praktikumsstellen.de Ratgeber Bullet Journal: Für mehr Ordnung im Praktikum

Bullet Journal: Für mehr Ordnung im Praktikum

Bullet Journal: Für mehr Ordnung im Praktikum
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Inhalt:
  1. Bullet Journal: Was ist das?
  2. Woher kommt die Bullet-Journal-Methode?
  3. Symbole im Bullet Journal
  4. Module im Bullet Journal
    1. Index: Übersicht Bullet Journal
    2. Future Log im Bullet Journal: Platz für Termine in der Zukunft
    3. Monthly Log im Bullet Journal: Monatsübersicht
    4. Daily Log: Tägliche Tagesübersicht
    5. Sammlungen im Bullet Journal
  5. Ist ein Bullet Journal aufwendig?
  6. Bullet Journal: Die Vorteile im Überblick
  7. Bullet Journal für den gesamten Alltag nutzen

Hunderte kleine Zettel kleben an deinem Bildschirm? Du findest die Notizen von letzter Woche auf deinem Collegeblock nicht mehr wieder? Dein digitaler Kalender ist bunt voller Termine und du verlierst den Überblick? Das muss nicht sein! Hier erfährst du, wie du nur mithilfe eines Notizbuches und einem Stift deinen Praktikumsalltag besser organisieren kannst. Erstelle dir ein Bullet Journal.

Bullet Journal: Was ist das?

Ein Bullet Journal ist zu Beginn nichts anderes als ein leeres Notizbuch. Es kommt darauf an, wie du es gestaltest. Dabei sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Dann kann es eine To-Do-Liste, ein Terminplaner, ein Malbuch, ein Notizblock oder ein Tagebuch sein – oder alles in einem.

Einen deutschen Begriff für dieses Multitasking-Notizbuch gibt es nicht. Ableiten lässt es sich aber von „bullet points“, was übersetzt „Gliederungspunkte“ bedeutet. Und „journal“ meint auf deutsch Tage- oder Notizbuch.

Woher kommt die Bullet-Journal-Methode?

Erfinder der Bullet-Journal-Methode ist der Produktdesigner Ryder Carrol, der in New York lebt. Aufgrund einer Aufmerksamkeitsdefizitsstörung kann er sich schlecht konzentrieren und es fiel ihm schon als Kind schwer, seine Aufgaben, Gedanken und Termine sinnvoll zu ordnen.

Lange war er auf der Suche nach einer Planungsmethode, die sich optimal an seine eigenen Bedürfnisse anpasst und sich jederzeit weiter verändern lässt. Da er nichts fand, entwickelte er einfach seine eigene Methode.

Symbole im Bullet Journal

Du kannst dein Bullet Journal ganz nach deinen Wünschen gestalten. Der Erfinder Ryder Carrol hat sich zum Beispiel einige Symbole überlegt. Diese kannst du übernehmen – musst du aber nicht. Wandele sie gerne ab, wenn sie dir nicht gefallen.

Es ist aber zu empfehlen, dass du für die Symbole eine Legende anlegst, damit du später noch weißt, was sie bedeuten. Dafür eignet sich die erste Seite deines Notizbuches besonders gut.

Symbole im Bullet Journal von Ryder

  • Ein normaler Bullet Point oder Gliederungspunkt steht für eine Aufgabe.
  • Ist die Aufgabe erledigt, wird aus dem Punkt ein X.
  • Ist die Aufgabe nicht erledigt worden und wird auf einen anderen Tag verschoben, dann wird aus dem Punkt ein Pfeil nach rechts.
  • Aufgaben, bei denen man einen Termin für die Zukunft vereinbaren muss, werden besonders gekennzeichnet, wenn sie erledigt sind. Und zwar mit einem Pfeil nach links.
  • Termine, die für den Tag anstehen, werden mit einem Kreis symbolisiert.
  • Mit einem normalen Spiegelstrich kannst du dir weitere Notizen machen.
  • Aufgaben mit hoher Priorität können zusätzlich mit einem Sternchen gekennzeichnet werden.
  • Notizen, die besonders wichtig sind, werden mit einem Ausrufezeichen versehen.

Module im Bullet Journal

Ryder Carrol hat sich nicht nur Symbole überlegt, sondern auch einige Module. Sie zeigen dir, in welche Rubriken du dein Bullet Journal einteilen kannst. Sie bilden quasi das Grundgerüst. Auch hier gilt: Du kannst, musst sie aber nicht übernehmen. Lass deiner Kreativität ruhig freien Lauf! Egal, ob du mit Verzierungen, Farben oder Post-its arbeiten willst – alles ist erlaubt.

Index: Übersicht Bullet Journal

Der Index ist nichts anderes als ein gewöhnliches Inhaltsverzeichnis, was dir helfen soll, dich in deinem Bullet Journal zurechtzufinden. Er steht üblicherweise direkt am Anfang auf der ersten Doppelseite. Ob du direkt zu Beginn alle Kapitel festlegst oder den Index nach und nach ergänzt, steht dir frei. Ebenso, ob du im Index alle Kapitel erwähnst oder nur die wichtigsten.

