- 1. Besserwisserei
- 2. Faulheit
- 3. Den Job nicht ernst nehmen
- 4. Unpünktlichkeit und Unordnung
- 5. Vorlaut sein und ständig widersprechen
- 6. Unangemessene Kleidung
- 7. Nichts sagen und unscheinbar bleiben
Auf dem Weg ins Berufsleben kommt heutzutage niemand mehr um Praktika herum. Und das ist auch gut so: Denn Praktika vermitteln nicht nur Fachwissen und einen authentischen Eindruck der Tätigkeit, die man nach der Schule oder dem Studium anstrebt. Sie bieten auch die Möglichkeit, schon mal einen Fuß in die Tür eines Unternehmens zu kriegen. Denn auch Chefs erinnern sich an die Praktikanten, die wirklich gute Arbeit geleistet haben und haben nicht selten später einen Job für sie. Dann zahlt es sich aus, das Unternehmen, die Mitarbeiter und deren Arbeitsweisen schon mal kennen gelernt zu haben.
Aber darüber hinaus bereiten Praktika vor allem auch darauf vor, wie das Berufsleben in der Praxis wirklich aussieht. Denn jeder weiß, dass zwischen Schule bzw. Studium und Arbeitsalltag ein gewaltiger Unterschied besteht. Und dabei geht es gar nicht nur um geregelte Arbeitszeiten, Druck von oben oder Frust wegen eintönigen Tätigkeiten. Vielmehr gibt es im Berufsalltag viele kleine Stolperfallen und zwischenmenschliche Töne zu beachten. Und auch das lernt man am besten bereits im Praktikum.
Um sich dort zu behaupten, viel zu lernen und einen möglichst guten Eindruck zu machen, der einen im besten Fall die Tür ins gewünschte Unternehmen öffnet, solltest du daher diese sieben No-Gos in jedem Praktikum unbedingt vermeiden. Denn erst dann holst du wirklich das Beste aus deinen praktischen Erfahrungen und deinen Zukunftschancen heraus.
1. Besserwisserei
Niemand arbeitet gerne mit jemandem zusammen, der meint, alles besser zu wissen. Wenn dann aber auch noch jemand deutlich jünger ist und ihm sowohl Berufs- als auch Lebenserfahrung fehlt, dann sind unnötige Belehrungen den Kollegen gegenüber fehl am Platz.
Natürlich sollte jeder Praktikant seine Meinung und Ideen frei äußern können und keine falsche Scheu an den Tag legen. Doch wie so oft im Berufsleben macht auch hier der Ton die Musik. Deswegen solltest du unbedingt darauf verzichten, unter allen Umständen und bei jeder Gelegenheit mit deinem theoretischen Wissen aus Uni oder Schule glänzen zu wollen, wenn das Unternehmen längst gut funktionierende und bewährte Abläufe in der Praxis entwickelt hat. Niemand hat schließlich darauf gewartet, dass ein Praktikant den ganzen Laden revolutioniert. Das ist überflüssig und nervt. Du bist nicht der erste Praktikant dort und wirst auch nicht der letzte sein. Gerade am Anfang gilt es deswegen, sich zurückzunehmen und die Kollegen sowie die Arbeit erst einmal kennen zu lernen.
2. Faulheit
„Och, ist ja eh nur ein Praktikum. Unbezahlt auch noch! Warum sollte ich mich dafür anstrengen?“ Solche Gedanken sind gerade im Praktikum völlig fehl am Platz. Denn hier kannst du Erfahrungen fürs Leben sammeln, dich profilieren und dir ganze neue Zukunftschancen eröffnen. Deswegen solltest du auch und gerade im Praktikum zu jeder Zeit dein Bestes geben.
Sowohl Chef als auch Kollegen behalten dich in guter Erinnerung, wenn du bereits im Praktikum eine echte Hilfe warst und gute Arbeit geleistet hast. Wenn du also später einen Job suchst, macht es Sinn, in diesem Unternehmen anzufragen. Hast du allerdings wochenlang nur wenig Interesse an deinen Aufgaben gezeigt und den Eindruck gemacht, das Praktikum sei eine echte Qual für dich gewesen, dann kannst du deine Zukunft dort vergessen.
3. Den Job nicht ernst nehmen
Im Praktikum sammelst du Erfahrungen, die dir dein ganzes Leben lang von Nutzen sein können. Sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich kannst du hier von den erfahrenen Kollegen viel lernen. Denn auch wenn du denkst, dass dich das Studium gut auf die Arbeitswelt gut vorbereitet: Du irrst dich. Selbst wenn du dich fachlich schon ziemlich gut auskennst, ist die Arbeit in der Praxis noch mal eine ganz andere Nummer mit völlig anderen Ansprüchen.
