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Auslandspraktikum in Indien: Zwischen Bollywood und Wirtschaftsmetropole

Auslandspraktikum in Indien: Zwischen Bollywood und Wirtschaftsmetropole
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Inhalt:
  1. Praktikum in Indien: Organisation ist alles
    1. Das Arbeitsvisum
    2. Impfungen 
  2. Praktikumsstelle finden in Indien 
    1. Wo geht meine Reise hin? Der passende Ort für dein Praktikum 
  3. Das gehört in deine Bewerbung
  4. Business Knigge für dein Praktikum in Indien

Namasté - willkommen in Indien! Ein Land, welches dem Wort „Größe“ eine ganz neue Bedeutung verleiht. Indien gehört nicht nur flächenmäßig zu den zehn größten Ländern der Welt. Zusammen mit China teilt sich der Staat den Titel des bevölkerungsreichsten Landes der Erde. Von großen Tieren, wie den berühmten indischen Elefanten über große Gebirge, wie dem Himalaya kannst du in Indien vieles entdecken. Warum dann nicht dort auch arbeiten? 

Du interessierst dich für ein Auslandspraktikum und Indien hat dich schon immer gereizt? Hier erfährst du, was du für ein Praktikum in Indien beachten musst, welche Einreisebestimmungen es gibt und warum du als Linkshänder schlechte Karten hast. 

Praktikum in Indien: Organisation ist alles

Damit du dir deinen Traum von einem Praktikum in Indien erfüllen kannst, gehört eine ordentliche Portion Vorbereitung und Planung dazu – nicht nur was die Suche nach einem geeigneten Arbeitgeber für dein Praktikum angeht. Auch bei den Einreisebestimmungen gibt es einiges zu beachten: 

Einreisebestimmungen: Ohne Visum kein Praktikum 

Eine Hilfsorganisation aus Neu-Dheli sichert dir einen Praktikumsplatz zu und fragt nun, ab wann du anfangen kannst. Das hängt von einem ganz entscheidenden Faktor ab: deinem Visum. 

Das Arbeitsvisum

Um in Indien einreisen und dort arbeiten zu können, musst du nicht nur einen Reisepass, sondern auch ein Visum haben – in diesem Fall das Arbeitsvisum. Die Unterlagen kannst du bei der indischen Botschaft beantragen. Dein Visum ist für einen Zeitraum von einem halben Jahr gültig. Allerdings musst du darauf achten, dass du die entsprechenden Anträge früh genug stellst, da es vier oder auch bis zu sechs Monate dauern kann, bis die Unterlagen ausgestellt sind. Achtung: Du kannst dein Arbeitsvisum nur beantragen, wenn du bereits einen Praktikumsplatz gefunden hast. Dein künftiger Arbeitgeber muss dir eine Praktikumsbescheinigung oder einen Arbeitsvertrag aushändigen, erst dann kannst du einen Antrag stellen. Die Kosten für das Arbeitsvisum betragen 145 Euro. Weitere Informationen findest du auf dem Online Portal für Visa-Anträge

Impfungen 

Für deine Einreise nach Indien empfehlen wir dir dringend den erneuten Blick in deinen Impfpass. Wenn deine Standardimpfungen bald wieder anstehen, solltest du diese vor deinem Reiseantritt noch einmal auffrischen lassen. Dazu gehören unter anderem die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und die Grippe. Auch gegen Hepatitis A und B, Typhus und Tollwut solltest du dich impfen lassen, wenn du einen längeren Aufenthalt in Indien planst. 

Praktikumsstelle finden in Indien 

Ein Praktikum im Ausland bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Zum einen lernst du eine vollkommen neue Kultur und neue Menschen kennen, zum anderen stürzt du dich zu einem großen Teil ins Ungewisse. Bei einem Praktikum in Deutschland kannst du im besten Fall persönlich bei deiner Praktikumsstelle vorsprechen und dir deinen künftigen Arbeitsplatz vor Ort ansehen. Im Ausland ist dies nur schwer möglich. Oft werden Vorstellungsgespräche per Skype oder Telefon geführt. Einen wahrheitsgetreuen Eindruck vom Unternehmen kannst du dir dann meist erst vor Ort bilden. 

