- Ein souveräner Kandidat ist frei von der Meinung anderer
- 1. Intelligenz
- 2. Symphatie
- 3. Erfolg
- 4. Besessenheit
- 5. Bescheidenheit
- 6. Einzigartigkeit
- 7. Motivation
- 8. Weltklasse
- 9. Ergebnisorientierung & Erfahrungen
- 10. Kreativität
RatAus einem Praktikum könnte später der ideale Traumjob werden. Aber auf dem Weg dorthin gilt es allerdings einige Stolperfallen zu umgehen. Denn jeder Karrierestart ist untrennbar mit Deiner Bewerbung verbunden, die im besten Falle zu einem Bewerbungsgespräch mit dem künftigen Arbeitgeber führt. Im Laufe dieses Gespräches wird Dir ganz sicher die Möglichkeit gegeben, Dich auch von der persönlichen, also deiner menschlichen Seite, zu präsentieren. Wer in dieser Situation die Wörter kennt, die man besser nicht benutzen sollte um sich selbst zu beschreiben, ist klar im Vorteil und kann etliche Pluspunkte verbuchen.
Die meisten Personalchefs sind bestens ausgebildet, um sich in einem Bewerbungsgespräch mit gezielten Fragen ein genaues Bild von der Kandidatin oder dem Kandidaten zu machen. Sie beherrschen die Fragestellungen, auf die es dabei ankommt, aus dem Eff-Eff und möchten anhand der Antworten herausfinden, wie sich der Bewerber in bestimmten Situationen verhält und reagiert. Eine gute Portion Selbstbewusstsein und Souveränität kann dann nicht schaden. Gerade letztere steht im Zusammenhang mit Deinem Auftreten und dem Verhalten. Wobei sie am besten mit Selbstsicherheit und der notwendigen Ruhe und Gelassenheit gekoppelt sein sollte. Zusammengefasst beweist Du damit, wie Du mit schwierigen Situationen umgehst oder welche Vorteile Du bündeln kannst, wenn es um den späteren Umgang mit Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten geht.
Ein souveräner Kandidat ist frei von der Meinung anderer
Das Vorstellungsgespräch ist eine hervorragende Chance, Dich als eine Person darzustellen, die in der Lage ist, Situationen aus eigener Sicht zu betrachten, Dir eine eigene Meinung zu bilden und diese dann souverän vorzutragen. Da ist es wieder, das Wort Souveränität. Was der potentielle Arbeitgeber im Gespräch damit verbindet? Er möchte gerne von Dir wissen, ob Du Deine Schwächen und Stärken kennst und in der Lage bist, sie auch entsprechend darzustellen. Sobald Du also die Frage hörst, wie Dich andere Menschen beschreiben würden, oder wie Du Dich selbst in wenigen Worten beschreibst, rückt dieser Teil der Souveränität wieder in den Vordergrund. Und das Wissen um die Wörter, die Du für die eigene Beschreibung besser nicht verwenden solltest.
1. Intelligenz
Schlau und intelligent zu sein, ist zweifelsohne ein persönlicher Vorteil. Dich selbst als intelligenten Menschen zu bezeichnen, ist in einem Bewerbungsgespräch jedoch eher kontraproduktiv. Weil Intelligenz vom Arbeitgeber schlicht vorausgesetzt wird. Auf den Personalchef wirkt der Hinweis auf Intelligenz meist arrogant. Es ist also bezeichnend, dass der Arbeitgeber so gut wie ausnahmslos intelligente Praktikanten oder Mitarbeiter für sein Unternehmen sucht. Dich sogar als extrem intelligent auszuweisen, dürfte erst recht einen Minuspunkt auf der Bewertungsliste geben. Ersetze Intelligenz lieber mit dem Begriff „Denkweise“. Beschreibe Dich beispielsweise als jemand, der logisch denkt, dem schnelles Lernen und eine schnelle Auffassungsgabe liegen. Praktische Aussagen statt persönlicher Einschätzungen sind also die Kernaussagen.
2. Symphatie
Im normalen Leben bist Du natürlich ein möglichst sympathischer Zeitgenosse, den alle mögen. Dies dem Recruiter mit blumigen Worten zu beschreiben, bringt Dich jedoch ins Hintertreffen. Besser ist es, dem Teamplayer den Vortritt zu lassen, dich als offenen und enthusiastischen Mitarbeiter vorzustellen, als jemand, der durchaus in der Lage ist, diese Seite auch im Berufsalltag anzuwenden. Du hast die Abiturfeier organisiert? Für Deinen Verein ein neues Konzept auf die Beine gestellt? Mit solchen Beispielen aus der Praxis wirst Du beim Personalchef einen positiveren Eindruck hinterlassen.
3. Erfolg
Ob Du tatsächlich Erfolge verbuchen kannst, entscheidet sich erst später im Laufe des Praktikums, in der täglichen Praxis also. Beim Vorstellungsgespräch aber geht es an dieser Stelle wieder um die richtige Einschätzung. Dich als allgemein erfolgreich zu bezeichnen, führt also in die falsche Richtung. Dann könnte es sein, dass Sympathie in Antipathie umschlägt. Nachvollziehbare oder belegbare Erfolge aus Deiner Vergangenheit jedoch, die Du spezifiziert erläuterst, werden beim Personalchef bestimmt gut ankommen.
