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Berufsorientierung: Die Vorteile und Nachteile eines Praktikums!

Berufsorientierung: Die Vorteile und Nachteile eines Praktikums!
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Inhalt:
  1. Berufsorientierung: Verschiedene Formen des Praktikums
    1. Schülerpraktikum:
    2. Freiwilliges Praktikum:
    3. Kurzpraktikum:
    4. Pflichtpraktikum:
  2. Vorteile und Nachteile eines Praktikums
    1. Die Vorteile der Arbeit auf Probe:
    2. 1.    Vorteil: Praktische Berufserfahrung
    3. 2.    Vorteil: Branchenkenntnisse
    4. 3.    Vorteil: Lebenserfahrung
    5. 4.    Vorteil: Verantwortung
    6. 5.    Vorteil: Chancen und Möglichkeiten
    7. 6.    Vorteil: Neue Kontakte
    8. 7.    Vorteil: Jobperspektiven
    9. 8.    Vorteil: Kompetenzentwicklung
  3. Nachteile der Arbeit auf Probe:
    1. 1.    Nachteil: Unterbezahlung
    2. 2.    Nachteil: Kostenaufwand
    3. 3.    Nachteil: Keine Jobgarantie
    4. 4.    Nachteil: Schlechte Behandlung
    5. 5.    Nachteil: Wettbewerb
    6. 6.    Nachteil: Enttäuschung
    7. 7.    Nachteil: Aufwand
  4. Der Weg in die Praxis: Alternativen zum Praktikum

Du gehst noch zur Schule oder bist bereits im Studium und möchtest dich durch ein Praktikum in der Berufswelt orientieren? Praktikant zu sein bietet einige Vorteile, denn insbesondere Unternehmen schätzen die gesammelte Praxiserfahrung. Allerdings gibt es auch einige Gründe, die gegen ein klassisches Berufspraktikum sprechen. Wir zeigen dir im Folgenden die wichtigsten Pros und Kontras, ein Praktikant zu sein und eröffnen dir mögliche Alternativen zur Arbeit auf Probe.

Berufsorientierung: Verschiedene Formen des Praktikums

Es gibt viele verschiedene Formen des Praktikums. Darüber hinaus gibt es weitreichende Unterschiede in der Bezahlung und Dauer. Hier siehst du einen Überblick über die verschiedenen Praktikumsarten, die jedes Jahr deutschlandweit von Schülern, angehenden Azubis und Studierenden ausgeführt werden:

Schülerpraktikum:

In einer Dauer von etwa 1 bis 4 Wochen müssen Schüler in einem Berufsfeld ihrer Wahl ein Praktikum absolvieren und im Anschluss einen schriftlichen Bericht über ihre Erfahrungen verfassen.

Freiwilliges Praktikum:

Die Form des Praktikums wird häufig in den Ferien absolviert, muss eigenverantwortlich organisiert werden und ist in der Dauer abhängig vom gewählten Betrieb.

Kurzpraktikum:

Dieses dauert in der Regel nur wenige Tage und gibt einen kleinen Einblick in den Beruf sowie den Arbeitsalltag. Auch ein Platz für das Kurzpraktikum muss eigenständig gesucht werden.

Pflichtpraktikum:

An Universitäten und Fachhochschulen wird im Rahmen vieler Studiengänge meist eine Dauer von mindestens 6 Wochen vorgegeben. Zudem ist die Anwendung des im Studium erlernten Fachwissens die Grundvoraussetzung für das Praktikum.

Bereits in der Schulzeit sammeln die meisten Schüler Erfahrungen in einem Schülerpraktikum. Zusätzlich kann während der Ferienzeit ein freiwilliges Praktikum absolviert werden. Neben dem klassischen, in den meisten Fällen, verpflichtenden Schülerpraktikum, entscheiden sich einige Absolventen nach der Schule und vor der Berufswahl, ein solches Praktikum zur Orientierung zu machen. In den meisten Studiengängen an Universitäten sind Pflichtpraktika vorgesehen und können zudem freiwillig, z. B. In den Semesterferien, absolviert werden.

In jedem Fall dienen Praktika in erster Linie der Berufsorientierung und der Erweiterung der Praxiserfahrung innerhalb einer Branche. Insbesondere wenn es um freiwillige Praktika geht, solltest du genau überlegen, ob der Aufwand und Nutzen sich für dich und deine berufliche Laufbahn lohnen. Als Hilfestellung haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile der Arbeit auf Probe zusammengetragen, damit du selbst entscheiden kannst, ob ein Berufspraktikum dich tatsächlich weiterbringt.