Damit der Index dir auch hilft, ist es wichtig, dass du zu Beginn jede Seite deines Notizbuches nummerierst. Manchmal ist auch schon eine Nummerierung vorhanden – beispielsweise bei den Leuchtturm 1917 Notizbüchern, die häufig für ein Bullet Journal eingesetzt werden.

Future Log im Bullet Journal: Platz für Termine in der Zukunft

Es gibt viele Termine, die weit im Voraus feststehen – zum Beispiel der nächste Urlaub oder die Weihnachtsfeier. Diese hast du bestimmt gerne wie in einem Jahresplaner auf einen Blick zusammen. Dafür kannst du den Future Log nutzen.

Für jeden Monat, den du im Voraus planen willst, lässt du etwas Platz, zum Beispiel eine halbe Seite. Da trägst du dann nach und die Termine und Aufgaben ein. Auch hier kannst du die oben genannten Symbole verwenden. Ein Tipp: Notiere dir in diesem Modul nicht zu viel für jeden Monat. Sonst geht die Übersichtlichkeit verloren.

Monthly Log im Bullet Journal: Monatsübersicht

Der Name verrät es schon: Im Monthly Log wird ein Monat genauer betrachtet. Bei der ursprünglichen Bullet-Journal-Methode wird nicht mehr als eine Doppelseite pro Monat verwendet. Du kannst hier alle 30 oder 31 Tage untereinander auflisten und rechts daneben wichtige Ereignisse notieren, die du nicht vergessen möchtest.

Wie beim Future Log gilt auch hier: Fasse dich kurz, damit du den Überblick behälst. Wenn du wichtige Aufgaben für den Monat ebenfalls notieren möchtest, dann füge Platz für eine To-Do-Liste ein.

Daily Log: Tägliche Tagesübersicht

Der Daily Log ist eine Tagesübersicht. Das heißt, du notierst alle Aufgaben, die an dem Tag anfallen. Diese wird allerdings nicht wie der Future Log oder der Monthly Log weit im Voraus geplant, sondern bestenfalls erst am Abend vorher.

Ein Blick in die anderen zwei Rubriken lohnt sich aber auf jeden Fall, denn da hast du ja bereits die wichtigsten Termine und Aufgaben notiert. So vergisst du nichts.

Sammlungen im Bullet Journal

Für wiederkehrende oder ähnliche Aufgaben und Notizen lassen sich auch sogenannte Sammlungen anlegen. Du gibst den Sammlungen immer einen Namen, zum Beispiel „Meetings“. Nun kannst du alle Aufgaben und Notizen dort eintragen. Wichtig: Übertrag den Namen der Sammlung und die Seitenzahl am besten vorne ins Inhaltsverzeichnis.

Ist ein Bullet Journal aufwendig?

Future Log, Monthly Log, Daily Log – es klingt nach viel Arbeit, ein Bullet Journal zu pflegen. Ist es auch! Aber genau darum geht es. Du beschäftigst dich viel mit den To-dos und entscheidest quasi täglich neu, welche Relevanz sie haben und wann du sie erledigen willst. Das schärft deinen Blick, wie du deine Zeit einteilst. Und hilft dir, dich zu strukturieren und zu organisieren.

So viel Zeit für die Planung deiner Termine zu investieren, ist mit Sicherheit ungewohnt. Es kann also vorkommen, dass du dich selber motivieren musst, dein Bullet Journal stetig zu pflegen. Gerade in stressigen Phasen ist das eine große Herausforderung. Aber es lohnt sich, wie folgende Vorteile zeigen.

Bullet Journal: Die Vorteile im Überblick

Auch wenn man Jahres-, Monats- und Tagesübersichten anlegt, ist ein Bullet Journal mehr als ein gewöhnlicher Terminplaner. Hier einige Vorteile:

•    Sehr individuell und unverkennbar durch die eigene Handschrift und Gestaltung
•    Flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassbar
•    Der freie Gestaltungsspielraum fördert die Kreativität
•    Im Gegensatz zu Apps ist man vor digitaler Ablenkung und Datenklau geschützt

Bullet Journal für den gesamten Alltag nutzen

Die Bullet-Journal-Methode ist nicht nur geeignet, deinen Praktikumsalltag zu strukturieren. Du kannst es genauso gut für deinen privaten Alltag nutzen. Plane zum Beispiel, wann du einkaufen gehst, staubsaugst oder das Geburtstagsgeschenk für deine Eltern besorgst. Es liegt an dir, wofür du ein Bullet Journal nutzt. Probiere einfach aus, was dir am besten gefällt!

Bild: Theresa Müller
Theresa Müller (6 Artikel)

Theresa Müller hat Journalismus im Bachelor und Kommunikationsmanagement im Master in Bielefeld studiert. Bereits während des Studiums war sie für Tageszeitungen, Zeitschriften und in verschiedenen Online-Redaktionen als freie Mitarbeiterin tätig. Auch sammelte sie bereits Erfahrungen im Marketing- und PR-Bereich. Nun arbeitet sie als Online-Redakteurin und verfasst für praktikumsstellen.de Artikel rund um die Themen Praktikumsalltag, Studium und Berufseinstieg. Schreibt sie mal gerade nicht, dann ist sie oft im Reitstall anzutreffen - hoch oben im Sattel.

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