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Vorstellungsgespräch: So meisterst Du es trotz Schüchternheit!

Vorstellungsgespräch: So meisterst Du es trotz Schüchternheit!
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Inhalt:
  1. Hauptproblem: Schüchterne Menschen verkaufen sich unter Wert!
  2. Tipp 1: Bleib ruhig und entspann dich
  3. Tipp 2: Sei offensiv und ehrlich
  4. Tipp 3: Präsentiere deine Stärken
  5. Tipp 4: Geh selbstbewusst mit deinen Schwächen um
  6. Tipp 5: Versuch deine Körpersprache zu kontrollieren
  7. Tipp 6: Bleibe authentisch 

Ein Vorstellungsgespräch ist für die Mehrheit der Bewerber vermutlich eine Stresssituation. Besonders für schüchterne und zurückhaltende Persönlichkeiten kann ein Bewerbungsgespräch starke Nerven fordern. Schon unter „normalen“ Umständen fällt es schwer, sich während eines Vorstellungsgesprächs gut zu verkaufen, über sich zu sprechen und dem Gesprächspartner in die Augen zu blicken. Für stille, introvertierte Menschen ist das Job-Interview eine doppelte Überwindung. Doch auch als schüchterner Bewerber kannst du lernen, das Unternehmen von dir zu überzeugen. Mit diesen 6 Tipps überzeugst du trotz Schüchternheit!

Hauptproblem: Schüchterne Menschen verkaufen sich unter Wert!

Das häufigste Problem bei schüchternen und zurückhaltenden Menschen ist, dass sie sich unter Wert verkaufen. Sie unterschätzen sich und halten sich selbst oft für Mängelexemplare. Dabei ist Schüchternheit keine Seltenheit: Laut einer Studie gilt knapp die Hälfte der Weltbevölkerung als schüchtern und introvertiert. Erkenn deine Stärken und setze diese gekonnt ein, ob im Bewerbungsgespräch oder anderen Situationen. 

Du solltest versuchen aus dir herauszukommen und deine Selbstpräsentation verbessern. So kannst du den Personalchef sicherlich überzeugen und das Praktikum gehört dir!

Tipp 1: Bleib ruhig und entspann dich

Ja leichter gesagt, als getan. Besonders für Menschen, die Probleme mit unbekannten und neuen Situationen, wie etwa ein Vorstellungsgespräch, haben. Bereits mit der Einladung zum Job-Interview rutscht dir das Herz in die Hose und du würdest dir das Ganze doch noch einmal anders überlegen. Jetzt bloß keinen Rückzieher machen. Du hast es so weit geschafft. Du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen und kannst dein Traumpraktikum in deinem Wunschunternehmen absolvieren. Lass diese Chance bloß nicht sausen! 

Jetzt atmest du erst einmal tief durch. Ganz ruhig bleiben, lehne dich zurück und entspann dich. Auch wenn du dieses Praktikum gerne machen möchtest, davon hängt nicht dein Leben ab. Mach dich nicht verrückt. Reduzier deinen Stresspegel und denk positiv. Natürlich möchtest du gerne den Praktikumsplatz haben, trotzdem solltest du dich nicht zu sehr reinsteigern. Überlege dir, in welcher Abhängigkeit steht dieser Praktikumsplatz zu deiner Zukunft? Wie viele Bewerbungsgespräche hast du schon gemacht? Was kann schon schlimmes passieren?

Versuch dich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Geh positiv zu dem Bewerbungsgespräch. Immerhin wurdest du zu einem Job-Interview eingeladen, nicht jeder kann das von sich behaupten. Versuch dich nicht zu verstellen und bleib ruhig. Ehrlichkeit steht über den Versuch, sich verkrampft zu verrenken und eine falsche Persönlichkeit darzustellen. 

Tipp 2: Sei offensiv und ehrlich

Es ist keine Schande, wenn du zu Beginn des Gesprächs deine Nervosität zum Ausdruck bringst. Sag deinem Gesprächspartner, dass du nervös bist. Das ist vollkommen in Ordnung und besonders bei jungen Menschen und dem ersten Job-Interview nachvollziehbar. Viele Unternehmen wissen, dass vor allem junge Menschen noch nicht viel Routine in Sachen Bewerbungsgespräch haben. Stehst du zu deiner Nervosität, wirkt das selbstsicher. 

Zusätzlich spricht Aufgeregtheit und Nervosität für dein Interesse an dem Praktikum. Steh zu dem, was du bist, steh selbst hinter dir und sei von dir überzeugt. Täusche dich und deinen Gesprächspartner nicht, indem du ein falsches Wunschbild von dir erschaffst. Sei wie du bist und überzeuge das Unternehmen von dir!