Vorteile und Nachteile eines Praktikums

Insbesondere für angehende Studierende und Auszubildende ist der Einblick in den Beruf durch ein Praktikum sinnvoll. Auch während des Studiums wählen viele die Arbeit auf Probe, um wertvolle Praxiserfahrung im Bereich ihres Studiengangs zu sammeln und ihren Horizont zu erweitern.

Grundsätzlich gilt dabei, je länger ein Praktikum ist, desto besser macht es sich im Lebenslauf und bei späteren Bewerbungen auf einen Job. Ob sich ein Praktikum für dich lohnt, musst du natürlich selbst entscheiden. Dabei können dir unsere folgenden Gründe, die für und gegen ein Praktikum sprechen, helfen.

Die Vorteile der Arbeit auf Probe:

1.    Vorteil: Praktische Berufserfahrung

Insbesondere nach einem sehr theoretischen Studium an einer Universität ist es schwierig, direkt in den Beruf einzusteigen. Das erlernte Fachwissen und die Kenntnisse können im Praktikum erstmalig praktisch eingesetzt und ausprobiert werden. Zudem erhöhen sich auch deine Chancen auf einen zukünftigen Job.

2.    Vorteil: Branchenkenntnisse

Als Praktikant erhältst du einen Einblick in die Berufswelt und die von dir gewählte Branche. Diese Kenntnisse können lediglich, wie im Praktikum, durch die direkte Erfahrung von Unternehmensprozessen und als Teil eines Arbeitsteams erworben werden.

3.    Vorteil: Lebenserfahrung

Ein Praktikum – insbesondere im Ausland – kann dir unvergessliche Erfahrungen bieten, indem du Neues entdeckst und diverse Situation im Berufsalltag erlebst. Aus den Erlebnissen im Praktikum kann sich zudem eine wahre Leidenschaft für die Arbeit entwickeln.

4.    Vorteil: Verantwortung

Der Berufseinstieg nach dem Studium bringt eine Menge Verantwortung mit sich und Arbeitgeber erwarten von dir, dass du dich in deiner Rolle sicher fühlst. Im Rahmen eines Praktikums kannst du im besten Fall bereits ein hohes Maß an Verantwortung übernehmen und dich im praktischen Umgang mit Aufträgen und Projekten üben.

5.    Vorteil: Chancen und Möglichkeiten

Ein Praktikum bietet dir eine Menge Chancen und vor allem die Möglichkeit, mit vielen Menschen zusammenzuarbeiten, neue Techniken und Ideen kennenzulernen und diese anzuwenden. Zudem stellst du dich Herausforderungen, aus denen sich vielfältige Perspektiven ergeben können.

6.    Vorteil: Neue Kontakte

Im Rahmen eines Praktikums lernst du einige Menschen kennen. Aus diesen Kontakten können sich Netzwerke bilden, die dir bei der zukünftigen Jobsuche und dem Aufbau einer Karriere helfen.

7.    Vorteil: Jobperspektiven

Aus einem Praktikum kann sich im besten Fall sogar eine Festanstellung ergeben. Wenn du während deiner Zeit im Betrieb mit guten Leistungen überzeugen konntest und die neuen Kontakte nutzt, kann sich ein anschließender Job ergeben oder das Angebot auf eine Stelle nach deinem Studium.

8.    Vorteil: Kompetenzentwicklung

Ein Praktikum vermittelt nicht nur Branchenkenntnisse und nötige praktische Berufserfahrung, sondern viele weitere Skills, die dich beruflich und privat weiterbringen. So lernst du etwa das Arbeiten im Team oder auch alleine und findest heraus, wo deine genauen Interessen sowie Stärken und Schwächen liegen.

Nachteile der Arbeit auf Probe:

1.    Nachteil: Unterbezahlung

Als Praktikant gehört es fast schon zur Regel, gar nicht oder sehr schlecht bezahlt zu werden. Dabei kommt es natürlich auf die Länge des Praktikums, die bereits gesammelte Erfahrung sowie die Branche an. Viele Studierende können sich daher kein Praktikum in Vollzeit „leisten“ oder haben Probleme, dieses zeitlich mit dem Nebenjob zu vereinbaren.

2.    Nachteil: Kostenaufwand

Einige Unternehmen bieten lediglich Praktika an, die vom Praktikanten bezahlt werden müssen. Selbstverständlich ist das nicht die Regel, allerdings kann es sein, dass die gewünschte Praktikumsstelle durch die Kosten nicht realisierbar ist.

3.    Nachteil: Keine Jobgarantie

Einige Betriebe stellen lediglich Praktikanten ein, um eine gering oder gar nicht bezahlte Arbeitskraft zu haben. In diesem Fall steht ein eventuell anschließender Job nicht einmal zur Debatte. Allerdings ist auch ein gelungenes und bezahltes Praktikum noch keine Garantie für eine zukünftige Festanstellung – die Entscheidung liegt lediglich in den Händen des Arbeitgebers.

