praktikumsstellen.de Ratgeber 9 Anzeichen, dass dein Praktikum schlecht ist

9 Anzeichen, dass dein Praktikum schlecht ist

9 Anzeichen, dass dein Praktikum schlecht ist
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Inhalt:
  1. 1. Angaben in der Stellenanzeige
  2. 2. Aussagen auf der Internetseite
  3. 3. Bewertungen im Internet
  4. 4. Keine persönliche Ebene im Vorstellungsgespräch
  5. 5. Vage Aussagen im Bewerbungsgespräch
  6. 6. Fehlender oder schlechter Praktikantenvertrag
  7. 7. Keiner kümmert sich
  8. 8. Alles anders als besprochen
  9. 9. Schlechte Stimmung unter den Kollegen

Erwartungen an ein Praktikum sind in der Regel groß. Viele junge Menschen erhoffen sich dadurch einen ersten realistischen Blick in ihre berufliche Zukunft, um herauszufinden, ob der anvisierte Job auch wirklich die Erwartungen erfüllt. Ein Praktikum soll dir also im besten Fall Orientierung geben, zudem lernst du hier einiges über die eigenen Stärken und Schwächen. Gleichzeitig kannst durch ein Praktikum schnell feststellen, dass der Arbeitsalltag ein gewaltiger Unterschied zu Uni oder Schule darstellt und du lernst somit bereits in geschützter Umgebung, was später in der Arbeitsrealität auf dich zukommt. Wer nach der Uni in den Job starten will, ohne jemals ein Praktikum gemacht zu haben, wird deswegen auch trotz Top-Noten mit seiner Bewerbung vermutlich keinen Erfolg haben. Praktika im Lebenslauf sind für die meisten Arbeitgeber und Personalabteilungen unabdingbar bei der Einstellung neuer Mitarbeiter.

Doch Praktika sind natürlich nicht nur auf dem Papier wichtig. Denn hier kannst du vor allem auch wertvolle Kontakte knüpfen und Erfahrungen sammeln, auf die du in deinem späteren Berufsleben immer wieder zurück greifen kannst. Denn theoretisches Wissen, wie es Schule und Uni vermitteln, bilden vielleicht die Basis für deine Karriere. Darüber hinaus ist der Einsatz im „echten“ Arbeitsleben aber unerlässlich, um zu lernen, worauf es eigentlich im Berufsleben ankommt und dich auch persönlich weiterzuentwickeln.

Soweit die Idealvorstellung. Doch nicht jedes Praktikum hält, was es verspricht. Viel zu oft gehen Praktikanten heutzutage immer noch in den Unternehmen als Kaffeekocher oder Kopierdienst unter. Es fehlen professionelle Anleitung, anspruchsvolle Aufgaben und ehrliches Feedback – und dann beendest du nach mehreren Wochen dein Praktikum und fühlst dich, als hätte dir das Ganze überhaupt nichts gebracht. Das ist verschwendete Zeit, sowohl für sich als auch für das Unternehmen. Was unterscheidet also ein gutes von einem schlechten Praktikum und welche Warnanzeichen deuten darauf hin, dass es in deinem Praktikum ganz und gar nicht so läuft, wie es eigentlich soll? Und woran kannst du idealerweise sogar schon vor der Bewerbung erkennen, dass dieses Unternehmen nicht gerade ein Traum-Arbeitgeber für Praktikanten ist? Wir geben einen Überblick:

1. Angaben in der Stellenanzeige

In einem guten Praktikum erhältst du natürlich am besten Einblick in alle Bereiche des Unternehmens. Gleichzeitig hast du aber vor allem auch einen festen Aufgabenbereich, in den du dich fundiert einarbeiten kannst. Dieser Aufgabenbereich wird entsprechend in der Stellenanzeige aufgeführt. Bleibt die Annonce dagegen ausgesprochen wage und ohne konkrete Aussage im Hinblick auf den Einsatzbereich, kannst du dich schon fast darauf einstellen, dass du dein Praktikum als allgemeine Hilfskraft im Unternehmen verbringst und nicht wirklich gezielt Erfahrungen sammeln wirst.

2. Aussagen auf der Internetseite

Unternehmen, die Wert auf Praktikanten und Ausbildung legen, zeigen dies meist auch auf ihrer Internetseite. Wenn du hier ausführliche Informationen zum Thema Praktikum findest und dort idealerweise auch schon darüber aufgeklärt wird, wie ein Praktikum abläuft, kannst du dich in der Regel darauf verlassen, dass du dort als Praktikant/in gut aufgehoben bist. Das bedeutet im Gegenzug aber natürlich nicht zwingend, dass fehlende Informationen auf der Internetseite für ein schlechtes Praktikum sprechen, bietet aber immerhin einen ersten Hinweis.

3. Bewertungen im Internet

Es gibt mittlerweile verschiedene Internetseiten, auf denen ehemalige Praktikanten ihren Arbeitgeber bewerten können. Auch wenn sich natürlich persönliche Erfahrungen unterscheiden können und sich in erster Linie jeder selbst ein Bild im praktischen Einsatz machen muss, sind die hier abgegeben Bewertungen ein gutes Indiz für die Qualität eines Praktikums. Werden beispielsweise der Chef durchweg als cholerisch und die Aufgaben als unzumutbar beschrieben, wird wohl auch ganz objektiv ein Funken Wahrheit daran sein.