Tipp 3: Präsentiere deine Stärken

Jeder Mensch hat Stärken, egal ob ein lauter, leiser, zurückhaltender, schüchterner oder auffallender Charakter. Sei dir deiner Stärken bewusst und nutze diese. Selbstlob ist für viele Menschen schwierig, für schüchterne Personen vermutlich der blanke Horror. Damit dir deine Stärken dennoch über die Lippen gehen, versuche diese, geschickt zu verpacken: als Lob von Arbeitskollegen, Arbeitgebern, oder einem Kunden. Dadurch vermeidest du nicht nur das Eigenlob, sondern durch die Wiedergabe von Aussagen anderer unterstreichst du die Glaubwürdigkeit deiner Stärken. 

Auch wenn du das Gefühl hast, gar keine Stärken zu haben, überlege genau. Arbeitest du still aber durchaus konzentriert an einem Projekt oder einer Aufgabe? Bringst du nicht viele Ideen ein, aber dafür wenige mit gutem Inhalt und einer gewissen Qualität? 

Tipp 4: Geh selbstbewusst mit deinen Schwächen um

Wahrscheinlich möchte dein Gesprächspartner nicht nur etwas über deine Stärken wissen, sondern auch über deine Schwächen. 

Von deinen Schwächen solltest du immer nur in der Vergangenheit sprechen, welche Fehler du erfolgreich abgelegt und überwunden hast. Bezeichne deine Schüchternheit nicht als Schwäche, denn es gehört zu dir und kann in vielen Situationen auch von Vorteil sein. 

Tipp 5: Versuch deine Körpersprache zu kontrollieren

Auch wenn du total aufgeregt bist und vor Nervosität kaum still sitzen kannst: Zeig das bloß nicht mit deiner Körpersprache. Mimik, Gestik, Körperhaltung und Verhaltensweisen verraten viel über den inneren Zustand und die Gefühlszustände. Nervöses hin und her rutschen auf dem Stuhl, ein gesenkter Blick oder das Vermeiden von Blickkontakt wirken unsympathisch. Wenn du schüchtern bist, ist es besonders schwierig eine selbstbewusste und überzeugte Körpersprache zu verkörpern. 

Deshalb solltest du üben deine Körpersprache gezielt einzusetzen. Nur wenige Kleinigkeiten lassen dich selbstbewusst und selbstsicher wirken: Körperspannung. Aufrechtes sitzen, den Kopf gerade halten und die Schultern nicht hängen lassen und schon wirkst du selbstbewusst. 

Die richtige Körperhaltung hat noch einen weiteren Effekt: Kauerst du dich mit eingefallenen Schultern und gesenkten Blick auf den Stuhl, bringst du dich bereits von Anfang, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat, in eine niedrigere Lage. Du unterwirfst dich indirekt mit dieser Körperhaltung und Sprache deinem Gesprächspartner. Setzt du dich aufrecht hin und hältst dich gerade, befindet ihr euch auf einer Ebene, der Blickkontakt baut sich automatisch auf und das Gespräch findet wortwörtlich auf Augenhöhe statt. 

Tipp 6: Bleibe authentisch 

Wie bereits erwähnt sollst du dich nicht verstellen, lediglich an deinem Auftreten arbeiten und dir bewusst machen, wie toll du bist. Schauspielern fällt dabei eher negativ auf. Du sollst dich nicht als vollkommen anderer Mensch präsentieren und verstellen. Du darfst schüchtern sein, dich aber nicht gleich selbst als geeignete Besetzung für das Praktikum ausstechen. Bleib du selbst und bleib authentisch. Wähle ein Outfit in dem du dich wohlfühlst und verkleide dich nicht. Versucht du eine Person zu sein, die du nicht bist, bemerkt das der geschulte Blick dein Gesprächspartner.

Das wichtigste für das Vorstellungsgespräch ist, dass du trotz deiner Schüchternheit und Nervosität an dich selbst glaubst. Du hast dich für die Stelle beworben und die ersten Hindernisse überwunden, dann wirst du auch die letzte Hürde meistern. 

Was kann dem Unternehmen an deiner Bewerbung besonders gefallen haben? Welche Aspekte begründen wohl die Einladung? Versuch dich in das Unternehmen hineinzuversetzen, so schaffst du es auch als schüchterne und unsichere Person einen guten Eindruck von deinen Stärken zu bekommen. Mach dich nicht verrückt! 

Viel Erfolg für das Bewerbungsgespräch wünscht dir das Team von praktikumsstellen.de.

Bild: Anastasia Klingsiek
Anastasia Klingsiek (20 Artikel)

Anastasia Klingsiek hat Germanistische Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften in Paderborn studiert. Während ihres Studiums hat sie bereits in journalistischen Redaktionen als freie Mitarbeiterin gearbeitet. Moderationen, Nachrichten und Artikel: alles kein Problem. Texten war schon immer ihre Leidenschaft. Auf praktikumsstellen.de ist sie für den Bereich rund um Berufseinstieg, Büroalltag und Work-Life-Balance zuständig.

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