Bei deiner Suche nach einem Praktikumsplatz kannst du entweder auf eigene Faust versuchen einen geeigneten Arbeitgeber zu finden oder dich an eine Vermittlungs-Agentur wenden. Auch viele deutsche Hilfsorganisationen, wie die Kindernothilfe unterstützen mehrere Projekte in Indien. Dein Vorteil: Wenn du dich für ein Praktikum bei einer Non-Profit-Organisation entscheidest, kannst du an mehreren Stationen arbeiten und siehst somit mehr vom Land! 

Wo geht meine Reise hin? Der passende Ort für dein Praktikum 

Beliebte Orte für ein Praktikum sind die Großstädte Mumbai und Neu-Dheli: Die beiden Städte sind für ihr rasches Wachstum und ihren wirtschaftlichen Fortschritt bekannt.

Mumbai: Die indische Hafenstadt gilt als Nabel der Filmindustrie, aber auch als wirtschaftliche Metropole. Die größten Unternehmen Indiens, wie Reliance Industries und die State Bank of India haben hier ihren Sitz.

Neu-Dheli: Neu-Dheli ist die Hauptstadt Indiens. Firmen der unterschiedlichsten Branchen sind hier vertreten. Von Banken, über Öl-Firmen bis hin zu Motorrad-Herstellern ist alles vertreten. 

Das gehört in deine Bewerbung

Je nachdem für welche Art der Stellensuche du dich entschieden hast, musst du unterschiedliche Dinge beachten: Wenn du dein Praktikum/ Freiwilligendienst über eine Hilfsorganisation absolvierst, reicht es deine Bewerbungsunterlagen direkt an die jeweilige Organisation zu senden. Wichtig ist aber ein aussagekräftiges Motivationsschreiben! Dann heißt es abwarten. Wenn du dich direkt bei den Unternehmen bewerben willst, sollten deine Bewerbungsunterlagen auf englisch verfasst sein. Von einer Bewerbung auf „Hindi“, der Amtssprache Indiens, solltest du lieber die Pfoten lassen, da es über 100 verschiedene Sprachfamilien gibt. 

In jedem Fall solltest du die englische Sprache beherrschen. Manche Unternehmen und Organisationen fordern hierfür einen Nachweis auf bestimmtem Niveau. Informiere dich also rechtzeitig darüber, ob du einen Nachweis deiner Sprachkenntnisse vorlegen musst. Dein Sprachniveau kannst du mittels verschiedener Tests ermitteln: Einige Beispiele sind der TOEFL-Test, das Campridge Certificate oder TOEIC. Nach Bestehen der Tests bekommst du ein Zertifikat über das entsprechende Sprachniveau. Um ein Praktikum im Ausland antreten zu können, solltest du das Sprachlevel B1 oder B2 erreichen. 

Business Knigge für dein Praktikum in Indien

In Indien gibt es viele Sitten und Gebräuche, die den Alltag aber auch das Geschäftsleben der Einwohner bestimmen. Wenn du ein Auslandspraktikum in Indien planst, solltest du die Benimm-Regeln und Traditionen der Bevölkerung kennen, um später in kein Fettnäpfchen zu treten.

In der Business-Welt Indiens geht es auf den ersten Blick sehr unstrukturiert zu: Das indische Zeitgefühl ist nämlich etwas anderes als unser Verständnis von Pünktlichkeit. Hier gilt: Geduld ist eine Tugend. Während deines Praktikums kann es öfter passieren, dass du auf einen Kunden oder Kollegen mehrere Stunden warten musst. Dahinter steckt aber keine böse Absicht. In Indien läuft es eben ein wenig anders ab, als bei uns. Das hat auch etwas mit dem indischen Straßenverkehr zu tun. Was jetzt aber nicht bedeutet, dass du während deines Praktikums ständig zu spät kommen darfst. 

Auch was die Gestik und Mimik der Inder anbelangt, kann es schnell zu Missverständnissen kommen: Die Inder schütteln nämlich mit dem Kopf, wenn sie dir ihr Einverständnis mitteilen wollen. Weiter musst du beachten, dass die linke Hand in Indien als unrein gilt, ein Aspekt, den du dir vor allem im Bezug auf das Essen merken solltest: Auch hier wird nur die rechte Hand benutzt. Die linke Hand gebrauchen Inder nur zu Hygienezwecken. Was die Kleidung im Büro angeht, solltest du nicht unbedingt mit einem kurzen T-Shirt und Shorts zur Arbeit kommen. Männer tragen Sakko, Frauen ein Kostüm, egal zu welcher Jahreszeit und bei welcher Temperatur.

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