4. Keine persönliche Ebene im Vorstellungsgespräch

Manchmal passt es menschlich einfach nicht. Auch wenn die Stellenanzeige vielversprechend klang und die dort beschriebenen Aufgaben genau deinem Profil entsprechen – es kommt vor, dass das Bewerbungsgespräch auf zwischenmenschlicher Ebene Schlimmes erwarten lässt. Dann musst du abwägen, ob du sich ein paar Wochen dadurch kämpfen willst, auch wenn du dich mit dem Chef oder der engsten Mitarbeiterin überhaupt nicht verstehst. Oder ob das die praktischen Erfahrung gar nicht wert ist und dich lieber nach etwas anderem umschaust.

5. Vage Aussagen im Bewerbungsgespräch

Auch wenn auf Anhieb Sympathie herrscht, solltest du im Bewerbungsgespräch auf Warnsignale achten. Wie schon in der Stellenanzeige sollten deine zukünftigen Aufgaben klar umrissen werden und Chef oder Personaler sollten dir klar sagen können, was dich erwartet und wo du eingesetzt wirst. Ist das nicht der Fall und man speist dich mit hohlen Phrasen ab, deutet alles darauf hin, dass das Unternehmen selbst noch nicht so recht weiß, was es mit dir anfangen soll. Das kann gut ausgehen, wenn du ein Aufgabengebiet findest und dich dort einarbeiten kann. Es kann aber im schlimmsten Fall auch darauf hinauslaufen, dass du dich vernachlässigt, ignorierst und unnütz fühlst – besonders bei deinen ersten Praktika, wenn du kaum praktische Erfahrungen hast, kann das schnell passieren.

6. Fehlender oder schlechter Praktikantenvertrag

Ein Praktikantenvertrag macht schon mal einen professionellen Eindruck – du solltest jedoch darauf achten, was darin steht. Der Arbeitgeber sollte dir zudem Zeit geben, ihn in Ruhe durchzulesen und Fragen zu stellen. Außerdem sollte darin geregelt werden, ob du Urlaubsanspruch hast und wie es um mögliche Überstunden steht. Auch die Arbeitszeiten generell, deine künftigen Aufgabenbereiche und gegebenenfalls das Gehalt sollten darin festgehalten sein.

7. Keiner kümmert sich

Lief es von Anzeige und Bewerbung über das Vorstellungsgespräch bis hin zum Praktikantenvertrag noch ganz gut, zeigt spätestens der Beginn des Praktikums, was dich tatsächlich im Unternehmen erwartet. Dass sich der Arbeitgeber auf dich und deinen Einsatz vorbereitet und seine Mitarbeiter entsprechend gebrieft hat, ist schon mal ein gutes Zeichen. Stehst du allerdings am ersten Tag im Büro und keiner weiß überhaupt, dass du dort dein Praktikum beginnst, ist das ein denkbar schlechter Start.

Und so kann es dann auch wochenlang weitergehen: Niemand weiß, für welche Aufgaben du vorgesehen bist, du hast keinen festen Arbeitsplatz und erst Recht keinen festen Ansprechpartner. Wenn du Aufgaben bekommst, gibt dir im Anschluss niemand Feedback und eigentlich weißt du nie, ob du gute Arbeit geleistet hast oder im Prinzip alle anderen nur nervst. Schlimmer kann ein Praktikum gar nicht laufen. Sprich deinen Arbeitgeber darauf an und findet gemeinsam eine Lösung. Denn niemand hat was davon, wenn du einfach wochenlang deine Zeit absitzt und versuchst, nicht negativ aufzufallen.

8. Alles anders als besprochen

Du hast zwar ordentlich zu tun in deinem Praktikum – aber nichts von dem stand in der Stellenanzeige oder wurde im Bewerbungsgespräch angesprochen. Statt also interessante Aufgaben zu bekommen, in denen nicht nur du etwas lernst, sondern die auch tatsächlich für das Unternehmen von Belang sind, kochst du Kaffee, verteilst die Post und machst stumpfsinnigen Telefondienst. Das hattest du dir nicht nur anders vorgestellt, das bringt dir vor allem auch relativ wenig für deine berufliche Zukunft. Auch hier solltest du den Chef darauf ansprechen, ob du vielleicht weitere Einsatzgebiete bekommen kannst.

9. Schlechte Stimmung unter den Kollegen

Neid, Missgunst und Lästereien unter den Kollegen vermiesen einem jedes gute Praktikum. Wichtig ist, dass du dich nicht in diese miese Stimmung mit hineinziehen lässt. Denn das wirkt sich unweigerlich auf deine Motivation aus: Wenn du auf dem Weg zur Arbeit schon weißt, dass der ganze Tag so deprimierend sein wird, hast du von Vornherein keine Lust mehr, du lernst weniger, strengst dich weniger an und nimmst weniger Positives aus dem Praktikum mit. Versuche also, dich von persönlichen Streitereien und allgemein negativer Energie im Büro abzugrenzen.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (32 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von praktikumstellen.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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