praktikumsstellen.de Ratgeber 8 gute Gründe dein Praktikum abzubrechen

8 gute Gründe dein Praktikum abzubrechen

8 gute Gründe dein Praktikum abzubrechen
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Inhalt:
  1. Ich bin raus
    1. 1. Körperliche Übergriffe
    2. 2. Unethisches handeln
    3. 3. Schlechte Betreuung
    4. 4. Mieses Arbeitsklima
    5. 5. Du kochst nur Kaffee
    6. 6. Unter- oder Überforderung
    7. 7. Der Job passt einfach nicht zu dir
    8. 8. Anzeichen von psychischen oder körperlichen Erkrankung
  2. Ende ohne Schrecken, statt Schrecken ohne Ende
  3. Mit guter Vorbereitung den Abbruch verhindern? – Fazit

Endlich ist er da! Der Tag, auf den du dich lange vorbereitet und gefreut hast: Heute beginnt dein Praktikum. Doch schon zur Mittagspause macht sich Ernüchterung breit. Du sitzt nur rum und irgendwie ist das, was die Kollegen machen nicht das was du erwartet hast. Soll das jetzt tatsächlich die nächsten Wochen und Monate so weitergehen? Nein! Natürlich nicht! Aber gib dem Ganzen eine Chance. Es ist erst ein Tag. Und dafür sind Praktika schließlich da, um herauszufinden was dir Spaß macht, worin du gut bist und wohin dich dein Weg führen soll. Selbstverständlich kann es vorkommen das sich der anfängliche Eindruck erhärtet und du feststellen musst, dass du mit deiner Wahl falsch gelegen hast. Dann ist es keine Schande ein Praktikum abzubrechen, sondern schlicht und einfach notwendig.

Ich bin raus

Selbstverständlich solltest du es dir gut überlegen, bevor du deine Praktikumsstelle aufgibst. Denn von diesem Entschluss kann eine Menge abhängen, wenn es sich etwa um ein Pflichtpraktikum handelt. Gehe in Ruhe in dich und wäge Vor- und Nachteile ganz objektiv ab. Vielleicht machst du dir eine Pro und Kontra Liste. So siehst du auf einen Blick, was überwiegt. Und: Rede mit Freunden, deiner Familie und vielleicht Kollegen und schildere ihnen deine Probleme. Sie können dir neutral ihre Meinung dazu sagen und dir so bei der Entscheidungsfindung helfen.

1. Körperliche Übergriffe

Nicht lange überlegen musst du, wenn es zu körperlichen Übergriffen kommt, du unangemessen berührt, belästigt, bedrängt oder gar geschlagen wirst. Ein solches Verhalten ist nicht tolerierbar. Melde es, bevor du das Weite suchst.

2. Unethisches handeln

Ein schnellstmöglicher Abbruch deines Praktikums ist auch angesagt, wenn du herausfindest, dass die Firma in der du es absolvierst, in irgendwelche illegalen Machenschaften verstrick ist oder eindeutig unethisch handelt. Schließlich willst du nicht selbst Gefahr laufen, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

3. Schlechte Betreuung

Grund übers Aufgeben nachzudenken kann eine schlechte Betreuung sein. Gibt es niemanden der dir bei Fragen weiterhelfen kann und deine geleistete Arbeit mit dir bespricht, bleibt der Lerneffekt aus. Ein guter Mentor sollte stets für dich erreichbar sein, dich in deine Aufgaben einweisen und anschließend selbstständig arbeiten lassen.

4. Mieses Arbeitsklima

Was nicht nur aufs Gemüt, sondern auch auf die Leistung schlägt, ist ein mieses Arbeitsklima. Fühlst du dich unwohl, unwillkommen und von den Kollegen nicht respektiert? Dann geh.

5. Du kochst nur Kaffee

Deine Aufgaben sollten mehr umfassen als Kaffeekochen und Post hohlen. Du solltest dir jedoch nicht zu schade sein für die typischen Praktikantentätigkeiten. Gerade zu Beginn kannst du nicht erwarten, dass du gleich verantwortungsvolle Projekte übertragen bekommst. Allerdings sollten sich die Arbeiten im Laufe der Zeit in ihrem Anspruch steigern. Ist das nicht der Fall, ist das ein Grund zur Kündigung.

6. Unter- oder Überforderung

Unter- oder Überforderung machen dich auf Dauer fertig. Rede mit deinem Ansprechpartner. Stellt er dir keine Änderung in Aussicht, sollte es dir nicht schwerfallen, das Praktikum zu beenden.

7. Der Job passt einfach nicht zu dir

Am schwierigsten ist die Entscheidung hinzuschmeißen wohl, wenn du das Gefühl nicht loswirst, dass der Job einfach nicht zu dir passt – oder du feststellen musst, dass deine Erwartungen nichts mit der Realität zu tun haben. Schließlich hast du dich ja aus irgendeinem Grund für diese Stelle entschieden. Sei mutig und steh zu deiner „Fehleinschätzung“.

