praktikumsstellen.de Ratgeber Auslandspraktikum – So wird dein Aufenthalt ein Erfolg

Auslandspraktikum – So wird dein Aufenthalt ein Erfolg

Auslandspraktikum – So wird dein Aufenthalt ein Erfolg
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Inhalt:
  1. Gründe für ein Auslandpraktikum
  2. Diese Voraussetzungen musst du für ein Praktikum im Ausland erfüllen
  3. Praktikum im Ausland: Eine gute Vorbereitung ist wichtig
  4. So kannst du deinen Aufenthalt finanzieren
  5. So findest du einen geeigneten Praktikumsplatz
  6. Worauf es bei der Bewerbung ankommt
    1. Tipp 1: Bewerbungsschreiben
    2. Tipp 2: Aufbau des Lebenslaufs
    3. Tipp 3: Bewerbungsfoto
    4. Tipp 4: Persönliche Angaben
    5. Tipp 5: Dokumente

Der Wunsch, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren, steht bei vielen jungen Menschen ganz oben auf der Prioritätenliste. Groß ist der Reiz, Land und Kultur kennenzulernen. Der Aufenthalt in einem fremden Land bringt nicht nur wichtige berufliche Erfahrungen. In der Regel ist er auch mit dem Erwerb neuer Fähigkeiten verbunden, die angesichts der zunehmenden Globalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Viele Unternehmen haben das bereits erkannt und präferieren Hochschulabsolventen, die auch mit internationalen Erfahrungen punkten.

Gründe für ein Auslandpraktikum

Selbstverständlich ist es auch möglich, in Deutschland ein Praktikum zu absolvieren, aber bei einem Aufenthalt im Ausland kannst du noch zusätzliche Kompetenzen erwerben, die dir später bei der Jobsuche Vorteile verschaffen. Mit einem Auslandspraktikum im Lebenslauf punktest du nicht nur bei Großunternehmen. Immer mehr mittelständische Betriebe suchen Beschäftigte, die internationale Erfahrungen mitbringen.  

7 Vorteile für ein Praktikum im Ausland

  1. Kennenlernen einer neuen Kultur
  2. Erwerb sozialer und interkultureller Kompetenzen
  3. Entdecken neuer Arbeits- und Verhaltensweisen
  4. Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins
  5. Entwicklung sprachlicher Kompetenzen
  6. Erweiterung des privaten und beruflichen Netzwerks
  7. Bessere Einstellungschancen bei auslandsaktiven Unternehmen

Diese Voraussetzungen musst du für ein Praktikum im Ausland erfüllen

  1. Alter: Die meisten Unternehmen vergeben Praktikumsstellen nur an  volljährige Praktikanten. Und auch nach oben gibt es eine Altersbegrenzung: Bewerber sollten nicht älter als 30 Jahre sein.
  2. Sprache: Als Praktikant musst du nicht zwangsläufig die Landessprache fließend beherrschen. In vielen großen Unternehmen kommunizieren die Mitarbeiter untereinander in Englisch. Um auf Nummer sicher zu gegen, ist es sinnvoll, sich vorab über die gewünschten Sprachfähigkeiten zu informieren.
  3. Studium: Während des Auslandsaufenthalts kannst du nicht parallel dein Studium weiterführen. Deshalb solltest du im Vorfeld klären, ob ein Urlaubssemester möglich ist und eventuelle Finanzierungen wie BAföG  ausgesetzt werden können.

Praktikum im Ausland: Eine gute Vorbereitung ist wichtig

Ein Praktikum im Ausland sollte genau geplant sein. Deshalb ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Vorhaben zu empfehlen. Für die Auswahl des Landes, Bewerbung und Behördengänge solltest du entsprechend viel Zeit einplanen. Bis alles erledigt ist, können schon einige Monate vergehen. Deshalb ist es sinnvoll, eine Vorbereitungszeit von etwa einem Jahr zu kalkulieren.

So planst du deinen Aufenthalt- Checkliste

  • Auswahl von Land und Unternehmen: Wo möchtest du dein Praktikum absolvieren? Da in jedem Land andere Regelungen für Praktika gelten, solltest du vor dem Beginn der Planungen eine Entscheidung treffen.
  • Sprache: Informiere dich, welche Sprachkenntnisse erforderlich sind.
  • Finanzierung: Nimm eine realistische Planung der Finanzierung vor: Wie finanzierst du den Aufenthalt und welche Kosten fallen an? Neben der Anreise sind auch die Lebenshaltungskosten und der Unterhalt der Unterkunft vor Ort zu berücksichtigen.  
  • Visum: In Ländern wie zum Beispiel den USA oder Australien ist ein Aufenthalt nur mit einem Visum möglich. Informiere dich, welche Unterlagen in welchem Land benötigt werden und bis wann es beantragt werden muss.
  • Reisepass: Ist dein Reisepass noch gültig?
  • Bewerbung: Wenn du interessante Unternehmen für dein Praktikum gefunden hast, bewerbe dich bei ihnen. Ganz wichtig: stelle fest, bis wann deine Bewerbung bei deinem Wunschunternehmen vorliegen muss.
  • Dauer des Auslandsaufenthalts: Wie lange bleibst du im Ausland? Ist es ratsam, sich in Deutschland während des Praktikums abzumelden?
  • Versicherung: Sind eine Auslandskrankenversicherung und eine Haftpflichtversicherung abzuschließen?
  • Impfschutz: Überprüfe, welche Impfungen für dein Wunschland notwendig sind.
  • Unterkunft: Wo wirst du während des Praktikums wohnen? Wer kann Unterstützung bei der Suche bieten? Informiere dich über die Wohnungssituation im jeweiligen Land. Oftmals gibt es spezielle Angebote für Praktikanten. Bedenke auch, was mit deiner Wohnung in Deutschland geschieht.
  • Kündigung von Verträgen: Bevor du ins Ausland gehst, müssen eventuell Verträge für Versicherungen oder Abonnements gekündigt werden?
  • Konto im Ausland: Ist es sinnvoll, im Ausland ein Konto zu eröffnen oder ist eine Zahlung per Kreditkarte zu empfehlen?
  • Telefonieren: Bei vielen Handy-Verträgen fallen im Ausland hohe Gebühren an. Du solltest darüber nachdenken, ob ein neuer Vertrag oder Prepaid-Lösungen eine Alternative sind.  

