- Woher kommt Nervosität?
- Warum ist man vor einem Bewerbungsgespräch nervös?
- Wie wirkt sich Nervosität auf das Bewerbungsgespräch aus?
- Tipps gegen Nervosität im Bewerbungsgespräch
- Tipp 1: Verhindere Zeitdruck vor dem Bewerbungsgespräch
Tipp 2: Bereite dich auf Fragen im Vorstellungsgespräch vorTipp 3: Achte auf die richtige Einstellung für das BewerbungsgesprächTipp 4: Achte im Einstellungsgespräch auf die richtige KörperspracheTipp 5: Mach vor dem Bewerbungsgespräch deinen Kopf frei!Nervosität beim Bewerbungsgespräch ist nicht schlimmEin schneller Herzschlag, feuchte Hände, ein flauer Magen – das sind die typischen Anzeichen, wenn du nervös bist. Die Ursachen dafür können ganz verschieden sein. Eine wichtige Prüfung steht an, du musst eine Präsentation halten oder eben auch: Du wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Warum ist man überhaupt nervös? Wie kann sich Nervosität auf das Bewerbungsgespräch auswirken? Was hilft gegen Nervosität?
Woher kommt Nervosität?
Wer an Nervosität denkt, dem fallen sofort einige gängige Symptome ein.
Mögliche Symptome und Anzeichen von Nervosität:
- Schwitzen
- Herzrasen
- Zitternde Hände
- Schlafstörungen
- Übelkeit
- Blasse oder im Gegenteil rote Gesichtsfarbe
Welche Symptome wie stark auftreten, ist bei jedem individuell. Was aber immer gleich ist: Die Symptome kommen erst vor, wenn sie ausgelöst werden. Und das passiert zuerst in deinem Kopf. Deine Gedanken sind quasi daran Schuld, dass du aufgeregt bist.
Zum Beispiel machst du dir Gedanken über die nächste Klausur. Du fragst dich, welche Inhalte wohl vorkommen, und bist unsicher, ob du alles beherrschst. Diese Gedanken sorgen für Stress. Durch den Stress werden bestimmte Hormone ausgeschüttet. Die sorgen dann wiederum dafür, dass im vegetativen Nervensystem, dem Teil des Nervensystems, der eine Vielzahl der Körperfunktionen steuert, bestimmte Mechanismen aktiviert werden. Dadurch gelangst du unbeabsichtigt in einen Zustand der inneren Unruhe; Symptome wie weiche Knie und zitternde Hände sind die Folge.
Warum ist man vor einem Bewerbungsgespräch nervös?
Es ist doch nur ein Gespräch – warum bin ich deswegen aufgeregt? Eigentlich stimmt das. Aber wie schon erwähnt, sind deine Gedanken schuld an deiner Nervosität. Aus folgenden Gründen könntest du dir über ein Bewerbungsgespräch viele Gedanken machen:
• Angst haben, Fehler zu machen und Erwartungen nicht zu erfüllen
• Sich selber unter Druck setzen und perfekt sein wollen
• Lange Arbeitslosigkeit und finanzielle Sorgen
• Unsicherheit, weil man nicht weiß, was auf einen zukommt
• Starker Wille, weil es sich um den absoluten Traumjob handelt
Wie wirkt sich Nervosität auf das Bewerbungsgespräch aus?
Man kann nicht nicht kommunizieren. Das ist eins der bekanntesten Zitate des Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick. Und da ist viel Wahres dran. Denn auch wenn du versucht, deine Aufregung bei dem Vorstellungsgespräch zu unterdrücken, damit sie der Personaler nicht mitbekommt: Durch deine Körpersprache kommunizierst du trotzdem.
Und das kann unter Umständen sogar negative Auswirkungen haben. Denn der erste Eindruck zählt oft mit am meisten. So kann es sein, dass einige Bewerber bereits aufgrund ihrer nonverbalen Signale scheitern – obwohl ihre Fähigkeiten oder Kenntnisse vielleicht gar nicht so schlecht sind.
Stell dir vor, ein Bewerber schaut dem Personaler bei dem Gespräch nicht in die Augen. Außerdem wippt er auf seinem Stuhl von links nach rechts und fasst sich immer wieder ins Gesicht. Auf den Personaler wirkt das vermutlich nicht sympathisch, sondern drückt eher Unsicherheit, mangelnde Souveränität und fehlendes Selbstbewusstsein aus. Ob der Bewerber vielleicht einfach nur nervös ist und sich unter anderen Umständen ganz anders verhalten würde – das weiß der Personaler nicht. Trotzdem entscheidet er nach einem Gespräch über Zu- oder Absage.
Tipps gegen Nervosität im Bewerbungsgespräch
Wenn du folgende Tipps beherzigst, dann hast du deine Nervosität bei dem nächsten Vorstellungsgespräch garantiert besser im Griff.