Deswegen solltest du das Praktikum nicht als notwendiges Übel auf dem Weg zum Uni-Abschluss wahrnehmen. Vielmehr solltest du jeden Augenblick als Bereicherung und Lehrstunde betrachten und darüber nachdenken, wie dich der Job in jeder Hinsicht auf deinem Karriereweg weiter bringt. Die dir zugeteilten Aufgaben ernst zu nehmen, zeugt außerdem von Verantwortungsgefühl. Die Zeit damit vergeuden, im Netz rumzusurfen und den ganzen Tag WhatsApp-Nachrichten zu schreiben, wird dir für deine beruflich Zukunft nichts nützen.
4. Unpünktlichkeit und Unordnung
Eigentlich versteht sich dieser Punkt von selbst: Als Praktikant musst du wirklich darauf achten, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Wenn es keinen festen Arbeitsbeginn gibt und das Unternehmen Gleitzeit anbietet, solltest du diese nicht ausreizen, sondern dich an deinen Kollegen orientieren.
Welchen Eindruck macht es schließlich, wenn ausgerechnet der Praktikant jeden Morgen als letztes ins Büro kommt? Keinen guten! Auch als Mitglied der freiheitsliebenden Generation Y, die größten Wert auf Selbstbestimmung bei der Arbeitszeitgestaltung legt, müssen eben ein paar Regeln eingehalten werden.
Das gilt auch für deinen Arbeitsplatz. Als Praktikant bist du nur Gast im Unternehmen. Deswegen gehört es sich, dass du deinen Schreibtisch in Ordnung hältst und in der Teeküche kein Chaos verbreitest.
5. Vorlaut sein und ständig widersprechen
Du bekommst im Praktikum eine Aufgabe, auf die du eigentlich keine Lust hast und bei der du auch nicht gerade viel lernen kannst? Dann erledige auch die, so gut du kannst. Auch wenn Praktikanten heutzutage in den seltensten Fällen zum Kopieren und Kaffee kochen abgestellt werden, wird es immer wieder Situationen geben, in denen du dir irgendwie ausgenutzt vorkommst.
Das bedeutet nicht, dass du Mädchen für alles spielen musst. Wenn du das Gefühl hast, dass diese Aufgaben überhand nehmen, du im unbezahlten Praktikum ausgebeutet wirst und daraus nichts Sinnvolles für dich mitnehmen kannst, such das Gespräch mit deinem Chef oder Mentor. Auf keinen Fall solltest du dich aber von vorneherein weigern, Arbeit zu erledigen, weil du sie als unter deiner Würde betrachtest – und das im schlimmsten Fall auch noch laut äußern. Das zeugt in erster Linie nicht von Selbstbewusstsein, sondern vielmehr von Respektlosigkeit. Als Praktikant stehst du nun mal am Ende der Nahrungskette – wenn dir jemand eine sinnlose oder ungeliebte Aufgabe gibt, zeig genug Ehrgeiz, dich damit für Besseres zu qualifizieren.
6. Unangemessene Kleidung
Aller persönlicher Vorlieben zum Trotz gilt es im Arbeitsleben, sich auch dem vorherrschenden Kleidungsstil anzupassen. Tragen bei der Bank alle Anzug, wird das vermutlich auch vom Praktikanten verlangt. Geht es dagegen in einer Kreativagentur leger zu, musst du dort nicht in Hemd und Krawatte erscheinen.
Wichtig ist in jedem Fall jedoch, auf saubere und ordentliche Kleidung wert zu legen, das gilt für alle Branchen gleichermaßen. Frauen sollten zudem darauf achten, (auch im Sommer) nicht zu viel Haut zu zeigen. Kurze Röcke, Hot-Pants und Spaghettiträger-Tops haben im Büro nichts zu suchen.
7. Nichts sagen und unscheinbar bleiben
Wenn du das Praktikum auch als Türöffner für dein späteres Berufsleben nutzen willst, musst du bei Kollegen und Vorgesetzten in Erinnerung bleiben. Eigeninitiative, Fleiß, Verlässlichkeit und gute Ideen zeigen, dass du Lust auf die Arbeit hast und eine echte Bereicherung für das Unternehmen sein kannst. Doch oft laufen Praktikanten so nebenher, ohne aufzufallen. Um aus der Masse herauszustechen, solltest du also unbedingt dafür sorgen, dass deine Arbeit und deine Persönlichkeit wahrgenommen werden.
Nach der ersten Eingewöhnungszeit, wenn du die Arbeitsabläufe und Schwerpunkte kennen gelernt hast, ist es vollkommen angemessen, wenn du in Teammeetings das Wort ergreifst, Feedback gibst oder Vorschläge machst. Wenn Aufgaben vergeben werden, die du durchaus erledigen könntest, melde dich freiwillig dafür. So wirkst du kompetent und fleißig und bleibst bei allen in guter Erinnerung.