So kannst du deinen Aufenthalt finanzieren

Ganz gleich, ob du als Student im Ausland oder im Rahmen der Ausbildung berufliche Erfahrungen sammeln möchtest: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu bekommen. Deshalb solltest du dich vorab informieren, welche du nutzen kannst. Die häufigsten sind:

  1. Auslands-BAföG: Wenn dein Praktikum deinem Studium oder deiner Ausbildung förderlich ist, kannst du auf das Auslands-BAföG setzen. Das wird jedoch nur gezahlt, wenn das Praktikum einen Umfang von mindestens drei Monaten hat.
  2. Bildungskredit: In Deutschland gibt es ein Kreditprogramm, mit dem sich auch Praktika im Ausland finanzieren lassen. Die Beantragung erfolgt beim Bundesverwaltungsamt online. Bei positivem Bescheid kannst du mit bis zu 300 Euro monatlich rechnen. Der Kredit ist unabhängig von Stipendium oder BAföG, sodass du beide Finanzierungsformen nutzen kannst.   
  3. Stipendien: Verschiedene Stiftungen vergeben Stipendien für Praktika im Ausland. Bekannte Organisationen sind zum Beispiel der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Stiftung des deutschen Volkes.

So findest du einen geeigneten Praktikumsplatz

Wenn du dir unsicher bist, bei welchem Unternehmen du dein Praktikum absolvieren kannst, dann hast du die Möglichkeit, dich bei verschiedenen Institutionen zu informieren. Hier eine Auswahl:

  • Akademisches Auslandsamt: Hier findest du in deiner Hochschule Unterstützung bei allen relevanten Fragen rund um die Entscheidung für ein Unternehmen und die Bewerbung. Hilfestellung geben auch die Fachschaften und der AstA.
  • Career Center: Zu allen Fragen rund ums Auslandspraktikum steht auch das Career Center an deiner Hochschule zur Verfügung, das zum Beispiel auch über Unternehmenskontakte im Ausland verfügt.
  • Kommilitonen: Studierende, die bereits im Ausland waren, sind eine gute Informationsquelle. Sie können von ihren Erfahrungen berichten und den ein oder anderen interessanten Tipp geben.
  • International Association for the Exchange of Students for Technical Experience (IAESTE): Die internationale Organisation vermittelt insbesondere Studierenden der Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Land- und Forstwirtschaft Praktikumsstellen im Ausland.  

Worauf es bei der Bewerbung ankommt

Es gibt schon Unterschiede, ob du dich in Deutschland bei einem  Unternehmen für ein Praktikum bewirbst oder im Ausland. Dabei gelten selbstverständlich auch international unterschiedliche Regeln. Deshalb solltest du dich im Vorfeld informieren, welche Voraussetzungen in dem von dir ausgewählten Land üblich sind.

Hier die wichtigsten Tipps:

Tipp 1: Bewerbungsschreiben

In der Regel wünschen Unternehmen das Anschreiben in Englisch oder der jeweiligen Muttersprache. In dem Fall ist es ratsam, dein Schreiben von einem Muttersprachler lesen zu lassen.

Tipp 2: Aufbau des Lebenslaufs

Bei deinem Lebenslauf solltest du den landestypischen Aufbau beachten, chronologisch oder umgekehrt chronologisch.

Tipp 3: Bewerbungsfoto

In einigen Ländern wie England, Australien und den USA gehört ein Bewerbungsfoto nicht zu den gewünschten Unterlagen.

Tipp 4: Persönliche Angaben

Informationen über den Familienstand und zur Religion sind in den Bewerbungsunterlagen nicht erwünscht.

Tipp 5: Dokumente

Zeugnisse und Zertifikate solltest du nicht mitschicken, es sei denn, dies wird ausdrücklich gewünscht. Sinnvoll ist es, Referenzen anzugeben, damit bestimmte Unterlagen vonseiten des Unternehmens angefordert werden können.  

Junge Menschen, die während ihres Studiums ein Praktikum im Ausland absolviert haben, können in der Regel mit wichtigen Kompetenzen bei der späteren Jobsuche punkten und so ihre Karrierechancen erhöhen. Immer mehr Unternehmen präferieren nämlich Fachkräfte, die bereits über internationale berufliche Erfahrungen verfügen. Wer seinen Lebenslauf um ein Praktikum im Ausland erweitern möchte, der sollte sich genügend Zeit für die Planung nehmen. Wie oben beschrieben, gilt es einiges für einen erfolgreichen Verlauf zu beachten. Der Aufenthalt verlangt im Vorfeld nicht nur hohen organisatorischen Aufwand wie verschiedene Behördengänge. Auch die Klärung wichtiger Fragen wie zum Beispiel die Finanzierung kosten Zeit. 

Bild: Christiane Peters
Christiane Peters (2 Artikel)

Christiane Peters hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Geschichte studiert. Sie arbeitet als Journalistin für ein Wirtschaftsmagazin und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit aktuellen Themen aus dem Bereich  Personalrekrutierung und -management, New Work und Digitalisierung. Auf praktikumsstellen.de unterstützt sie das Team mit ihrer langjährigen journalistischen und themenspezifischen Erfahrung.

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