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Bewerbungsprozess: So prüfen Personaler deine sozialen Netzwerke

Bewerbungsprozess: So prüfen Personaler deine sozialen Netzwerke
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Inhalt:
  1. Was können soziale Netzwerke über dich vermitteln?
  2. Worauf achten die Personaler bei einem Bewerber?
  3. Datenschutz: Dürfen Personaler dich über soziale Netzwerke prüfen?
  4. Dein Profil auf sozialen Netzwerken: So punktest Du

Neben der klassischen Bewerbung existieren etliche weitere Möglichkeiten, wie du einen potenziellen Praktikumsbetrieb von dir und deinen Fähigkeiten überzeugen kannst. In Zeiten der Digitalisierung und des Internets kann der Personalchef sich aber auch schnell sein eigenes Bild über dich verschaffen. So tragen nicht nur deine eingereichten Bewerbungsunterlagen zu deinem Bild bei, sondern auch deine Onlinepräsenz. Öffentlich für jeder Mann, kann der Personaler die Social Media Plattformen nutzen und nach deiner Person suchen. Im schlimmsten Fall trägt dein Profil bei Facebook oder XING zu einer Absage bei, im besten Fall stärkt es deine klassische Bewerbung. Aber worauf achten Personaler bei den Social Media Profilen und was könnte für dich das Aus bedeuten? 

Was können soziale Netzwerke über dich vermitteln?

Zu den wichtigsten sozialen Netzwerken für geschäftliche und berufliche Verbindungen zählt XING, aber auch Facebook und Twitter können einen guten Einblick über die Person hinter dem Profil geben. Partyfotos oder Fachdiskussionen, Networking oder Beleidigungen: Das sind Faktoren, die eine wesentliche Rolle spielen und einen Eindruck von dir vermitteln. Je nachdem, welcher Inhalt auf deinen Profilen zu finden ist, handelt es sich um einen guten oder schlechten Eindruck.

Bestückst Du dein Profil mit aussagekräftigen und vorteilhaften Informationen über dich und deine beruflichen Erfahrungen und Erwartungen, kann ein Profil nützlich sein. Bist du bei einer speziellen Plattform für berufliches Networking angemeldet, dann liegt dort auch das Hauptaugenmerk auf dem Berufsleben. Dein Privatleben solltest Du aber nicht nur auf sozialen Netzwerken für Geschäftskontakte in Maßen online präsentieren, sondern auch auf anderen Foren und Social-Media-Kanälen. Sicherlich wird der Personaler als erstes Prüfen, ob Du ein Nutzer von bekannten sozialen Medien bist und einen Blick auf dein Profil und Fotos werfen. 

Worauf achten die Personaler bei einem Bewerber?

Mit Hilfe der sozialen Netzwerke versuchen die Personaler in der online Welt herauszufinden, wer Du wirklich bist. Im Vordergrund steht sicherlich, ob Du fachlich für das Praktikum oder den Job geeignet bist und was Du für Hobbys hast. Vielleicht prüft der Personaler auch, ob Du konkurrierenden Unternehmen ein „Gefällt mir“ hinterlassen hast oder das Profil des Unternehmen abonniert hast. Viele schauen sich auch die veröffentlichen Fotos genau an und welche Informationen Du über dich Preis gibst. Eher uninteressant ist die Anzahl der Netzwerk-Kontakte oder die politischen Richtungen des Bewerbes, dennoch könnten bestimmte Äußerungen und Kommentare für dich zum Problem werden. 

Ein Statistik zeigt, dass sich knapp 90 Prozent der Personaler über die fachliche Qualifikation des Bewerbes informieren, 72 Prozent über Äußerungen zu Fachthemen, über 50 Prozent über Äußerungen über das Unternehmen & Wettbewerber, mehr als 40 Prozent schauen sich Fotos an und lediglich 5 Prozent interessieren sich für die Anzahl der Kontakte sowie gerade 4 Prozent für deine politischen Ansichten.

Datenschutz: Dürfen Personaler dich über soziale Netzwerke prüfen?

Fest steht: Wie viele Arbeitgeber im Rahmen eines Bewerbungsprozesses auf soziale Netzwerke zurückgreifen ist unklar, dennoch werden es wohl einige Arbeitgeber tun. Sicherlich spielt die Branche eine Rolle und es gibt vermutliche einige Branchen in dem diese Form der Prüfung gebräuchlicher ist, als in anderen. So soll jeder fünfte Arbeitgeber bereits einen Kandidaten nach einer Internet-Suche aus dem Bewerbungsverfahren aussortiert haben.

Ist diese Internetrecherche über dich in sozialen Netzwerken erlaubt? In welchem rechtlichen Rahmen bewegt sich dein potentieller Praktikum- oder Arbeitgeber? 