Tipp 1: Verhindere Zeitdruck vor dem Bewerbungsgespräch
Wenn zu der Nervosität auch noch Zeitdruck kommt, dann verstärkt sich die Aufregung nur. Deswegen lohnt es sich, früh genug mit der Planung anzufangen. Zum Beispiel kannst du dein Outfit schon einen Tag vorher rauslegen. Außerdem solltest du dich gut über das Unternehmen informieren und zum Beispiel deine Anreise planen. Je weniger du dem Zufall überlässt, desto sicherer fühlst du dich dann auch.
Tipp 2: Bereite dich auf Fragen im Vorstellungsgespräch vor
Jedes Vorstellungsgespräch ist anders, es werden also nie genau die identischen Fragen gestellt. Trotzdem gibt es ein paar gängige Fragetypen, die immer wieder vorkommen. Auf Fragen dieser Art kannst du dich im Vorfeld gut vorbereiten und so Stress im Gespräch vermeiden. Schreib dir die Antwort auf die Fragen auf und präge sie dir ein. So hast du keinen Platz mehr für Gedanken wie „Was ist, wenn ich auf die Fragen nicht antworten kann?“
Folgende Fragen kommen in Vorstellungsgesprächen oft vor:
• Erzähl mal etwas über dich.
• Was reizt dich an der Stelle?/ Warum möchtest du in dem Unternehmen arbeiten?
• Warum sollten wir gerade dich einstellen?
• Was sind deine Stärken, was deine Schwächen?
• Wo siehst du dich in fünf und in zehn Jahren?
Tipp 3: Achte auf die richtige Einstellung für das Bewerbungsgespräch
Wie schon beschrieben: Deine Gedanken bestimmen über deine Nervosität. Deswegen ist die richtige Einstellung wichtig. Wenn du die ganze Zeit darüber nachdenkst, was alles schief gehen könnte und wie enorm sich das auf deine Karriere auswirken könnte, dann ist es kein Wunder, wenn du nervös wirst. Ein Vorstellungsgespräch zu dramatisieren, hilft nicht.
Versuche stattdessen, das Gespräch als Chance zu sehen, aber gleichzeitig mit im Kopf zu haben, dass es auch nicht klappen kann. Falls du eine Absage bekommst, darfst du natürlich enttäuscht sein. Als einen Weltuntergang solltest du das aber trotzdem nicht betrachten.
Auch gegenüber dir selbst solltest du die richtige Einstellung haben. Statt „Ich schaffe das nicht“ und „Ich weiß nicht, was ich auf die Fragen antworten soll“ sagst du dir, dass du bereits eine Hürde, und zwar die schriftliche Bewerbung, gemeistert hast, und dass sich der Personaler scheinbar für dich interessiert – sonst hätte er dich kaum für ein Gespräch eingeladen.
Tipp 4: Achte im Einstellungsgespräch auf die richtige Körpersprache
Auch wenn deine Gedanken Nervosität auslösen, kannst du sie durch deine Körpersprache beeinflussen. Achte zum Beispiel darauf, dass du den Blickkontakt hältst, nicht mit deinen Fingern an deinen Haaren oder Stiften spielst oder dich hektisch bewegst. Sitze stattdessen still und aufrecht. Das beruhigt dich ganz automatisch. Versuche außerdem zu lächeln, das wirkt nicht nur positiv auf deinen Gesprächspartner, sondern auch du bekommst ein positiveres Gefühl.
Außerdem kannst du bewusst auf deine Atmung achten. Wer nervös ist, atmet flach und kurz durch den Mund. Atme also bewusst tief durch die Nase ein und aus in deinen Bauch hinein. Das entspannt dich und signalisiert dem Gehirn, das alles in Ordnung ist.
Tipp 5: Mach vor dem Bewerbungsgespräch deinen Kopf frei!
Du bist etwas zu früh vor Ort und hast noch Zeit, bevor das Vorstellungsgespräch beginnt? Dann nutze die Zeit für einen Spaziergang an der frischen Luft. Das bringt dich noch einmal auf andere Gedanken, du tankst frische Energie und lässt Nervosität keine Chance. Natürlich ist damit nicht gemeint, dass du einen Marathon läufst. Ein zehnminütiger Spaziergang ist bereits ausreichend. Auf einen Kaffee kurz vorher solltest du aber verzichten. Das Koffein kann die Nervosität verstärken.
Nervosität beim Bewerbungsgespräch ist nicht schlimm
Trotz aller Tipps ist deine Nervosität immer noch nicht komplett weg? Das ist nicht schlimm! Ein Bewerbungsgespräch ist und bleibt eine stressige Situation, die einen fordert. Wenn du immer noch nervös bist, sprich das im Vorstellungsgespräch einfach an. Ein Personaler nimmt es dir in der Regel nicht übel. Es wirkt eigentlich sogar persönlich und authentisch. Und der Personaler merkt eher, dass du motiviert bist und ernsthafte Interesse an der Stelle hast. Außerdem kann er deine Körpersprache richtig deuten. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Vorstellungsgesprächen. Keep cool!