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Das Schülerpraktikum: Tipps und Infos für die ersten Schritte in der Berufspraxis

Das Schülerpraktikum: Tipps und Infos für die ersten Schritte in der Berufspraxis
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Inhalt:
  1. Deine Rechte und Pflichten im ersten Praktikum
  2. Die Suche nach einem Schülerpraktikum
  3. Tipps: So findest du einen Praktikumsplatz
  4. Nach dem Schülerpraktikum Azubi werden?

In der Mittelstufe trifft es Jeden: Das Schülerpraktikum. Für die meisten heißt es in der neunten Klasse zum ersten Mal: Praxisluft schnuppern. Dann steht das erste Praktikum an. In dieser Zeit findet kein Unterricht statt, und die Teilnahme an einem Praktikum ist für jede Schülerin und für jeden Schüler verpflichtend. Diese Tage und Wochen solltest du keinesfalls einfach nur absitzen, denn sie können deine Zukunft in einem entscheidenden Maße prägen! Du kannst dabei sowohl herausfinden, welche Art von Arbeit dir wirklich Spaß macht, oder auch, ob du deinen Berufswunsch lieber noch einmal überdenken solltest. Nutze diese Zeit also sinnvoll!

Deine Rechte und Pflichten im ersten Praktikum

Genauso wie alle anderen Arbeitnehmer haben auch Praktikanten bestimmte Rechte. Wenn du zum Zeitpunkt des Praktikums erst 15 Jahre alt bist, darfst du pro Tag nicht länger als 7 Stunden arbeiten. Mit 16 sind tägliche Arbeitszeiten von 8 Stunden dagegen möglich. Vergiss nicht: Dir steht jeden Tag eine Pause zu! Diese muss mindestens 30 Minuten betragen und kann bis zu einer Stunde dauern, je nach Regelung des Unternehmens. 

Ein wichtiger Teil des Schülerpraktikums ist der Praktikumsbericht. Hier schriebst du deine Erfahrungen im Unternehmen nieder. Da dieser Bericht benotet wird, solltest du dir dabei sehr viel Mühe geben! Hier findest du wichtige Tipps und Infos zum Praktikumsbericht! 

Die Suche nach einem Schülerpraktikum

Der vorgegebene Zeitraum, in dem du dein Praktikum machen musst, wird dir von deiner Schule bereits sehr früh mitgeteilt. Und weißt du auch warum? Damit du genügend Zeit hast um einen Praktikumsplatz zu finden, der dir auch wirklich gefällt. So ein Schülerpraktikum stellt dich nämlich vor zwei große Hürden. Die erste: Nicht nur du, sondern deine ganze Klasse, ja sogar deine ganze Stufe, wird gleichzeitig ein Schülerpraktikum absolvieren. Gerade in einer kleinen Stadt können einem schnell schonmal die Unternehmen ausgehen, wenn sich 90 Schüler gleichzeitig auf die Suche nach einem Platz machen. 

Die zweite Hürde ist die kurze Praktikumsdauer. In der Regel dauern Schülerpraktika zwischen zwei und drei Wochen. Für viele Betriebe ist das aber zu wenig. Sie bevorzugen ältere Praktikanten, die für mindestens einen Monat dort bleiben, denn nur dann hat das Unternehmen genügend Zeit, diese auch einzuarbeiten und ihnen wichtige Aufgaben zu zeigen, welche diese älteren Praktikanten dann auch eigenständig ausüben können. Bei Schülern, die sich nach zwei Wochen wieder verabschieden, fehlt einfach die Zeit für eine gründliche Einarbeitung. Rechne also auch damit, dass du die ein oder andere Absage erhalten wirst. Aufgrund dieser beiden Hürden empfehlen wir dir: Begib dich so früh wie möglich auf die Suche nach einem Schülerpraktikum! 

Bedenke, dass wenn du dich nicht rechtzeitig um einen Platz kümmerst, die „guten“ Praktikumsstellen bereits alle an deine Mitschüler vergeben sein werden, und du am Ende das nehmen musst, was übrig ist. Dies ist aber nicht Sinn und Zweck eines Schülerpraktikums! Dieses soll dir nämlich dabei helfen, eine berufliche Orientierung zu finden. Überlege dir also frühzeitig, welchen Beruf du gern kennenlernen möchtest.