8. Anzeichen von psychischen oder körperlichen Erkrankung

Eines sei noch klargestellt: Wenn dich dein Praktikum so sehr belastet das sich bereits erste Anzeichen einer psychischen oder körperlichen Erkrankung (Schlafstörungen, Albträume, Kopfschmerzen, Angstzustände, depressive Verstimmungen) andeuten, dann zieh die Reißleine – und zwar sofort.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Wenn du in deinem Praktikum keinerlei Mehrwert für dich und deine berufliche Zukunft siehst, wenn jeder Tag zur Qual wird und sich trotz deiner Nachfragen und Verbesserungsversprechen nichts tut, dann ist es sinnvoller dem Betrieb Lebewohl zu sagen, anstatt dort weiter deine Zeit zu vergeuden.

Ende ohne Schrecken, statt Schrecken ohne Ende

Deine Entscheidung steht, du möchtest dein Praktikum vorzeitig beenden? Dann mach es richtig. Auch wenn du gehst, solltest du einen möglichst professionellen Eindruck hinterlassen und dich im Guten von deinem Arbeitgeber trennen. Böses Blut hilft keinem und kann sogar deine weitere Karriere negativ beeinflussen. Viele Unternehmer in einer Region kennen einander.

  • Zunächst solltest du das persönliche Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen und dich gut darauf vorbereiten.
  • Trage die Gründe für deine Entscheidung ganz ruhig und sachlich vor. Erkläre deinem Gegenüber genau, warum du gehst und was nicht deinen Erwartungen entsprochen hat. Emotionen sind völlig fehl am Platze.
  • Hast du deinen Standpunkt geschildert, lass deinen Gesprächspartner zu Wort kommen. Einschüchterungen und Überredungsversuche zu bleiben müssen an dir abprallen. Halte an deinen Argumenten fest und stehe zu deiner Absicht.
  • Die eigentliche Kündigung muss schriftlich und fristgerecht erfolgen. Wie deine Kündigungsfrist aussieht, steht in deinem Arbeitsvertrag. In der Regel handelt es sich um zwei bis vier Wochen. Bei einem schweren Fehlverhalten des Arbeitgebers oder in der Probezeit entfällt sie ganz.

Sofern möglich solltest du das Kündigungsschreiben immer persönlich übergeben und dir die abgeleistete Praktikumszeit schriftlich bestätigen lassen. Den weiteren Ablauf deiner letzten Tage und Wochen, bevor du gehst, klärst du am besten mit deinem Vorgesetzten. Und vergiss nicht dich am Schluss für die Zusammenarbeit zu bedanken, auch wenn dir eigentlich so gar nicht danach ist.

Mit guter Vorbereitung den Abbruch verhindern? – Fazit

Auch aus einem abgebrochenen Praktikum kannst du etwas für die Zukunft mitnehmen, beispielsweise die Gewissheit, was du nicht willst. Um aber erst gar nicht in diese Lage zu kommen, heißt es bereits bei der Stellensuche die Augen offen zu halten.

Sieh dir die Stellenausschreibungen genau an. Eine detaillierte Aufgabenbeschreibung verrät bereits einiges über den Job. Die Internetpräsenz einer Firma kann dir ebenfalls Einblicke in das geben, was dich erwartet. Vielleicht gibt es sogar ein paar Videos, auf denen du sehen kannst, wie es dort zugeht. Suche im Internet nach Erfahrungsberichten früherer Praktikanten oder nach Bewertungen. Triff anhand dieser Punkte eine Vorauswahl, welche Arbeitgeber und Aufgabenbereiche für dich infrage kommen. Kein Praktikum ohne schriftlichen Vertrag. Der Betrieb sollte einen solchen schon im eigenen Interesse machen, um sich rechtlich abzusichern. Sollst du unentgeltlich arbeiten, dann überlege dir zweimal, ob du das wirklich möchtest. Sprich beim Bewerbungsgespräch offen an, was dir vorschwebt. Werden die Aufgaben da bereits abgesteckt, kann es diesbezüglich nicht mehr zu Missverständnissen und Enttäuschungen kommen.

Hat alle Vorbereitung nicht geholfen und das abgebrochene Praktikum steht im Lebenslauf, geh offen damit um. Wirst du bei einem Vorstellungsgespräch darauf angesprochen, nenne ehrlich deine Gründe. Zumeist hat es keinerlei Einfluss auf die Entscheidung, ob du eingestellt wirst oder nicht. Also: alles kein Beinbruch.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (32 Artikel)

Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von praktikumstellen.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft.

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