Leider ist es sehr umstritten, ob es rechtlich erlaubt ist über eine bestimmte Person im Internet zu recherchieren. Im Gesetzt ist eine derartige Regelung nicht ausdrücklich vorgesehen, jedoch kann die Suche im Internet nach deiner Person ein maßgebliches Kriterium für die Zu- oder Absage einer Stelle sein. Im eigentlichen Sinne muss der Arbeitgeber zwischen der Zweckrichtung von sozialen Netzwerken unterscheiden und den Kontext von Fotos, Kommentaren oder Meinungsäußerungen betrachten. 

So stehen in sozialen Netzwerken für den privaten Zweck und Gebrauch andere Intention im Vordergrund, als in Karrierenetzwerken. Sozialen Netzwerken, wie etwa Facebook, zielen hauptsächlich auf Familie, Freunde und Freizeit. Es handelt sich eben um das Privatleben, Beschäftigungen, die eigentlich außerhalb des Berufslebens existieren und deshalb auch keine Relevanz für ein Arbeitsverhältnis haben sollten. Dennoch gibt es immer wieder Ex-Mitarbeiter, die berichten, aufgrund eines Facebook-Posts ihren Job verloren zu haben.

So solltest Du mindesten darauf achten, dass dein Profil in einem beruflichen Netzwerk wahrheitsgemäß deine Person darstellt und Du dich von deiner besten Seite präsentierst. Denn die Recherche in Netzwerken mit beruflichen Kontext darf der Personaler nach dir suchen. Aus praktischer Sicht ist es also unmöglich die Recherche über dich, in einsehbaren Netzwerken zu verhindern. Auch wenn diese Suche und Kontrolle aus rechtlicher Sicht rechtswidrig sei. Deshalb solltest Du im Internet und besonders auf sozialen Netzwerken nur das von dir Preis geben, was dir nicht schadet. Verlinken dich Freunde oder Bekannte auf unangemessenen Fotos oder Beiträgen, sollest Du sie bitten, die Verlinkung zu löschen.

Dein Profil auf sozialen Netzwerken: So punktest Du

Damit dein Profil in sozialen Netzwerken keinen negativen Eindruck von dir hinterlässt, solltest Du erst gar nicht diese Möglichkeit bieten. Indem Du nur wahrheitsgemäße und nützliche Informationen von dir veröffentlichst:

  • Erfinde keine falsche Identität, mit falschen Abschlüssen oder Ausbildungen. 
  • Nutze keine (kindischen) Namenkonstellationen, wie Einhornfan oder Partybär.
  • Solltest Du dir ein Profil in sozialen Karrierenetzwerken anlegen, ist es logisch, dass Du deinen vollständigen und richtigen Namen eingibst. Ansonsten kann dich niemand finden und zu ordnen. 
  • Es ist empfehlenswert, ein Konto auf einem bekannten Karriereportal anzulegen.
  • Vermeide wenn möglich Partybildern, auf beruflichen Netzwerken haben diese sowieso nichts zu suchen.
  • Wähle ein aussagekräftiges Profilbild, in dem der Fokus auf deinem Gesicht liegt.
  • Achte darauf, dass das Bild nicht verpixelt oder unscharf ist, zusätzlich solltest Du einen ruhigen Hintergrund wählen.
  • Teile relevante Informationen über dich: Du warst im Ausland? Du hast ein Praktikum in einem Unternehmen absolviert? Dann gib diese Qualifikationen und Erfahrung in deinem Profil bekannt.
  • Google dich selbst und prüfe, ob von dir unangebrachte Fotos oder Informationen im Internet kursieren.
  • Aktualisiere und pflege dein Profil regelmäßig.

Also, denk beim nächsten Foto oder Kommentare doch zweimal nach, bevor Du es auf ein soziales Netzwerk hochlädst. Nutze bestimmte Profileinstellungen, um die Sicht auf deine Inhalte zu regulieren, aber bedenke: Das Internet vergisst nie! Bei google können trotzdem Bilder von dir auftauchen, die dann mit deinem Profil verknüpft sind. Also, lass das Internet in Zukunft nicht alles über dich wissen. Praktikumsstellen.de drückt dir die Daumen, dass Du mit deiner Bewerbung und deinem sozialen Netzwerkprofil punktest und dein Traumpraktikum bekommst. Viel Erfolg!

Bild: Anastasia Klingsiek
Anastasia Klingsiek (16 Artikel)

Anastasia Klingsiek hat Germanistische Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften in Paderborn studiert. Während ihres Studiums hat sie bereits in journalistischen Redaktionen als freie Mitarbeiterin gearbeitet. Moderationen, Nachrichten und Artikel: alles kein Problem. Texten war schon immer ihre Leidenschaft. Auf praktikumsstellen.de ist sie für den Bereich rund um Berufseinstieg, Büroalltag und Work-Life-Balance zuständig.

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