4.    Nachteil: Schlechte Behandlung

In einigen Unternehmen werden Praktikanten nicht gleichwertig mit anderen Angestellten behandelt oder sogar ausgenutzt, etwa lediglich zum Kaffee kochen oder Kopieren. Im Fall von mangelndem Respekt ist es sinnvoll, sich zu äußern und selbstbewusst für eine faire Behandlung einzutreten.

5.    Nachteil: Wettbewerb

Viele Berufseinsteiger haben bereits bei der Suche nach einem Berufspraktikum Schwierigkeiten, einen Platz zu finden, denn die Konkurrenz ist groß. Das führt dazu, dass viele Unternehmen außergewöhnlich hohe Anforderungen an Bewerber stellen und du eventuell keine Praxiserfahrung im gewünschten Bereich sammeln kannst.

6.    Nachteil: Enttäuschung

Ein Praktikum wird meist mit dem Ziel absolviert, einen guten Einblick in den Beruf zu erhalten und umfangreiche Erfahrungen zu sammeln. Wenn dies nicht der Fall ist, weil das Unternehmen beispielsweise keine Kapazitäten zur Einführung und Einarbeitung des Praktikanten hat, kann dies am Ende zu großen Enttäuschungen führen – erwarte daher nicht zu viel.

7.    Nachteil: Aufwand

Ein Praktikum ist nicht nur zeitaufwändig, sondern häufig auch alles andere als lukrativ. Außerdem kann es erforderlich sein, das Praktikum abzubrechen und sich neu zu orientieren, wenn die gewählte Stelle nicht den Erwartungen entspricht.

Es gibt einige Gründe, die gegen ein Praktikum sprechen. Unserer Einschätzung nach überwiegen jedoch die Vorteile, denn die Chancen und Möglichkeiten, die eine Praktikumsstelle bietet, sind einmalig: Als Praktikant kannst du theoretisch ohne jegliche Vorerfahrung in einen Beruf schnuppern und dich auf dem Arbeitsmarkt orientieren. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass mit deinen wachsenden Ansprüchen auch die Chancen auf ein Wunschpraktikum sinken und du eventuell eine Vielzahl an Bewerbungen schreiben musst, um deinen Traum zu verwirklichen.

Der Weg in die Praxis: Alternativen zum Praktikum

Wenn ein Praktikum unter den gegebenen Aspekten für dich nicht infrage kommt, solltest du Alternativen  in Erwägung ziehen. Neben einem klassischen Praktikum gibt es eine Reihe anderer Möglichkeiten, dich beruflich zu orientieren und Erfahrung zu sammeln. Die folgenden Angebote sind mit einem Praktikum zu vergleichen und werden deutschlandweit angeboten:

  • Mit Minijobs Geld verdienen und Einblicke in die Arbeit erhalten.
  • Jobmessen besuchen und so verschiedene Karrieremöglichkeiten und Berufe kennenlernen.
  • Unterschiedliche Branchen durch die Anstellung bei einem Personalvermittler kennenlernen.
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten für den Lebenslauf und die eigene Erfahrung ausüben.

Dies sind nur einige der Alternativen zum normalen Praktikum, die sich insbesondere für junge Erwachsene anbieten, die vor Beendigung ihrer Ausbildung oder ihres Studiums stehen und sich noch etwas in der Berufswelt orientieren möchten.

Ganz gleich, ob du als Schüler, Azubi oder Studierender eine gewisse Berufsorientierung benötigst oder lediglich Praxiserfahrung sammeln möchtest, kann Praktikum genau das Richtige sein. Es ist jedoch wichtig vorab festzulegen, inwiefern etwa die Bezahlung und Dauer für dich eine Rolle spielen. Es kann schwierig sein, ein passendes Praktikum zu finden, doch wenn dir das gelingt, können sich daraus unglaubliche Chancen und Perspektiven ergeben. Falls ein klassisches Praktikum für dich nicht infrage kommt, gibt es einige Alternativen, die ebenso Einblicke in die Berufspraxis ermöglichen.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (19 Artikel)

Lillia Seifert hat Anglistik, Soziologie und Interdisziplinäre Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld studiert. Sie veröffentlichte bereits eigene Texte und arbeitete neben dem Studium als Social Media Managerin. Die Kenntnisse in verschiedenen Bereichen machen es ihr leicht, Texte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu erstellen. Sie unterstützt das Team von praktikumsstellen.de, indem sie Artikel mit hilfreichen Tipps und Informationen erstellt.

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