Tipps: So findest du einen Praktikumsplatz

Wie bereits erwähnt, solltest du dich sehr früh auf die Suche nach einem Schülerpraktikum begeben. Schreibe dir dazu all die Berufe auf, die dich interessieren und die du gerne kennenlernen möchtest. Dazu kannst du auch einen Test im Berufe Universum der Bundesagentur für Arbeit machen. Hier musst du ein paar Fragen beantworten, und das Programm ermittelt daraus Berufe, die zu deinen Stärken und Interessen passen. In jedem Fall solltest du dich gut über die Berufe informieren, für die dein Herz schlägt, damit du in der Praxis dann keine Enttäuschung erleben musst. Denn auch der vermeintlich ideale Traumberuf wird sicherlich auch Seiten haben, die dir nicht so sehr gefallen werden. 

Hast du diese Liste erstellt, dann geht es daran, Unternehmen in deiner Stadt zu finden, in denen diese Berufszweige beschäftigt werden. Auch hier gilt: Recherchieren und aufschreiben – am besten gleich mit Adresse, Telefonnummer und gegebenenfalls mit einem Ansprechpartner. Dann kannst du diese Unternehmen der Reihe nach anrufen und dich danach erkundigen, ob diese Schülerpraktika in deinem gewünschten Zeitraum anbieten. Wenn ja, kannst du dich gleich an die Arbeit machen und eine Bewerbung verfassen, die du an dieses Unternehmen schickst. Wenn nicht, dann weißt du wenigstens schonmal, dass du keine Mühe in das Schreiben dieser einen Bewerbung investieren musst, sondern rufst gleich beim nächsten Betrieb an. 

Eine weitere Möglichkeit der Praktikumssuche, ist die klassische Online-Suche, zum Beispiel über praktikumsstellen.de! Einfach Beruf, Unternehmen, Branche oder ein anderes Stichwort eingeben, genauso wie deine Stadt, und schon siehst du eine Liste aktueller Stelleninserate für Praktikumsplätze. Da sich einige Inserate an Studenten richten, die mehr Zeit für ein Praktikum mitbringen, lohnt sich auch hier ein kurzer Anruf, bevor du eine Bewerbung schreibst.

Nach dem Schülerpraktikum Azubi werden?

Dein Praktikum macht dir unglaublich viel Spaß, und du könntest dir gut vorstellen, eine Ausbildung in deinem Praktikumsbetrieb zu absolvieren? Ein Glückstreffer! Denn dann kannst du bereits während des Schülerpraktikums zeigen, was in dir steckt! Sei immer pünktlich, erledige deine Aufgaben gewissenhaft, und hinterlasse einen rundum guten Eindruck von dir! Dadurch kannst du deine Chancen erhöhen, dass man dich in diesem Unternehmen in sehr guter Erinnerung behält! Gleichzeitig kann es nicht schaden, deinen Wunsch schon während des Praktikums zu äußern - Natürlich nicht gleich am ersten Tag, aber sobald sich das Praktikum dem Ende neigt, kannst du beim Plaudern mit Kollegen sagen, dass du dich in dieser Firma sehr wohlfühlst, und dir sehr gut vorstellen könntest, hier auch eine Ausbildung zu machen.

Kurz vor dem Ende deines Praktikums wirst du sicherlich noch einmal mit deinem Chef so eine Art Abschlussgespräch führen. Auch hier solltest du sagen, dass du deine Zeit als Praktikant sehr genießen konntest, und dass du dir durchaus vorstellen könntest, nach dem Schulabschluss eine Ausbildung bei diesem Arbeitgeber zu beginnen. Mit ein wenig Glück wird dich dein Chef dazu ermutigen, dich dann auch auf jeden Fall nochmal zu melden und dich zu bewerben. Vielleicht erhältst du auch ein paar Tipps für die Bewerbung, oder dir wird die Bewerbungsfrist genannt, damit du diese auch ja nicht verpasst. 



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