereits ein Praktikum absolviert hat?

Hast du während deiner Schulzeit ein Praktikum gemacht, dessen inhaltliche Schwerpunkte mit den Schwerpunkten deines angestrebten Studienganges übereinstimmen, dann kann es unter Umständen sein, dass du dir dies als Vorpraktikum „anrechnen“ lassen kannst. Dazu musst du das entsprechende Praktikumszeugnis an deine Uni schicken. Dort wird dann überprüft, ob dein bisheriges Praktikum als Vorpraktikum zählt oder nicht. 

Das Vorpraktikum bestmöglich nutzen: So geht's

Es wäre ein Fehler, das Vorpraktikum als lästige Pflicht zu sehen, die du nunmal erfüllen musst um zu einem bestimmten Studiengang zugelassen zu werden. Sieh dies vielmehr als Chance, um zu testen, ob du für deinen Traumberuf auch wirklich geeignet bist. In der Praxis kannst du viel darüber erfahren, welche theoretischen Inhalte aus dem Studium wirklich wichtig sind. So weißt du später, wann du dich besonders ins Zeug legen musst. Außerdem sammelst du bereits Berufserfahrung, was auf deinem Lebenslauf gut ankommt. Gleichzeitig kannst du Kontakte in deiner Zielbranche knüpfen. 

Wenn du während des Studiums ein weiteres Praktikum absolvieren musst, kannst du dich an deine ehemaligen Kollegen wenden und fragen, ob sie dich weiterempfehlen. Wenn du bereits beim Vorpraktikum einen guten Eindruck hinterlassen hast, bietet man dir vielleicht sogar eine Stelle als Werkstudent/-in an. Eine weitere Möglichkeit: Du könntest deine Abschlussarbeit in dem Unternehmen schreiben, in dem du auch dein Vorpraktikum absolviert hast. Du siehst also, so ein Vorpraktikum kann dir für deine berufliche Zukunft viele Vorteile bringen! 

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