4. Besessenheit
Grundsätzlich ist der an sich positiv gemeinte Hinweis darauf, das künftige Praktikum mit Besessenheit ausführen zu wollen, genau gegenteilig besetzt. Welcher Personalchef möchte schon Mitarbeiter haben, die von den Aufgaben völlig beherrscht sind und an nichts anderes mehr denken? Wird aus der persönlichen Leidenschaft für das Praktikum jedoch Deine Fokussierung darauf, dass Du es mit Fleiss, Lernbereitschaft und detailliertem Wissen abschließen möchtest, wird der Recruiter sich ganz bestimmt eine positive Notiz machen.
5. Bescheidenheit
„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!“ So gut wie jeder hat diesen Spruch schon einmal gehört. Eine gewisse Bescheidenheit im Berufsleben mag zwar durchaus angebracht sein, besser sind jedoch klare Vorstellungen in Verbindung mit der gewünschten Karriere. Gegenüber einem Personaler sind also Fakten gefragt. Gibt es etwa ein Beispiel? Wie war das Ergebnis? Und wie war die Resonanz? Im Zweifelsfall sollte besser der zweite Teil des Spruches gelten und das Wort von Deiner Bescheidenheit gar nicht erst fallen.
6. Einzigartigkeit
Es gibt viele Menschen, die etwas Einzigartiges getan oder erfunden haben. Sportler, Erfinder, Ingenieure, Maler … Dich selbst aber als einzigartig gegenüber einem Personalchef zu beschreiben, tendiert eher zu einer maßlosen Übertreibung, die auch als eine solche empfunden werden dürfte. Ein weiterer Minuspunkt wäre demnach vorprogrammiert. Mache Dir lieber Gedanken darüber, welche Stärken Dich gegenüber den Mitbewerbern für die gleiche Stelle interessanter und besser aussehen lassen. Der Personalchef wird Dir dann höchstwahrscheinlich sehr konzentriert zuhören.
7. Motivation
Fachleute bezeichnen Motivation als die Gesamtheit aller Motive, die auch Dich die Entscheidung haben treffen lassen, Dich für eine Praktikantenstelle zu bewerben. Es wäre also keine gute Idee, Dich mit Deiner Motivation ganz allgemein profilieren zu wollen. Was hier zu einer positiven Einschätzung führen sollte, wären jene Gründe, die Dich dazu motiviert haben, Dich gezielt für das aktuelle Unternehmen entschieden zu haben. Detailliertes Hintergrundwissen wäre demnach zielorientiert und bringt Dich dem Praktikum um entscheidende Schritte näher.
8. Weltklasse
Ohne eindeutige Belege oder Nachweise auf den Tisch legen zu können, wäre Deine persönliche Beschreibung, ein Weltklasse-Mitarbeiter zu sein, wohl nur eines: arrogant. Bevor Du die Nase also sehr hoch nimmst, solltest Du das Weltklasse-Wort besser ganz vermeiden. Oder dem Personalchef eine Medaille, eine Auszeichnung oder entsprechende Pressemitteilungen vorlegen können.
9. Ergebnisorientierung & Erfahrungen
Selbst nach zwei oder drei Praktikantenstellen bereits von umfangreichen beruflichen Erfahrungen zu sprechen, käme beim Recruiter wahrscheinlich nicht gut an. Ebenso der Hinweis, ausschließlich ergebnisorientiert zu arbeiten, der nur zu einer Frage führt: „Ja, was denn sonst?“ Schließlich sagen beide Beschreibungen nichts darüber aus, wie schlecht oder wie gut Du später im Job tatsächlich sein wirst. Lieber wären dem Personalchef spezifizierte Aufgabenbeschreibungen, die Du bereits gelöst hast und die sich auf das aktuelle Jobumfeld übertragen ließen.
10. Kreativität
Hast Du bereits Deine Fähigkeit bewiesen, etwas zu schaffen, was originell, nützlich oder brauchbar ist? Hast Du Dich bereits schöpferisch oder gestalterisch betätigt? Allzu deutlich auf Deiner Kreativität zu bestehen, könnte Dich schnell in den Bereich eines Genies abdriften lassen, das Du jedoch kaum sein dürftest. Sinnvoll ist es, den Begriff erst gar nicht zur Beschreibung Deiner Persönlichkeit zu verwenden. Es sei denn, es geht um ein künstlerisches oder ähnlich gelagertes Praktikum. Selbst dann solltest Du dich besser an bereits nachvollziehbare Fakten und Lösungen halten, die einen Personalchef positiv aufhorchen lassen.
Rat
Dies sind längst nicht alle Wörter, auf die Du bei einer Beschreibung Deiner Person gegenüber einem Recruiter verzichten solltest. Wie Du es besser machst, solltest Du deshalb also akribisch vorbereiten. Auch das benötigte Selbstbewusstsein lässt sich, wenn es nicht bereits zu Deinen Stärken zählt, trainieren.